1 / 2008

Rundschreiben 1 / 2008 - Nr. 104

Inhalt:
Vorwort
Jahresschluss 2007
Michel-Kataloge 1
Michel-Kataloge 2
DNK-Katalog
Globalisierung anno 1910
Kandidatur
Briefmarken-Latein
Meine Kuriositätensammlung
Sperrgut
Olympische Spiele
Aus meiner Kuriositätensammlung 1
Hallo Paul,
Finnland
Freistempelbelege nicht nur für Spezialisten
Der Wert
Philatelistisches Wörterbuch für Anfänger
Wer kann helfen? Plausible Erklärung gesucht.
Brucker Bauernregel
Bund Deutscher Philatelisten - BDPh
Aus meiner Kuriositätensammlung 2
Brucker Briefmarkenladen
Leserreaktionen
Werbung und Angebote
Briefmarken als Überwachungsinstrument
Quizfrage
Endete die Philatelie 1995?
Milka-Pluskarten
Brucker Warnhinweis
Münzen
Sporthilfe
ARGE München
Gerüchteküche
Entwertung von “Plusbriefen Exklusiv”
Dinge, über die man (besser nicht) nachdenken sollte
Prüfer-Haftung
Beleg-Auktion
Privatpost
Informationsquellen
Literatur-Neuerscheinung
Computer
Zeitungsmarkt
Auktionsfirmen
Änderung Vereinsauktionen
2008 erscheint eine neue Generation von Automatenmarken
Internet
Über uns (Leserreaktionen II)
Termine
Übrigens

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Portogerechte MeF der Mi.Nr. 243
vom 26.11.1956 / (13b) Fürstenfeldbruck 2

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Vorwort

Allen Mitgliedern und Lesern wünschen wir für 2008 Gesundheit und ausreichend Zeit und Muße für unser gemeinsames Hobby.

Im Verein stehen große Dinge an, die meisten sind schon vorbereitet, so sollen wir einen neuen Schrank bekommen, der doppelt soviel Stauraum wie der alte bietet. Drei Mitglieder sind inzwischen dabei, eine Bestandsaufnahme und Katalogisierung der Literatur vorzunehmen. Wir werden in gebührender Form den Beginn von weiteren 40 Jahren Vereinsgeschichte begehen. Es stehen Neuwahlen an, wir werden uns an mehreren Ausstellungen beteiligen, es tut sich etwas.

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Jahresschluss 2007

Am 24.November traf man sich auf der Lände. Wirtin Sofia hatte prima gekocht. Lammhaxn, Fisch, Braten, für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. An den Damengaben (Zitrusbäumchen und Lila Herzen) werden die Damen, zumindest teilweise, nur kurzfristig ihre Freude haben, denn am liebsten hätten die Herren die Pralinenpackungen sofort geöffnet, enthielten sie doch das inzwischen berühmte 5. Motiv der Milka-Pluskarten.

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Auffällig oft drehten sich die Gespräche um die Personen, die in früheren Jahren an den Festen teilgenommen hatten, Volker und Kurti, Walter, Donaths, Eder, Deimels, Harlanders usw. usw. Doch auch der Humor kam nicht zu kurz, oftmals ging es um Alberts Laden ("Cafe Albert").

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Man bewies außerordentliches Sitzfleisch. Vielleicht trugen zwei Faktoren entscheidend zum Gelingen des Abends bei: Ein erheblicher Damenüberschuss und der Verzicht des Vorsitzenden auf eine lange Rede.

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Michel-Kataloge 1

Die Germeringer Briefmarkenfreunde haben auf ihrer Homepage  ()
das Verlagsverzeichnis der Michel-Kataloge stehen. Wer sich für das Thema interessiert, kann sich dort oder bei Albert Kramhöller gerne informieren. Neuester Trend scheint eine Vielzahl von neuen Katalogen zu sein: Motivkataloge, Klassik bis 1900, West-Europa ab Beitritt zur Postunion, Briefmarken-Almanach, angebliche Spezial-Kataloge für alle möglichen Gebiete, jedem Sammler sein eigener Katalog. Zu immensen Preisen. Empfehlung: Auf der Briefmarkenmesse im MOC Mängelexemplare oder Vorjahresausgaben kaufen. Außerdem: Auch andere Verlage bieten ausgezeichnete Kataloge. Oder gleich vernünftige Spezialliteratur für das Sammelgebiet besorgen.

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Michel-Kataloge 2

Ein Mitglied fragt am Tauschabend, ob wir einen neuen Afrika-Katalog kaufen werden. Schnell ist geklärt: Es gibt inzwischen drei! In Kürze sollen sie auf sechs Bände aufgeteilt werden.

Noch vor wenigen Jahren hatten wir die Kataloge der ganzen Welt. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen, denn so geht es nicht mehr. Es sei denn, wir erhöhen den Jahresbeitrag auf 60 Euro oder mehr.

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DNK-Katalog

Wer auf der Suche nach einem preisgünstigen Katalog ist, sollte sich einmal den DNK ansehen. Für 7,95 € gibt es einen Katalog mit allen deutschen Sammelgebieten durchgehend in Farbe. Als Bestands-/Fehlliste ist er ausgezeichnet. Enthalten sind die Marken bis 31.12.2007 Zu beziehen (natürlich) über Albert Kramhöller.

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Globalisierung anno 1910

Folgende Ansichtskarte stammt aus einem Kistenfund auf dem hiesigen Flohmarkt. Die Bildseite zeigt eine Lithographie der Kathedrale von Newcastle, Zustand der Karte durch einen Längsknick leider stark beeinträchtigt. Für meine Ansichtskartensammlerin daher leider nicht geeignet. Als Briefmarken- und Belegesammler interessiert mich aber natürlich die frankierte Rückseite. Siehe da, auf der Ansichtskarte klebt in einem sehr ordentlichen Zustand eine Marke aus der osmanischen Zeit der Türkei. (Ausgabejahr 1909). Aufgrund der Ankunftstempelung kann das Jahr 1910 festgestellt werden.

Da die verwendete Marke quer geklebt wurde, ist das Herstellungsland deutlich zu lesen: „Printed in Bavaria“.

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Ich darf hiermit zusammenfassen:

Ansichtskarte für Export nach England in Bayern gedruckt
 - irgendwie von England in die Türkei mitgebracht
 - für Mitteilungen in der Türkei verwendet und befördert worden
als kaufmännisch beschäftigter Angestellter und Sammler denke ich schmunzelnd, Globalisierung eine Erscheinung unserer Zeit? Von wegen!

Ralf Reiter

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Kandidatur

Mit dem 2. Vorsitzenden rede ich über die Einladung zur nächsten Mitgliederversammlung. Er weist mich darauf hin, dass Neuwahlen anstehen. Neuwahlen? Endlich bietet sich die Gelegenheit, mein Amt niederzulegen. Gründe dafür gibt es genügend: Rund 15 Jahre an verantwortlicher Stelle sollten reichen, neue Ideen braucht der Verein, meine Ehe ist nicht unendlich belastbar, endlich möchte ich einmal wieder als ganz einfaches Mitglied Gelegenheit zum Stöbern und Tauschen haben, ein Leben ohne vollen Terminkalender wäre schön.

Also durch die Reihen gegangen. Ein natürlicher Nachfolger wäre der derzeitige 2. Vorsitzende. Entrüstet lehnt er mein Ansinnen ab, niemals würde er für den Vorsitz kandidieren. Also ziehe ich weiter, frage hier und da vorsichtig an, ob man nicht mein Amt übernehmen wolle. Die höflichste Reaktion war die Frage, ob ich spinnen würde. Dann hatte ich die rettende Idee: Frau XY! Jung, dynamisch, durchsetzungsfähig, kurz gesagt so, wie ich früher auch einmal war. Außerdem doch wohl ein reizender Gedanke: In der von alten Männern beherrschten Philatelie eine Frau als Vereins-Vorsitzende! Also bin ich hin zu ihr. Habe geflötet und geflirtet und ihr meinen genialen Plan erläutert.

Sie schaute mich an, lächelte, und meinte, dass ich noch viel zu jung sei, um das Amt aufzugeben. Ich wäre ein sehr charmanter Mensch, würde wirklich viel bewegen, man sei doch mit meiner Arbeit sehr zufrieden usw. usw. So ging es zehn Minuten.

Kurz gesagt: Ich werde wieder kandidieren. Trotzdem: Frau XY wäre eine prima Nachfolgerin, denn nun weiß ich, dass sie nicht nur jung, dynamisch und durchsetzungsfähig ist, sondern auch über eine ausgezeichnete Menschenkenntnis verfügt.

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Briefmarken-Latein

Zum Jahreswechsel meldet sich eine junge Dame aus der Gegend von Regensburg. Sie hat uns im Internet gefunden und bittet um Hilfe bei einer Schularbeit. Thema: „Lateinische Worte auf Briefmarken“.

Mein erster Gedanke: Da geht nichts, das Thema ist zu eng. Kurzes Nachdenken, dann fällt mir der Vatikan ein. Latein als Landessprache, da sollte es entsprechende Briefmarken geben. Und vielleicht bei der Schweiz. Schließlich ist ja schon der philatelistische Landesname ein lateinisches Wort, nämlich Helvetia. Außerdem geben die Pro Patria und Pro Juventute - Briefmarken heraus.

Pflanzen- und Tierbriefmarken, die müssten doch häufig die lateinischen Bezeichnungen tragen. Und schon hatte ich ganz andere Probleme:
Eingrenzung, Beschränkung, Auswahl von Beispielen.

Leider stand die junge Dame unter Zeitdruck. Also Nachtschichten eingelegt, getippt, Marken herausgesucht, gescannt und in den Text eingebunden. Zur Abrundung beim Albert noch ein paar Marken und Blöcke gekauft.

Unsere Note weiß ich noch nicht, hoffentlich bekommen wir keine 5!

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Meine Kuriositätensammlung

Wenn es nicht so schrecklich teuer wäre, würde ich mir das Angebot eines norddeutschen Briefmarkenhauses für meine Sammlung kaufen: Einen Münzbrief mit 8 echten Swarovski-Kristallen zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt XVI für 98 € (statt später 118 €).

Was das mit einer Kuriositätensammlung zu tun hat? Nun, auf der Rückseite der Münze (Cook Islands 5$) befindet sich das Porträt von Queen Elisabeth. Und die ist das Oberhaupt der Angelikanischen Kirche. Somit befinden sich auf einer Münze gleich zwei, nicht gerade befreundete, Kirchenführer.

