1 / 2010

25,-

Rundschreiben 1 / 2010 - Nr. 109

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Porto 2010
Verkaufsanzeige
Geringe Auflage = teuer?
Österreich Spezial
Eintritt Briefmarkenmesse München
Leserbrief der kleinen Annika für das Rundschreiben 1/10!
Jahreshauptversammlung
Neuheiten
Besonderheiten
Dies und das
Kritik
Germeringer Verein
Marktlage
Neuausgaben 2010
Brucker Post 1
Brucker Post 2
Postgesetz
Zensur
Bunte Briefe
Bund-Blocks
Rückblick Jahresend-Feiern
Post-Abos
Jugendgruppe
Termine
Internet

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Unser jüngster Fan

Vorwort

Es ist der 18.1.2010, eine Woche vor unserer Mitgliederversammlung. Dieses Rundschreiben soll Mitte Februar erscheinen. Leider besteht es derzeit nur aus gut einer Seite Entwurf. Wenn nicht bald ein paar Einfälle kommen, dann wird dieses Rundschreiben aus drei Seiten bestehen.

16.2.: Inzwischen hat sich noch einiges getan, doch mit dem Ergebnis bin ich nicht so richtig zufrieden. Es scheinen mir zu viele Abbildungen zu sein. Denken wir einfach an den alten Spruch. „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ Da habe ich Ihnen (und mir) in dieser Ausgabe etliche Tausend Worte erspart.

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Porto 2010

Für Briefe und Postkarten soll das Porto 2010 nicht erhöht werden, offen­sichtlich macht der Post der Rückgang im privaten Briefverkehr schwer zu schaffen. Nicht mehr genehmigungspflichtig sind ohnehin Geschäftskunden, die mehr als 50 Briefe auf einen Schlag einliefern, da kann das Porto frei verhandelt werden.

Erhöht werden soll das Porto für Europa-Großbriefe bis 500gr. von 3 Euro auf 3,40 €.

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Verkaufsanzeige

Nachstehend eine Losbeschreibung einer Internetauktion, da kann man lernen, wie man als Verkäufer Billigkram als wertvolle Ware anpreist:

Aus meiner privaten Briefmarkensammlung werden die postfrischen ** / * Marken DDR Persönlichkeiten angeboten:

Enthalten sind: Michel 327 - postfrisch **, 328 - postfrisch**, 329 - post­frisch **, 330 - postfrisch* ungebaucht, ohne Gummierung, 331- postfrisch* ungebraucht ohne Gummierung (kleiner Knick oben links), 333 - post­frisch* mit Falzrest, 334 - postfrisch* mit Falzrest, 335 - postfrisch** ( Querbüge ), 336 - postfrisch* mit Falzrest, 338 - postfrisch* ungebraucht, ohne Gummierung,  339 - postfrisch** ( Querbüge ) und 340 - postfrisch** ( kleiner dkl. Fleck Gummierung unten ).

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Geringe Auflage = teuer ?

Seit etlicher Zeit versuchen große Briefmarkenhäuser, den Kunden bestimmte Sammelgebiete schmackhaft zu machen, meist dreht es sich um Berlin. So ist mir unter anderem ein alter Verkaufsprospekt (vermutlich aus 2003) in die Hände gefallen, wo sogar der Herr Wolfgang Jakubek auf die geringen Auflagen Berliner Marken hinweist, er spricht ihnen ein hohes Potential zu, man solle heute mit der Sammlung beginnen, man würde es nicht bereuen.

Gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Auflage und Wert? Nein, es ist keiner zu erkennen. Schauen wir uns einmal postfrische Briefmarken aus drei deutschen  Sammelgebieten an:

Gebiet
Bund




Berlin




DDR


 

Katalognr.
115
135
137
170

39
41
74
119

245
250
287
424

Auflage
1 Mio
231,8 Mio
74,17 Mio
5 Mio

700.000
340.000
500.000
3 Mio

1 Mio
1 Mio
1 Mio
5 Mi
o

Katalogwert
60,-
160,-
600,-
60,-

300,-
170,-
70,-
6,50

9,-
25,-
140,-
2,20

Vergleicht man innerhalb eines Gebietes, dann erkennt man leicht, dass bei gleicher Auflage äußerst unterschiedliche Katalogwerte zu Buche stehen. Andererseits sind leicht Marken zu finden, die trotz erheblich höherer Auflage gleiche oder höhere Katalogwerte haben.

