1 / 2007

Rundschreiben 1 / 2007 - Nr. 102

Inhalt:
Vorwort
Farben
Blüm
Briefmarkenkauf im Internet
Deutsch Österreichischer Philatelistentag 2006 Bad Reichenhall
Österreich
Tauschtage
Landsberg
Libaralisierung des Post-Marktes
Besondere Ehrung
Neuerscheinungen
Überroller
Brucker Lebensweisheit
Sammler-Service Fürstenfeldbruck
Poststempel
Mathematik
Aus meiner Kuriositätensammlung (1)
Ansichtskarten Füstenfeldbruck
Aus meiner Kuriositätensammlung (2)
Kiloware
Auktion in Germering
Auktion zugunsten Jahresabschlussfeier
Jahresabschlussfeier
Jugendarbeit
Digitale Briefmarken
Notopfer Berlin
Michael Schumacher
Plusbrief Kreativ
Meine lieben Freunde!
Lebensberatung
Der Brief
Preisliste Axtner von 1957
Postagentur
Was sonst noch geschah
Michel-Kataloge
Tagesablauf eines Philatelisten
Mehrwertsteuer-Senkung
Marktlage
Neuigkeiten Landesverband
Münzen
Neue Briefmarken stets im Angebot
Internet
Termine
 

RS0701a

Hotel Post, Fürstenfeldbruck

Vorwort
 

Meine Hoffnung, dass es in den Sommermonaten etwas ruhiger wird, sie hat sich zerschlagen. Bruck-, Maisach- und Landsberg-Marke, Vereinsgründung in Landsberg, etliche Besuche auf Tauschtagen, Vorbereitung Reichenhall, es war immer etwas los. Dazu im Verein Auktionen, Sommerfest, Katalogbeschaffung, Verkauf Ansichtskarten, Vorbereitung Vereinsjubiläum, auch da gab es genug zu tun. Dank vieler stiller Helfer konnten wir viel erreichen und erledigen. Danke an alle, die sich engagiert haben.

Im Verein folgte man in den letzten Monaten einem gewissen Herdentrieb. Eine Zeit lang waren viele Mitglieder mit der Pflege und Betreuung von Familienangehörigen beschäftigt, dann wurden gleich mehrere Herren (ohne Absprache) Großväter.

Leider besteht nicht nur Grund zur Freude, mehrere Vereinsmitglieder sind ernsthaft erkrankt. Im Namen aller Mitglieder herzliche Grüße und Genesungswünsche.

Einer Bitte wollen wir gerne nachkommen: Größere Schrift. Das soll natürlich nicht zu Lasten des Inhalts gehen, also werden die Seitenzahlen etwas mehr werden. In der Konsequenz werden wir uns überlegen müssen, ob und wie wir die Rundschreiben in Zukunft heften können.

Alles können wir hier nicht veröffentlichen, sehr viele Bilder von unseren Veranstaltungen, Neueste Nachrichten, Terminkalender usw. finden sich dank Sam auf unserer Homepage. Schaut ruhig mal drauf.

Ihnen und Ihren Angehörigen die besten Wünsche, insbesondere Gesundheit für 2007 und weiterhin Freude bei unserem Hobby

Klaus-Peter Lippoldes
 

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Farben
 

In den Fachpublikationen hat eine breite Debatte über die Farben bei Briefmarken eingesetzt. Die Katalogpreise für Farbunterschiede bei der gleichen Marke sind erheblich und jeder Sammler glaubt, dass seine Stücke von der teuren Variante sind, aber er weiß es nicht. Und er wird niemanden finden, der ihm zu relativ geringem Preis eine qualifizierte Bestätigung geben kann.

Ohne allzu sehr auf technische Fragen einzugehen, soll das Farbproblem aus einigen Gesichtspunkten betrachtet werden.

Michel-Katalog

Noch immer, über weite Strecken zu Unrecht, gilt der Michel-Katalog als Bibel der Philatelisten. Bleiben wir bei den Farben: Die Farbbezeichnungen folgen vielfach keiner klaren und einheitlichen Linie, sie sind über weite Strecken unklar und missverständlich. Es finden sich Bezeichnungen wie zimtfarben, opalgrün, schwärzlichgelblichgrün. Was immer das auch sein mag. Noch komplizierter wird es, wenn eine Marke längere Zeit gedruckt wurde: Bayern 60xa zum Beispiel: "dunkelockerbraun bis (dunkel)siena (viele Töne) [mittel- bis dunkelbraun]" oder die MiNr. 54 von Bayern: "(lebhaft)gelblichgrün bis (dunkel)gelb(lich)grün". Belassen wir es mit diesen beiden Beispielen, es finden sich noch sehr viel mehr. Die Farbbezeichnung orientiert sich nicht an Tabellen oder nachvollziehbaren Bezeichnungen, sondern scheint in vielen Fällen rein subjektiv zu sein. Das nutzloseste Hilfsmittel, das es für die Farbbestimmung gibt, ist der Farbenführer. Drei Betrachter werden drei unterschiedliche Farbtönungen feststellen.

Die Prüfer

Ihnen ist die Problematik bekannt, daher nehmen sie Farbbestimmungen nur noch unverbindlich vor. Damit ist die Aussagekraft gleich Null.

Bei jedem Prüfer stellt sich schlichtweg ein Problem: Das Vergleichsmaterial. Er soll die Farbe einer vorgelegten Marke prüfen. Das kann er nur im Vergleich mit dem Original. Doch hat er eines? Seine Marken waren im Laufe der vielen Jahre Veränderungen durch Umwelt, Licht etc ausgesetzt. Er kann kein Original im Urzustand besitzen.

Mit entsprechenden technischen Hilfsmitteln wäre eine wirkliche Farbbestimmung möglich. Dann würde jedoch die Prüfung einer einzigen Marke schnell auf 400 Euro Kosten kommen. Kein vernünftiger Mensch wird so viel Geld dafür ausgeben, denn es geht ja nicht nur um die eine Marke, die vielleicht einen entsprechenden Wert hätte, sondern man muss hunderte von Marken farbbestimmen lassen, um eventuell ein teures Exemplar zu finden.

Die Sammler

Jeder, der sich mit Deutschem Reich beschäftigt, hat irgendwelche Marken im Album, die farblich von einander abweichen. Altprüfungen sind kein Vergleichsmaßstab, da kommt es wirklich häufig vor, dass sehr helle und sehr dunkle Exemplare jeweils geprüft "a" sind. Also was tun? Einfach eine sehr helle Marke und das sehr dunkle Gegenstück nebeneinander ins Album? Das scheint wohl ein gangbarer Weg zu sein, wenn man gleichzeitig auf den eventuellen Katalogwert der teureren Farbe pfeift.
 