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Sperrgut

Ich wollte ein Päckchen im Postpoint abgeben. Grösse Schuhkarton. Ordentlich gepackt, mit Paketschnur verschlossen. Zusätzlich zum normalen Porto sollte ich 20 Euro zahlen. Begründung: Verschnürte Pakete können auf den Transportbändern hängen bleiben und müssen deshalb von Hand sortiert werden. Daher ist ein „Sperrgutzuschlag“ von 20 Euro zu zahlen. Hermes, ihr habt gerade einen neuen Kunden gewonnen.

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Olympische Spiele

Der engagierte Philatelist braucht sie, die Olympia-Sammlung. Bereits zur Wiedereinführung der Spiele im Jahre 1896 wurde von der griechischen Post ein Satz mit 12 Werten verausgabt. Im Sinne dieser Tradition wollen wir doch wohl unsere Sammlung fortsetzen, oder? Für die kommenden Spiele hat die chinesische Postverwaltung 432 Ausgaben angekündigt. Dazu werden sicherlich noch ein paar Ausgaben der teilnehmenden Staaten kommen, findige Händler bieten bereits "offizielle Ausgaben des Internationalen Olympischen Kommitees" an, natürlich auch als offizielle Heftchen und, man braucht ja sonst nichts, gibt es bereits die ersten "offiziellen" Münzbriefe.

Bei einigen hundert Medaillengewinnern ist es doch wohl zu erwarten, dass der eine oder andere durch entsprechende Sonderausgaben gewürdigt wird. Hier wird es, wie bei den letzten Spielen, wieder Chancen auf die eine oder andere Besonderheit geben, wenn wiederum Ausgaben kurzfristig vom Markt genommen werden müssen, weil der geehrte Sportler leider gedopt war.

Lassen wir den Spaß einmal beiseite: Der Schwachsinn wird immer grösser, die Raffgier und die Abzocke von Postverwaltungen, Agenturen und Belegproduzenten artet zu regelrechter Verdummung der Sammler aus. Offensichtlich fallen noch immer "Philatelisten" auf den Blödsinn rein.

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Aus meiner Kuriositätensammlung 1

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Eine wirkliche Rarität, durchaus würdig für meine Sammlung: Selbstgebasteltes Zeitungsstreifband (?), verschlossen mit den Briefmarken-Rändern. Unterfrankiert trotz drei Postkartenausschnitten, wobei die Marken ohnehin beim Versand (30.8.1998) ungültig gewesen wären. Sauberer Handstempel.

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Hallo Paul,

Du hast mir am Telefon gesagt, dass Du mal in unseren Briefmarkenverein gehen willst. Leider kann ich Dich nicht begleiten, daher auf diesem Wege schon einmal ein paar kleine Hinweise auf das, was Dich dort erwartet:

Derjenige, der gestresst durch die Reihen geht und versucht, fünf Dinge gleichzeitig zu erledigen, das ist der Vorsitzende. Wunder Dich nicht, wenn er Dich sehr finster anschaut, der guckt immer so.

Ganz hinten in der Mitte suchen meist zwei Männer Altpapier durch, die finden alles gut, was keine Briefmarke hat. Später, so gegen 21 Uhr, kommt meist ein dritter Mann dazu, der sammelt nur 4-stellige Postleitzahlen auf allem, was keine Briefmarke hat. Hinten, auf dem letzten oder vorletzten Platz sitzt einer mit 90% Glatze. Was der beim Frisör spart, gibt er für Deutsches Reich aus. Sei bloß vorsichtig bei dem Knaben, zwar ist er fast blind und kann Dich kaum erkennen, wenn Du neben ihm stehst, aber später beim Kartenspiel zockt der alle ab.

Direkt daneben sitzt immer ein Ehepaar und schnipselt Briefmarken aus. Das ist der Leiter der Jugendgruppe und seine Frau, da kannst Du Deine Dubletten spenden. Bei denen in der Nähe sitzt ein Wassergetier-Sammler. Bezeichne einen Delfin als Fisch, dann bekommst Du eine kostenlose Biologie-Stunde.

Rechts in der Mitte ist eigentlich der interessanteste Platz, wenn Du neue Witze hören willst. Der eine Herr sammelt wohl Plattenfehler, aber was die anderen sammeln, weiß ich nicht. Weiter vorn hocken drei, die müssen verwandt miteinander sein, jedenfalls kommen und gehen die immer gemeinsam. Der schlanke von den Drillingen tauscht Wurstkonserven gegen Eisenbahnmarken. Gleich ganz vorne am Tisch, dem grauhaarigen, dem brauchst Du mit Deinen Marken nur kommen, wenn sie mehrfach echt geprüft wurden (nicht Schlegel!), der guckt nur schief drauf, um Dir zu erklären, dass es Fälschungen sind. Manchmal kann man ihm eine „...aber gut gemachte..“ entlocken. Wenn der Dir allerdings die Echtheit bestätigt, dann hast Du eine Menge Prüfgebühren gespart.

Ganz links sitzt ein langer, schlacksiger. Schau gleich, ob der irgendwelche Kartons vor sich stehen hat. Bei dem bekommst Du herrliche Belege zu günstigen Preisen, aber nur dann, wenn es Dir gelingt, überhaupt an seine Kartons zu kommen. Ein grauhaariger ist den ganzen Abend zwischen den Tischen unterwegs, schaut überall, ob er ein Schnäppchen machen kann. Er wird Dich garantiert fragen, was Du hast und Dir seinen allerletzten Preis nennen. Nimm den Betrag einfach mal 2, dann bist Du im fairen Bereich. Den Betrag zahlt er auch, aber erst einmal hat er es versucht ...

Natürlich sind noch mehr Leute da, ein Flugzeuge-Fetischist, ein Ebay-Kritiker, halt eine bunte Mischung, Du wirst schon sehen. Ich wünsche Dir viel Spaß am Tauschabend, wir hören voneinander.

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Finnland

Finnland ist ein vielleicht typisches Sammelgebiet, das stellvertretend für sehr viele Gebiete stehen kann:

Ausgaben bis 1918 bieten eine große Vielfalt an Besonderheiten. Hier sollte man sich mit der Materie ernsthaft beschäftigen, denn die Wertunterschiede zwischen billigster Ausgabe und Besonderheiten sind enorm. Bis zum Jahre 1985 ist Finnland in beiden Erhaltungen ein gut sammelbares Gebiet, das auch preislich zu bewältigen sein sollte. Ab 1985 wird Finnland, wie viele andere Länder auch, ein Abzocker-Gebiet. Eine Schwemme von Blocks, Zusammendrucken und Ausgabevarianten macht das Gebiet äußerst unattraktiv, hinzu kommen ständige Änderungen / Neuerscheinungen bei den Automatenmarken.

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Freistempelbelege nicht nur für Spezialisten

Ich kenne einige Sammlerfreunde, welche zur Auflockerung ihrer Sammlung passende Belege einfügen. Auch absolute Belegesammler habe ich in meinem Bekannten- und Freundeskreis. Auffällig ist, das viele Sammler einen großen Bogen um Freistempelbelege machen. Warum eigentlich?

Es geht in diesen paar Zeilen nicht um Spezialsammler oder Heimatsammler, welche sowieso alle Belege aus der Region oder Ihrem Thematikbereich sammeln. Hier sollen einige Beispiele gezeigt werden, die meiner Meinung nach auch in einer Normalsammlung als passender Blickfang Verwendung finden können.

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Da wäre als erstes der Motivbereich zu nennen. Ist Euch eigentlich schon einmal aufgefallen, wie wenig klare Motivabbildungen in Freistempeln gezeigt werden?
In der Vergangenheit war das übrigens nicht anders. Solche Abbildungen kann ich mir durchaus in einer Motivsammlung unter frankierten Belegen oder Maximumkarten vorstellen.

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Auch Deutschlandsammler haben hier eine große Auswahl zur Verfügung. Als erstes Beispiel zeige ich hier aus der Infla-Zeit einen Abdruck.
 
Der folgende Beleg fiel mir wegen des Vordrucktextes auf. Diese Funkpostkarte wurde im Januar 1932 an die Angehörigen verschickt. Das auch damals große Unternehmen bereits mittels Freistempelungen Ihre Firmenpost verschickten, stört in diesem Fall nicht und ist auch heute nicht anders.

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Den letzten Beleg, den ich vorstellen möchte, könnte sowohl in den Sammlungsteilen „Deutsches Reich“ als auch in „Deutsche Besetzungsausgaben: Ukraine“ Platz finden.

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Aufgegeben als Einschreiben in Königsberg (Pr.) am 8.4.1943 von der Dienststelle des Reichskommissars für die Ukraine, Führerpaketaktion.

Wie obige Beispiele zeigen, kann man dekorative Belege für sein Sammelgebiet auch unter Freistempelbelegen finden. Diese Zeilen sollten nur als Anregung dienen, denn auch wenn hier nur deutsche Belege gezeigt werden, lassen sich diese Beispiele auf jede andere Ländersammlung übertragen.

Ralf Reiter

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Der Wert

Welchen Wert hat eine Briefmarke oder ein Beleg? Diese Frage beschäftigt den Sammler seit Urzeiten und beinahe täglich neu. Man bemüht sich um Antworten, doch kann es eine Antwort auf die, eigentlich einfache, Frage überhaupt geben?

Bestimmt werden muss ein Handelswert in dem Augenblick, in dem die Marke auf den Markt kommt. Das bedeutet, dass der momentane Eigentümer eventuell bereit wäre, sich von ihr zu trennen, und dass gleichzeitig ein anderer eventuell bereit wäre, die Marke zu kaufen.

Betrachtet man die Positionen des Verkäufers und des Verkäufers, dann wird die Preisfindung von vielen Faktoren bestimmt:

1. Einkaufspreis

Irgendwann hat der Verkäufer die Marke gekauft und einen Preis dafür bezahlt, mehr will er auf jeden Fall, angemessene Verzinsung und natürlich auch einen Profit.

2. Emotionale Bindung

Möglicherweise bedeutet dem Verkäufer diese Marke etwas, sie ist vielleicht das beste Stück in seiner Sammlung, sie hat einen Stempel seines Heimatortes, er musste damals lange sparen, bevor er sie kaufen konnte oder ähnliches. Alle diese Aspekte führen zu einem Streben nach „Entschädigung“, also höherem Verkaufspreis. Es kann allerdings der entgegengesetzte Fall eintreten, nämlich dass er mehrere von den Marken hat und sie ihm überflüssig erscheint.