Vergleicht man die Sammelgebiete miteinander, dann lässt sich ebenfalls erkennen, dass Auflage und Wert nicht unbedingt in engem Zusammenhang stehen. Oder wie will man erklären, dass DDR 287 mehr als doppelt so hoch im Katalog steht wie Bund 115, obwohl beide die gleiche Auflage haben?

Also: Nicht alles glauben, was in Prospekten steht. Alte Hasen werden sich sicherlich noch an 50 Pf. Heinemann, Springreiter, Greifvögel und ähnliches erinnern. Riesige Wertsteigerungs-Potentiale wegen geringer Auflage. Extrem heißer Tipp. Nun, es war wohl eher heiße Luft.

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Österreich Spezial

Voraussichtlich am 5. März 2010 erscheint der neue MICHEL-Österreich-Spezial-Katalog.
In der Verlagsankündigung steht sinngemäß, dass die Nachfrage nach Pattenfehlern und Abarten sehr hoch ist, teilweise würden die Preise um 50% steigen. Dagegen sollen zwei Marken der Renner-Serie von 1946 auf 10% der bisherigen Notierung fallen.

Ob der Kauf des Kataloges für den Normal-Sammler sinnvoll ist, muss jeder selbst entscheiden. Er wird wohl 48 Euro kosten.

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Eintritt Briefmarkenmesse München

Nachdem bisher nur Gerüchte kursierten (auf der offiziellen Webseite war keinerlei Hinweis zu finden) wird dieses Jahr auf der Briefmarkenmesse in München vom 5.-7.3. der Eintritt nicht mehr frei zu sein, sondern man ver­langt 6 Euro bzw. ermäßigt für BDPh-Mitglieder und Behinderte 4 Euro. Ursprünglich waren sogar 8 Euro Eintritt geplant.

Die drei Tage Briefmarkenmesse bedeuteten in der Vergangenheit Stöbern, Kaufen, Informationen, Vorträge, ARGE, Ausstellung, Freunde treffen. Doch bei den Eintrittspreisen wird es wohl nur ein einzelner Tag werden. Natürlich ist die ganze Veranstaltung ein kommerzielles Unternehmen mit erheblichen Kosten, doch die kann man nur erwirtschaften, wenn man einen attraktiven „Event“ bietet, der die Massen anzieht. Wo bleibt sonst der Unterschied zu Großtauschtagen?

Wir bieten unseren Mitgliedern ein kleines Bonbon: Gegen Vorlage der Eintrittskarte gibt es zwei Euro in bar aus der Vereinskasse, zusätzlich gibt Albert Kramhöller weitere zwei Euro Rabatt bei Einkäufen.

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Leserbrief der kleinen Annika für das Rundschreiben 1/10!

Lieber Briefmarkenonkel,

über Deinen „Offenen Brief“ an meine Oma in Euerem Rundschreiben habe ich mich sehr gefreut. Denn es stimmt wirklich, dass ich ein süßes Enkelkind bin. Das wissen nicht nur meine Eltern, sondern auch meine Großeltern, die einen hier in München und die „preißischen“ in Berlin. Ich habe nämlich dort Besuch gemacht, und meine Oma hat mir von Opas Glück im „Café Albert“ erzählt. In Berlin habe ich dann auch gesehen, was  der Opa so an Marken und Briefen zusammengetragen hat. Noch ist das für mich alles „Krusch“, aber verstehen kann ich meinen Opa schon. Da kann man sich an den regnerischen, kalten Tagen ganz gut vergnügen. Und zwei Dinge habe ich dem Opa auch versprochen. Wenn ich größer bin, helfe ich beim Sortieren, denn Oma schimpft immer, weil so viel herumliegt. Und natürlich darf der Opa immer zu mir nach Oberbayern kommen. Denn nur da ist es wirklich schön. Und nur dort gibt es auch das „Cafe Albert“, bei Euch in Bruck. Und weil mich der Opa richtig lieb hat, darf er von mir aus beim Besuch hier auch wieder zu Euerer Kaffee-Runde kommen. Aber nur, wenn Ihr wollt.