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Blüm
 

Wie oft haben wir vor den Goldhahns, Blüms, Vielhubers und ähnlichen gewarnt? Hoffentlich nicht vergebens. Noch immer kursiert massenweise Schrott aus diesen Quellen. Offensichtlich sterben die „Schnäppchenjäger“ nicht aus.

Nun bietet die Verurteilung des Herrn Blüm einen Blick hinter die Kulissen: Er war seit vielen Jahren als „anrüchig“ bekannt, seine Anzeigen füllten etliche Seiten in den philatelistischen Blättern. Als sich die Zahl der geschädigten Kunden häufte, wurde der BDPh aufklärend tätig, ebenso weigerten sich die Fachzeitschriften, seine Anzeigen zu schalten. Daraufhin besorgte sich Blüm wohl seine Opfer über Adresshändler, außerdem kaufte er sich eine Auktionsfirma „Die Briefmarke“, über die er seine Machwerke, nun mit seriösem Anstrich, verscherbelte. Wer misstraut schon einem Auktionshaus, das geprüfte Werte günstig in öffentlichen Auktionen anbietet? Immer mehr Kunden beschwerten sich jedoch über Fälschungen. Des weiteren gab es Merkwürdigkeiten bei der Auktionsabwicklung, Gebotslose wurden beboten, es erfolgte jedoch kein Zuschlag. Sie tauchten in den folgenden Auktionen nochmals auf. Natürlich merkten das die Bieter. Eine Untersuchung der 47. Auktion ergab, dass von der Stichprobe von 100 "Schlegel geprüften" Werten immerhin 65 falsch waren. Sammlerschutz und Staatsanwaltschaft wurden aktiv. Man beschlagnahmte 600 (!) Falschstempel sowie etwa 50 (!) Prüfstempel. Nach 30-monatigen Ermittlungen gab es jetzt ein Urteil: Haft auf Bewährung sowie eine geringe Geldbuße. Das Urteil fiel deshalb so milde aus, weil Blüm nicht vorbestraft war. Außerdem war er voll geständig und gelobte Besserung. Seine Auktionen laufen weiter.

Einschlägige Kreise bemühen sich derzeit, einen Katalog der verwendeten Falschstempel und gefälschten Prüfzeichen zu erstellen.

Eine Quelle für Informationen über die Vorgänge im Markt, über Fälschungen bei ebay und Machenschaften bestimmter schwarzer Schafe der Branche sind die diversen Diskussionsforen des BDPh, in denen sich Philatelisten austauschen. Natürlich hat man seit vielen Jahren von AFINSA und Anhängseln gewusst. Natürlich warnt man sich gegenseitig vor „e****“, gegen den Blüm ein kleines Licht sein soll. Noch so ein schwarzes Schaf ist „MM“. Aber bitte, warum nennt man nicht Ross und Reiter? Der Sammlerschutz des BDPh ergeht sich in Andeutungen. Fliegen eines Tages „e****“ und „MM“ auf, dann wird man sich wieder hinstellen und sagen, dass man vor denen schon seit Jahren gewarnt hat. Uns einfache Vereinsmitglieder nicht, oder?

Ein weiteres Ärgernis in den ganzen Debatten um die Fälschungen des Blüm sind die Beiträge zu den von Blüm gleich mit gefälschten Prüfzeichen. Offen wird darüber diskutiert, dass Altprüfungen von verstorbenen Prüfern ohnehin wohl nicht gerade korrekt waren, um die Zustände beim BPP einmal sehr milde zu umschreiben. Ordungsrufe hallen durch die Foren, man möge die toten Prüfer endlich ruhen lassen, schließlich könnten sie sich nicht mehr wehren. Dem Betrachter der Debatten drängt sich doch ein ganz anderes Bild auf: Was taugen die Atteste, Testate, Prüfungen der heute so schrecklich fähigen und qualifizierten BPP-Prüfer eines Tages? Ist die heute teuer bezahlte Prüfung einem biologischen Verfallsdatum unterworfen? Blüm hat, so steht es zumindest in der neuen „Philatelie“, mit seinen 600 Falschstempeln und 50 falschen Prüfstempeln in der gesamten Spannbreite der Katalogwerte von 20 Euro an produziert. Massenweise hat er u. a. den Prüfstempel „Schlegel“ eingesetzt. Sicherlich, eine provozierende Frage: Sind die Mehrzahl der auf dem Markt befindlichen Marken / Belege mit dem Prüfzeichen „Schlegel“ Fälschungen? Und sind die Masse der Altprüfungen echt oder falsch? Die Schuld trägt der Sammler, er will geprüftes Material zum Schnäppchenpreis kaufen, das dann stetig wertvoller wird. Also geht die Phila-Industrie her und liefert genau das, was sich der Sammler wünscht: Zum Schnäppchenpreis prima Material mit passendem Prüfzeichen (die vom BPP allerdings mit Verfallsdatum), der Katalog setzt schön regelmäßig die Katalogwerte hoch, auch wenn sie mit dem Marktpreis nichts mehr zu tun haben. Der Sammler rechnet sich reich und ist zufrieden. Die Phila-Industrie boomt und ist auch zufrieden. Und die elitären Philatelisten können zurecht darüber sinnieren, dass Blüm nur ein ganz kleines Rädchen im großen Getriebe ist. Die Verbandswelt schwebt in den Sphären der elitären Philatelie, pflegt internationale Kontakte. Schöne heile Welt.

Man sollte den Fall hernehmen, und dann ein Buch über die Philatelie und die Philatelisten schreiben. Über das ach so seriöse und auf der Welt einmalige deutsche Prüfwesen zum Beispiel. Dutzende von schwarzen Schafen könnte man beschreiben, und die heile Welt der BPP. Falschbeurkundungen der Vergangenheit nimmt man schulterzuckend hin, in Diskussionsforen des BDPh heißt es schlichtweg, man solle Tote ruhen lassen, so äußert sich zumindest ein aktueller Prüfer. Gilt das eines Tages auch für seine heutigen Prüfungen? Man könnte sehr ernsthaft der Frage nachgehen, ob ein Prüfstempel nicht eher eine Wertminderung darstellt.

Es ließe sich über eine philatelistische Welt schreiben, in der tausende und abertausende von Schnäppchenjägern dem Wahn hinterherlaufen, dass der Katalogwert des Michel stimmt und marktgerecht ist , dass jede belanglose Kleinigkeit gleich eine enorme Wertsteigerung darstellt, noch dazu, wenn sie irgendjemand „geprüft“ hat.

Man könnte in dem Buch umfassend auf die Blindheit der Sammler eingehen, die es in Jahrzehnten des Betruges an ihren Geldbeuteln nicht geschafft haben, sich wenigstens ein kleines Wissen über ihr Sammelgebiet anzueignen. Und an gewissen Stellen auf den Verstand zu hören, statt ihn auszuschalten. „Geiz frisst Gehirn“, so könnte man das Buch betiteln.
 