3. Preisvergleiche

Die Preisvorstellung des Verkäufers kann durchaus anhand von Preisvergleichen beeinflusst sein. Zu welchen Preisen wird die Marke derzeit im Markt gehandelt, was kostet sie auf Auktionen oder bei Händlern?

4. Persönliche Lage

Aus welchen Gründen will sich der Verkäufer von der Marke trennen? Braucht er dringend Geld? Und wenn ja, wofür? Benötigt er das Geld, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann wird er eher Preiszugeständnisse machen, als wenn er nur seine Dublettenbestände bereinigt und nicht auf einen Verkauf angewiesen ist.

5. Regionale Aspekte

Wenngleich beim Kauf über Auktionen regionale Aspekte kaum eine Rolle spielen dürften, so darf man sie bei einem Einkauf beim Händler oder im Verein nicht vernachlässigen. An einem Beleg von Buxtehude wird wohl aus regionalen Gründen in Bayern niemand grosses Interesse haben, ein "Regionalzuschlag" wird nicht gezahlt. Anders sieht es aus, wenn der Beleg aus dem Heimatort des Käufers oder der näheren Umgebung stammt. Da ist man gerne (?) bereit, einen Zuschlag zu zahlen.

6. Auszeichnungen

In der normalen Philatelie sollte die Herkunft eines Beleges („exBoker“) keine Rolle spielen. Auch wenn der Verkäufer der Ansicht ist, dass ein prominenter Vorbesitzer quasi das Objekt adelt. Manche Belege oder Besonderheiten wandern seit vielen Jahren durch Auktionskataloge und die Liste der ex-Besitzer wird immer länger, ohne dass das Stück deshalb wertvoller oder seltener wird.

Gerade bei Sammlungen ist es sehr beliebt, einen Aufschlag zu verlangen, weil auf irgend einer Ausstellung eine Auszeichnung erfolgte. Der Versuch ist nicht strafbar, doch sollte man als Käufer keinen Aufschlag bewilligen, denn es sprechen viele Gründe gegen die Argumente des Verkäufers:

6.1. Art der Ausstellung

Hat sich das Exponat in einer echten und stark bestückten Ausstellung gegen konkurrierende Objekte durchgesetzt, wurde es von einer qualifizierten Jury bewertet, dann ist das etwas anderes, als wenn es eine 08/15-Ausstellung ist. Nur, wer will das beurteilen und in einen Zuschlag umrechnen?

6.2. Gestaltung der Sammlung

Die prämierte Sammlung, für die der Verkäufer einen Zuschlag fordert, war auf Blättern gestaltet. Die exakt gleiche Gestaltung wird niemand übernehmen, der den Bestand in die eigene Sammlung integrieren will. Somit entfällt ein wichtiges Kriterium für die seinerzeitige Auszeichnung.

7. Die Seltenheit

Mögen Marke oder Beleg noch so selten sein, über den erzielbaren Preis sagt diese Tatsache wenig aus. Es müssen erst einmal mehrere Interessenten hinzu kommen. Ein besonderer Beleg eines kleinen Ortes wird auf nur wenige Interessenten stossen, eine Besonderheit eines populären Sammelgebietes wird mehr potentielle Käufer auf den Plan rufen. Ein bedarfsgerechter Zusammendruck Heuß wird bei gleicher Seltenheit / Auflage mehr bringen als ein Zusammendruck DDR-Märchenmarken.

8. Komplettheit

Jeder Sammler ist um Komplettheit bemüht. Wenn die Sammlung dann verkauft werden soll, treten die Probleme auf: Wer soll sie kaufen? Wer sich für das Sammelgebiet interessiert, für denjenigen wären bestimmte Einzelstücke einen gewissen Betrag wert, allerdings müsste er die Stücke, die ihm nicht mehr fehlen, mitbezahlen. Bleibt nur noch der Kapitalanleger, der auf Wertsteigerung oder profitablen Weiterverkauf spekuliert. Die Rendite des Kapitalanlegers wird maßgeblich von der Höhe des Einkaufspreises bestimmt, folglich dürfte sein Gebot sehr niedrig liegen.

Ein nicht kompletter Bestand wird sicherlich danach bewertet werden, welche besseren Stücke noch fehlen, und welcher Betrag zu einer Vervollständigung aufgewendet werden muß. Der Verkäufer wird eine unkomplette Sammlung als nahezu komplett bewerten, der potentielle Käufer wird die vorhandenen besseren Stücke bezahlen und alles andere als überflüssigen Ballast betrachten.

Wer den Wert eines Objektes somit einigermassen fair bewerten will, sollte sich erst einmal darüber informieren, zu welchen Preisen vergleichbare Bestände angeboten werden. Der Wert laut Katalog sagt überhaupt nichts aus, sondern es zählen die Zuschlagslisten von Auktionshäusern, die Zuschläge auf Vereinsauktionen oder im Internet.

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Philatelistisches Wörterbuch für Anfänger

Briefmarke: klein, oftmals gezackt

Stempel: Ein idealer Stempelabschlag auf einer Briefmarke soll vollständig lesbar sein, inclusive Ort, Datum, Unterscheidungsbuchstaben, Postleitzahl etc. Gleichzeitig soll er das Markenbild nicht verdecken. Daraus ergibt sich, dass es einen idealen Stempel nicht gibt.

Zähnung: Zacken um die Briefmarke herum

Teilzähnung: kommt häufig vor, unterschieden werden muss zwischen fehlender Zähnung an ganzen Seiten (auch Rollenmarken genannt) und fehlenden einzelnen Zähnen.

Block: Briefmarke mit ganz breitem Rand oder mehrere Briefmarken zusammen mit weniger Rand.

Katalog: Verzeichnis der Briefmarken, die meist die anderen Sammler haben.

Katalogwert: Der Preis, zu dem Profis verkaufen und Laien einkaufen.

Superschnäppchen: Ein Superschnäppchen ist solange ein Superschnäppchen, bis sich herausstellt, dass es eine plumpe Fälschung ist.

Schnäppchen: Verkäufer wurde beschissen.

Abart: Meist übertriebene Darstellung eines marginalen Fehlers, dient der Einkommensmaximierung des Anbieters.

Freistempel: kommt häufig vor, meist auf Briefen ohne Briefmarke.

Wert: Ansichtssache, ist dann realistisch, wenn Verkäufer und Käufer gleichermaßen unzufrieden sind.

Handelspreis: Der Preis, zu dem man einen Käufer sucht und nicht findet.

Dachbodenfund: verstaubt, stockfleckig, von Mäusen angefressenes Sammelsurium.

Rabatt: Wenn man zum überhöhten Preis keinen Deppen findet, erhöht man den Preis, räumt einen Rabatt ein und versucht erneut, einen Deppen zu finden.

Ausstellung: Hier zeigen Sammler, was man a) zusammentragen kann, wenn man viel Geld investiert und/oder b) was dabei herauskommt, wenn einem keiner hilft.

Bedarfsbrief: Sehr ordentlich geschriebener Umschlag, der von der Post elendig gestempelt wurde und dann offensichtlich von diversen Sortieranlagen mehrfach beschädigt wurde.

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Wer kann helfen? Plausible Erklärung gesucht.

Bei der Durchsicht von Behördenbelegen aus dem dritten Reich fielen die beiden unten abgebildeten Belege von Berlin besonders auf. Stempeldaten sind der 30.08.1940 (Bezirksverwaltung Charlottenburg) und 08.07.1943 (Bezirksbürgermeister von Kreuzberg). Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden ab 1933 relativ schnell die vorhandenen Dienstsiegel durch neue ersetzt. Diese beiden Belege zeigen aber nicht die üblichen Dienstsiegel mit dem Hakenkreuz. Wer hat dafür eine plausible Erklärung?

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Ralf Reiter

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Brucker Bauernregel

Grabe den Brunnen, bevor du Durst hast.

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Bund Deutscher Philatelisten - BDPh

Im Forum des BDPh wurde im Oktober 2007 dazu aufgerufen, frank und frei Gedanken zu Verband zu äussern (=“Brainstorming“), es geht um die Frage, was man sich vom BDPh wünscht. Unser Diskussionsbeitrag:

Brainstorming? Gute Idee, wünschen wir uns zwei Dinge:
a) möglichst rege Beteiligung aus allen Ecken des Verbandes und
b) dass das ganze Projekt letztendlich positive Ergebnisse bringt. Ein paar Gedanken von der Basis:

Es ist (fast) alles schon einmal gedacht und geschrieben worden. Ideen, Anregungen, Kritiken, Verbesserungsvorschläge, Mitgliederbefragungen, alles hat es in den gut 30 Jahren meiner „organisierten“ Philatelie gegeben, es liessen sich ganze Bücher füllen. Stöbern wir also nur punktuell im Archiv und stellen wir plakativ einige Thesen in den Raum:

1. Verbands-Philatelie

Eine Philatelie an sich gibt es nicht. Der BDPh muss realisieren, dass die Spannbreite von IBRA-Gold bis Kilowarenablösung reicht, vom Salon in Monte Carlo bis zum Tauschabend im Hinterzimmer der Dorfkneipe. Der Verband muss allen eine Heimat bieten. Entscheidend ist der Eindruck, der unten an der Basis ankommt, Otto Normalsammlers Problem ist nun mal die schlechte Abstempelung bei der Post und nicht der Bordeaux-Brief.

2. Organisation

Ein Verband muss sich ständig nach außen neu verkaufen, seine Selbst-Organisation ständig auf Effizienz überprüfen. Die Organisation muss aus knallhartem Management und Idealisten bestehen. Proporz, Postenersitzen, Multifunktionen oder Wohlverhalten haben mit Verbandsmanagement absolut nichts zu tun. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München wird an seiner Manager-Fähigkeit gemessen und nicht an der Frage, ob er das Tor noch treffen würde.

3. Ressourcen

Es ist erforderlich, die Fähigkeiten der nachgeordneten Personen und Organisationen zu kennen und für den Verband zu nutzen. Mit neuen Ideen betreiben kleine Vereine sehr erfolgreiche Jugendarbeit, viele Vereine publizieren hervorragende Mitglieder-Informationen, kleine Vereine in der Diaspora haben auf ihrer Homepage wesentlich mehr Besucher als ihr Landesverband. Nicht alles, aber sehr viel von dem, was da draußen geschieht, wäre bundesweit nutz- und umsetzbar.

