1 / 2009

Rundschreiben 1 / 2009 - Nr. 106

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Tipps zum Sammeln
Brucker Philatelistenweisheit
Eine Vereinsfeier
Postzustellung
Festessen
Windige Anbieter
Brucker Ansichtskarten
Vatikan-Münze
Die Fehler der anderen
Landesverband
Neue Briefmarken
Kiloware
Brucker Lebensweisheit
Briefmarken kaufen - ausgerechnet jetzt?
Weihnachtsfeier Jugendgruppe
LV-Beitrag
Preis-Barometer
Sachwerte
Berlin
UNO
Katalog- und Handelswert
Jahresschluss
Mitgliederversammlung
Tauschtag Germering 22.02.09
Beitragserhöhung
Unsere Bundesregierung
Zwei Tage Briefmarkenmesse im MOC
Fehldruck
Halbierungen
Luft-Feldpost
Lochungen
MICHEL-Kataloge
Termine
Internet

In diesem Heft:
 
Echte Tips zum Sammeln vom Fachmann
Informationen zu den neuen SMS-Marken
Marktbericht
41 % Beitragserhöhung des BDPh
Neues Sammelgebiet „Großlochungen“
Unterschied Katalog- und Handelswert
Bericht Briefmarkenmesse

RS0901a

... und vieles mehr

Vorwort

Das Jahr 2008 sollten wir aus Sicht des Vereins möglichst schnell vergessen. So richtig vorwärts gebracht haben wir kaum etwas, ständig kam etwas dazwischen, oftmals waren wir nur noch dabei, Löcher zu stopfen, die durch Krankheiten, familiäre Probleme oder aus beruflichen Gründen gerissen wurden. Doch lassen wir und von den allgemeinen Krisen und dem allgegenwärtigen Pessimismus nicht anstecken, sondern schauen wir sehr positiv gestimmt in die Zukunft. Beenden wir erfolgreich die vielen Dinge, zu denen bereits die Vorarbeiten geleistet sind: Unser Schrank im Vereinsheim steht bereits, das Literaturverzeichnis wächst, wir werden uns in geeigneter Form am „Tag der Briefmarke“ beteiligen und wir wollen die Besucherzahlen an unseren Tauschabenden steigern. Und, das ist von mir versprochen, Einladungen zu besonderen Veran­staltungen werden nicht mehr im letzten Moment kommen, sondern rechtzeitig. Und Sie alle nehmen sich vor, öfter als im letzten Jahr zum Tauschabend zu kommen.

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Tipps zum Sammeln

Knapp 50 Jahre Erfahrung beim Sammeln von Briefmarken, da kann man dem Anfänger sicherlich einige Tipps geben:
 

1.

Sammeln
Wie das Wort schon sagt: Es geht um das Hobby „Sammeln“. Um zu einer guten (und gehaltvollen) Sammlung zu kommen, gibt es zwei Möglichkeiten:

 

a)

Nichtsammeln
Man lässt den Blödsinn, stattdessen spart man fleißig. Stirbt einer der bekannten Philatelisten, kauft man dessen Sammlung. Vorteile dieser Methode sind, dass kein Fachwissen erforderlich ist, außerdem hat man keinen Platzbedarf in der Ansparphase.

 

b)

Sammeln
Man sammelt, sucht, forscht und hat Spaß. Erfolge stellen sich frühzeitig ein, sobald ausreichend Lehrgeld bezahlt worden ist.

2.

(Ehe-) Partner
Jede Sammelleidenschaft, egal ob Philatelie, Einhörner oder unge­brauchte Kokosnüsse, setzt voraus, dass der Partner Verständnis zeigt. Idealerweise sollte diese wichtige Frage schon vor der Ehe abschließend geklärt sein. Der Heiratsantrag eines Philatelisten sollte in etwa lauten: „Liebling, ich schnarche und bin Philatelist, willst Du trotz dieser Erschwernisse eine Ehe mit mir eingehen?“ Lautet die Antwort „nein“, dann sollte man das Wort Philatelist vielleicht noch einmal erklären.

3.

Imponiergehabe
Ob Angler mit dem größten Fisch, Bodybuilder mit dem dicksten Bizeps oder Vorstandsvorsitzender mit der geringsten Moral, man zeigt, was man hat. Das gilt ebenso für Philatelisten. 500 Schwarze Einser, natürlich aus unterschiedlichen Bogenfeldern und Auflagen, schon regnet es Lob, Anerkennung, Auszeichnungen und Neid. 7,5 Tonnen günstig ersteigerte Bögen von Nord-Korea lassen jeden Kilowaren-Stöberer  vor Ehrfurcht erblassen. Richtiges Horten ist also gut fürs Ego. Nach außen hin ist der Philatelie-Pfau an Ordens­spangen zu erkennen, die jeden WKII-Veteranen der UdSSR vor Neid erblassen lassen. Selbstverständlich wird der erfolgreiche Horter in einschlägigen Publikationen namentlich erwähnt, das ist klar. Egal, was Ihnen angeboten wird, die Antwort darf nicht sein: “Das sammle ich nicht“, sondern ein schlichtes „Hab ich schon“.

4.

Vereinsmeierei
In der Gemeinschaft macht das Sammeln einfach mehr Spaß. Damit ist es schnell vorbei, sobald irgendein Spaßvogel auf die Idee kommt, einen für ein Amt vorzuschlagen. Ablehnen kann man schlecht, Ausreden hat man auch nur halbherzig parat, rumms, schon ist man für den Rest des Lebens gewählt. Nun hat man zwei Möglichkeiten: Man findet sich mit der Situation ab und macht seinen Job. Dann taucht irgendein Spaßvogel (siehe oben) auf und schlägt einen für ein Amt auf der nächsthöheren Ebene vor. Oder: Man macht den Job widerwillig, bis man zur Belastung im Verein wird. Dann kommt ein Spaßvogel und lobt einen auf die nächsthöhere Ebene weg. Insofern sind sich Parteien und Vereine sehr ähnlich. Also niemals den Eindruck machen, dass man irgendetwas könnte, geben Sie vor, Analphabet zu sein.