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Briefmarkenkauf im Internet
 

Die Fülle des angebotenen Materials ist im Internet enorm. So wurden am 24.11.06 allein bei ebay Deutschland 124.100 Lose aus dem Bereich der Philatelie angeboten. Dass sich hier eine ganze Menge schwarzer Schafe tummeln, wird niemanden verwundern. Ein paar Beispiele aus der letzten Zeit:

Zwei geschnittene Marken, sauberst. Ganz klein steht unter der Abbildung: "Farbtafel der ungezähnten Ausgabe. Originaldruck von Peter Sem". Der Verkäufer bietet also Bilder von Briefmarken aus dem Auktionskatalog der Firma Sem an. Immerhin erfolgte der Zuschlag bei mehr als 100 €. Na, wird der Käufer seinen Spaß gehabt haben, als er die Photos erhielt. Aber: wer lesen kann, ist im Vorteil.

Unberührter Dachbodenfund, Sammlung des vor vielen Jahren verstorbenen Opas. Nun, die deutschen Dachböden scheinen voll zu sein von Sammlungen verstorbener Großväter. Außerdem ist schon verwunderlich, wie viele verstorbene Opas mancher Verkäufer hat. Auf den Abbildungen ist übrigens aktuelle Kiloware zu sehen.

Billige gestempelte DDR-Marke, absoluter Knochen mit gleich zwei fehlenden Ecken. Ausruf 1 €. Als Portopauschale werden 5 € verlangt.

Alles, was es von der DDR an Besonderheiten gegeben hat, wird gefälscht angeboten, oder gleich neu erfunden. Spendenmarken, Probedrucke, Phasendrucke, Mustermarken, falscher geht es gar nicht. Der Post als Rechtsnachfolgerin der Ost-Post ist das ohnehin egal. Und die Bieter freuen sich über ihre teuer erstandenen Raritäten.

Einzelmarken und Sammlungen Helgoland, vom Stempel sind eindeutig die Buchstaben "ch" am Ende zu erkennen. Nur gab es auf Helgoland nie einen Ort mit der Endung "ch".

Schleswig-Holstein, saubere Stücke. Was der Fälscher (und die Käufer) übersehen haben: Die Währungsangabe war bei den Originalen "Schilling" und nicht "Skilling".

Währungsgeschädigten-Block. Sauber gestempelt. Zuschlag bei rund 350 €. Offensichtlich hat der Käufer übersehen, dass der Stempel deutlich lesbar eine 4-stellige Postleitzahl hat. Herrlich falsch. Und doofer Fälscher.

Alles, was er findet, speziell Dauerserien-Paare, stempelt jemand mit einem Agenturstempel "Essen zz".

Bayern-Marken, saubere gestempelte Sammlung, alle Stempel mit Postleitzahl 13b.

Das sieht dann in der Losbeschreibung so aus:
 

RS0701b

 

Bund Weltgaskongress
MiNr. 1537/38 im waag.
Zusammendruck W Zd 10 U
UNGEZÄHNTES tadellos **
Prachtstück mit Farbfotoattest und
neuer Befundkopie SchlegelBPP!
Mi. 400,00 Ganz selten!!

 
Ein Farbfotoattest kann jeder schreiben, der einen Kopierer und einen Drucker besitzt. Und die neue Befundkopie SchlegelBPP? Man muss nur wörtlich lesen: a) neu heißt gerade frisch angefertigt und b) Kopie heißt Kopie. Also nichts sagend. Abgesehen davon, dass mal wieder "Fliessbandprüfer" Schlegel in Erscheinung tritt, findet sich nirgendwo ein Hinweis darauf, dass die angebotene Marke tatsächlich von einem anerkannten Prüfer als echt geprüft wurde.

Übrigens, Goldhahn, Heubach und ähnliche tummeln sich auf diesem Markt noch immer als Verkäufer. Die Losbeschreibungen sind, wie seinerzeit die gedruckten Anzeigen, äußerst vage. Die Riesenkiste, der Superbestand, seltene Werte, Fundgrube, Auflösung eines alten Händlerlagers mit immensem Katalogwert. Alles wie gehabt. Irgendwie denkwürdig, dass Heubach nun in USA anbietet. Vielleicht laufen die Geschäfte bei uns nicht mehr wie früher. Genug Ramsch aus diesen Quellen ist noch immer auf dem Markt.

Alles negativ? Nein, man kann aus einem riesigen Angebot schöpfen, und sicherlich ist das eine oder andere Schnäppchen möglich. Nur muss man kritisch sein, genau lesen, und man darf nicht glauben, dass irgendjemand etwas zu verschenken hat.

Die Forderung nach einer Prüfgarantie ist bei besseren Stücken sinnvoll. Einen großen Bogen sollte man um Auktionen machen, die den Namen der Bieter nicht offen legen. Ein Blick auf andere Lose des gleichen Anbieters kann hilfreich sein. Skepsis dagegen ist angebracht, wenn ein privater Verkäufer bisher mehrere tausend Verkäufe getätigt hat.
 

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Deutsch-Österreichischer Philatelistentag
Bad Reichenhall
 

Ein voller Bus mit 59 Dachauern, Bruckern und Germeringern besuchte am 7.10.06 den Philatelistentag. Vom Germeringer Verein hervorragend vorbereitet. Nochmals ganz herzlichen Dank an Herrn Götzinger für die viele Arbeit, die er sich gemacht hat. Organisatorisch war der Ausflug wirklich in Ordnung, jeder Teilnehmer der Fahrt war frei in seinen Entscheidungen, welche Sehenswürdigkeit er besuchen will, so war auch für die Nicht-Philatelisten allerhand geboten. Von Jugendgruppe bis "älteren" Herrschaften war die Reisegruppe bunt gemischt, so dass jeder die Möglichkeit hatte, nette Partner für Unternehmungen zu finden.

Die meisten Teilnehmer waren natürlich auf dem Philatelistentag. Sonderpostamt der Deutschen Post voll. Sonderpostamt der österreichischen Post noch viel voller. Die Angebote waren sehr vielfältig, aber irgendwie hatten die Österreicher in ihren Sachen mehr Pfiff. Zwei Automaten für die neuen österreichischen Automatenmarken waren aufgestellt, sie liefen heiß. Besonders auffällig war ein Herr, der etliche Rollen Münzen auf dem einen Automaten aufbaute , und dann für mehrere Stunden den Kasten blockierte. Das freute die anderen Interessenten nicht gerade.