4. Information

Es gibt einen Überfluss an Informationen, es hapert jedoch an den Strukturen. Kommunikation muss auf kurzem Wege offen in beiden Richtungen erfolgen. Nur dann besteht die echte Chance, dem Volk aufs Maul zu schauen und andererseits Führungs-Entscheidungen und -Maßnahmen an der Basis verständlich zu machen. Welch großartige Erfolge durch eine Verbesserung der Kommunikation möglich sind, sieht und hört man an der Basis insbesondere am Thema Verbandszeitschrift „philatelie“ früher und heute.

5. Öffnung

Wenn sich an der Basis Philatelistenvereine für alle Sammler öffnen, egal ob Ü-Eier, Ansichtskarten, Steifftiere oder Modelleisenbahnen, dann sollte man dies wohlwollend betrachten, statt den Austritt aus dem BDPh nahezulegen. Vielleicht haben ja diese Vereine mit ihrer Flexibilität nur schon das vollzogen, was das Schlachtschiff Verband erst irgendwann in der Zukunft machen kann.

6. Neumitglieder

Es gibt nur wenige Philatelisten, jedoch unzählige Briefmarkensammler. Man braucht nur einmal auf einem Flohmarkt schauen, wieviele Interessenten sich an einem Stand mit Briefmarken einfinden. Nächste Stufe: Tauschtage und Briefmarkenmessen, auch hier wesentlich mehr Besucher als organisierte BDPh-Vereinsmitglieder. Hier liegen Potentiale brach. Wenn man nur die grosse Philatelie im Auge hat, dann sollte man sich wenigstens gelegentlich einmal daran erinnern, wo man damals seine ersten Briefmarken herbekam. Und es existieren sehr viele Sammlervereine, die nicht dem BDPh angeschlossen sind. Die sollte man einmal befragen, was sie abhält (oder was sie aus ihrem Landesverband vertrieben hat).

7. Selbstkritik

So, wie es in Kaufhäusern anonyme Test-Käufer gibt, sollten Mitglieder der Führungsriege gelegentlich einmal anonym im Dorf-Verein auftauchen. Dort werden sie mehr für und über ihre tägliche Führungsarbeit erfahren als auf Sitzungen von Kommissionen.

8. Sacharbeit?

Ein Verband, der sich nahezu ausschliesslich mit sich selbst beschäftigt und Querdenker als Schädlinge der Philatelie, Querulanten und Märchenerzähler bezeichnet (siehe Rechenschaftsberichte LV Bayern), macht sich überflüssig. Wenn nicht die Idee wichtig ist, sondern die Frage, von wem sie kommt, dann werden bald keine Ideen mehr eingebracht werden, sondern die Basis wird sich eine neue Organisationsform suchen. Musterbeispiele für ineffektive Kommunikation gibt es auch im BDPh-Forum zuhauf, z.B. über Jugendarbeit im Jahre 2004: Persönliche Angriffe untereinander, Außenwirkung fatal: Ein Landesverband, der seit drei Jahren an einem Satz über die Jugendarbeit in der Satzung brütet, und ein Verein, der seine 22 aktiven (!) Jugendlichen garantiert nicht bei der Truppe anmelden wird, egal ob in BDPh, DPhJ, Landesringen oder sonstwas. Ziel erreicht?

Wie bereits einleitend gesagt, Umfragen, Denkanstöße, Arbeitskreise oder Ideen hat es in der Vergangenheit genug gegeben, und wird es hoffentlich in einem lebendigen Verband weiter geben. Vielleicht sollte er sich auch nach außen als lebendiger Verband verkaufen.

Reaktion dazu:

Von : PhilaSeiten.de
An : -------
Datum : 2007-10-18 00:11
Titel : Beitrag BDPh Forum
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Hallo,
Dein Beitrag war einer der besten dieses Jahres. Leider nützt es wenig, wenn die Vorschläge, wie schon in den letzten Jahren, weitgehend versanden, statt umgesetzt zu werden......

Schöne Grüsse, Richard Ebert

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Aus meiner Kuriositätensammlung 2

RS200801l

Im Gegensatz zu Ralf und Jürgen verstehe ich nichts von Poststempeln. Dieser hat mir gefallen.

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Brucker Briefmarkenladen

Wenn in Fürstenfeldbruck ein Briefmarken-Geschäft eröffnet, dann sollte das ausführlich erwähnt werden, denn schliesslich braucht man doch gelegentlich einmal einen Händler. Natürlich ist man kritischer Kunde und stellt gewisse Ansprüche an ein Fachgeschäft:

Man braucht Auswahl, kompetente Beratung, Gelegenheit zum Fachsimpeln, Garantien bei fälschungsgefährdetem Material und angemessene Preise. Wenn dann auch noch nicht vorrätiges Material in akzeptabler Zeit beschafft werden kann, dann sollte man als Kunde zufrieden sein. Und als zufriedener Kunde empfiehlt man das Geschäft sicherlich gerne weiter.

Den Ladeninhaber, Albert Kramhöller, kennen wir seit etlichen Jahren als Vereinsmitglied und als Vereinshändler, aber Verein ist Verein und Geschäft ist Geschäft. Schauen wir uns also einmal in seinem Laden um und schicken denjenigen hin, der als ausgesprochen kritischer Kunde bekannt ist: mich.

RS200801m

Zwei ausgesprochen nette Verkäuferinnen begrüssen mich und bieten mir einen Kaffee an. Offensichtlich frisch gebrüht. Durchaus positiver erster Eindruck. Um zu vermeiden, als „geldiger Kunde“ bevorzugt behandelt zu werden, entschließe ich mich zur Durchsicht von diversen Kartons mit Briefmarken-Kiloware. Ausgepreist mit je 5 Cent. Nach Rückfrage wird mir bestätigt, dass es sich für den Preis pro Briefausschnitt und nicht pro Einzelmarke handelt. In aller Ruhe beginne ich die Durchsicht, allerdings immer ein Auge seitwärts auf einen anderen Kunden (Mitglied R. vom Brucker Verein) gerichtet, der Kartons mit Belegen durchstöbert. Nach knapp zwei Stunden und zwei Tassen Kaffee habe ich 64 Briefabschnitte gefunden. Somit wären 3,20€ zu zahlen, doch auf meine ausdrückliche Nachfrage wird mir ein Rabatt von 20 Cent (= immerhin 6,25%) eingeräumt und ein Lutscher für meinen Enkel ausgehändigt. Störend nur, dass auf der Tüte Werbung für den Philatelistenverein in Germering und nicht für den in Bruck gemacht wird.

Die Durchsicht der Kartons mit Belegen ging wesentlich schneller, da ich ja bereits „mitgeschaut“ hatte. Die Vielfalt an Belegen war beeindruckend. Obwohl die von mir ausgesuchten Belege aus unterschiedlichen Preisgruppen von 25 Cent bis 1€ pro Beleg stammten, wurde letztendlich zu einem Preis abgerechnet, der einen Durchschnitt von 30 Cent ergab, überaus günstig, wenn man berücksichtigt, dass auch wirklich gute Stücke, wie Blocks und ähnliches enthalten waren.

Eine reiche Auswahl Einzelmarken war verfügbar. Ein gestempelter Satz CEPT-Mitläufer vom Vatikan, den ich schon seit längerer Zeit für meine Sammlung suchte, war bei einem Katalogwert von 45 Cent für 15 Cent zu bekommen, einschließlich neuer Steckkarte, die normalerweise mehr kostet als 15 Cent.

Fazit: Sehr zufriedenstellender erster Eindruck. Verkäuferinnen, Kaffee, Auswahl, Preise und Service sind ausgezeichnet. Da gibt es nichts zu nörgeln. Werde wohl in Zukunft öfters in dem Laden zu finden sein. Nicht nur wegen des Kaffees ...

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Leserreaktionen

Es ist wohl eine natürliche Reaktion: Ist ein Rundschreiben fertig, dann liest man es als Autor in aller Ruhe und mit zeitlichem Abstand durch, klappt es zu und ist zufrieden oder nicht zufrieden.

Nur merkwürdig, dass die Reaktion der Leser meist eine ganz andere als die eigene ist: Nehmen wir als Beispiel das letzte Rundschreiben, so unzufrieden mit dem Werk war ich schon lange nicht mehr, weder Inhalt noch Aufmachung haben mir gefallen. Ausgerechnet im Zustand der tiefsten Depression kommen positive Reaktionen von vielen Leser. In Anrufen, Emails und im persönlichen Gespräch wird Lob ausgesprochen:

Sehr geehrter Herr Lippoldes,

bedanke mich recht herzlich für das oben aufgeführte, letzte Rundschreiben.

Ich hoffe nur, dass Sie weiterhin, das Rundschreiben herausgeben. Auch wenn Sie viel persönlich bewerten und deutlich ansprechen, lese ich die Rundschreiben mit großer Neugier, Freude und persönlichen Genuss. Es wäre schade, wenn diese Zeilen mich nicht mehr erreichen würden; denn durch Ihre Darstellung und Ihren Worten kann man sehr gut das Vereinsleben in Fürstenfeldbruck nachvollziehen. Auch wenn im Rundschreiben "private Meinungsäußerungen" von Ihnen abgegeben werden, für mich sind sie sehr aufschlussreich, z.T. äußerst witzig dargestellt und aufschlussreich ... kurzum, ich würde Ihre Darstellungen sehr vermissen. Ziffer 1 u. 2 kann ich nur voll unterstützen!!! und die "geeignete Form" bleibt dem Verfasser überlassen.

Also, ich ermuntere Sie, weiterhin Ihre "Feder deutlich zu schwingen" und dort, wo es erforderlich erscheint, klare, einprägsame Worte zu finden, auch giftige!!!, wenn es sein muss.

Jedenfalls finde ich Ihre "Feder" erfrischend, gut verständlich ... und in vielen Dingen fühle ich mich auch "ertappt" und deshalb auch sehr gut angespro­chen. Vielen Dank dafür!!!! Weiter so!!!!

Mit freundlichen Sammlergrüßen

Ihr Hansjörg Söllner

In diesem Zusammenhang noch eine Frage: Sammelt bei uns im Verein einer vielleicht auch Färöer??