5.

Ansehen
Der Briefmarkensammler genießt ein außerordentlich hohes Ansehen. Teilweise jedenfalls. Offiziell wird man als Zahnfetischist, Bildchensammler oder als Stubenhocker bezeichnet. Doch heimlich denkt die Umgebung ganz anders. Von großen Erbschaften wird geträumt, wahre Schätze sollen im Regal schlummern. Sei nett zum Opa, sonst vermacht er die Marken den anderen. Lassen Sie Ihr Umfeld also immer im Unklaren über den Wert Ihrer Schätze.

6.

Forschung
Ein wichtiger Bestandteil des erfüllten Philatelisten-Lebens ist die Forschung. Natürlich ist man nicht gleich ein Forscher, sondern Depp, Ahnungsloser, blutiger Anfänger, oder, wie man vereinfachend sagt, ein Briefmarkensammler. Weil man von fortgeschrittenen Sammlern nicht für voll genommen wird, wenn man einfache Fragen stellt, muss man selbst herausfinden, woran man Letterset oder Lumogen erkennt. Schon ist man auf dem besten Wege, ein Forscher zu werden. Dank Literatur und schlechten Bewertungen auf Ausstellungen bildet man sich fort. Irgendwann beschäftigt man sich im illustren Kreis mit den finalen Fragestellungen der Philatelie. „Die Todesursachen des Toten Meeres unter besonderer Berücksichtigung der Bedarfs-U-Boot-Post“, das sind Themen, die die Philatelistenwelt bewegen. Ein paar Veröffentlichungen zu dem Thema, schon ist man ein berühmter forschender Philatelist.

7.

Praktischer Nutzen
Gutes philatelistisches Material ist sehr teuer und leicht. Das kann oftmals von sehr praktischem Nutzen sein. Aktuelles Beispiel: Der Brucker Geldtransporter-Räuber hat 5 Mio. Euro erbeutet. Aus Gewichtsgründen musste er weitere 500.000 € zurücklassen, sie waren einfach zu schwer. Mit Briefmarken hätte er die Sorgen nicht gehabt, 5,5 Mio Euro in Briefmarken passen in jede Brieftasche. Und noch ein sehr praktischer Nutzen: Jeder in der Schweiz oder in Liechtenstein gebunkerte Notgroschen läuft Gefahr, beim Fiskus denunziert zu werden. Mit gleichem Kapital in Form von Briefmarken kann ich jede Sicherheitsschleuse auf Flughäfen passieren. An jeder Grenze fragen die Zöllner nach Zigaretten, Alkohol und Schwarzgeld. Nach Briefmarken wurde noch nie gefragt. Zumwinkel als Postler hätte das wissen müssen.

8.

Vorschriften
Jeder macht dem Sammler Vorschriften. Alle Regularien kann man hier nicht auflisten, daher nur ein kleiner Überblick: Die Katalog­redaktion bestimmt, welchen Wert eine Briefmarke hat, der Vordruck­alben-Hersteller bestimmt, was zu einer kompletten Sammlung gehört, die Ausstellungsordnung bestimmt, was wie ausgestellt werden darf, die Juroren bestimmen, ob man Mist oder großen Mist gehortet hat usw., usw. Und der (ansonsten) liebe Ehepartner bestimmt, wieviel man für das Hobby ausgeben darf.

Obige Tips sollen zum Nachdenken anregen, keinesfalls sind sie als Vorschriften gedacht, denn der mündige Sammler pfeift auf alle Vorschriften. Er sammelt, was ihm Spaß macht, verstaut es so, wie er es für richtig hält und zeigt seine Sammlung nur denjenigen, die sie wirklich zu würdigen wissen. Und braucht er für seine Einkäufe mehr Geld als sein (ansonsten) lieber Ehepartner genehmigt, dann plündert er halt seine schwarze Kasse. Was soll's...?

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Brucker Philatelistenweisheit:

“Philatelie könnte so schön sein, wenn bloß die blöden Briefmarken nicht wären...“

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Eine Vereinsfeier

Ab und zu muss man im Philatelistenverein eine Feier durchführen. Ohnehin gibt es eine jährliche Mitgliederversammlung, außerdem ist gelegentlich für einen richtigen Verein eine Ausstellung Pflicht. Leider ist die Personaldecke recht dünn, Organisationstalent ist gefragt.
 
Was liegt also näher, als einmal jährlich alles miteinander zu kombinieren ? Also ein Festessen in angemessenem Rahmen bei gleichzeitiger Abhaltung der Jahreshauptversammlung. Statt langatmiger Begrüßung der Gäste gibt es den Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden, zum Hauptgericht den Zahlensalat des Kassiers zur wirtschaftlichen Lage und nebenbei, zeitgleich zum Dessert, den allseits beliebten Punkt „Sonstiges, Wünsche, Anregungen“. Umrahmt wird das Ganze von einer Ausstellung. Juroren und Bedienungen werden sich schon nichts ins Gehege kommen. Damit unser Hobby nicht zu kurz kommt, zwischendurch noch eine Vereinsauktion sowie, bei dieser Zusammenkunft besonders wichtig, Großtauschtag mit Händler-Tischen. Eine derartige Großveranstaltung würde selbstverständlich das jährliche Satzungs-Diskussions-Treffen (ehemals LV-Tag) der Obrigkeit ermöglichen, dieses sollte jedoch in einem Nebenzimmer stattfinden, da unflätige Ausdrücke nicht so ganz mit dem Festessen harmonieren würden.
 
