1 / 2011

Rundschreiben 1 / 2011 - Nr. 110

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Jahreshauptversammlung 2011
Nachrufe
Danke!
Briefmarkenmesse München 2010
Nachrichten
Polen
Besonderheiten
ANK - Austria Netto Katalog
Elleore
Postdienst der Volksbanken
Kapitalanlage
Prüfungen
Markenheftchen
Tauschtage
Belege der Geschichte
Katalogwert
Marktpreise
Sammlerglück
Eisenbahn-Plusbriefe
Dies und das
Tauschabend 27.7.10
Tauschabend 28.12.10
Unsere Vorfahren
Mein Enkel
Grauhändler
Queen
Helmut
Berühmte Brucker Sammler
Vereinsausflug
Die Post in Bruck
Die Post in Bruck 2
Neu: MarkeIndividuell und PortoCard
Termine
Internet

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Vorwort

Bei allen, die sehr lange auf dieses Rundschreiben gewartet haben, muss ich mich entschuldigen. Wie sich sicherlich schon rumgesprochen hat, bin ich umgezogen. Im neuen Domizil waren etliche grundlegende Sanierungsarbeiten vorzunehmen, so dass man immer wieder kurzfristig zur Baustelle musste. Der Umzug musste vorbereitet werden, allein 40 Regalmeter im Briefmarken-Zimmer, das waren einige Kilo (u.a. allein knapp neun Kilos, die ich abgenommen habe).

Kaum war man soweit, dass man in der neuen Wohnung einigermaßen klar kam, da drohte das nächste Hindernis beim Tippen eines Rundschreibens: eine private Feier in nicht gerade alljährlichen Ausmaßen.

Doch nun ist wieder einigermaßen Normalität eingekehrt, und werde ich mich hoffentlich ab und zu in mein Arbeitszimmer zurückziehen können bzw. mich um den Verein kümmern können.

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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2011

Liebe Sammlerfreunde,

zur Jahreshauptversammlung 2011 am 22. Februar 2011 um 19:30 Uhr  im
Wirtshaus „Auf der Lände“ , Auf der Lände 2 , 82256 Fürstenfeldbruck
sind Sie herzlich eingeladen.

Tagesordnung:

1.

Begrüßung

2.

Bericht des 1. Vorsitzenden und Schriftführers

3.

Bericht des Kassierers

4.

Bericht der Kassenprüfer

5.

Entlastung der Vorstandschaft

6.

Bildung Wahlausschuß

7.

Neuwahl Vorstand

8.

Ehrungen

9.

Bestimmung der beiden Kassenprüfer für 2011

10.

Festsetzung des Jahresbeitrages ab 2012

11.

Geplante Aktionen für 2011

12.

Verschiedenes, Wünsche, Anträge

Die Anträge müssen bis zum 15. Februar 2011 beim Vorstand eingegangen sein.

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Nachrufe
 

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Danke!

Ganz herzlich dürfen wir uns bei den vielen Spendern bedanken, die uns bei der Jugendarbeit unterstützt haben. Wir haben die neuen Mitglieder der Jugendgruppe mit der Grundausstattung versehen können (Lupen, Pinzetten, Einsteckbüchern und Marken), und wir haben im Sommer sowie zum Nikolaustag den Kindern kleine Geschenke als Dankeschön für ihr Engagement geben können. Und die Kinder sind mit Begeisterung dabei, nicht zuletzt, weil Herr Schweitzer sich so sehr um die Kinder bemüht.

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Briefmarkenmesse München 2010

Freitag, 09:45 Uhr. Große Menschentrauben vor der Kasse. Zwar ist es ein Doppel-Schalter, doch er ist direkt neben den Eingang platziert, an dem eine weitere Menschenmasse auf den Einlass wartet. Verschiedenste Ausweise und verschiedenste Gutscheine führen zu verschiedensten Rabatten beim Eintrittspreis. Organisatorisches Laienspiel.

Hallenrundgang. Irgendwie chaotischer Aufbau. ARGEN etc. ganz klein und bescheiden irgendwo an den Rändern der Halle. Riesige Ausstellungsfläche, viele viele Rahmen (davon einige nicht richtig eingehängt), Bistrobereich erheblich ausgeweitet.