... und zwei Kommentare zu unserer Internetseite:

Hallo,liebe Briefmarkenfreunde,
habe selten so gelacht. Euere Internetseite ist einfach herrlich. Ich gehöre zu den Sammlern der letzten Kategorie.- Briefmarkensammeln im Rentenalter. Im Arbeitsleben sammeln in Kisten und Kästen. Auch das Internet habe ich mir erst jetzt erarbeitet. Beim Stöbern nach Wissenswertem über Markensammeln, - Wasserzeichen erkennen - DDR-Marken ablösen usw, usw bin ich auf Ihre Webseite gestoßen. Vielen Dank dafür.

Als Anmerkung noch, auch ich habe mich über die Preisfindung des Michelkatalog gewundert ... kaufe nur noch ältere Exemplare für das Einsortieren und überlasse die Markenpreise dem Markt.

Mit feundlichem Gruß Jürgen Lützkendorf

Gästebuch: Datum: 11.10.2007 - Autor: Wolfgang Watzke - Eintrag: 22:

Werte Sammlerfreunde!
Suchte etwas von Lettland, finde Stolow und lande auf Euren Seiten. Habe mich ein wenig festgelesen, besonders an den Querdenker-Passagen zum LV, zu Ausstellungen, zu Katalogen - hier ist in der Kritik viel Wahres, das einer Reformdiskussion mit tatsächlichen Veränderungen würdig wäre.
Kompliment für Eure Alltagsinformationen! Wir vom Bad Godesberger Briefmarkensammler-Verein würden das auch gerne leisten können.
Die Forschungsgemeinschaft Lettland versucht in den kommenden Wochen, selbst einen bescheidenen Internet-Auftritt zustande zu bringen. Manches aus Eurer Seite ist uns gute Anregung.

Alles Gute und beste Grüße! W. Watzke

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Werbung und Angebote

Natürlich bleibt es nicht aus, dass der Briefkasten täglich ordentlich mit philatelistischer Werbung gefüllt wird, Briefmarkenvereine laden zu Tauschtagen ein, Auktionsfirmen weisen auf bevorstehenden Einlieferungsschluss hin usw. usw. Manche Werbung macht jedoch sehr nachdenklich, exemplarisch für die vielen tollen Angebote für Sammler wollen wir uns einmal eingehender mit einem von ihnen beschäftigen:

1. Das Angebot

Von einem bekannten Handelshaus wird in einer Broschüre angeboten:
Europas erste Briefmarken. Die „ersten“ Europas in einer Komplettsammlung. Original-Briefmarken teils über 150 Jahre alt. Eine einzigartige Sammlung erwartet Sie inklusive Großbritannien, Rußland, Spanien.

Weiterhin sind abgebildet die jeweilige Nr. 1 von Bayern, am.+britische Zone, Saarland, Bundesrepublik, DDR, Türkei, Belgien, Brandenburg-Berlin, Niederlande, Dänemark, Franz.-Zone, Ungarn, Luxemburg.

Sammelalbum mit umfangreichen Infos auf fast 200 Seiten. Der 1.Brief der Welt als Original-Faksimile. Hochwertige Lupe.

Startpaket 14,95 statt später 29.80

Weitere Briefmarken aus dieser Sammlung werden Ihnen in regelmässigen Abständen separat und unverbindlich angeboten.

Weiterhin abgedruckt ist ein Empfehlungsbrief. Auszug: „Viele Philatelisten, aber auch Geschichtsliebhaber werden sich sicher genauso wie ich über diese aussergewöhnliche Kollektion freuen“

Dieter Hartig, Präsident Bund Deutscher Philatelisten

2. Kommentar

Sagt der Prospekt etwas ganz bestimmtes aus? Kaum. Für 14,95 € gibt es ein Sammlerbuch mit fast 200 Seiten, auf denen „die Briefmarken mit vielen Hintergrundinformationen ansprechend präsentiert“ werden. Was, bitte, ist ein Sammlerbuch? Ein Buch, das ein Sammler geschrieben hat? Oder ein Buch, in das der Sammler seine Marken verstaut? Zu etwaigen Portokosten ist nichts gesagt.

Weiterhin gibt es monatlich weitere Briefmarken zum Thema „Europas erste Briefmarken“ mit 14tägigem Rückgaberecht und jederzeitigem Kündigungsrecht.

Ob die Lupe tatsächlich in den 14,95 eingeschlossen ist, bleibt unklar. Laut Bestellkarte gibt es die Lupe als Dankeschön für die Bestellung der Sammlung. Also nicht bei Bestellung nur des Sammlerbuches?

Beim Brief (von dem es offensichtlich viele Nachdrucke gibt, denn er ist häufig in Wühlkisten zu finden) erscheint der Ausdruck „Original-Faksimile“ interessant.

Ansonsten bleiben sehr viele Dinge unklar oder es wird gar nicht auf wichtige Fragen eingegangen:

- Sammelgebiet

Der Titel „Europas erste Briefmarken“ ist extrem schwammig: Die ersten Briefmarken aller Staaten? Was machen dann aber Zonen-Marken in dem Prospekt? Zählen also Nebengebiete dazu? Kanalinseln und Epirus, Altitalienische Staaten und jugoslawische Nachfolgestaaten? Besetzungsausgaben? Wieso Bayern und DDR, was ist mit Hamburg, Helgoland, Dienst- und Automatenmarken? Wo liegen also die Grenzen, wie viele Marken muss/soll man kaufen, bis die Sammlung komplett ist?

- Erhaltung

Gerade bei den ersten Ausgaben gibt es erhebliche Unterschiede in der Erhaltung, Abstempelung, Farbabweichungen usw. usw. Was ist also der gelieferte Erhaltungsgrad? Im Prospekt sind gestempelte und ungestempelte Marken erkennbar. Also eine (unphilatelistische) gemischte Sammlung? Es fehlt jeglicher Hinweis auf Katalognummern. Ist die 1a die erste Marke oder gehört die 1b auch dazu? Warum kein Wort zu Prüfungen / Attesten / Echtheitsgarantien?

- Der Preis

Nirgendwo finden sich auch nur ansatzweise irgendwelche Hinweise zum Preis. Weder in Relation zum Katalogwert noch als monatliche Zahlung des Abopreises. Ebenso fehlt jegliche Information darüber, mit welchem Gesamtaufwand zu rechnen ist.

3. Fazit

Papier ist geduldig, farbige Prospektbildchen und sicherlich verkaufsfördernde Worte des BDPh-Präsidenten ersetzen nicht die konkrete sachliche Information.

Um einen einfachen Vergleich zu ziehen: Angeboten wird ein Platz in den Startblöcken. Doch wird es ein 100m-Sprint, ein 3.000m-Hindernisrennen oder gar ein Marathonlauf? Es soll Leute geben, die das vor dem Start wissen wollen.

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Briefmarken als Überwachungsinstrument

Schon länger rätselten die Philatelisten über die mysteriöse Verknappung von gebrauchten Briefmarken auf dem Markt. Ab Ende der 90iger Jahre ging das Aufkommen an Kiloware rapide zurück, in Fachkreisen wurde über das Phänomen heftig debattiert, doch wurde keine plausible Erklärung gefunden.

Dank der intensiven Forschung im Philatelistenverein Fürstenfeldbruck ist dieses Rätsel nunmehr gelöst: Die gebrauchten Briefmarken werden vom Bundesnachrichtendienst in Pullach bei München archiviert und gelagert. Zwar hat der BND bisher jegliche Antwort zu diesem Thema verweigert, andererseits jedoch zusätzliche Haushaltsmittel für den bevorstehenden Umzug nach Berlin beantragt.

Informierte Kreise gehen davon aus, dass aus der Verwendung bestimmter Briefmarken Persönlichkeitsprofile der Verwender erstellt werden. Willy-Brandt-Briefmarken weisen auf linke Gesinnung, die Verwendung von Sport-Zuschlagsmarken auf Unterstützung der Drogenszene usw. Im Saarland sollen bereits mehrere Bewerber für den Öffentlichen Dienst wegen häufiger Benutzung von FJ-Strauß-Briefmarken abgelehnt worden sein.

Der Bundesinnenminister Schäuble bestätigte auf seiner Pressekonferenz am 6.11.07 zumindest indirekt das Ergebnis der Recherchen des Philatelistenvereines Fürstenfeldbruck: „Nachdem alle Telefondaten für 6 Monate gespeichert werden müssen, darf es beim Postverkehr keine Freiräume für terroristische Aktivitäten geben. Man kann nicht aufwändig den email-Verkehr überwachen, während sich Staatsfeinde fröhlich Briefe schreiben!“

Der Bundesdatenschutz-Beauftragte äusserte bereits Bedenken vor der Kombination der gewonnenen Erkenntnisse mit den Maut-Daten.

Noch vor seiner Wahl zum Ministerpräsidenten forderte der bay. Innenminister Beckstein, von allen beim BND gesammelten Briefmarken DNA-Proben zu nehmen. Kinderschänder, Mörder und Raucher könnten so wesentlich leichter dingfest gemacht werden. Hessens Ministerpräsident Koch unterstützt Becksteins Forderung, will jedoch zusätzlich die Briefkästen durch Kameras überwachen lassen, so könnten bärtige Jugendliche als Schreiber von anonymen Briefen identifiziert werden.

Unsere Bundestagsabgeordnete der CSU wand sich um eine klare Stellungnahme und schob die Verantwortung für die neuen Überwachungsmaßnahmen auf die Differenzen beim Koalitionspartner SPD. Die FDP sieht, wie üblich, die Freiheit der Bürger bedroht, weist jedoch auf die vielen Arbeitsplätze in der Überwachungsindustrie. Einzig die Grünen reagierten umgehend und beschlossen auf ihrem Parteitag, nur noch Freistempel zu verwenden, weil dadurch auch die Gummibäume geschützt werden. Die Linke/exPDS forderte die völlige Abschaffung der Post und Wiedereinführung des Zentralen Kurierdienstes.

Der Rat vom Philatelistenverein Fürstenfeldbruck: Wer nicht will, dass sein Postverkehr überwacht wird, wer nicht pauschal als Terrorist, Kinderschänder oder Raucher verdächtigt werden will, sollte nur noch selbstklebende Automatenmarken verwenden. Wegen eventueller Fingerabdrücke Handschuhe nicht vergessen!

RS200801n

PS: Noch Zweifel an der Richtigkeit dieses Artikels? Dann hier der Beweis, nämlich die Einladung der SPD zum Neujahrsempfang. Warum ist da wohl keine Briefmarke drauf?