Briefmarken-Zusammendruck-Streifen wurden verkauft, auf den Marken eine Fläche zum Freirubbeln. Jeder Streifen gewinnt einen Preis. Bei mir langte es zu einem "Kleinpreis", einer Steckkarte mit vier Marken von der WIPA 1998. Herr Unsin gewann einen Preis der "Kategorie c", ein herrliches Buch über österreichische Komponisten, hinten eingelegt eine Steckkarte mit aktuellen passenden Briefmarken.

Belege gab es überall, meine habe ich mir selbst gemacht, jeweils eine blaue und gelbe Brucker Marke auf einen Einschreibebrief, das fehlende Porto bar entrichtet, das ergab herrliche Belege mit entsprechenden Einlieferungsscheinen mit Sonderstempel.

Händlerstände: Überraschend wenige, flächenmäßig am größten mit weitem Abstand die Firma Biener, sie war an etlichen Stellen mit Ständen vertreten.

Die Ausstellung(en) herrlich, sehr breiter Querschnitt von Sammlerei bis Weltklasse-Philatelie, so, wie es sein sollte. Leider waren die Sammlungen nicht nummeriert, so musste ich lange suchen, um das Exponat 9 zu finden. Dort fragte man mich nach dem Exponat Nummer 19, leider konnte ich nicht weiterhelfen. Die Stände der Prüfer, Verbände etc. waren ausgesprochen gut besucht, wesentlich schlechter sah es bei den Arbeitsgemeinschaften aus, sie waren auf der Galerie untergebracht. Und ganz übel ging es dem Stand der DBZ, er war ganz hinten auf der Galerien im letzten Eck, dorthin hat sich wirklich niemand mehr verlaufen.

Sofern man das Bistro überhaupt fand, konnte man dort für 2,50 € einen Kaffee trinken, zwar nicht sonderlich voll die Tasse, jedoch kräftiger Geschmack, auch das durchaus positiv zu vermerken.

Fazit: Wer nicht dabei war, hat einen wirklich schönen Tag verpasst.
 

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Österreich
 

Die dreieckige Marke zur WIPA 2008 (erschienen wohl im August) soll einen wirklich witzigen Fehler haben: Österrreich mit drei rrr.
 

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Tauschtage
 

Im Laufe des Jahres haben wir etliche philatelistische Veranstaltungen besucht,dazu gehörten Messen, Ausstellungen, Tauschtage, Tauschabende sowie Sonderveranstaltungen wie „Tag der Briefmarke“.

Der Besucherschwund auf Tauschtagen ist enorm. Von Peissenberg über Germering, Fürstenfeldbruck bis Karlsfeld, Garmisch bis Ebersberg, die Besucher bleiben aus.

Man sah es an unserem Tauschtag:

Es war (fast) nichts los. Die paar anwesenden Personen debattieren über philatelistische Themen, man stöbert hier und da. Im Gegensatz zum letzten Jahr war diese Veranstaltung grottenschlecht besucht. Nachmittags haben wir zusammengepackt, dann haben wir uns noch ausführlich mit zwei Rückkehrern vom Tauschtag in Moosburg unterhalten, auch dort war es wohl ein ruhiger Tag. Trotzdem: Zwei ernsthafte Interessenten für eine Mitgliedschaft sind ein positives Ergebnis unserer Veranstaltung. Ein Besucher, der seine Schätze bewertet haben wollte, erhielt 2 x (unabhängig voneinander) den gleichen Betrag genannt. Daraufhin spendete er alle seine „Schätze“ zugunsten unserer Jugend. Wenigstens brauchte er das Material nicht mehr nach Hause schleppen.

Der teils erhebliche Einsatz an Arbeitskraft und finanziellen Mitteln für Werbung, Rahmenveranstaltungen und nicht zuletzt für Saalmieten läuft ins Leere. Der angestrebte Erfolg , die Gewinnung neuer Mitglieder, kann nicht mehr erreicht werden.

Es bleibt ein Fazit: Irgendetwas funktioniert nicht mehr! Zwei Tage Großtauschtag in Peissenberg. Ausgezeichnete Räumlichkeiten, prima Ausstellung, großes Einzugsgebiet mit vielen aktiven Vereinen. Und nichts, gar nichts, ist los. Tag der Briefmarke Ebersberg. Alles passt, populäres Thema Feuerwehren, Löschzüge vor der Halle, entsprechende Belege mit zugehörigem Sonderstempel, viel Werbung. Und nichts ist los, keine Besucher. Briefmarkenmesse im MOC, tolle Ausstellung, und außer den Juroren schaut sie keiner an. Besucherzahl ohnehin mau, man drängelt sich bei am Sonderstand der Post und bei der österreichischem Postverwaltung, ansonsten wenig los. Die Tauschabende in den Vereinen sind viel schwächer besucht als früher, einzig bei besonderen Anlässen wie Vereinsauktion ist der Besuch noch einigermaßen. Früher haben wir mit Leichtigkeit einen Bus gefüllt, wenn es auf eine philatelistische Fahrt ging, für das Großereignis in Reichenhall haben sich gerade einmal zehn Personen angemeldet.

Über die Gründe für das Ausbleiben der Gäste kann man nur spekulieren, doch dürften knappe finanzielle Mittel eine nicht unerhebliche Rolle spielen, aber nur am Geld kann es nicht liegen, für die meisten Veranstaltungen wird gar kein Eintritt mehr erhoben. Das Interesse am Hobby ist auch nicht geringer geworden, wenn man sich anschaut, mit welchem Eifer gesucht, gestöbert und auf Vereinsauktionen geboten wird.

In unserer Region haben erste Gespräche stattgefunden. Eine der Überlegungen ist, jährlich nur noch zwei Tauschtage durchzuführen, zum Beispiel einen im Frühjahr in Germering und einen zweiten im Herbst irgendwo im Dreieck Landsberg / Dachau / Germering.

Vorteile gäbe es genügend: Verteilung der Arbeit auf mehr Schultern, wesentlich bessere Werbe-Möglichkeiten, Minimierung des finanziellen Risikos, mehr Sammler-Potential. Wir bleiben an dem Thema dran.
 

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Landsberg
 

Am 1.Oktober 2006 wurde in Landsberg ein Philatelisten- und Münz-Sammler-Verein gegründet. Das Interesse war groß, etliche der anwesenden Sammler erklärten sich spontan bereit, vorläufige Funktionen zu übernehmen. Der Auftritt von Benno Groß und Walter Koch wurde in Radio und Fernsehen übertragen, das Zelt auf der Messe war voll. Regionalbeirätin Vahlbruch hat sich über die schnelle Konstituierung des Vereines gefreut, gerne hatte sie das Amt des Protokollführers übernommen. Wir wünschen dem Verein, dass er sich gut entwickelt.
 