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Aber eines steht ganz fest: Noch wichtiger als die ganzen Briefmarken bin für den Opa natürlich ich!

Viele Grüße von mir an Euch alle im „Cafe Albert“, natürlich vor allem an den Chef dort und an Dich, meinen Briefmarkenonkel.

Annika Sophia
Geb. 19.06.09 und damit wohl Euere jüngste Briefmarkenfreundin

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Jahreshauptversammlung

Zügig und harmonisch verlief unsere diesjährige Mitgliederversammlung. Wegen elendiger Witterung und fehlenden Reizthemen hielt sich der Besuch in Grenzen.Dank sehr tatkräftiger Unterstützung des Dachauer Vereines konnte endlich das Rahmenproblem gelöst werden, die Dachauer haben die Rahmen geborgen, die Container völlig repariert und auch eine Unterstell-Möglichkeit gefunden. Herzlichen Dank dafür. Unsere finanzielle

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Lage hat sich erheblich gebessert, die ersten neuen Kataloge sind bereits beschafft, die nächsten folgen je nach Erscheinen. Besonderer Dank galt wiederum den Familien Fleischhacker und Schweitzer, die sich im letzten Jahr wieder stark in der Jugendgruppe engagiert haben. Nach dem Austritt aus dem Landesverband wurde der Beitrag auf 20 Euro für alle gesenkt, auch in 2011 wird es bei diesem Beitrag bleiben.

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Neuheiten

Das Jahr 2010 wird für die Neuheitensammler sehr sehr teuer. Die Nominale geht nach oben, daran hat man sich ja gewöhnt. Was jedoch die Kosten enorm nach oben treibt, sind die ganzen Dinge, die die im Umfeld der einzelnen Ausgaben erscheinen. Nehmen wir zum Beispiel die Obst-Wohlfahrtsmarken: Der Satz kostet 3 Euro Nominale plus 1,25 Zuschlag. Die Erdbeere gibt es auch als selbstklebende Ausgabe im Heftchen für 8 Euro. Und zusätzlich noch selbstklebend aus der Markenbox. Damit sind wir bei 13,05  Euro für die „Grundausstattung“. Weiterhin bieten die Wohlfahrtsverbände eine Motiv-Steckkarte (5 Euro), Ersttagsbrief Bonn (5 Euro), Ersttagsbrief Berlin (5 Euro) sowie ein ersttagsgestempeltes Erinnerungsblatt für 6,95 Euro an. Gleichzeitig erschienen am 2.1.2010 weitere Marken mit Nominale 8,75 (nassklebend), deren Variationen (selbstklebend, MH, Rolle, 10er-Bogen) nochmals erheblich ins Geld gehen. Für das gleiche Geld, das die Neuheiten allein dieses einen Tages kosten, kann man sich leicht Marienkirche oder Helfer der Menschheit in vorzüglicher Qualität leisten.

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Besonderheiten

Bereits in früheren Rundschreiben wurde auf Besonderheiten hinge­wiesen, die eine Sammlung interessant machen können. Man sieht es eindeutig an den Handelspreisen: Am wenigsten gibt es für Sammlungen in Vordruckalben nach altem System, also falzlos mit schwarzen pass­genauen Taschen. Für Ränder, Formnummern etc. war kein Platz, also wurden die Ränder entfernt. Entsprechend knapp ist derartiges Material heute.

In vielen Gesprächen wurde nachgefragt, was denn nun im Sinne des Artikels Besonderheiten wären. Daher haben wir aus einigen Sammelgebieten Muster zusammen getragen. Natürlich ohne jeglichen Anspruch auf Vollständigkeit, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

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Zwei prächtige Stücke aus der Ecke, so etwas fällt ins Auge und verschönt die Sammlung. Natürlich kosten die Marken einen Aufpreis zu normalen Stücken, aber es lohnt sich.

Zwei sehr billige Kehrdrucke, sie ihre Schönheit erst durch die Haus-Auftragsnummer bekommen.

Besondere Aufmerksamkeit sollte man den Formnummern widmen. Pauschale Zuschläge von 10% auf den Katalogwert der normalen Marken stimmen keinesfalls, Marken mit Formnummern werden bis zum 50-fachen der Normalpreise gehandelt.