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Quizfrage

Wer dieses Rundschreiben aufmerksam gelesen hat, kann unsere Frage leicht beantworten:

RS200801o

Handelt es sich bei der Markierung um
a) das Handzeichen eines BND-Mitarbeiters
b) eine Kennzeichnung gem. EU-Zähnungs-Kennzeichnungs-Richtlinie EZKRL 14379/98
c) unverbindliche Meinungsäußerung eines BPP-Experten

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Endete die Philatelie 1995?

Möglicherweise haben wir Philatelisten 1995 das Ende der Philatelie erlebt, ohne dass es uns groß aufgefallen ist. Viele Indizien sprechen dafür, dass seinerzeit das endgültige Aus für unser Hobby gekommen war:

1. Sammler

Seit 1995 gehen in den Vereinen und den Verbänden die Mitgliedszahlen kontinuierlich und unaufhaltsam zurück. Gleiches gilt für Abos bei der Versandstelle und die Absatzzahlen bei Zuschlagsmarken. Gerade die letzte Zahl war immer ein Indikator für die Anzahl der Sammler in Deutschland. Inzwischen hat sich der Erlös aus den Sportmarken halbiert.

2. Handel

Ebenso ist seit 1995 ein grundlegender Wandel im Handel zu verzeichnen. Etliche Anbieter, sowohl Händler als auch Auktionsfirmen, verschwanden vom Markt oder fristen ein Schattendasein. Erheblich gestiegene Kosten für Lagerhaltung liessen sich einfach nicht mehr als Preiserhöhungen im Markt durchsetzen. Stattdessen werden riesige Umsätze im Online-Handel gemacht.

3. Postverwaltungen

Um 1985 herum begannen die Postverwaltungen, das Geschäft mit den Sammlern gewaltig auszubauen. Vorher gab es nur ein paar Exotenländer, die durch Agenturen vertreten jede Menge Schrott auf den Markt brachten, doch nun beteiligten sich auch ehemals seriöse Länder an der Schröpfung der Sammler. Großbritannien und Dänemark, USA, Schweiz und Österreich, jeder gab nun Parallelausgaben, Zusammendrucke, Blocks in Massen, Marken auf Holz, Hologramme, Stickereien oder sonstwas, der Sammler würde schon kaufen. In Wirklichkeit hat man sich den Markt kaputt gemacht. Der Sammler will in erster Linie sammeln, und wird eventuell fehlende Stücke nachkaufen, und nicht umgekehrt.

Zufällig einmal zwei Gebiete herausgesucht, nämlich Niederlande und Großbritannien, um die Anzahl der Ausgaben ganz konkret darzustellen. Es wurden nur Hauptnummern berücksichtigt, also keine Zähnungs- / Wasserzeichen-/Papiervarianten oder ähnliches. Diese haben in den letzten Jahren erheblich zugenommen, doch beschränken wir uns auf die Hauptnummern. Dienstmarken blieben unberücksichtigt.

Niederlande

Jahre
 
1946 - 1955
1956 - 1965
1966 - 1975
1976 - 1985
1986 - 1995
1996 - 2005
 

Marken
 
222
183
206
221
277
805
 

Blocks
 
0
1
11
14
17
48
 

 

Großbritannien (incl. Gebiete wie Guernsey, Ile of Man etc.)

Jahre
 
1946 - 1955
1956 - 1965
1966 - 1975
1976 - 1985
1986 - 1995
1996 - 2005
 

Marken
 
68
127
666
1151
1728
2472
 

Blocks
 
0
0
3
13
41
138
 

 

schlichtweg: brachte GB früher durchschnittlich knapp 7 Briefmarken im Jahr heraus, so sind es jetzt 247 (plus 14 Blocks)

zum Vergleich:
Bund+Berlin+DDR

Jahre
 
1946 - 1955
1956 - 1965
1966 - 1975
1976 - 1985
1986 - 1995
1996 - 2005
 

Marken
 
509
1041
1585
1512
1068
671
 

Blocks
 
8
13
30
50
35
32
 

 

Hier wirken sich natürlich die vielen Ausgaben der DDR bis 1990 aus. Immerhin gibt unsere Post inzwischen mehr Blocks heraus, als Bund, Berlin und DDR zusammen.

Man kann also leicht erkennen, wie die Anzahl der Ausgaben gewaltig zugenommen hat, ohne dass eine postalische Notwendigkeit gegeben war. Und, nochmals darauf hingewiesen, Unternummern wurden nicht berücksichtigt! Wen verwundert es da noch, dass immer mehr Sammler sich zumindest von den Neuheiten abwenden.

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Milka-Pluskarten

Ende Oktober brachte die Firma mit der lila Kuh Packungen mit Schokoladenherzen auf den Markt, denen eine bereits frankierte Plus-Karte beigefügt war. Schnell fand man heraus, dass es nicht nur die vier abgebildeten Motive gab, sondern fünf. Im Internet wurde das Kartenset sofort auf 8,95 Euro hochgesteigert (ohne Schokolade). Eines unserer Mitglieder hat überall in Bruck versucht, die Packungen aufzukaufen, aber viele gab es wohl nicht. Mal sehen, was echt gelaufene Karten kosten.

Vorläufig haben wir jedoch noch mit Nebenwirkungen zu kämpfen: Man braucht den Kartensatz einmal ungebraucht, einmal gelaufen und einmal zum Vertauschen. Macht 15 Packungen mit jeweils 150 Gramm Schokolade, unter dem Strich 2,25 Kilo Schokolade, die wir essen mussten. Und ganz nebenbei: Im Frühjahr soll es eine 6. Karte geben.

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Brucker Warnhinweis:

Achtung, die Beschäftigung mit Literatur könnte Ihre Unwissenheit gefährden

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Brucker Vereinsweisheit:

In unserem Verein ist alles möglich, sogar das Gegenteil.
(nach Andre Kostolany)

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Münzen

1. Knut

Im Berliner Zoo und bei der Firma MDM kann man Silbermünzen mit dem Eisbären Knut kaufen. Die Sammlermünzen haben einen Preis von 10 Euro, hiervon fließen zwei Euro als Spende an den Zoo. Maximal soll es 250.000 Stück geben, sie sind kein offizielles Zahlungsmittel.

2. Leichtathletik-WM

Im März 2008 wird eine offizielle 10-Euro-Sondermünze zur Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2009 herausgegeben, Auflage knapp 2 Millionen. Die Einnahmen aus der Ausgabe fliessen in den Bundeshaushalt, ob und in welcher Höhe mit dem Geld die Sportler unterstützt werden, ist noch nicht beschlossen.

3. Winterspiele Vancouver 2010

Kanada plant für die Oly. Winterspiele 2010 die Herausgabe von mehr als 100 verschiedenen Sondermünzen.

4. Neue Euro-Länder

Nicht vergessen: Am 1.1.08 sind Malta und Zypern der Euro-Zone beigetreten und haben den Euro als Währung eingeführt. Die Prägung erfolgte in Finnland (für Zypern) und in Frankreich (für Malta).

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Sporthilfe

Die Deutsche Sporthilfe hat ein empfindliches Problem, denn die Einnahmen aus dem Verkauf der Sport-Zuschlagsmarken gehen gewaltig zurück. Geschätzt wird, dass in Zukunft nur noch zwischen 1,7 und 2 Millionen Euro erlöst werden statt bisher mehr als 3,5 Millionen. Unter dem Strich bedeutet der Rückgang, dass nur noch halb soviel Sport-Zuschlagsmarken wie in der Vergangenheit verkauft werden.

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ARGE München

Der Landesverband ist zur kompletten Null-Nummer abgewirtschaftet. Auf Vereinsebene tut sich jedoch einiges. So wird derzeit versucht, der bisher bestehenden Kooperation Münchener Vereine eine Struktur zu geben. Vorrangig denkt man an die Gründung einer Arbeitsgemeinschaft. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten.

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Gerüchteküche

Ständig schwirren irgendwelche Gerüchte durch die Gegend. Manche sind so gut, dass man sie für wahr halten könnte, andere, naja, es sind halt Gerüchte:

1. Es erscheint plausibel, dass vor Walters Kurbeginn die Küche der Kurklinik zur Großküche ausgebaut wurde.

2. Unser LV-Vorsitzender soll sich bei der Entlastung des BDPh-Vorstandes enthalten haben. Einen entsprechenden Beschluss des LV-Vorstandes gab es nicht. Also persönliche Gründe?

3. Nach dem Erfolg seiner Ladeneröffnung soll Albert Kramhöller bereits eine bundesweite Kette von Briefmarkengeschäften planen.

4. Es verdichten sich die Hinweise, dass etliche Ehegattinnen angefangen haben, Briefmarken und Belege zu sammeln.

5. Zwischen Vorständen BDPh und LV soll es email-Verkehr gegeben haben, weil unser Verein den Austritt aus dem LV auf der Tagesordnung der nächsten Mitgliederversammlung hat. Wieso haben die schon die Einladung, wenn wir noch nicht einmal Ort und Datum festgelegt haben?

6. Absolut unwahr ist, dass Lippos Rechtschreib-Prüfungsprogramm funktioniert oder fachgerecht genutzt wird.

7. Wir müssen (noch) dementieren, dass es nach unseren Erfolgen in der Jugend- und Altenarbeit konkrete Planungen zur Gründung einer Damengruppe gibt. Ebenso ist es nur ein Gerücht, dass sich der 1. Vorsitzende erkundigt haben soll, wie man „Rhythmische Briefmarken-Gymnastik“ schreibt.

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Entwertung von "Plusbriefen Exklusiv"

Entwertung von Freimachungsvarianten mit philatelistischen Stempeln

hier: "Plusbrief Exklusiv" (ehemals "Plusbrief Kreativ mit individueller Freimachung")

(Deutsche Post AG, Zentrale, Z 1T2-5, 53250 Bonn)

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG PHILATELIE für das Stempeln von Postwertzeichen zu Sammelzwecken (AGB St PWz) regeln in Abschnitt 1, Absatz 2, dass die DP Philatelie ausschließlich offiziell erhältliche, gültige und gegenüber der Originalversion des Herausgebers unveränderte Postwertzeichen (und Postwertzeichen-Eindrucke) mit philatelistischen Stempeln entwertet. Entsprechend der Terminologie gelten als Postwertzeichen diejenigen Briefmarken, die den Eindruck "Deutschland" tragen und vom Bundesfinanzminister (BMF) heraus gegeben werden. Es ist somit eindeutig, dass nur Postwertzeichen und Postwertzeicheneindrucke (Ganzsachen, herkömmliche Plusbriefe) entsprechend den AGB St PWz mit philatelistischen Stempeln bearbeitet werden dürfen.