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Liberalisierung des Post-Marktes
 

Der Markt der Postbeförderung in Deutschland hat ein Umsatzvolumen von rund 25 Milliarden Euro. Von diesem Kuchen mag sich natürlich jeder gerne ein Stück abschneiden. Die Gelbe Post traut den anderen Anbietern recht wenig zu und rechnet nur mit geringen Umsatz-Rückgängen. Anders die privaten Anbieter, sie erwarten schon nach kurzer Zeit einen Marktanteil von 25%.

Nach Angaben der Post ist an dem Transport und dem Verteilen von Massensendungen nichts verdient (warum machen sie das dann?), Überschüsse bleiben nur noch in sehr geringen Massen bei normalen Briefen und Zusatzleistungen. Spielräume für Preissenkungen sieht man nicht.

Dass andere Anbieter wesentlich günstigere Preise bei Briefen haben, so kosten Standardbriefe 44 Ct statt 55 Ct bei der Post, und trotzdem noch Geld verdient wird, zeigt die Spielräume, die es beim Preis offensichtlich noch gibt. Und Zusatzleistungen? Lückenlose Paketverfolgung, Zustellungsgarantie am nächsten Tag und ähnliches sind bei anderen Anbietern längst selbstverständlich. Ein nicht zustellbares Päckchen der Gelben Post darf man in München, Arnulfstrasse abholen.

Die Trennung von Paket- und Briefdienst war wohl keine gute Entscheidung. Intensiv wird darüber nachgedacht, Pakete wieder vom Postboten zustellen zu lassen. Wenn beide Dienste (Deutsche Post und DHL) zusammen gelegt werden, sind erhebliche Einsparungen bei den überdimensionierten Sortierzentren möglich, mehrere werden wohl geschlossen werden. Rund 6.000 Briefträger sind noch in Vollzeit angestellt, aus ihnen sollen Teilzeitkräfte werden. Die gesamte Strukturreform wird notwendig, weil immer weniger Post von Privatkunden versandt wird. Die Masse der Sendungen stammt von Großkunden, so verschickt allein Quelle im Jahr etwa 20 Millionen Pakete.
 

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Besondere Ehrung
 

Herr Michael Adler, "väterlicher" Berater und Unterstützer vieler Vereinsvorsitzender wurde auf dem Bundestag in Reichenhall mit der höchsten Auszeichnung geehrt, die der BDPh überhaupt zu vergeben hat.
 

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Neuerscheinungen
 

Liberia hat am 1.9.2001 ein paar Briefmarken herausgebracht, sie wurden jetzt erst in der Michel-Rundschau katalogisiert. Es handelt sich um 335 Marken, 39 Kleinbögen und 42 Blocks. Allein die Eisenbahn-Motivsammler wurden mit 106 verschiedenen Lokomotiven beglückt, dazu 13 Kleinbögen und 14 Blocks.
 

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Überroller
 

Manchmal hat man Glück und findet einen Beleg für die Heimat-Sammlung:
 

RS0701c

Überroller vom 27.3.45 von Landsberied über Bruck nach Osten. Wann und wo Schwärzung vorgenommen wurde, ist unbekannt.
 

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Brucker Lebensweisheit:
 

Hinter meinen Lippen lauern meine Zähne.
 

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Sammler-Service Fürstenfeldbruck
 

Ein auswärtiges Mitglied meldet sich aus dem tiefsten Preußen. Er bittet um Belege vom Fliegerhorst-Sonderpostamt, Belege Militär allgemein und fragt an, ob irgendjemand etwas für seine Sammlungen „Regierungsbezirk Trier“ oder „Deutsche Politik seit 1945“ hat.

Nun, schweren Herzens trennen sich mehrere Leute von ihren Fliegerhorst-Belegen. Ich lege sie in eine Schachtel. Beim Stöbern in Kartons an Tauschabenden sind einige schöne Belege zur Politik zu finden. Günstig. Also ab damit in die Kiste. Sam findet ein paar Belege mit Militärbezug, sogar von Bundeswehrdienststellen im Ausland. Die Kiste füllt sich langsam.

Irgendwo in meinen Schränken habe ich noch ein paar Belege von Trier, aber die finde ich derzeit nicht. Muss gelegentlich mal etwas ganz anderes suchen, weil dann findet man das, was man gerade nicht sucht.

Ich könnte ja die Kiste für den Sammlerfreund aus Preußen suchen. Die ist nämlich auch irgendwo verschwunden. Wenn ich die suche, finde ich wahrscheinlich die Trier-Belege. Dann suche ich einen großen Umschlag, um die Belege abzuschicken. Den finde ich natürlich nicht, aber bei der Gelegenheit stoße ich auf die Kiste mit den Belegen. Und dann frage ich meine Frau, ob sie mal einen großen Umschlag für mich hat (sofern ich meine Frau finde). So könnte es funktionieren.

Aber dann ist da noch das Problem mit dem Anschreiben: Das habe ich vor drei Wochen ausgedruckt und irgendwo hingelegt ...
 

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Poststempel
 

Verstärkt werden in den letzten Jahren Originale von Poststempeln angeboten und zu horrenden Preisen verkauft. So wurden für einen Hammer-Stempel von Glauchau, gültig von 1920 bis 1959, immerhin 707 Euro bezahlt, weitere Stempel mit gleichem Gültigkeitszeitraum, darunter Bahnpoststempel, brachten ähnliche Preise. Ebenso gut verkauft: Poststempel von Berlin.

Die Frage ist, was einen Käufer dazu treibt, derartig hohe Beträge für Stempel auszugeben. Und ein ganz anderes Problem ergibt sich: Wo befanden sich die Stempel in der Vergangenheit und was wurde damit getrieben? Welche Konsequenzen ergeben sich für Echtheits-Prüfungen?
 

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Mathematik
 

Addiert man 1+2+3+4+5+6+7+8+9+10 dann kommt man auf 55. Richtig? Und 55 Cent kostet das gewöhnliche Briefporto. Es lässt sich also mit 10 Automatenmarken mit der Wertangabe 1 Cent bis 10 Cent darstellen. Das gibt einen sehr netten Beleg. Frage an die Spezialisten: Ist das dann eine 10-fach-Frankatur (als Laie würde ich sagen ja, denn ich habe ja 10 x die gleiche Marke verklebt), oder ist das eine Mehrfachfrankatur? Könnte auch stimmen, denn die gleichen Postwertzeichen werden mehrfach verklebt. Oder ist es etwa eine billige Mischfrankatur, wenn ich verschiedene Wertstufen mische?
 

