04.10.2008

 
Impressionen vom
Vereinsausflug zum
109. Deutschen Philatelistentag des BDPh
am 4.10.2008 in der
Max-Reger-Halle in Weiden

 

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Wieder zusammen mit Vereinsfreunden der Germeringer Briefmarkenfreunde e. V.des Briefmarken-Sammler-Vereins Dachau e.V. startete bei durchwachsener Witterung im Morgengrauen unser Vereinsausflug nach Weiden, wie immer vom germeringer Kassier Erwin Götzinger gründlich vorbereitet.

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Die Ohren noch voller ausführlicher Informationen und gewappnet mit Infomaterial war das erste Ziel selbstverständlich die Veranstaltung in der Max-Reger-Halle. Obwohl keiner von uns in einer Funktion an den Tagungen des Philatelistentags beteiligt war, interessierten doch jeden die Ausstellungen und die Stände der deutschen, norwegischen und tschechischen Post und der Fachhändler.

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Leider war, wie auch bei vielen anderen Veranstaltungen, die Beleuchtung der Exponate, besonders derjenigen im Untergeschoss, nicht optimal.

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Ganz im Gegensatz stand dazu die Qualität der gezeigten Ausstellungsstücke. Exemplarisch seien hier tibetanische Klosterbriefe genannt, die auch in ihrer damaligen Bedeutung ausführlich erläutert wurden. Wer konnte so etwas schon einmal bewundern?
 
Ansonsten waren die Ausstellungen zwar besser besucht als bei anderen Veranstaltungen, Gedränge herrschte aber keines, auch wenn alles sehr eng aufgestellt war.
 

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Ein gleichwohl faszinierendes wie auch erschütterndes Zeitdokument war ein Brief aus Hiroshima, der den ersten Abwurf einer Atombombe in nächster Nähe sicher im Gegensatz zu seinen damaligen Besitzern scheinbar unbeschadet überstanden hat, wäre er nicht bis heute immer noch erheblich radioaktiv verseucht.

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Höhepunkt unseres Ausflugs war selbstverständlich der Tag der Offenen Tür im Versandzentrum Weiden der Deutschen Post AG, Franz-Zebisch-Straße 15.

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Leider durfte der Innenbereich des Mekkas der Abo-Sammler nicht fotografiert werden. Abo-Sammler? Ja und nein! Gewiss sind die Sammler ein gern gesehenes Zubrot, nachdem nun auch der Versand von deutschen Sammlermünzen dort abgewickelt wird. Hier handelt es sich aber um das hochmoderne, bis in das Letzte hinein computergesteuertes Logistikzentrum der Deutschen Post AG, in welchen für Groß- und Kleinabnehmer von der Bestellung - sauber ausgefüllte Bestellvordrucke sieht sich nur noch ein Scanner an - bis zur Auslieferung alles vollautomatisch und kontrolliert abläuft. Lediglich Kleinmengen werden nach Anweisung des Computers aus den Regalen entnommen, abgezählt und in den automatisch bereitgestellten Karton gegeben, der dann ohne weiters Zutun verpackt und versandt wird. Lediglich unleserliche oder falsche Angaben und telefonische Bestellungen werden - auch wieder computerunterstützt - im Kundencenter von Menschen bearbeitet. Keine Sorge, die Briefmarken der Sammler werden immer noch von geschickten Frauenhänden in weißen Handschuhen getrennt.
 
Ob die Arbeitsplätze der im Vergleich zum Umsatz wenigen Beschäftigten wirklich so angenehm sind, wie immer wieder erklärt wurde, sei dahingestellt. Wie in jedem Unternehmen, das seine Mitarbeiter modern führt, hängen neben den Bildern der in jeder Abteilung angestellten Mitarbeiter/innen auch Angaben über den Qualitätsstand der Abteilung. Einige der dort genannten Fehlerquoten hätten vielleicht besser entfernt werden sollen, scheint doch Kollege Computer manchmal doch gehörig zu patzen. Gut dass er so dringend gebraucht wird, sonst würde ihm ernsthaft ein blauer Brief drohen.
 
Dank seiner zahlreichen Gaststätten und Cafés war in Weiden gut und billig fürs leibliche Wohl gesorgt, ganz im Gegensatz zum Kaffee in der Max-Reger-Halle, der jeden schnell Richtung Innenstadt trieb.

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Neben seiner schönen Altstadt wurde in Weiden auch Philatelistisches geboten: Die lange gepriesene und doch etwas mager ausgefallene Rathausverhüllung der DPhJ, einem Umzug mit Blaskapelle, dem historischen Omnibus der Post, einer alten Postkutsche für Stadtrundfahrten und dem lustig bemalten Lieferfahrzeug des Teams Briefmarke.
 
Völlig unbeachtet und doch erwähnenswert die Ausstellung “Zeichen setzen” des Bundesministeriums für Finanzen im Neuen Rathaus Weiden.

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Ein Denkanstoß, wie heute Werbung für die Philatelie aussehen könnte.
 
Von der Dachauer Jugend abgesehen strömten alle reichlich vor der Abfahrtszeit zurück zum Bus. Nächstes Jahr wird es wohl keinen Ausflug geben, denn die Germeringer feiern “30 Jahre Germeringer Briefmarkenfreunde” mit Großtauschtag und “Tag der Briefmarke” und ... und ... und ...

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