Eine der neuesten bei der DPAG verwendeten Freimachungsvarianten ist der "Plusbrief Exklusiv". Auch wenn ein Bestandteil des Produktnamens "Plusbrief" ist, handelt es sich nicht um einen Plusbrief der bekannten Art. Der herkömmliche Plusbrief beinhaltet den Eindruck eines vom BMF herausgegebenen Postwertzeichenmotivs mit der Identifikation "Deutschland". Bei der genannten , neuen Freimachungsvariante ist ein individuell gestaltbares Bild eingedruckt, das nicht durch das BMF herausgegeben worden ist und somit auch nicht die Ausgabebezeichnung "Deutschland" enthält. Es ist also KEIN Postwertzeichen.

Die Basis für eine philatelistische Stempelung ist bei diesem Produkt damit nicht gegeben.

Die Verwendung von philatelistischen Stempeln zur Entwertung des Plusbrief Exklusiv ist nicht zulässig.

Hinweis:

Die Entwertung des Plusbrief Exklusiv mit Tagesstempel durch Postfilialen und in Briefzentren ist erforderlich.

(Quelle: Internet, 10.12.2007 Kategorie: ÖA Die Deutsche Post AG )

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Dinge, über die man (besser nicht) nachdenken sollte

Wie kann die Post einen Gewinn machen, wenn sie eine 50-Cent-Briefmarke für 50 Cent verkauft?

Wieso muss ich noch eine zusätzliche Briefmarke aufkleben, wenn der Brief ohnehin zu schwer ist?

Welche Gedankengänge hat ein gewerblicher Anbieter von Ansichtskarten, wenn er eine ganz profane Karte von Fürstenfeldbruck aus 1968 für schlappe 17,50 € zum Kauf anbietet?

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Prüfer-Haftung

Schon mehrfach wurde in unseren Rundschreiben auf die Problematk der Briefmarkenprüfung hingewiesen. Um es einmal ganz krass auszudrücken: Es gibt einen Verein (Bund Philatelistischer Prüfer eV), der für sich in Anspruch nimmt, kompetent und sachverständig philatelistisches Material zu prüfen. Wer dazu die Qualifikation hat, entscheidet der Verein selbst. Wenn es Probleme mit Prüfern gibt, dann wird hinter vorgehaltener Hand bei Insidern gemunkelt, nach dem Ableben des Prüfers wird dann recht offen über Fehlleistungen geredet. Auffällig auch der häufige Wechsel bei Prüfgebieten sowie ständige personelle Änderungen, zum Teil sehr kurzfristig. Die Prüfungsbedingungen, die Gebührenordnung, Gewährleistungs- und Haftungsbedingungen legt der BPP-Verein für sich selbst fest.

Dieses Monopol wird mit Klauen und Zähnen verteidigt, auch wenn es gelegentlich einmal teuer wird. So berichtet die Süddeutsche Zeitung am 11. Dezember 2007 (Nr. 285 auf Seite 42, Autor: Ekkehard Müller-Jentsch) über eine gerichtliche Auseinandersetzung zwischen einem Hamburger Auktionshaus und einem Münchener BPP-Prüfer. Dieser hatte eine Briefmarke als teure Farbe geprüft und attestiert. Auftraggeber der Prüfung war die Marken-Besitzerin

Die Marke wurde beim Auktionshaus eingeliefert und für 8500 Euro versteigert. Der Käufer verweigerte die Zahlung, da eine erneute Prüfung ergab, dass es sich um die billige Farbe handelt, also um billigste Massenware. Daraufhin forderte das Auktionshaus vom Münchener Prüfer 10.545 Euro Schadensersatz (incl. Provision).

RS200801p

Wie bereits früher im Rundschreiben ausgeführt, berief sich der Prüfer darauf, dass zwischen ihm und dem Auktionshaus kein Gutachtervertrag bestand. Die Klage vor dem Landgericht München I wurde abgewiesen.

Vor dem Oberlandesgericht München drehte sich in der Berufungsverhandlung der Wind. Der Prüfer ging einen Vergleich ein und zahlte dem Auktionshaus 6.300 € Schadensersatz plus Zinsen. (Az.: 8 U 3937/07)

Schade (aus Sicht des Sammlers) und prima (aus Sicht BPP-Verband) dass dieser Vergleich geschlossen wurde. Schade deshalb, weil ein Urteil endlich Sicherheit bedeutet hätte, in welchem Umfang und wem gegenüber die Prüfer eigentlich haften. Als Rechtslaie und gewöhnlicher Sammler muss ich doch wohl davon ausgehen können, dass ein Attest eines Prüfers eine zugesicherte Eigenschaft des geprüften Materials bedeutet. Wenn ein Prüfer sich beim Attest einer teure Marke irren kann, dann kann er sich genauso gut in die andere Richtung irren: Mir wird ein billiges Exemplar attestiert, ich verkaufe es billig, anschließend stellt sich heraus, dass es doch ein teures Exemplar ist. Soll ich mir dann vom Prüfer eine lange Nase drehen lassen?

Prima ist der Vergleich aus Sicht der BPP-Prüfer. Denn ein Urteil zu ihren Ungunsten hätte eine erheblich ausgeweitete Haftung bedeutet. So kann man weiterwursteln wie bisher.

Es geht auch ganz anders: Meines Wissens haften die Mitglieder des Schweizer Prüferverbandes ebenso zwei Jahre, doch gilt die Haftung für ein Attest ganze 10 Jahre.

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Beleg-Auktion

Am 28.12.07 ist bei ebay ein Beleg versteigert worden. Luftpost-Blindensendung von Berlin nach Fürstenfeldbruck, frankiert mit 10 Pf Sehenswürdigkeiten. Der Zuschlag erfolgte zu 15,50 € (plus 1,70 Porto).

RS200801q

Es ist ein bemerkenswerter Beleg: Einlieferer war jemand aus Köln. Der Brief war seinerzeit gerichtet an unser Vereinsmitglied B.H. Er hat neben der Briefmarke noch mit Bleistift "Letterset" vermerkt. Irgendwann ist der Umschlag in einer von seinen Dublettenkisten gelandet und für ein paar Pfennige verkauft worden. Heute kann sich der Einlieferer über einen netten Erlös freuen.

Und die Moral von der Geschichte? Wenn man schon von bestimmten Dingen nichts versteht, dann sollte man wenigstens im Verein jemanden fragen, der Ahnung hat.

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Privatpost

Anfang Dezember 2007 überschlagen sich plötzlich die Ereignisse auf dem Markt der Privatpost. Nachdem ein Mindestlohn von 9,80 Euro pro Stunde für Briefträger beschlossen wurde, wollen sich nun einige Anbieter vom Markt zurückziehen. Bisher hatten sie nur Hungerlöhne gezahlt, teilweise Schüler beschäftigt, ein paar Cent pro zugestelltem Brief als Lohn gegeben. Mit dem Mindestlohn geht die Kalkulation nicht mehr auf.

Als erste Reaktion überlegt die Springer AG den Rückzug aus der PIN-AG, die niederländische TNT will sich zurückziehen, Hermes wird wohl nun doch nicht an seinen rund 13.000 Paketshops Briefe annehmen.

Einfache Rechnung: 25 Tage x 4 Stunden x 9,80 Euro macht ein monatliches Bruttogehalt von 980 Euro im Monat für Briefträger. Das ist wohl zuviel für einen Beruf, bei dem man bei jedem Wetter raus muss und schmälert den Gewinn von ein paar Milliarden Euro.

Kaum geschrieben, waren diese Zeilen wieder überholt. Die Springer AG hat ihrer Tochter PIN AG den Geldhahn abgedreht, etliche PIN-Gesellschaften haben bereits Konkurs angemeldet. Auf BILD-Niveau die Argumentation des Hauses Springer: Wegen der beschlossenen Mindestlöhne kann die PIN-AG nicht rentabel wirtschaften. Problem ist nur, dass bereits bisher rund 70 Mio Verlust angefallen sind, obwohl es noch gar keine Mindestlöhne gab ...

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Informationsquellen

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, wir werden mit Informationen geradezu überschüttet. Die Schwierigkeit besteht darin, zu filtern und auszuwählen. Ab und zu wollen wir einige Tips zu Informationsangeboten geben

- Sammeln.at Österreichische Seite mit vielen Tips, nicht nur für Briefmarkensammler, übersichtlich, viele Tauschanzeigen und Links zu Vereinen, Verbänden und Sammlern

- Philaseiten.de Alle wichtigen Nachrichten aus dem Bereich der Philatelie sind hier recht aktuell zu finden. Prima Informations-Quelle

- Philaforum.de Diskussions- und Nachrichtenforum, sehr informativ, viele Beiträge im Archiv und täglich etwa 55 Neuzugänge, übersichtlich. Umgangston und Hilfestellung bei Fragen wesentlich besser als beim BDPh-Forum

- BDPh-Forum Eigentlich Plattform für Meinungsaustausch und Information, dient jedoch in weiten Bereichen mehr der Selbstdarstellung und Besserwisserei. Sachdiskussionen gleiten schnell in persönliche Angriffe ab.

- Ibolli.it Ausgezeichneter kostenloser Briefmarkenkatalog aller italienischen Briefmarken incl. Nebengebieten, Kolonien, San Marino und Vatikan. Kompletter Cept-Katalog ist derzeit im Entstehen. Alle Marken mit Preisangaben in €, einschliesslich Katalog-Nummern aus sieben Katalogen, sehr ausführliche Beschreibung aller Marken, Abbildung der offiziellen Ersttagsumschläge. Zu jeder Marke wird sogar die Preisentwicklung seit 2002 graphisch dargestellt.

- Luxcentral.com Katalog luxemburger Briefmarken mit recht ausführlichen Beschreibungen zum Ausgabeanlass (in englisch), allerdings ohne Katalogwert

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Literatur - Neuerscheinung

Heft 3 der Schriftenreihe des Münchener Briefmarken Club e.V.