Nun, es wäre ein Aufwasch, man bräuchte die Räumlichkeiten nur ein einziges Mal mieten und hätte somit erhebliche Ersparnisse. Durch die breite Palette von Aktivitäten wäre rege Beteiligung zu erwarten. Und man kann sich durchaus interessante Dialoge vorstellen: „Können Sie mir bitte einmal das Salz hochreichen und bei der Gelegenheit die Kiste mit Belegen?“ Oder wenn es dann zur Abstimmung über die Entlastung kommt: „Liebling sei ruhig, Du bist nicht stimmberechtigt“ wobei eine Abstimmung per Handzeichen sehr problematisch sein könnte, eventuell könnte der Auktionator das als Gebot verstehen, die Kellnerin als Bestellung oder der Vorstand als Entlastung. Beim Bezahlen ginge es dann um Getränke, Essen, Trinkgeld, Auktionszuschlag, Aufgeld, Losgebühren, Entnahmen aus Kisten, Spenden für die Jugend und so weiter. Erscheint doch alles etwas kompliziert, es ist wohl doch besser, wenn man die Termine entzerrt.

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Postzustellung

Ab und zu wundert man sich, dass man so wenig Post bekommt. Manches Mal sind die Ursachen dafür ganz einfach: Sie wurde gesammelt. Aber nicht aus philatelistischen Gründen, sondern weil die Mitarbeiter der Post weit über ihre Grenzen belastet werden. Aus Gründen der Überforderung (so jedenfalls seine Begründung) hat ein Postmitarbeiter in Frankfurt am Main in einem Jahr mehr als 20.000 Briefe gehortet und nicht zugestellt. Aus Regensburg wurde kürzlich ein ähnlicher Fall bekannt. Also nicht wundern, wenn Post nicht ankommt.

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Festessen

Am 19. September 2008 trafen sich im Hotel Post 29 Personen, um bei einem vorzüglichen Essen und in angemessenem Rahmen das Vereinsjubiläum zu begehen. Welches, blieb eigentlich unklar. Gut 40 Jahre eingetragener Verein, etwa 54 Jahre Treffen von Philatelisten in Fürstenfeldbruck, jedenfalls gab es genügend Gesprächsstoff und Erinnerungen an die vielen Personen, die unseren Verein geprägt haben. Der Chef des Hauses, Herr Weiß sen. stellte sich kurz vor und bekannte, dass auch er zu einem Philatelisten geworden ist und mit Interesse die Sammlung seiner Mutter fortführt. Der Abend schien allen gefallen zu haben, jedenfalls war es exakt 24:00 Uhr, als die letzten Gäste heimgingen. Zum Festessen erhielten wir einen Brief unseres ehemaligen Vorsitzenden Otto Gleixner:

„Lieber Herr Lippoldes,

eigentlich wollte ich gerne zu dem Festessen anlässlich des 40jährigen Bestehens des Vereins kommen, aber genau an diesem Tag fliegen wir zu einem Kurzurlaub nach Griechenland. Ich kann es noch gar nicht recht glauben, dass es schon 40 Jahre her ist dass ich zu dem Verein gestoßen bin. Er wurde damals noch von Herrn Wagner geführt und ich wohnte in Emmering. Die Philatelie hat sich seither ja stark verändert, macht aber immer noch reichlich Spaß, auch wenn man sich langsam Gedanken machen muss, was mit dem eigenen Material einmal geschehen soll.

Ich wünsche Ihnen Allen einen recht gemütlichen Abend. Sicherlich werden manche Erinnerungen an Ereignisse und Personen der Vergangenheit hochkommen. Ihnen Allen recht herzliche Grüße, ganz besonders denen die mich noch kennen.

Ein ganz dickes Lob für die Erstellung des Rundschreibens. Es gehört mit zu den wenigen lesenswerten auf diesem Gebiet und ich weiß wovon ich spreche.

Herzliche Grüße

(GLEIXNER)“

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Windige Anbieter

In einem unserer Rundschreiben hatten wir auf einen Anbieter hingewiesen, der ein sehr merkwürdiges Geschäftsverhalten an den Tag legt. Derzeit bietet diese Firma Posten aus verschiedensten Gebieten an, etliche Marken darin wären angeblich echt geprüft.
Die erneute Prüfung durch BPP - Prüfer ergibt, dass es sich um Fälschun­gen handelt, sowohl die Marken als auch die Prüfstempel sind falsch.
Nimmt der Händler nun die Ware zurück ? Nein, natürlich nicht. Er argumentiert:

1.

BPP-Prüfer sind inkompetent, sie sind keine anerkannten Fachleute.

2.

Briefmarken müssen ständig auf Echtheit überprüft werden.

3.

Der Kunde hat die Briefmarken vertauscht.

4.

Sämtliche Michel-Werte sind ohnehin nicht marktgerecht

Natürlich lässt man sich das nicht gefallen, man klagt. Doch sind in der Regel die Streitwerte gering und stehen in keiner vernünftigen Relation zu den anfallenden Kosten. Doch irgendwann muss sich die Justiz fragen lassen, ob nicht ein Zeitpunkt gekommen ist, an dem derartigen „Anbietern“ eine spürbare finanzielle Größenordnung auf das Auge gedrückt wird. Wenn inzwischen Dutzende von Geschädigten vor den Kadi gezogen sind, immer wegen der gleichen Vorwürfe, dann sollte man den Laden endlich dichtmachen und abgezockte Gelder einziehen. Bei kriminellen Vereinigungen, bei Drogenhändlern usw. ist das möglich, bei Fälschern und Abzockern, egal in welchem Bereich, sollte das auch möglich sein. Wer hunderttausende Euro mit Fälschungen gemacht hat, der lacht über die paar Klagen, die mit seiner Verurteilung zu 400 Euro Schadenersatz enden.

Nachtrag: Die Firma hat sich nun entschlossen, ihre Angebote mit selbsterstellten Gutachten aufzuwerten. Die sehen optisch sehr gut aus
.