Erstaunlich war die sehr geringe Zahl von Anbietern. Gegenüber den letzten Jahren scheint es da einen weiteren erheblichen Rückgang gegeben zu haben. Firma Biener hatte wieder mehrere große Stände, zum Teil waren die Albenhersteller vertreten (Schaubeck war lieber nebenan auf der Numismatika), Michel und DBZ hatten ihre Stände und die Post war großflächig vertreten, doch sehr viele der bisherigen Anbieter philatelistischen Materials fehlten. So waren die Stöbermöglichkeiten bei Marken und Belegen sehr eingeschränkt, das Interesse der Besucher konzentrierte sich auf sehr wenige Stände, die entsprechend dicht umlagert waren. Vorträge und Informationsveranstaltungen? Fehlanzeige.

Ausstellung: Einen Teil besichtigt. Fein, toll, schön, interessant. Zum Beispiel über das Fahrrad im Postwesen. Doch nur ganz selten sah man jemanden in der Ausstellung. Man fragt sich, ob so etwas überhaupt noch Sinn macht. Ehrenamtlicher Fleißeinsatz zugunsten einer rein kommerziellen Veranstaltung. Irgendwie nutzlos. So wie die Modell-Eisenbahnanlage, die Sonderstempel, die Sonderbelege und der Eintrittspreis. Sonst waren wir drei Tage hin, dieses Jahr hat einer völlig gereicht.

Und im Jahr 2011? Es wird wohl wiederum kleiner werden, noch ist unklar, ob es überhaupt eine Ausstellung geben wird. Wie man hört, wird es wohl nur eine kleine Halle geben. Wir werden rechtzeitig am Vereinsabend informieren.

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Nachrichten

Es ist sehr verwunderlich, doch es gab im letzten Jahr kaum irgendwelche Nachrichten, die man kommentieren könnte. In allen Foren, speziell beim BDPh, herrscht verdächtige Ruhe. Keine Aufreger, keine spektakulären Funde, kein Auftauchen unverausgabter Marken, keine verhafteten Stempel-Fälscher, nichts. Die Ruhe gefällt mir ganz und gar nicht.

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Polen

Große Vorsicht ist beim Tauschverkehr oder beim Einkauf in Polen angeraten. Alles, was älter als 50 Jahre ist, gilt als Antiquität und wird gnadenlos beschlagnahmt. Also nicht in Polen ausstellen, kein Tauschmaterial mitnehmen und Einkäufe aus Polen erst bezahlen, wenn die Ware hier eingetroffen ist. Das gilt nicht nur für philatelistisches Material, sondern für alles!

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Besonderheiten

Wie sich die in den letzten Rundschreiben erläuterten Besonderheiten im Wert von Briefmarken auswirken, lässt sich an den Verkaufspreisen eines Händlers feststellen:

Berlin ** 1960-1990 komplett incl. C/D-Werte, Michel 1073.-- Preis: 99 Euro
Berlin ** 1969-1990 komplett Ecke rechts oben Preis: 285 Euro -
also 10 Jahre weniger und trotzdem fast der 3-fache Verkaufspreis.

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ANK - Austria Netto Katalog

Wer sich mit Marken aus Österreich beschäftigt, sollte einmal einen Blick in den ANK Spezialkatalog werfen. Ein Katalog, der keine Wünsche offen lässt, sehr sehr ausführlich, mit vielen zusätzlichen Dingen. Hier sind insbesondere Postkarten, Ausstellungskarten, Aerogramme, Christkindl-Post, Kinderdorf-Ballonpost sowie AUA-Eröffnungsflüge zu erwähnen.

Interessant: Deutsches Reich MiNr 662 bis Ende wird bei der Ab­stempelung zwischen Deutschland und Österreich unterschieden, bei manchen Ausgaben ist der Preisunterschied erheblich.

Plattenfehler und Typenunterschiede sind eindeutig erkennbar abgebildet und beschrieben. Die Nummerierung weicht von der des Michel-Kataloges ab. Stichproben ergaben teils etwas höhere Notierungen im ANK.

Abgerundet wird der Katalog durch das Gebiet UNO Wien. Die aktuelle Ausgabe kostet 38 Euro.

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Elleore
 

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Nanu, noch nie von diesem Sammelgebiet gehört? Dabei sollen schon weit mehr als 700 Marken erschienen sein, was gar nicht viel ist, wenn man bedenkt, dass es das Gebiet bereits seit mehr als 60 Jahren gibt.

Also: Atlas aufschlagen, Kopenhagen suchen, irgendwo westlich liegt der Roskilde-Fjord. In diesem Fjord existiert eine Insel, auf der Schüler in den Ferien leben können. Und die Briefmarken sind dort tatsächlich gültig, allerdings nur für den Transport zum nächsten Ort auf dem Festland.

