18.03.2008

 
Impressionen vom
60. Landesverbandstag des
Landesverbands Bayerischer Philatelisten-Vereine e. V.
am 18.03.2008 in Marktbreit

 

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Erster Eindruck: Ausgezeichnet. Prima Kuchenauswahl, Haferl Kaffee 1 Euro. Derart positiv eingestimmt, harrte man der Dinge, die da kommen sollten. Nach dem letztjährigen Versöhnungs-LV-Tag in Farchant konnte ja eigentlich nur ein harmonischer Arbeits-LV-Tag anstehen.
 
60 Jahre Landesverband, Schwerpunkt die letzten 10 Jahre, Herr Walter Gabriel hielt eine erfrischend offene und ehrliche Rede zu diesem Thema. Er endete zusammenfassend: "Briefmarkensammeln sollte eigentlich ein friedliches Hobby sein." Besser hätte er die letzten 10 Jahre nicht beschreiben können.
 
Kurz und prägnant der Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden: Schwierigkeiten und Ärger bei IBB, mit LV Sachsen, mit BDPh, mit Geschäftsführer BDPh, und, nicht zuletzt "Schaumschläger im Vorstand". Fast die ganze Welt war wieder gegen ihn, also keine Neuigkeiten. Auf Dauer ist das natürlich kein tragbarer Zustand, also kündigte er an, nächstes Jahr nicht mehr kandidieren zu wollen.
 
Der Bericht der Kassenprüfer machte Probleme, weil es beinahe keinen gegeben hätte, glücklicherweise fand jedoch einer der Prüfer ein Exemplar in seinem Auto, Glück gehabt.
 
Weniger Glück hatte man mit der Vorbereitung des LV Tages. Ein form- und fristgerecht eingereichter Antrag aus Germering war nicht an die Delegierten verteilt worden. 1. und 2. Vorsitzender schoben sich gegenseitig laut auf offener Bühne die Schuld zu. Bei der Gelegenheit tauchte auch noch ein  "vergessener" Antrag vom Garmischer Verein aus 2007 auf. Man war sich böse. Als Gradmesser für die Zufriedenheit mit der Führungsriege nehme man einfach die Ergebnisse bei der Entlastung bei 241 abgegebenen Stimmen::
 
1. Vors.  126 ja / 111 nein  / 4 Enth.
2. Vors. 182 ja / 47 nein / 12 Enth.
Kassier 241 ja
 
Noch Fragen ? Nein, der 1. hat sein Amt nicht sofort niedergelegt. Warum sollte er auch ? Schließlich war das eines der besten Ergebnisse der letzten Jahre für ihn.
 
Und dann kam das allseits beliebte Thema Satzung, so wie jedes Jahr. Abgestimmt werden sollte über den Entwurf vom letzten Jahr, den natürlich kaum jemand dabei hatte, außer Benno, doch der hatte ein Problem mit drei verschiedenen Entwürfen. Die zwischenzeitlich gefertigte Gegenüberstellung alt / neu war angeblich zu spät erstellt worden und konnte in den letzten Wochen nicht mehr kopiert werden.
 
In Farchant gestellte Änderungsanträge sollten vielleicht eventuell vorher oder hinterher oder gar nicht, doch noch,  Einfluß auf die Abstimmung haben und wären irgendwie zu behandeln. Im Entwurf stand als Inkrafttreten der 1.1.2008, doch rückwirkend geht nicht, also muss der Entwurf geändert werden. Bei der Gelegenheit hätten wir das Problem, dass LV-Tage plötzlich 2009, 2011 usw. stattfinden, Einladungen jedoch schon zu 2010 erfolgt sind. Der Vorschlag, über jeden einzelnen Paragraphen separat abzustimmen, ging unter. Der Antrag, einen Sonder-LV-Tag ausschließlich zum Thema Satzung abzuhalten, wurde schlichtweg nicht behandelt, ein Kopfnicker mit bestimmtem Akzent verstand Bahnhof und leistete als konstruktiven Diskussionsbeitrag das übliche "Querulanten". Delegierte von weither fürchteten eine Nachtsitzung. Urplötzlich gab es dann eine Zwangsabstimmung zum Entwurf. Basta. Ergebnis: 120 ja, 113 nein, 18 Enth., also die erforderliche 2/3 Mehrheit weit verfehlt. Vielleicht war das Produkt gut und das Verkaufspersonal schlecht, wir werden es nie erfahren, denn wir machten uns auf den Heimweg.
 
Im Truppentransporter war alles ruhig und entspannt. Dann eine Stimme: "Wisst Ihr übrigens, dass laut neuem Handbuch die Region Oberbayern-Nord wieder existiert?" Nein wussten wir noch nicht. Den Rest der knapp 300 km waren wir damit beschäftigt, einen neuen Regionalbeirat zu wählen. Erfolgreich. Und einen geeigneten Kandidaten für den 1. Vorsitzenden ab 2009 haben wir auch schon im Auge, ja, wir waren fleissig.