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Brucker Ansichtskarten

Seit mehreren Monaten wird eine Sammlung Brucker Ansichtskarten detailliert im Internet angeboten. Derzeit, 20.10.08, sind es mehr als 100 alte Karten. Bisher wurde praktisch gar nichts aus dem Posten verkauft, die Preise sind weit jenseits aller üblichen Grössenordnungen. Profane Karten mit dem Marktplatz, Amper oder Cafe Brameshuber kosten normalerweise 2 bis 4 Euro, der Verkäufer der Sammlung verlangt 22 Euro pro Stück, teilweise sogar noch mehr. Nachtrag: Im Februar geisterten die teuren Stücke noch immer auf dem Markt herum.

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Vatikan-Münze

Im Vatikan ist eine Sonder-Münze (2-Euro-Stück) zum Paulus-Jahr erschienen. Ab sofort wird sie zum Preis von 14 Euro abgegeben.
Wer es etwas günstiger mag: Ich gebe 2-Euro-Münzen aus meinem Geldbeutel, bedarfsgerecht gebraucht, automatengeeignet, für je 7 Euro ab, es handelt sich um seltene Stücke, denn mein Vorrat ist sehr begrenzt.

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Die Fehler der anderen

Natürlich machen wir Fehler, der größte ist, dass wir unsere Veröffent­lichungen nur selten auf Fehler kontrollieren. Doch die Fehler der anderen sind manchmal schöner als unsere eigenen. So hat der Briefmarken-Sammler-Verein Dachau auf seiner Internet-Seite einen Bericht von der Vereinsauktion am 27.3.3008. (Wurde mittlerweile korrigiert).

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Landesverband

Im Frühjahr haben wir jemanden aus dem Verein in Germering als Regionalbeirat vorgeschlagen. Natürlich haben wir seither von den so wahnsinnig engagierten LV-Funktionären nichts zu dem Thema gehört. Inoffiziell ist zu hören, dass dem Herrn LV-Vorsitzenden der Kandidat der Vereine Germering, FFB und Dachau nicht gefällt, er habe durch Anträge das LV-Missfallen erregt. Das kann durchaus zutreffend sein, denn die betreffende Person hat den Antrag gestellt, den Tag der Briefmarke 2009 in Germering abzuhalten. So etwas ist illoyal, unanständig und hinter­fotzig.
Hingegen ist es ein wildes Gerücht, dass die CSU eine Mauer zwischen Oberbayern und Franken errichten will und sich die Philatelistenvereine daran beteiligen wollen. Aber es ist ein gutes Gerücht.

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Neue Briefmarken

Seit dem 19.08.2008 gibt es 1 Billion = 1.000.000.000.000 neue Brief­marken von der Post. Soviele Kombinationen lassen sich aus der 12-stelligen Zahl bilden, die ab sofort zur Frankatur zugelassen sind.
Wir haben frühzeitig über die neuen Frankatur-Möglichkeiten durch die SMS-Briefmarken der Post berichtet (die mit dem 12-stelligen Zahlen­code)...
Die ersten Kommentare gehen von „fade“ bis hin zu „völlig uninteressant“. So etwas kann nur der Laie behaupten, wir im Philatelistenverein Fürstenfeldbruck habe den engagierten Sammlern Unterstützung geboten. Nun existieren Mehrfach-Frankaturen (= mehrere 12-stellige SMS-Marken), Teilbarfreimachungen (SMS-Marke, Restporto bar bezahlt), und einige Besonderheiten mehr.
Woran wir derzeit arbeiten sind Frankaturen zum Sondertarif (z.B. der alliierten Streitkräfte in Deutschland), Feldpostverwendungen, Franka­turen mit Prim-Zahlen sowie Plattenfehler.

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Kiloware

In der Herzogsägmühle, einer Einrichtung für Behinderte, werden von 28 Kräften die Marken aus den sackweise angelieferten Umschlägen ausgeschnitten. Rund sieben Tonnen Umschläge werden im Jahr verarbeitet. Die Marken werden nicht nur ausgeschnitten, sondern auch gleich nach etwa 50 verschiedenen Gesichtspunkten für den Weiter­verkauf sortiert.

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Brucker Lebensweisheit

Die Arbeit ist eine Beschäftigung von Leuten, die nicht wissen, wie schön Briefmarkensammeln ist.

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Briefmarken kaufen - ausgerechnet jetzt?

Krise am Finanzmarkt, sehr viele Kleinanleger haben ihr Geld verloren. Rentensteigerungen hat es schon lange nicht mehr gegeben, Erbschaftssteuer-Gesetze wurden geändert, die Abgeltungssteuer kam, Energiekosten explodieren. Nein, die Zeiten sind nicht gut. In diesen Zeiten werden große Vermögen vernichtet und große Vermögen neu geschaffen. Aber was hat das mit philatelistischen Sammlungen zu tun ? Nun, die einen versuchen, ihre Reserven zu Geld zu machen, sehr viele Leute versuchen das zur Zeit. Und nur noch wenige Leute haben das Geld, und noch weniger Leute den Mut, in diesen Zeiten zu investieren. Folglich bekommt man philatelistisches Material so günstig wie nie zuvor. Der Gewinn liegt immer im Einkauf. Wenn man also sehr günstig einkauft, dann braucht man sich über die zukünftige Wertentwicklung keine Sorgen machen. Schaut man sich die zur Zeit verlangten Preise an, dann wird man sehr schnell feststellen, dass es ideale Zeiten sind, die Fehlliste zu komplettieren.