 

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Noch wesentlich seltener als postfrische Marken mit Formnummer sind gestempelte Exemplare. Und noch ein Hinweis: nicht immer steht die Formnummer im Eck rechts unten, teilweise steht sie auch links unten.

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Nur bei wenigen Zuschlagsmarken findet man im Bogen einzelne fehlende Zähnungslöcher. Sie wurden bei der Produktion absichtlich weggelassen. Diese „Kontrollzähnung“ sollte dazu dienen, den Weg der Marken zu verfolgen. Der Post war aufgefallen, dass erhebliche Mengen Wohlfahrtsmarken weit unter Nominale+Zuschlag auf dem Markt waren, man wollte durch die Markierung der Marken feststellen, aus welchen Quellen die billigen Marken stammten. So wurde einfach, je nach Empfänger, ein bestimmtes Zähnungsloch weggelassen.

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Bei den Versandstellen-Marken mit Sonderwunsch „Vollstempel“ wurde jede zweite Marke mit einem Andreas-Kreuz ungültig gemacht, da auf ihr Ränder der Stempel zu sehen waren. Aus diesem Grunde wurden bei einigen Ausgaben in der oberen rechten Ecke die korrigierten Bogenwert-Zähler eingedruckt.

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Durch Randmarken lassen sich Marken aus 10er und 100er-Bögen unterscheiden

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Auch bei der DDR sind Farbränder zu finden, sie kommen an verschiedensten Stellen vor und auch die Formen variieren.

Farbränder gibt es bei einigen Marken vom Bund und Berlin, es existieren zwei Varianten die sich in der Breite unterscheiden. Die Farbränder sind in den Farben, in denen die Marken gedruckt wurden. Einige Marken von Berlin, die motivähnlich zu Bundmarken waren, erhielten oben in der Bogenmitte einen zusätzlichen Aufdruck „BERLIN“. Obiges Bespiel enthält beides: Farbrandstreifen und Aufdruck.

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Unterschiede bei der Zähnung des Bogenrandes existieren bei vielen Kleinbögen und Heftchenblättern der DDR. Es können alle vier Seiten betroffen sein. Bei obigem Kleinbogen ist der rechte Rand einmal ganz und einmal nur teilweise durchgezähnt.

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Meist sucht man sie im Michel vergeblich, doch es gibt sie, die Viererblocks, die von der Norm abweichen.

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Auszug aus dem Richter-Katalog DDR-Zusamendrucke.
Eine ausgezeichnete Quelle für jeden DDR-Sammler.

Natürlich sind sie wesentlich seltener als der normale Viererblock, doch noch halten sich die Preiszuschläge in Grenzen, wie ein Blick in den Richter-Katalog am Beispiel obiger Marken zeigt.

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Hier der normale Viererblock zu obigen Varianten mit anhängenden Leerfeldern. Bewertung immerhin 9 Euro statt der drei Euro für den gewöhnlichen Zusammendruck ohne Leerfelder.

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Sogar bei den an sich eher langweiligen Automatenmarken lassen sich Marken finden, die eine Sammlung verschönern.

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Nulldruck

senkrechtes Pärchen ohne Werteindruck

Doch man sollte sehr zurückhaltend sein, was die Preise für „Besonderheiten“ angeht. Was von den berühmt/berüchtigten Händlern als extreme Seltenheit, einmalige Kapitalanlage usw. usw. angeboten wird, ist den geforderten Betrag nicht im entferntesten Wert. Wissen, was es gibt, die Augen offen halten, beim Stöbern fündig werden. So einfach ist es. Und ganz nebenbei bemerkt: Alle hier abgebildeten Stücke waren schon auf unseren Vereinsabenden!

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Dies und das

Die Marken mit Obst-Duft von Anfang Januar waren technisch nicht gerade einfach herzustellen, durch mehrere Schichten der Geruchsträger sollte sichergestellt werden, dass nicht der ganze Duft nach dem ersten Mal Rubbeln verflogen ist. Wobei trotzdem die Frage gestellt werden muss, ob „postfrisch“ im eigentliche Sinne auch bedeutet, dass die Marken bildseitig ungerubbelt sind.