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Postdienst der Volksbanken

Nach der erfolgreichen Testphase in einigen Gebieten plant der Verband der Volksbanken, an den Schaltern Postdienstleistungen anzubieten. Welche der (rechtlich selbständigen) Volks-und Raiffeisenbanken mit­machen werden, ist derzeit noch unklar, ebenso, mit wem die Kooperation erfolgen soll. Fest steht wohl bisher nur, dass die Auslieferung der Post durch Subunternehmer erfolgen wird.

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Kapitalanlage

Nach 1984, 1990 und 1996 hat im Mai 2010 wieder einmal die wohl teuerste Briefmarke der Welt den Besitzer gewechselt, bei David Feldmann wurde die schwedische "Gelben Treskilling" an ein inter­nationales Konsortium verkauft. Preis und Käufer bleiben geheim. Beim letzten Verkauf wurden 2,8 Millionen Schweizer Franken erzielt.

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Prüfungen

Es kann nicht ausbleiben, dass man als Sammler Marken oder Belege genauer bestimmen lassen muss. Sei es die Echtheit oder die Bestim­mung von Besonderheiten, man möchte einen Fachmann um seinen Rat fragen.

Soweit die grundlegende Theorie. Doch welche Möglichkeiten hat der Sammler?

Bund Philatelistischer Prüfer (BPP)

Man tut so, als wenn der BPP irgendwie eine offizielle Institution wäre. Das stimmt nicht. Es handelt sich um selbst ernannte „Spezialisten“, die äußerst unterschiedliche Ziele verfolgen. Sicherlich, es mag vereinzelt noch den Idealisten geben, über erhebliches Wissen verfügend, der sich für Sauberkeit in seinem Spezialgebiet einsetzt und andere Sammler unterstützt. Doch das dürfte ein Exot sein, die weitaus größere Anzahl der etwa 100 „BPP-Prüfer“ verfolgt andere Interessen, in der Regel geht es um eine recht ordentliche Einnahmequelle, man fordert Stundensätze mindestens wie für Rechtsanwälte. Man handelt intensiv mit den Marken des Spezialgebietes, man weitet Prüfgebiete kräftig aus. Und von Schaden für einen BPP-Prüfer wird es sicherlich nicht sein, wenn er gute Beziehungen zu bestimmten Katalogmachern hat. Wenn er es schafft, die Katalogpreise seines Spezialgebietes künstlich hoch zu halten, dann steigert er die Einnahmen aus Prüfgebühren, die sich ja am Katalogwert orientieren. Und das Material, mit dem er kräftig handelt, es lässt sich teurer verkaufen.

Ausgeschiedene oder verstorbene BPP-Prüfer bekommen später häufig einen schlechten Ruf, doch zu aktiven Zeiten wird nur hinter der Hand über „Merkwürdigkeiten“ geflüstert. Nur selten erfährt man Ross und Reiter. Wir werden an den Tauschabenden unsere Mitglieder entsprechend informieren.

Verband Philatelistischer Prüfer

2010 in Sindelfingen vorbereitet, ist zum 14.12.2010 der Verband Philatelistischer Prüfer (VPP) gegründet und ins Vereinsregister Siegen eingetragen worden. Sachverstand soll gebündelt werden, und auch preislich sollte eine echte Alternative zum BPP geboten werden. Leider sind nur sehr zäh Informationen über den VPP zu erhalten. Etliche ehemalige BPP-Prüfer sollen dabei sein, so werden die Namen Henry Mayer, Hr. Prof. Dr. Klein, Fr. Ney und Hr. Hettler genannt, ebenso Dieter Leder und Ludger Hovest.

Leider äußert sich der BPP nicht zum Ausscheiden von Mitgliedern, daher kann nicht geschlossen werden, ob allgemeiner Frust über Verbandsquerelen oder sonstige Gründe für ein Verlassen des BPP ausschlaggebend waren. An mangelnder Qualifikation kann es ja wohl nicht gelegen haben, schließlich haben doch alle ihre Aufnahmeprüfung bestanden. Zum Thema VPP gibt es etliche Beiträge im Diskussionsforum des BDPh. Leider endet, wie in diesem Forum gewohnt, die sachliche Debatte sehr frühzeitig und man beschäftigt sich wieder mit Tritten unter dem Tisch, persönlichen Angriffen usw. usw.