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Aus meiner Kuriositätensammlung (1)
 

Außergewöhnliche Portostufen sind nicht gerade mein Sammelgebiet. Allerdings hat es dieser Beleg geschafft, in meine Sammlung aufgenommen zu werden:
 

RS0701d

3 DM Porto für eine Postkarte, noch zumal in dieser Zusammensetzung, dürfte eine außerordentliche Rarität darstellen.
 

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Ansichtskarten Fürstenfeldbruck
 

Über Fürstenfeldbruck sind etliche Bücher erschienen, die unsere Stadt in alten Ansichtskarten darstellen. Die Bücher von Elisabeth Knape sind allgemein bekannt (und sicherlich noch bei ihr zu bekommen), aber es gibt gelegentlich die Möglichkeit, weitere Veröffentlichungen zu dem Thema antiquarisch oder im Internet günstig zu beschaffen. Für den Heimatsammler bietet sich so die Möglichkeit, viele alte Stadtansichten zu bekommen. Natürlich sind die Originale schöner, aber die Preise....
 

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Aus meiner Kuriositätensammlung (2)
 

Wie der geneigte Leser weiß, schere ich mich nicht gerade um die offizielle deutsche Rechtschreibung. Offensichtlich die Österreicher auch nicht, wie man ganz leicht an einem bestimmten Wort philatelistisch belegen kann:
 

RS0701e

Man achte auf das Wort Kongreß links, und vergleiche es mit Kongress in Marke und Stempel. Welche Schreibweise ist nun richtig? Vielleicht sogar die dritte Variante:
 

RS0701f

Richtig, man schreibt es mit sz.
 

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Kiloware
 

Mir ist durch Zufall ein Karton in die Hände gefallen, exotisch, eines seriösen Sammlers nicht angemessen: Zwei Kilo echter Kiloware, alles Ausland, bunt, herrliche Motive.

Erst auf den zweiten Blick übermannt einen doch die Trauer. Schade um die Belege, die hier zerstört wurden. Bedarfspost von kleinsten Inselstaaten der Karibik oder des Pazifischen Ozeans, Bedarfsbriefe mit Marken, die man sonst nur als massengestempelte Agenturware kennt, aus vielen afrikanischen Staaten.
 

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Auktion in Germering
 

Auch unsere Freunde in Germering führen gelegentlich vereinsinterne Auktionen durch. Am 17.11. war es wieder so weit. Recht gut besucht, mit vielen Gästen aus Landsberg, Dachau und Fürstenfeldbruck kamen etliche Lose unter den Hammer. Kisten und Kartons liefen recht gut, Alben durchwachsen, und etliche Sammlungen blieben liegen, ebenso wie eine erhebliche Anzahl von Steckkarten-Losen mit Bund / Berlin mit einem Ausruf von 20% Michel-Katalog. Sammlungen / Posten mit einem Ausruf jenseits der 30€ wurden praktisch gar nicht verkauft.

Schnäppchen waren durchaus möglich, jedoch gab es gerade bei Kartons regelrechte Bietergefechte, so dass man Selbstdisziplin üben musste, also aussteigen, wenn das persönliche Limit erreicht wurde.
 

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Auktion zugunsten Jahresabschlussfeier
 

Es wurde geboten, was das Zeug hielt. Weit über 30 Bieter im Saal, 54 gespendete Lose, alles verkauft. Von alten Katalogen bis zu riesigen Briefe-Kisten, von Blocks bis zu den letzten Vereins-Feuerzeugen. Zurück blieb ein geschaffter Auktionator, aber für den guten Zweck ist (fast) jedes Mittel recht. Nicht wenige Mitglieder bezeichnen diese Auktion als den Höhepunkt des ganzen Briefmarken-Jahres.
 

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Jahres-Abschlussfeier
 

Aus terminlichen Gründen war unsere Feier in diesem Jahr recht früh. Einerseits war die Lände auf Wochen hinaus ausgebucht, andererseits planen wir für das Frühjahr bereits die nächste Feier, so dass der frühe Termin schon seine Berechtigung hatte.

Angemeldet waren 6 Damen. Vorsorglich hatten wir 12 Damengaben gekauft, und das war kein Fehler, wir haben sie gebraucht. Bei Salatteller, gemischtem Braten, Schweinefilet und Welsfilet herrschte lange Zeit relative Ruhe, zu sehr war man mit den gewaltigen Portionen beschäftigt.

Nach Verteilung der Damengabe und der Ankündigung von Freigetränken ergaben sich viele Gespräche, wobei allerdings immer wieder unser Hobby eine gewisse Rolle spielte, das ließ sich nicht ganz verhindern.

Viele Vereinsmitglieder wurden vermisst, zwar ist der Krankenstand nicht mehr ganz so hoch wie noch vor einigen Wochen, doch noch nicht alle konnten kommen.

Pünktlich um 24 Uhr war Ende, manch einer wäre wohl gerne noch ein Weilchen geblieben.
 

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Jugendarbeit
 

„Die Jugend ist unsere Zukunft. Die Jugendarbeit muss eines der wichtigsten Ziele der Vereinsarbeit sein.“

Von den Verbandsfunktionären hört man auf offiziellen Veranstaltungen lauter schöne Sonntagsreden. Den Rest des Jahres ergeht man sich in Tagungen und Konferenzen über die Zuordnung von Jugendlichen zu irgendwelchen Organisationen oder Ringen, man debattiert seit Jahren über einen einzigen Satz in der Satzung, die Jugend betreffend. Aus verschiedensten Blickwinkeln wird darüber philosophiert, bis zu welchem Alter ein Jugendlicher überhaupt ein Jugendlicher ist. Praktischer Nutzen für die Vereine? Fehlanzeige!

Da gibt es einen kleinen Verein, der macht, was er für richtig hält. Offensichtlich erfolgreich. Seine Jugendgruppe ist in einem Jahr von 7 auf 22 Mitglieder angewachsen. Das ist doch wohl ein schöner Erfolg, oder?

Er kam zustande, weil das Konzept stimmt, weil sich mehrere Mitglieder persönlich stark engagieren, weil viele Mitglieder die Jugendgruppe durch ihre Geld- und Sachspenden unterstützen.

Wir können sehr stolz sein, denn dieser Verein mit seiner beispielhaften Jugendarbeit ist der Philatelistenverein Fürstenfeldbruck.

Ganz spezieller und herzlicher Dank im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder an diejenigen, die sich hier engagiert haben, insbesondere an Herrn Schweitzer.
 

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Digitale Briefmarken
 

Am 20.11.2006 hat die Schweizer Post die millionste digitale Briefmarke verkauft. Rund 41.000 Kunden nutzen bisher die Möglichkeit, ihre Briefe digital zu frankieren, d. h. einen fälschungssicheren Code auf den Umschlag zu drucken. Abgerechnet wird über ein Postkonto.

Ab Februar 2007 soll die notwendige Software (übrigens von einer deutschen Firma) kostenlos abgegeben werden, so dass die Zahl der Nutzer weiter ansteigen dürfte.