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Weihnachtsfeier Jugendgruppe

Der vorweihnachtliche Termin bei der Jugendgruppe gehört zu den­jenigen, die wirklich Freude bereiten. Da bekommen die Kinder eine große Tüte, gefüllt mit Schokoladen-Nikolaus, Keksen, Büchern, Nüssen, Clementinen und allerlei Leckereien. Doch was packen sie aus? Das Tütchen mit Briefmarken. Da wird gesichtet und getauscht. Flugzeuge gegen Autos, Tiere gegen andere Tiere. Wirkliche Begeisterung bei den Kindern, und einen Wunschzettel für weitere Motivbriefmarken haben sie auch geschrieben: Flugzeuge, Katzen, Tiere, Panzer, Pferde.
Zwei Lieder haben uns die Kinder gesungen, wobei das zweite von sehr großem Humorverständnis zeugte: „Rudolf mit der roten Nase“. Herr Rudolf Schweitzer musste wirklich lachen.
Zehn Minuten Redezeit wurden Herrn Schweitzer zugestanden, doch die reichten nicht aus, um all die Veranstaltungen, Projekte und Aktionen des abgelaufenen Jahres aufzuzählen und die erhaltenen Auszeichnungen und Urkunden nochmals zu erwähnen.

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LV-Beitrag

Am 24.Dezember traf die November-Ausgabe der LV-Aktuell ein. Natürlich stellte ich sofort die ganze Christbaum-Schmückerei und das Verpacken der Weihnachtsgeschenke ein und las stattdessen das immer so aktuelle und informative Organ unseres Landesverbandes. Die besinnliche Geschichte von Seite vier hat es mir sofort angetan, handelt sie doch von besoffenen Amseln, die niemand wollte. Hinfort mit den Schnapsdrosseln!
Weniger besinnlich allerdings der Hinweis auf die Erhöhung des Beitrages von 8,50 auf 12 Euro, die der BDPh haben möchte. Das sind immerhin gut 41% Beitragserhöhung. Der beste, mächtigste, erfolgreichste usw., usw. Landesverband (also Bayern) hat diese Erhöhung natürlich abgelehnt, oder? Wir als Verein interessieren uns überhaupt nicht für den Beitrag, den der BDPh verlangt. Wir zahlen nur einen Beitrag an den LV, und wenn der wieder einmal in unverschämter Weise seine Beiträge erhöht, werden wir Konsequenzen ziehen.

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Preis-Barometer

Einige auffällige Ergebnisse bei Auktionen, Tauschtagen und im Vereins-Handel: Für Bund postfrisch wird es sehr schwierig, die bisher bewilligten 10% des ehemaligen Postpreises zu erhalten, gleiches gilt für Berlin. Betroffen sind die Jahre bis Euro-Einführung. Dagegen ist Euro-Frankaturware sehr knapp. ETBs, Massen-FDCs und ähnliches praktisch unverkäuflich, gleiches gilt für ehemals reichlich produzierte private Markenheftchen, egal, ob von Deutscher Sporthilfe, den Wohlfahrts-Organisationen oder sonstwem.
Trotz aller Unkenrufe halten sich CEPT-Ausgaben noch recht ordentlich, wenngleich die ersten Jahre (bis ca. 1980) als Massenware gelten müssen. Nach den empfindlichen Preissenkungen in den neuesten Katalogen beim Einkauf unbedingt darauf achten, dass angegebene Katalogwerte nicht aus alten Katalogen stammen. Seit dem Katalog 2007 ging es bei vielen Marken um bis zu 90% hinunter !
Westeuropa ist und bleibt beliebt, doch ist ein Trend zu kleinen überschaubaren Gebieten erkennbar. Ehemals seriöse Länder wie Niederlande, GB und Frankreich vergraulen immer mehr Sammler, Schweiz und Österreich produzieren inzwischen mehr Schnickschnack als Briefmarken.

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Sachwerte

Ist man älter als 25 und leidet nicht an Vergesslichkeit, dann kommen immer wieder die gleichen oder zumindest sehr ähnliche Dinge auf den Markt, die den Philatelisten reich machen sollen. Investment-Pakete von Schwenn, tolle Kapitalanlagen in CEPT-Marken aus Spanien, Kollektion der jeweils 1. Ausgabe eines Landes (siehe frühere Rundschreiben), und nun ein Briefmarken-Fonds von Stanley Gibbons. Briefmarken, speziell alte, sie sind knapp, sie sind gesuchtes Kulturgut, sie sind eine hervorragende Kapitalanlage. Investoren aus dem Osten und aus dem Nahen Osten sowie aus den Scheichtümern werden sich auf Briefmarken stürzen. Also kauft Briefmarken-Fonds.
Ich persönlich werde da keine müde Mark investieren. Briefmarken sollen selten und gesucht sein ? Warum hat dann niemand den einzig bekann­ten Bogen der Sachsen-Dreier gekauft ? Die Investoren stehen Schlange? Ja, aber wohl eher beim Pfandleiher als beim Markenhändler. Und nicht zuletzt beschleicht mich ein mulmiges Gefühl in der Magen­gegend, wenn ein Katalog-Produzent für Investments aus dem eigenen Hause wirbt, zu einfach könnte sich der Katalogwert (natürlich rein zufällig) in gewünschte Richtungen bewegen.

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Berlin

Aus diversen Quellen bekommt man eine ganze Menge Berlin-Marken, außerdem haben sich im Laufe der Jahre einige eigene Bestände angesammelt. Also wird gesichtet, sortiert und geordnet. Als erstes wird ein Lagerbuch angelegt, für jede Marke eine Zeile. Insgesamt gibt es von Berlin 995 Marken, einschließlich Heftchenmarken, Einzelmarken aus Blocks sowie Bogen-/Rollenmarken. Nach dem Einsortieren hat man endlich einen Überblick über die Bestände. Letztendlich ergeben sich gleich mehrere Möglichkeiten einer Sammlung:

a)

postfrisch
Von den 995 Marken sind schon 855 vorhanden. Auf den ersten Blick sehr erfreulich, handelt es sich doch bei den fehlenden in der Masse um Einzelmarken aus Blocks und waagerechte Dauerserienpaare. Doch auf den zweiten Blick folgt die Ernüchterung: Laut PC sind postfrisch komplett 9.753 Euro Katalogwert erforderlich, davon sind allerdings nur 2.383 Euro vorhanden, die Komplettierung kann teuer werden, obwohl von 1953 bis zum Ende fast alle normalen Marken vorhanden sind und auch vorher Marken in der Preisklasse um 150 Euro im Album stecken.