Am Neujahrsempfang der Oberbürgermeisters für ehrenamtlich tätige Bürger waren wir dieses Jahr nicht vertreten. Dass die Kassen in Bruck völlig leer sind und als erstes bei der ohnehin geringen Unterstützung für die Vereine gespart werden soll, war bereits vorher bekannt. Und dann beim Empfang laut Einladung auch noch das Getränk selbst zahlen müssen, ging dann doch zu weit. Leider ist es nicht gestattet, bei Veranstaltungen im Veranstaltungsforum eine Thermoskanne mit Getränken mitzubringen.

Die Rache der Vereine kam schon beim Faschingsumzug. Statt Gaudi-Wurm bewegte sich ein Gaudi-Würmchen durch die Straßen. Die Stimmung wurde mit der auf einem Zentralfriedhof verglichen.

Wie in einem der letzten Rundschreiben berichtet, sollen Österreichische Postler zur Polizei wechseln. Offensichtlich war der Erfolg der Aktion sehr bescheiden, denn nun wird sogar eine Wechselprämie von 10.000 € geboten. Das sind immerhin zwei Jahresgehälter eines deutschen Postlers.

In der Schweiz ist der Vorstand der Post mit einer Briefkastengebühr gescheitert. Man wollte eine Gebühr für Briefkästen kassieren, da sie ja die „flächendeckende Versorgung der Bevölkerung“ sicherstellen.

Unsere Geburtstagsliste müssen wir dringend überarbeiten. Pannen der letzten Zeit: 50jähriger erhält keine Karte, dafür wird einem 70jährigen zum 50. Geburtstag gratuliert. Ein Mitglied bedankt sich für die Karte zum 86. Geburtstag, die an seinem 89. Ehrentag einging. Wir arbeiten hart an dem Thema.

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Kritik

Falls mich jemand kritisieren will: Es ist völlig sinnlos, einen langsamen Menschen zur Schnecke zu machen !

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Germeringer Verein

Zehn Tage vor dem beliebten Großtauschtag erfährt der Verein aus der Zeitung, dass die Germeringer Stadthalle aus baulichen Gründen auf unbestimmte Zeit gesperrt ist. Beim Bau vor rund 17 Jahren waren die Deckenplatten nicht ordnungsgemäß montiert worden, nun drohten die immerhin 50 kg schweren Platten herab zu fallen. Eine kurzfristige Verlegung des Tauschtages in eine andere Lokalität ist nicht möglich. Also per Telefon, Rundbriefe, Internet, Email usw. usw. allen Tisch-Mietern und interessierten Besuchern die Nachricht von der Absage zukommen lassen. Außerdem den Tauschabend mit Auktion kurzfristig verlegen. So ein Theater wünscht man keinem Vereinsvorstand.

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Marktlage

Es geht mit den Preisen weiter abwärts. DDR postfrisch in Vordruckalben ab etwa 1954 weitgehend komplett für 100 Euro nicht verkauft, das ist viel weniger, als allein die Alben gekostet haben. Bildpostkarten, Postkalender, Sporthilfe-Heftchen blieben bei Vereinsauktion liegen. „Bessere“ Einzelmarken Bund gestempelt für ca. 20% unverkäuflich. Große Auktionsfirmen haben plötzlich ellenlange Rückloslisten. Die üblichen Dublettenbücher, Restsammlungen und ähnliches bringen ganze drei Euro pro Kilo. Sammlernachlass mit etlichen guten Sammlungen in 41 Umzugkartons brachte knapp über 5.000 Euro

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Neuausgaben 2010

Bedingt durch die erheblichen Umsatzrückgänge in den letzten Jahren hat sich die Post endlich entschlossen, wirklich aktuelle Themen in ihren Mar­kenausgaben zu würdigen. Selbst die Opas vom Kulturbeirat konnten sich dem Problem der Muffigkeit der bisherigen Ausgabepolitik nicht länger verschließen. Statt Ausgaben zum 235jährigen Bestehen irgendwelcher Dorfkirchen sollen die neuen Themen aktuell sein und den heutigen Philatelisten etwas sagen.