Bedauerlich für uns Philatelisten, denn bisher gab es aus der Schweiz sehr sauber abgestempelte Bedarfspost.
 

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Notopfer Berlin
 

Die Stadt Berlin ist verschuldet, und zwar hochgradig. Wir Philatelisten haben unserer Hauptstadt schon einmal geholfen, das ist zwar schon eine Weile her, aber wir erinnern uns noch alle an die graue 1-Pf. Pf.-Briefmarke, die wir aus Solidarität zusätzlich auf unsere Post geklebt haben.

Nun, für 1 Pfennig gibt es heute gar nichts mehr, und außerdem ist er abgeschafft. Man könnte doch wenigstens eine Zuschlagsmarke herausgeben, mit ganz moderaten 10 Cent Zuschlag für unser Berlin. Beim derzeitigen Schuldenstand von rund 60.000.000.000 Euro (=60 Milliarden) bräuchte man nur 600 Milliarden Briefmarken verkaufen, schon wäre das Loch gestopft. Philatelisten aller Länder, vereinigt euch!
 

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Michael Schumacher
 

Ein nettes Geschäft wollte die Post in Österreich mit Schumi machen, eine Briefmarke sollte zu Ehren des Weltmeisters auf den Markt kommen. Wenn man den Gerüchten glauben darf, dann wird das Geschäft nicht ganz so nett, denn eine Million Briefmarken mussten angeblich vernichtet werden. Statt 1994 hatte man 1996 als eines der Jahre aufgeführt, in denen Michael Weltmeister geworden war. Leider hatte niemand den Fehler gemerkt.

Vielleicht tauchen auf dem Markt „vernichtete“ Stücke auf, man sollte die Augen offen halten.
 

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Plusbrief Kreativ
 

Am 1.12. meldeten es diverse Zeitungen:

Die Deutsche Post führt derzeit einen Test bei Kunden mit hohem Postaufkommen durch. Ab einer Mindestauflage sollen Plusbriefe mit individuellen eingedruckten Marken versehen werden. Möglich sind, neben den Photos vom Chef, auch Logos und Abbildungen von Produkten.

Nach Abschluss der Testphase soll entschieden werden, ob der "Plusbrief-Kreativ" im Jahre 2007 auch für die privaten Kunden eingeführt werden soll.
 

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Meine lieben Freunde!
 

So kann es einfach nicht mehr weitergehen! Am 28.11. habt ihr euch auf einen großen Koffer mit Belegen gestürzt. Zufrieden grummelnd habt ihr gestöbert und vieles gefunden. Und ich? Um 100.000 Dinge durfte ich mich kümmern. Wie tröstend, dass man mir wenigstens zu rief, dass auch viele Ausländer mit Europa-Marken in dem Koffer seien. Mit leuchtenden Augen habt ihr eure Stapel bezahlt, voller Sammlerglück seid ihr heimgegangen. Und ich? Ich durfte das Licht ausmachen.
 

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Lebensberatung
 

In kürzester Zeit sind drei Mitglieder des "harten Kernes" stolze Großväter geworden. Aus eigener Erfahrung und aus der Beobachtung anderer Opas kann ich nur raten, diese Zeit intensiv zu genießen. Natürlich philatelistisch. Dafür gibt es gute Gründe:
 

  1. Die liebe Ehefrau ist nunmehr ständig mit dem Enkel beschäftigt, begutachtet den Inhalt von Windeln, versucht irgendwelche verwandtschaftlichen Ähnlichkeiten zu entdecken, gibt Tips zum Säugen und strickt Pudelmützen in entsprechender Größe. Das schafft dem Opa enorme Freiräume, so groß waren sie schon lange nicht mehr, und so groß werden sie wohl lange nicht mehr werden.
     
  2. Der Enkel nervt mit seinem Geschrei oder er pennt ständig. Das sind ausgezeichnete Gründe, sich an den Schreibtisch zurück zu ziehen und in aller Ruhe Briefmarken zu sortieren
     
  3. Noch kann das süße kleine Kind nicht laufen, Schubladen öffnen, Lupen begrabbeln, auf Briefmarkenalben sabbern und Briefekartons ausräumen. Nutzt die Zeit! Das alles können die süßen Kleinen sehr sehr bald, und dann ist Schluss mit lustig. Und sagen darf man dann auch nichts, sonst heißt es noch, man hätte was gegen die lieben Enkel.
     
  4. Kauft fehlende Briefmarken und Belege jetzt oder nie! Schon sehr bald wird das Geld sehr knapp, Omi wird in einen regelrechten Kaufrausch verfallen, süße Jäckchen, putzige Strampelhosen, ein ordentlicher Kinderwagen, ein Extra-Kinderbettchen falls das kleine Kindchen mal zu Besuch kommt, Spielzeug zuhauf, supergute kleine Schuhe, Omi kümmert sich um alles. Und Opi zahlt. Was ist denn wichtiger, der süße kleine Enkel oder die doofen Briefmarken?
     
  5. Lasst euch nicht missbrauchen! Wehret den Anfängen! Die Eltern wollen mal ins Kino, zum Elternkurs, zur Nach-Schwangerschafts-Figur-Rückbildungs-Gymnastik, zur Firmenfeier, zu sonst irgendwas. Eure Kumpels sind beim Tauschabend und ihr sitzt als Babysitter rum. Was ist (philatelistisch gesehen) wichtiger?
     

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Der Brief
 

Man findet einen „schönen“ Brief. Findet man ihn als Einzellos in einer Katalog-Auktion, dann kann man davon ausgehen, dass die Losbeschreibung alle Besonderheiten berücksichtigt, schließlich wollen Verkäufer und Auktionator den bestmöglichen Preis erzielen. Die besten Beleg-Beschreibungen macht meines Erachtens übrigens Koegel in Berlin.

Was ist jedoch mit dem Brief aus der Krabbelkiste? Vorder-und Rückseite wollen genau untersucht sein, nicht nur Markenzustand und Stempel sind wichtig, sondern ebenso Absender und Empfänger. Hinweise auf Transit, besondere Versendungsformen, Porto-Richtigkeit, zeitliche Verwendung von Marke und Stempel. Das alles ergibt ein Gesamtbild des Beleges und macht letztendlich seinen Wert aus.
 

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Preisliste Axtner von 1957
 

RS0701g

Ach, was waren das 1957 noch für Zeiten! Keine kleingedruckten AGBs auf etlichen Seiten, keine Widerrufsbelehrungen nach EU-Recht, keine Datenschutzbestimmungen, nichts. Einfache Sprache, lesbar, für jeden verständlich.

Es würde den Platz-Rahmen in diesem Rundschreiben sprengen, wenn man als Gegenbeispiel heutige Geschäftsbedingungen denen des Jahres 1957 gegenüber stellen würde.