b)

gestempelt
Ganz simpel lassen sich zwei Gruppen gestempelter Marken erken­nen, die in erheblichen Mengen vorhanden sind: Bedarfsstempel und Versandstellenstempel. Doch bei genauerer Durchsicht stellt sich heraus, dass bei den Bedarfsstempeln nur ganz wenige von Berlin stammen, und bei noch viel weniger Marken lässt sich das Stempeldatum einigermaßen lesen. Bei den Versandstellen-Stempeln gibt es beide Varianten, die mit dem Eck-Stempel und diejenigen mit dem Vollstempel. Meist von Frankfurt oder Weiden. Wenn man vernünftige Qualitätsmaßstäbe anlegt, dann hat man also fast nichts.

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UNO

Leider gibt sich die Postverwaltung der Vereinten Nationen alle Mühe, die Sammler zu vergraulen. So wichtig die Ziele der UNO auch sein mögen, für die Flut der Ausgaben gibt es keinerlei postalische Notwendigkeiten. Oder besteht Bedarf von rund 40 Marken auf einen Schlag zum Thema Naturschutz? Sammlungen UNO werden verramscht, offensichtlich haben viele Sammler die Nase voll von dem Gebiet.

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Katalog- und Handelswert

Über den Wert von Briefmarken ist schon viel geschrieben worden, so richtig einig wird man sich wohl nie werden, zu unterschiedlich sind die Standpunkte von Verkäufern und Käufern, von Handel und Katalog­redaktion. Versuchen wir doch einmal, uns dem Thema von einer ganz anderen Sicht zu nähern, nämlich ein paar ganz einfachen Thesen:

1.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von unter 10 Euro haben einen Handelswert von 10 Cent. Ausnahme: postgültige **
 
Begründung: In dieser Preiskategorie gibt es auf Tauschtagen genügend Alben mit 10 Cent-Auswahlen. Weiterhin werden auf Tauschtagen, in Vereinsauktionen und sogar im Handel Alben mit Restbeständen angeboten. Diese Alben sind in der Regel zu bekommen, wenn man für alle darin enthaltenen Marken, die einem fehlen 10 Cent ansetzt, vielleicht noch 1 Euro zusätzlich für das Album. Beispiel: Enthalten 35 Marken für meine Sammlung = 3,50 plus 1 Euro fürs Album macht 4,50 Gebot. Das sollte reichen. Nach Entnahme das Album noch ein wenig mit Dublettenmaterial auffüllen und wieder anbieten.

2.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von 10 bis 100 Euro haben einen Handelswert von 10% des Katalogwertes.
 
Begründung: Bisher ist es immer gelungen, zu diesem Preis die Marken zu bekommen. Die einzige Voraussetzung war ein Mindest­maß an Geduld.

3.

Alle Briefmarken mit einem Katalogwert von 100 bis 1000 Euro haben einen Handelswert von 25 - 33%
 
Begründung: Geduld sowie Preisvergleiche werden Aufwendungen in dieser Höhe erfordern. Das gilt jedoch nur, wenn hohe Qualitäts­anforderungen gestellt werden, dazu gehören Echtheitsprüfungen, saubere Abstempelungen und seriöse Anbieter. Jedes Unterschreiten des Handelswertes sollte ein Warnsignal sein. Dubiose Anbieter verlangen weniger als 25 - 33 % des Katalogwertes, dafür bekommt man jedoch oftmals selbstgemachte „Atteste“ sowie angebliche Echtheitsprüfungen von „anerkannten Spezialisten“. Wie gesagt, jede Unterschreitung der Spanne sollte sehr misstrauisch machen, denn niemand wird etwas verschenken, das er auf seriösen Auktionen als Einzellos zu ordentlichen Preisen verkaufen könnte..

4.

Alle Briefmarken über 1.000 Euro Katalogwert haben in Wirklichkeit keinen Katalogwert

Begründung: Der Handelspreis ergibt sich aus Auktionspreisen. Erhaltungsgrad, Abstempelung usw., usw. sind in Auktionspreisen berücksichtigt. Um derartiges Material zu bewerten braucht man also einen Auktionskatalog und die dazugehörige Ergebnisliste.

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Jahresschluss

Ärmel hochkrempeln und los. Das war das Motto für den Jahresabschluss 2008. Kurzfristig stellte sich heraus, dass die Lände praktisch durch­gehend ausgebucht ist. Sehr kurzfristig musste die Auktion zugunsten der Feier durchgeführt werden, folglich wusste außer ein paar Eingeweihten niemand von dem Höhepunkt des Auktions-Jahres. Entsprechend bescheiden war das finanzielle Ergebnis.

Dank des konzentrierten Zusammenwirkens der gesamten Vorstand­schaft haben die Mitglieder die Einladungen gerade noch vor der Feier erhalten. Wie leider üblich, konnten auch dieses Jahr mehrere Familien aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen, ebenso hatte sich Maisach komplett abgemeldet. Letztendlich waren es noch 20 Personen, die sich zu einem gemütlichen Abend zusammenfanden. Bemerkenswert das Essen. Von allen Seiten hörte man nur Bemerkungen wie „Das schaffe ich nie“ oder „Aus meinem Fisch hätten die in einem anderen Lokal 10 Portionen gezaubert“. Doch gerade diese Personen schafften noch ein sehr süßes Dessert und die Überraschung, die von der Wirtin gereicht wurde (der Kalorienzähler rotierte).

PS: Immerhin, der Verein in Landsberg hat seine Mitglieder einen Tag vor seiner Feier eingeladen, da waren wir mit unseren drei Tagen regelrecht frühzeitig dran...