Noch ist das Ausgabeprogramm streng geheim, doch wir vom Philate­listen­verein Fürstenfeldbruck haben bereits einige Ausgaben in Erfahrung bringen können:

Jahr des unehelichen Kindes: Konterfei Boris Beckenbauer

Neujahresmarke: Kopf von Manfred B. „Zwischen den Haaren“

„Für die Jugend“ (4 Werte): Schlagring, Springerstiefel, Handychip, Tattoo (selbstklebend)

„Deutsches Liedgut“ (2 Werte): Klingeltöne, Gesänge Nordkurve

Deutsche Literatur (4 Werte): Bedienungsanleitung Handy, Beipackzettel Medikament, Warnhinweis Zigarettenschachtel, Telefonrechnung

Berühmte Deutsche: Verona Pooth, Dieter Bohlen, Dolly Buster,

Ergänzungswerte Industrie und Technik: Quelle, Karstadt, Hertie, Opel, Rosenthal,  (weitere Ausgaben nach Bedarf)

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Brucker Post 1

Unsere Sekretärin begab sich in der Vorweihnachtszeit auf die Brucker Post. Sie wollte Briefmarken fürs Büro besorgen. Ellenlange Schlange bis zum Vorraum. Warten, warten, warten. Endlich kommt sie dran. Sound­soviel Marken zu 55 Cent. Kein Problem. Soundsoviel Marken zu 90 Cent (selbstklebend). Großes Problem, an diesem Schalter sind die 90iger ausverkauft. Am Nachbarschalter gibt es noch genügend. Leider darf man vom Nachbarschalter keine Marken holen. Rat des Postlers: Nochmals ganz hinten in der Schlange anstellen, und dann zum Nachbarschalter gehen.

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Brucker Post 2

Im letzten Artikel hatte ich davon berichtet, wie unsere gute Seele versucht hat, 90-Cent Briefmarken auf der Post zu kaufen. Nun war sie wieder hin. Ihre Liste mit notwendigen Portostufen dabei. Nur zwei Leute in der Schlange vor ihr. Sie war ganz glücklich. Allerdings nur solange, bis sie im Büro ihre Marken kontrollierte. Statt 20x90 Cent hatte ihr der Postler 20x55 Cent angedreht. Zwar stimmte die Rechnung, doch nun darf sie sich wieder einmal auf die Post begeben, um 90 Cent Briefmarken zu kaufen. Ich werde weiter berichten.

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Postgesetz

Es ist ein interessanter Lesestoff, unser Postgesetz sowie die PUDLV (Post-Universaldienstleistungsverordnung) Keine Angst, es sind nur gut 20 Seiten, und es stehen viele interessante Dinge darin. Über Briefkästen, über Grundversorgung der Bevölkerung, über Gerichtsbriefe, Briefmarken und Porto usw. usw. Eine wahre Fundgrube.

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Zensur

Es hat sich so ganz nebenbei herausgestellt, dass die Post von der DDR in die Bundesrepublik von bundesdeutschen Behörden bis zur Wiedervereinigung kontrolliert wurde. Basis war eine uralte Verordnung (Interzonenüberwachungsverordnung vom 9. Juli 1951), also nicht einmal ein Gesetz. Wer da was und wieviel kontrolliert hat, weiß unsere Regierung nicht, formal zuständig war der Zoll. Dass die böse Stasi ganz versessen darauf war, Post in Richtung DDR mitzulesen, war ja allgemein bekannt. Wir im Westen waren die guten, oder?

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Bunte Briefe

Es stand im Dezember in allen Zeitungen, dass farbige Briefumschläge statt 55 Cent 90 Cent Kosten, weil auf farbigem Untergrund die Sortiermaschinen die Codierung nicht erkennen können, also ist eine Bearbeitung der Briefe per Hand erforderlich. Zwar hatte die Post wegen des Weihnachtsfriedens auf die Nachgebühr verzichtet, trotzdem soll es Bedarfs­belege mit Nachporto geben. Die gleiche Vorschrift gilt übrigens ebenso für Postkarten. Völlig unverständlich, warum hier angeblich jedoch von „farbiger Rückseite“ gesprochen wird. Dann müssten ja alle farbigen Ansichtskarten zusätzliches Porto kosten. Vielleicht steht ja in der gleichen Bestimmung, warum für Päckchen mit Bindfaden 20 Euro zusätzliche Bearbeitungsgebühr fällig sind, bei manchen Paketen andererseits das Verschnüren mit Bindfaden vorgeschrieben sein soll. Wir werden versuchen, irgendwo die offiziellen Bestimmungen aufzutreiben.