Und die Preise? Pfennigbeträge für Material, das heute tausende Euro kostet. Ach, hätte mein Papa damals das richtige Material gekauft, meine Rente wäre gesichert.
 

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Postagentur
 

Am Kurt-Huber-Ring wird die Postagentur nun in einem Computerladen betrieben. Finde ich gut, gelegentlich brauche ich Computer-Zubehör, dann kann ich mir gleich ein paar Briefmarken mitbringen. Das ist besser als der alte Zustand in Odelzhausen, da war die Postagentur in einem Sanitärgeschäft. Aber wann braucht man schon mal ein neues Klo?
 

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Was sonst noch geschah
 

Wir haben vergessen, Manfred und Jürgen zum Geburtstag zu gratulieren. Kolpers sammeln nicht nur Flieger. Bernhard wohnt jetzt am Ende der Welt und von da noch 40 km Landstraße. Walter ist jetzt Vorsitzender in Landsberg, bei unserer nächsten Vereinsgründung (Kaufering?) darf Ralf ran.
 

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Michel-Kataloge
 

Zum 1.12.2006 erschienen folgende neue MICHEL-Kataloge:

Junior-Katalog 2007, in Farbe
14,80 € incl. MWST

Cept-Katalog 2007, in Farbe
38,00 € incl. MWST

UNO-Spezial-Katalog 2007, in Farbe
38,00 € incl. MWST

Westafrika-Katalog 2007 (Übersee Band 5)
69,00 € incl. MWST

Sowjetunion-Spezial-Katalog 2007
148,00 € (einhundertachtundvierzig €) incl. MWST

Bestellungen / Kauf über unseren Vereinshändler Albert Kramhöller möglich.
Telefon: 089 / 690 1193 oder am Vereinsabend
 

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Tagesablauf eines Philatelisten
 

Single:
 

Nicht-Single:
 

Aufstehen
 

Aufstehen
 

Aus Waschbecken Reste des gestrigen Ablösens entfernen
 

Wäsche von gestern wegräumen
 
 

Frühstückslektüre:
Auktions-Katalog
 

Frühstückslektüre:
Zettel mit Arbeitsaufträgen.
 

Zur Post, Tauschsendung abschicken, nach München Auktionslose besichtigen und beim Händler Steckkarten besorgen. Heimfahren, ein paar Marken und Belege wegsortieren.
 

Müll runterbringen, beim Fensterputzen helfen. Leergut zum Lidl, Einkäufe schleppen. Stundenlang bei Damenschuhen im Schuhgeschäft rumstehen. Heimfahren, Kaffeemaschine reparieren.
 

Zum Tauschabend fahren.
 

Zur Schwiegermutter fahren
 

Zufrieden ins Bett sinken
 

Unzufrieden ins Bett sinken
 

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Mehrwertsteuer - Senkung
 

Die Mehrwertsteuer wird von 24,5 auf 7% gesenkt. Leider nur auf Island.
 

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Marktlage
 

Weiter stark fallend sind die Preise für Bund und Berlin postfrisch. Selbst beste Werte aus der Anfangszeit bringen fast nichts mehr. Markenheftchen und ähnliches bekommt man beinahe geschenkt. Ersttagsblätter sowie FDC sind unverkäuflich. Weiterhin gut gesucht sind Belege, hier werden sehr ordentliche Preise bewilligt, allerdings sind die für Belege mit Frauen Berlin stark rückläufig, hier ist die Spekulation offensichtlich beendet. Der Boom der Europa-Marken ist vorbei, die Jahrgänge bis etwa 1973 werden wieder sehr günstig angeboten, 1974 bis etwa 1993 ist in den Preisen stabil, die Jahre danach werden unvollständig gesucht, die Exoten-Europäer wie Azerbeidschan, Weißrussland, Ukraine, Moldawien etc müssen nicht dabei sein, ganz im Gegenteil, das Material gilt als überteuert und wird nicht genommen. Hier gehen die Meinungen von Michel-Redaktion und Sammlerschaft über die Vollständigkeit des Sammelgebietes weit auseinander.

Deutsches Reich und Nebengebiete ist stabil, erhebliche Vorsicht ist bei Farben geboten. SBZ kann Überraschungen geben, das Gebiet wird derzeit grundlegend überarbeitet.
 

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Neuigkeiten Landesverband
 

keine seit Mai
 

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Münzen
 

Bisher sind für 2007 vom Finanzministerium 8 Sonder-Euro geplant. Die Serie der Bundesländer wird fortgesetzt, ebenso werden 50 Jahre Bundesbank gewürdigt.
 

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Neue Briefmarken stets im Angebot
 

Sonderbriefmarken sind beliebt, vor allem Neuerscheinungen.

Die aber sind in vielen Filialen meistens schon kurz nach den Ausgabetagen kaum noch zu haben. Immer öfter bekommen die Kunden zu hören: „Diese Marke haben wir leider nicht." Damit soll jetzt Schluss sein.

Geregelte Rücklieferung

Ein Pilot, der in der ersten Phase bis Ende des Jahres in je zehn Postbank Finanzcentern, DP AG- und Partner-Filialen lauft, soll Auskunft über die Lager- und Absatzmengen sowie das Nachbestellverfahren geben. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die neu erschienenen Sondermarken bis zum nächsten Ausgabetag in der Filiale vorhanden sind und unnötige Bestände vermieden werden.

Eingeführt wurden die Vorhaltepflicht von Sondermarken bis zum nächsten Ausgabetag, ein Bestellzeitraum von sechs Wochen vor und sechs Monaten nach dem Erstausgabetag und ein Verkaufszeitraum von neun Monaten für die Pilotfilialen sowie eine geregelte Rücklieferung. Dies soll den Testfilialen erleichtern, alle aktuellen Marken anzubieten und bei Bedarf nachbestellen zu können. Die zweite Phase beginnt im Januar.

Dann wird der Pilot auf 450 Filialen, darunter 50 Postbank Finanzcenter, ausgeweitet. Sie sollen die solide Datenbasis für Lager- und Absatzmengen von Sondermarken innerhalb der Vorhaltefrist und das Nachbestellverhalten bei vorhandenerner Rücklieferungsmöglichkeit liefern.
 

                  Nachdruck mit freundlicher Genehmigung von
                  "Bankpost /IN TEAM-
                  Die Mitarbeiterzeitung der Postbankgruppe"
                  Ausgabe November 2006 Seite 10
                   

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Internet:
 

18950 Besucher bis 26.12.2006
 

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Termine:
 

23. Januar 2007:   Jahreshauptversammlung
18. Februar 2007: Großtauschtag Germering
1. - 3. März 2007:  Briefmarkenmesse im MOC
 

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