03.03.2011

 
Impressionen von der
Internationalen Briefmarken-Börse 2011
vom 3.3 - 5.3.2011 im
M.O.C. Lilienthalallee 40, 80939 München
 

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9:45 Uhr Ankunft, überraschend wenig Leute warten auf die Öffnung der Messe, im letzten Jahr hatte es noch Chaos gegeben, weil etliche Besucher vor den Kassenhäuschen anstanden.

Erster Eindruck in der Halle: Mini-Messe. Erheblich weniger Fläche, tatsächlich war die Anzahl von Anbietern / Ausstellern praktisch halbiert. Vier Stände Biener, die Post, einige Auktionatoren, einige wenige Verlage, man war vertreten, doch das Angebot zum Wühlen, Stöbern, Finden und Kaufen war äußerst eingeschränkt. Mit einem normalen Tauschtag kommt die Messe längst nicht mehr mit. So waren z.B. am Tauschtag in Germering mindestens doppelt soviele Anbieter philatelistischen Materials wie auf der Messe.
 

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Die Plätze an den Ständen waren gut besetzt, doch nirgendwo gab es Gedränge oder Schlangen, nicht einmal bei der Post. Das „Forum“ (ein paar Stühle im Eck) war zur Übergabe der neuen Marken gefüllt, doch Interesse an der Präsentation der Produkte des Schwaneberger Verlages hatten nur ganz wenige Personen, beim Vortrag des Herrn Rauhut vom Bund der Briefmarkenversteigerer waren es ein paar Zuhörer mehr.

Die ARGEN hatte man in ein kleines enges Eck gequetscht, versteckt hinter ein paar Ausstellungsrahmen mit Ansichtskarten, die reisserisch als „Ausstellung“ angekündigt waren. Hätten auch nur zwei Interessenten gleichzeitig bei einer der immerhin zehn ARGEN vorgesprochen, hätte der gesamte Bereich wegen Überfüllung geschlossen werden müssen. An einem Mini-Stand befand sich die Arge Tschechien, der LV, der BdPh, die Arbeitsgemeinschaft Münchner Vereine und wohl noch so einiges.

Der Jugend-Bereich war ersatzlos gestrichen, das hatten wir geahnt und vorsichtshalber keinen Messebesuch unserer Jugendgruppe organisiert.
 

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An den Ständen der Fa. Biener (einer hätte dicke gereicht) scheint es irgendwie eine Sicherheitszone zu geben, kommt man den Ständen zu nahe, richten sich sofort etliche Augenpaare auf den potentiellen Ladendieb, obwohl doch auf grossen Plakaten mitgeteilt wird, daß sich Ladendiebstahl bei dieser Firma nicht lohnt (andere Firmen haben keine derartigen Plakate).


Fündig werden konnte man bei Belegen, doch statt 20 Cent soll man nun 1-2 Euro zahlen. Zumindest an einem Stand hat man weitestgehend auf Preisauszeichnung verzichtet, man orientierte sich vielleicht am Aussehen des Interessenten oder ähnlichen Kriterien.

Positiv jedoch, daß unendlich viele Gespräche mit Bekannten geführt werden konnten. Prüfungen und Prüfer war eines der Themen, daß Hr. Harting wohl noch immer Chef des BdPh ist, auf welchem Tauschtag man sich wiedersieht, warum an bestimmten Ständen (UNO!) partout nichts los ist. Daß man sich auf der Messe so vorkommt, wie ein Gaffer bei einer Katastrophe.

PS: Unser Verein wäre dieses Jahr an der Reihe, den gemeinsamen Ausflug der Vereine der Region zu organisieren. Sindelfingen wurde als erstes von den möglichen Zielen gestrichen.