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Mitgliederversammlung

Ganz schnell sollten die Einladungen zu Jahresabschluss-Feier raus. Das klappte natürlich nicht, wenigstens konnte die Einladung zur Jahres­hauptversammlung kopiert und beigelegt werden. Ach, welche Aufregung, findet sie doch am Faschingsdienstag statt. Ja, wann denn sonst? Ende Januar geht nicht, Ende März ist viel zu spät. Und Faschingsdienstag ist doch ein guter Termin, es stehen keine Neuwahlen an, wir sind nicht pleite, es wird wohl keine sehr lange Sitzung werden.

Nun, es kamen viel mehr Teilnehmer als erwartet, die Tagesordnung konnte schnell abgearbeitet werden. Höhepunkt wiederum die Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft.

RS0901b

Leider trafen konkrete Informationen zur LV-Beitragserhöhung erst zwei Tage nach der Mitgliederversammlung ein, sonst hätten wir gleich Beschlüsse treffen können. So haben wir uns entschieden, erst einmal abzuwarten. Am Tag der Briefmarke in Germering wollen wir uns beteiligen, Dachau hat uns einen Vereinstisch am Karlsfelder Tauschtag angeboten. Am weiteren Zeithorizont wird die Brucker Feuerwehr 100jähriges Jubiläum feiern, hier könnte eine gemeinsame Aktion stattfinden. Nur gut 45 Minuten dauerte die Versammlung.

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Tauschtag Germering 22.02.09

Wiederum hatten die Germeringer Freunde ihren Tauschtag prima vorbereitet. In ganz Oberbayern hatten sie fleißig die Werbetrommel gerührt, so kam trotz Faschingsumzügen doch noch eine ganz erkleckliche Anzahl von Besuchern. Gegenüber früheren Jahren schienen es etwas weniger Interessenten zu sein, die Ursachen können etwas mit dem Wetter zu tun gehabt haben, ein Besucher aus Reichenhall(!) musste sich erst einmal durch 40 cm Neuschnee kämpfen, viele Brucker oder Dachauer hatten wohl dem Faschingstreiben den Vorzug gegeben.

Das Angebot war sehr gut und breit gefächert, jeder konnte günstiges Material finden. Manche Händler hatten so knapp kalkuliert, dass sie nur 2% Mengenrabatt geben konnten. Auffällig die vielen guten und preisgünstigen Sammlungen.

Eine Zumutung (doch dafür ist nicht der Verein verantwortlich) ist die Bewirtung in der Stadthalle. Tauschtagbesucher mit Erfahrung bringen sich ihre Thermoskanne Kaffee mit, Ortskundige versorgen sich am besten beim Pizza-Service. Man kann den Saal nicht für Ewigkeiten verlassen, um sich im Restaurant mit erheblicher Wartezeit ein Getränk zu besorgen.

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Beitragserhöhung

Heute, 27.2.09, traf die neue „philatelie“ ein. Im eigenen Verbandsorgan hat der BDPh eine ganzseitige Anzeige geschaltet. Darin wird erklärt, warum zum 1.1.2011 eine Beitragserhöhung von 8,50 auf 12 Euro notwendig ist. Wer sich gerne veräppeln lassen mag, möge sich diese Argumentation in Ruhe durchlesen. Es sind mehr als 41% Mehrbeitrag. Egal, ob das nun auf 6 oder 8 Jahre verteilt wurde, erst mit dem Argument der Beitragsstabilität zu werben und dann nachträglich eine Erhöhung weit über Inflationsniveau zu verlangen, das ist dreist. Wiederum, wie schon bei der letzten Beitragserhöhung in ähnlicher Größenordnung, wird auf die sinkenden Mitgliederzahlen und damit sinkende Einnahmen verwiesen. Hier können wir nur feststellen, dass dann irgendwann einmal das letzte Mitglied a) das Licht ausmacht und b) einen Jahresbeitrag von mehr als 4 Mio. Euro zu zahlen haben wird.

Nachdem nun unter der Hand erzählt wird, dass bei dieser günstigen Gelegenheit der LV zusätzlich 1,50 Euro Mehrbeitrag fordern wird, will also der Landesverband insgesamt fünf (!) Euro pro Nase von uns mehr. Und das in Zeiten, in denen die Vereine schon längst von den Ersparnissen leben.

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Unsere Bundesregierung

Laut unserer Satzung sind wir politisch neutral. Ausnahmsweise wollen wir dagegen verstoßen und einen Beleg unserer christlich-demokratischen Bundeskanzlerin zeigen:

RS0901c

Laut Stempel eindeutig „Von den Göttern zu Gott“

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Zwei Tage Briefmarkenmesse im MOC

Donnerstag: Auf der Hinfahrt im Auto schnell noch eine ordentliche Wurstsemmel verdrückt, man kennt ja die Sandwich-Preise auf der Messe. Pünktlich um 10 Uhr eingetroffen, Halle überraschend voll. Lauter Brucker, Germeringer und Dachauer, dazu noch ein paar Bekannte aus anderen Vereinen. Folglich war man bis zum frühen Nachmittag damit beschäftigt, Hände zu schütteln, Neuigkeiten auszutauschen und zu prüfen, ob Kaffee und Kuchen bei den netten Damen vom Jugend-Stand genauso gut sind, wie im letzten Jahr. Den Losverkauf übernahm, wie immer, Frau Vahlbruch. Sehr erfolgreich, als Gewinne gab es philatelistischen Schnickschnack, doch für drei Nieten bekam man herrliche Belege als Trostpreis. Also versuchte man, Nieten zu kaufen.

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Irgendwann blieb Zeit, sich einmal beim angebotenen Material umzusehen. Meist sehr happige Preise. Nach mehr als zwei Stunden Wühlen in Belegkisten taten alle Knochen weh, ganze vier Belege gefunden, sehr magere Ausbeute. Bei einem Auktionshaus herrliche Bund-Zusammendrucke gesehen, leider nicht meine Preisklasse.