207 Seiten durchgehend in Farbe zur Südamerika-Philatelie erschienen im Januar 2008.

Inhaltsverzeichnis:

 Maria Brettl – Corrientes
 Dr. Carl-Dieter Oschmann - Ecuador:
     Die Entwicklung der Posttarife und die ersten Freimarken
 Dr. Knut Heister - Die ersten Briefmarkenausgaben Venezuelas
 Kurt Kimmel - Venezuela "ESCUELAS" Ausgabe 1879
 Jörg Maier - Der Pazifische Krieg 1879 – 1884
 Dr. Heinz Findeiss - Der Luftpostverkehr
     "via L.A.T.I." über Südamerika nach Nordamerika
 Otto Gleixner - Besondere Absenderfreistempel Südamerikas

Verkaufspreis: € 15 Porto und Verpackung Inland: € 2.50 Ausland € 4.50

Bestellungen über:
Frau Hedy Bergdolt
Krumpterstraße 10
81543 München
hedy.bergdolt@gmx.de

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Computer

Vor drei Jahren hatten wir unsere Umfrage zur Computer-Nutzung. Zwei von drei Mitgliedern hatten damals Internet-Zugang bzw. nutzten einen Computer, die Zahl dürfte sich inzwischen erhöht haben. Unsere Überlegung ist, bei Interesse einen kleinen PC-Stammtisch einzurichten. Unverbindlich, locker, ohne Fachchinesisch. Man soll die Möglichkeit haben, das eine oder andere kleine PC-Problemchen zu lösen, Tipps zu erhalten, gemeinsam im Netz zu stöbern, Fragen rund um das Thema stellen zu können usw. Vorstellbar ist auch die gemeinsame Gestaltung von Albenblättern oder Bestands-/Fehllisten. Wer sich dafür interessiert, einfach beim Vorstand melden.

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Zeitungsmarkt

Der Philapress-Verlag (Briefmarken-Spiegel), so wurde Ende Okt. 07 bekannt, hat die DBZ übernommen. Ob beide Publikationen weiterhin parallel erscheinen werden, bleibt abzuwarten.

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Auktionsfirmen

Meist wird über Internet-Auktionen berichtet, doch es gibt sie noch, die Auktionsfirmen mit ihren Katalogen. Spurlos geht der Wandel im Markt nicht an ihnen vorbei, sie versuchen, sich den geänderten Bedingungen anzupassen. Einige Beispiele, veröffentlicht vom Verband der Briefmarken-Versteigerer:

- Aix-Phila

Das Unternehmen hat einen komplett neu gestalteten Versteigerungskatalog, welcher die Losbeschreibung direkt - je nach Größe - über oder neben die farbige Abbildung platziert. Dieser Service, welcher lästiges Suchen oder auch nur Hin- und Herblättern Vergangenheit werden lässt, ist für den Benutzer von Auktionskatalogen in Deutschland noch eher die Ausnahme.

- Harlos-Auktion für Postgeschichte

Käufer sind bei Harlos auf der sicheren Seite, denn der Versteigerer garantiert die Echtheit aller von ihm versteigerten Einzellose für die Dauer von drei Jahren. Ansichtssendungen sind - aus Zeitgründen - nicht möglich, wohl aber hat man immer die Möglichkeit der Vorbesichtigung. Und wer näheren Kontakt sucht, findet die Firma Harlos auch bei namhaften internationalen Messen vertreten, so z.B. auf den Messen in Sindelfingen, München und bei der WIPA in Wien

- Dr. Reinhard Fischer-Auktion Bonn

Für sämtliche Einzellose der Hauptauktion (ca. 7000!) stehen Bilder in drei Größen und in sehr hoher Qualität im Netz, weiterhin werden sämtliche (ca. 750) Atteste und Befunde abgebildet! Der Interessent kann die leistungsstarke Suchmaschine und das komfortable Online-Bietsystem nutzen. Außerdem sind 91 Sammellose mit fast 5000 Bildern (!!) komplett abgebildet, die auch gegen 3 EUR in Briefmarken auf einer CD mit noch höher aufgelösten Bildern erhältlich sind.

- Christopf Gärtner

Dass Globalisierung auch Erfolge mit sich bringen kann, stellen seit geraumer Zeit namhafte deutsche Auktionshäuser unter Beweis. Das augenfälligste Beispiel ist das Auktionshaus Christopf Gärtner, das 12.000 Kataloge in mehr als 80 Länder verschickt, dessen Inhaber allerdings auch ständig auf Achse ist. Ob in Dubai oder Bangkok, New York, London, Paris oder bei deutschen Messen: eine jahrelange Pflege internationaler Kundschaft zahlt sich aus.

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Änderung Vereinsauktionen

Unsere Vereinsauktionen sind ursprünglich dazu geschaffen worden, Dubletten einfach zu verwerten. Sie sind nach wie vor sehr beliebt. Damit das so bleibt, haben wir eine Änderung beschlossen, von der die meisten Einlieferer ohnehin nicht betroffen sind: Ab sofort erheben wir ab dem 5. Los eine Einlieferungsgebühr von 50 Cent pro Los, sie ist direkt bei Abgabe der Lose zu zahlen.

Begründung:

Wir sind der einzige Verein im Umkreis, der bisher keine Gebühr, weder vom Einlieferer noch vom Bieter, erhebt. Das führt dazu, dass wir förmlich mit Losen zugeschüttet werden, die bei anderen Vereinen nicht verkauft wurden. Die Vereine, die nur von den Käufern bzw. nur auf verkaufte Lose einen Obulus verlangen, sehen sich ebenso wie wir mit immer wieder den gleichen Losen von den gleichen Einlieferern konfrontiert. In einem konkreten Fall hat jemand inzwischen 79 (!) Wanderlose unterwegs. Solche Entwicklungen wollen wir vermeiden. Also nochmals: Die ersten 5 Lose sind frei, dann 50 Cent pro Los. Und nur vom Einlieferer.

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2008 erscheint eine neue Generation von Automatenmarken

Ab dem 24. Oktober 2008 werden bei der Deutschen Post AG die Briefmarkenautomaten umgestellt:

Zwei neue Automatenmarken werden Zug um Zug das bisherige Motiv „Briefkasten“ aus dem Jahre 2002 ablösen. Die Deutsche Post AG wird die neuen Motive auf der

Mit den neuen Automatenmarken sind eine ganze Reihe von Innovationen verbunden: So werden erstmalig zwei unterschiedliche Motive in wechselnder Folge auf eine Rolle gedruckt und vom Automaten ausgegeben. Zieht man mehrere Postwertzeichen, erhält man also beide Motive. Neu ist außerdem, dass diese Automatenmarken im Rollen-Offset-Verfahren gedruckt werden. Eine neue Tinte für den Werteindruck erlaubt die Verwendung des hierfür erforderlichen Papiers. Dadurch wird eine Druckqualität erreicht, wie sie bisher nur bei den Sonder- und Dauerpostwertzeichen bekannt war.

Darüber hinaus wird das Eindruckfeld für den Wert vom oberen Motivbereich in den unteren Teil der Marken verschoben und das €-Zeichen entfällt. Damit entsteht ein größerer Spielraum für die Motivgestaltung. Die Größe des Werteindrucks bleibt identisch. Die Gestaltung der Marken stammt von dem Dortmunder Designer Professor Johannes Graf. Gedruckt werden die Marken von der Bundesdruckerei Berlin.

Nach den ersten Überlegungen sollte die Umstellung der Briefmarkenautomaten auf die neuen Motive bereits im Mai dieses Jahres gestartet werden. Aus betrieblichen Gründen fiel die Entscheidung für den Starttermin der Übergangsphase letztendlich auf den 24. Oktober 2008. Die auf € lautenden Automatenmarken mit den Motiven „Postemblem“ und „Briefkasten“ behalten ihre Gültigkeit auch nach Abschluss der Umstellung aller Automaten.

Aus:
„Philatelie Aktuell“,
das Informationsblatt der Deutschen Post PHILATELIE
Ausgabe 2008-02

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Internet

28797 Besucher mit 60606 Seitenaufrufen bis zum 21.01.2008, 14:29 Uhr.
Trotzdem handelt es sich um keine Sex-Seite!

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Über uns (Leserreaktionen II)

Was Leser von unseren Internetseiten halten, zeigt ein Artikel, der im Internet
veröffentlicht wurde und den wir hier kommentarlos mit freundlicher Genehmigung des Autors abdrucken:

Lesenswertes im Netz. 05. Dezember 2007

Das Angebot lesenswerter deutschsprachiger Briefmarkenseiten im Netz mit
Unterhaltungswert ist überschaubar. Neben den üblichen offiziellen Sites der großen Philateliverbände wie BDPh oder BPP gibt es zumeist nur Verkaufsangebote. Einzig einige Arbeitsgemeinschaften haben inzwischen den Sprung ins Internet geschafft, bieten aber nur wenig Allgemeingut. Ist ja auch nicht ihre Aufgabe!

Um so mehr hat es mich erfreut, bei einem Gelegenheitsbesuch auf den Seiten des Philatelistenvereines Fürstenfeldbruck den aktuellen Rundbrief des Vereins vorzufinden. Ein Griff ins pralle Leben eines lebendigen Vereines: Aufreger über Verbandspolitik, augenzwinkernde Berichte von Veranstaltungen, Artiges und Bitterböses - insgesamt eine gelungene Mischung. Natürlich ist es mit der Aktualität bei einem zwei- bis dreimal im Jahr erscheinenden Rundschreiben nicht so weit her, und die eine oder andere Nachricht hat man anderswo schon gelesen. Das aber wird wettgemacht durch die liebeswerte persönliche Note der Berichterstattung, die sich vom glattgeschliffenen Journalistenstil in der Fachpresse wohltuend abhebt.

P.S.: Selbstverständlich ist der Philatelistenverein Fürstenfeldbruck nicht der einsame Rufer in der Wüste. Es gibt noch mehr da draußen - ein andermal...

Matthias Bock, Hamburg
Quelle: Website: www.lilaf.org

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Termine:

26.02.08 Jahreshauptversammlung mit Neuwahl
24.02.08 Großtauschtag Germering
27.03.08 Tauschabend mit Auktion

Hinweis: Wir haben noch Restbestände von Bruck- und Maisach-Marken sowie Ansichtskarten. Überzählige Kataloge sowie Restbestände an Belegen (und alles, was wir sonst noch beim Aufräumen finden) wird bei nächster Vereinsauktion angeboten.

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Übrigens:

RS200801r

Uns gibt es noch!

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