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Bund-Blocks

Viele Sammlungen und Hortungsposten kommen derzeit auf den Markt. Sieht man die Posten durch, dann fallen die teils enormen Bestände an postfrischen Bund-Blocks auf. Speziell in den späten 70iger Jahren scheinen sich Spekulanten ganze Stapel an Blocks auf die Seite gelegt zu haben, besonders auffällig sind hier die Blocks ab Nr. 13 (Weihnachten 1976) bis Block 19 (Stephan), ebenso die Kleinbögen Tag der Briefmarke 1979 und 1980. Ganze Bündel dieser Blocks befinden sich im Umlauf. Anschließend nimmt die Anzahl erheblich ab, die letzten Blocks der DM-Zeit findet man nur noch selten. Entweder wurde tatsächlich bis in die frühen 80iger wild spekuliert, oder das Material stammt aus ganz anderen Quellen, es könnte nämlich auch gut sein, dass zumindest die Zuschlagsblocks nicht gut verkauft wurden und erst später in großen Mengen an Großhändler abgegeben wurden.

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Rückblick Jahresend-Feiern

Das Häuflein der letzten Aufrechten traf sich zum jährlichen Damenabend. Zwar hatten sich nur fünf Damen angemeldet, doch vorsorglich hatten wir erheblich mehr Damengaben besorgt, und die haben wir dann auch gebraucht. Es wurde ein gemütlicher Abend bei gutem Essen. Wer allzu frühzeitig ging, hat herrliche Nachspeisen und griechisches Gebäck versäumt.

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Und der ganz harte Kern traf sich am 22.12. zu einem Tauschabend ohne philatelistisches Material, dafür aber mit ordentlicher Käse- und Wurstplatte. Ein verspätet eintreffender Sammlerfreund hat an diesem Abend erfahren, was wir unter einem Plattenfehler verstehen: Nämlich wenn die Platten leer sind. Danke nochmals dem Spender!

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Post-Abos

Die Deutsche Post hält sich sehr bedeckt, was die Umsätze über die Versandstelle angeht. Zwar bekommt man sehr leicht heraus, welche Firma die Arbeiten am Parkplatz der Versandstelle ausgeführt hat (ecora GmbH), doch Umsatzzahlen und Zahl der Abonnenten bleiben Betriebsgeheimnis.

Unsere Nachbarn sind da offener, so kann man feststellen, dass die Post in der Schweiz zwei Drittel ihrer Abonnenten verloren hat, statt mehr 190.000 sind es wohl kaum noch 65.000, ähnlich die Entwicklung in Liechtenstein, so berichtet zumindest die NZZ-Onlineausgabe. Das lässt die Vermutung zu, dass bei uns ebenso ein starker Rückgang der Abonnentenzahlen stattgefunden hat.

Spaß am Rande: Für ein Abo bei der Schweizer Post braucht man ein Schweizer Bankkonto, von dem die Lieferungen abgebucht werden. Vielleicht sind die angeblichen Steuerhinterzieher gar keine, sie wollten mit den Millionen doch bloß Marken für ihre Sammlung bei der Post kaufen....

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Jugendgruppe

Ein besonderes Ereignis ist jedes Jahr die Nikolaus-Feier bei der Jugendgruppe im Kinderhort. Fam. Schweitzer hat überall Geschenke für die Kinder erbettelt, und die haben sich mächtig gefreut. Nur beim Teilen einer großen Tüte Motivmarken wurde jegliche Zurückhaltung aufgegeben. Unser zweiter Bürgermeister Hr. Schilling blieb viel länger als geplant. Auch hat er sich als Briefmarkensammler geoutet, allerdings nur als Abo-Tüten-Öffner. Da kann er von seinem Vorgänger noch viel lernen.

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Die Kinder bedankten sich bei uns mit zwei Liedern, die sie unter Leitung von Frau Schmidt einstudiert hatten. Schön war es.

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Termine

Unseren vorläufigen Terminkalender für dieses Jahr legen wir als Merkzettel bei. Irgendwann soll im Vereinslokal renoviert werden (u.a. Umbau der Küche), falls es Einschränkungen bei der Öffnung gibt, werden wir informieren.

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Internet

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