Vor der Heimfahrt am LV-Stand noch versucht, Informationen zu bekommen, Vereinspost aus FFB und Dachau wird ja nicht beantwortet. Also interessierte zum Beispiel, ob wir denn einen Regional-Beirat haben. Drei Vorstandsmitglieder haben geantwortet: Herr A: Es ist gar nichts entschieden, weil wir seit rund einem Jahr keine Vorstandssitzung mehr hatten. Herr B: Ich glaube, wir hatten drei Vorstandssitzungen, kann mich aber an das Thema Regionalbeirat nicht erinnern. Herr C: Ludwig will euren Vorschlag nicht, ansonsten weiß ich gar nichts, ich kriege keine Informationen.

Damit hatten wir genug Informationen über das tolle Vorstandsteam und hinterließen am LV-Stand noch eine kleine Tretmine: Roland Gleißner for President ! Dem Ludwig wird das nicht gefallen, arbeitet er doch kräftig an seiner Wiederwahl, aber das ist noch geheim.

Freitag: Morgens um 10:00 Uhr die Hallen wesentlich leerer, gleich zum Stöbern gegangen, zwei Griffe, zwei tolle Funde, und so ging es fröhlich weiter. Welch schöner Tag. Zum Beispiel Schwarzdruck DDR, er hätte an einem Stand mit vielen Messe-Sonderangeboten acht Euro kosten sollen. Ich fand ihn an einem anderen Stand für 25 Cent. Alle(!) Exponate der Ausstellung in Ruhe angesehen, bei Frau Vahlbruch Gewinne und Nieten gekauft, kräftig in die Jugend-Kaffee-Kasse gespendet, unsere Rahmen an einen aus dem LV ausgetretenen Verein vermietet und überlegt, warum die Österreichische Post Frankaturware mit erheblichem Abschlag verkaufen kann und unsere Post nicht. Die versucht dafür, Münzen und Münz-Zubehör zu verkaufen.

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Fehldruck

Gescheidle-Marken oder Hepburn sind Massenware zu diesem Block, der zufällig in Kiloware gefunden wurde:

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Bisher einziges bekanntes Exemplar, sauber gestempelt Briefzentrum 80 am 21.11.1999

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Halbierungen

Jeder Philatelist weiß, dass Halbierungen zu den seltensten Verwendungen überhaupt gehören.

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Hier quasi ein Unikat mit gleich vier Halbierungen auf einem echt gelaufenen Bedarfsbrief.

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Luft-Feldpost

Auf den ersten Blick ein brauchbarer Beleg:

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Auf den zweiten Blick nicht zu finden, was echt sein könnte. Besonders der Aufdruck auf der Marke scheint der Phantasie entsprungen zu sein. Vielleicht ist wenigstens der Absender tatsächlich existent gewesen („Fritz Wolf, 27767B.“).

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Lochungen

Eines der am wenigsten beachteten Sammelgebiete sind deutsche Lochungen. Nicht die kleinen mickrigen Löchlein von Bayern-Dienst oder Firmenlochungen, sondern die richtigen, der deutschen DIN-Norm entsprechenden.

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Bei den abgebildeten Marken handelt es sich um Lochungen der einfacheren Art, teils wurde die Marke nicht genau getroffen bzw. es handelt sich um nicht geschlossene Löcher.
Seltener und für den Spezialisten interessanter sind Paare mit gelochter und ungelochter Marke:

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Diese Lochungen kommen auf waagerechten und senkrechten Paaren vor.

Das Philatelistenherz schlägt höher, wenn Lochungen gefunden werden, die sich auf kompletten Belegen befinden.

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Bei diesen Lochungen ist die Echtheitsprüfung sehr einfach, da nicht nur der Lochdurchmesser genormt ist, sondern auch der Abstand der Löcher voneinander. Da die Lochungen mit einer Handmaschine erfolgten und noch erfolgen, sind geringe Ausfransungen an den Löchern üblich und nicht wertmindernd.
Als Mache der sattsam bekannten „selbstgeprüfte Attest-Abarten-Produzenten“ müssen sogenannte Fehllochungen auf Freistempeln bezeichnet werden. Hierbei handelt es sich um nicht sammelwürdige Beutelschneiderei:

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Ob die Lochungen echt sind, kann man mit einem Lineal feststellen, der Lochdurchmesser muss 5,5 mm betragen, der Abstand zwischen zwei Löchern beträgt 7,5 cm. Für unsere Vereinsmitglieder haben wir eine Schablone angefertigt, die selbstverständlich kostenlos abgegeben wird. Nichtmitgliedern unseres Vereins empfehlen wir eine Vorlage ihrer Stücke bei den zuständigen BPP-Prüfern.

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MICHEL-Kataloge

Der stellvertretende Chefredakteur des Schwaneberger-Verlages wird sich am 30.4.2009 beim Briefmarken-Sammler-Verein Dachau den Fragen zu MICHEL-Katalogen stellen. Und Fragen wird es sicherlich viele geben. Es fällt doch auf, dass plötzlich auf allen Tauschtagen die Sammler nicht mehr mit dem MICHEL-Deutschland unterwegs sind, sondern den DNK von Leuchtturm dabei haben. Komplett Deutschland für 8,95 Euro.

Wir sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

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Termine:

Vereinsauktionen 24.03. und 26.5.200

30.4.2009:

Gespräch mit stv. Chefredakteur des Schwaneberger-Verlags
(MICHEL-Kataloge) beim Vereinsabend des Briefmarken-
Sammler-Vereins Dachau.

12.9.2009:

TdM und Werbeschau Stadthalle Germering

13.9.2009:

Großtauschtag und Werbeschau Stadthalle Germering

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Internet

23.3.2009: 41.600 Besucher mit 86.600 Seitenaufrufen.

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