Sonstige Prüfer

Jeder, der sich für berufen fühlt, kann sich Prüfer oder freier Prüfer nennen. Am besten, man prüft sein eigenes Material. Erinnert sei an die selbstproduzierten „entwertet“- Aufdruck auf berühmte Deutsche, die gleich von einem selbst ernannten Prüfer als echt gekennzeichnet wurden. Mit Muster-Marken gab es das gleiche Spiel. Sicherlich verkaufsfördernd ist es, wenn bestimmte Händler ihre Ware mit optisch gut gemachten Zertifikaten und Garantien aufpeppen. Wer auf sich hält, der prüft mit einem netten Zusatz. So schmückt sich ein Prüfer mit einem „FPP“, klingt gut. Von Händlern ins Leben gerufen wurde eine „Brief­marken-Prüfstelle Basel“ . Zur Qualität von deren Prüfungen kann man nur dringend die Recherche im Internet empfehlen.
 

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ARGEN

Die ehrlichste und kompetenteste Bestimmung von Marken wird sicherlich über die Arbeitsgemeinschaften möglich sein. Jeden alten Prüfstempel „INFLA Berlin“ wird man wohl irgendwelchen aktuellen Prüfungen vorziehen. Noch heute bestimmen und prüfen die Argen Material. Als Beispiel ein Auszug aus der aktuellen (Stand 10.1.11) Internet-Seite der Arge AM-Post:

Prüfungen und Bestimmungen im Bereich AM POST

Grundsatz

Aufgrund der Erfahrungen mit der bisherigen Prüfpraxis des Verbandsprüfers, Herrn Hettler, der irrationalen Preisansätze im Michel-Katalog, die seit langem jeglicher Grundlage entbehren und durch den Verbands­prüfer, Herrn Hettler, initiiert wurden und künstlich hochgehalten werden, hat sich die Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST entschlossen, den Mitgliedern eine Alternative anzubieten.

Diese Alternative basiert und orientiert sich:

1.

An den Forschungsergebnissen, die den tatsächlichen Ablauf des Drucks entsprechen und in den Publikationen der Bundesarbeits­gemeinschaft AM POST erläutert und veröffentlicht wurden.

2.

Orientiert sich an den Originalunterlagen und den damaligen Bestimmungen der Post.

3.

Aus Vergleichsmaterial einer Vielzahl von Philatelisten und Sammlern der leistungsstarken Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST

und wird letztlich deutlich preisgünstiger sein.

Ein weiterer Vorteil wird sein, dass alle Prüfungen der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST verifizierbar sind und dem Sammler erläutert werden können.

Prüfgegenstände

1.

AM-POST Marken und Schalterbögen nach Farbe, Zähnung, Typ, Feldmerkmal und Plattenfehler sowie Besonderheiten.

2.

Stempel auf AM-POST Marken und Briefsendungen.

3.

Briefsendungen, Belege im Paket und Zeitungsdienst, im Zahlungs- und Telegrammverkehr nach Portorichtigkeit, Zulässigkeit und Behandlungsweise.

4.

Zensurmaßnahmen der amerikanischen und britischen Dienststellen (aus Deutschland und dem Ausland) auf Belegen.

5 .

Ganzsachen, einschließlich der Aufbrauch-, Behelfs-, und Notganz­sachen aus der britischen und amerikanischen Zone.


Prüfer

Die Prüfer werden durch Vorstandsbeschluss der Bundesarbeits­gemeinschaft AM POST mit der Aufgabe betraut und durch die Mitglieder­versammlung bestätigt.

Erfolgt keine Bestätigung durch die Mitgliederversammlung ist durch den Vorstand ein neuer Prüfer für das Prüfgebiet zu benennen.

Durchführung der Prüfung

Eine Kennzeichnung der Marken und Briefe erfolgt nicht. Für jede Marke wird ein Kärtchen, bei teuren Marken und für Briefe wird ein DIN A5-Blatt mit der Abbildung des Prüfgegenstandes, der Bezeichnung und Beschreibung ausgestellt.

Teilnehmerkreis

Der Prüfdienst steht vorrangig Mitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST zur Verfügung.

Einsende- und Rücksendebedingungen

Einsendungen sind dem Prüfer der  Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST vorab fernmündlich oder per Email abzustimmen.

Die Art der Einsendung wird dem Einsender überlassen; das Versand­risiko liegt bei ihm. Wird durch den Einsender keine besondere Form der Rücksendung gewünscht, erfolgt die Rücksendung als Einschreibe­sendung bzw. Paket je nach Handelswert (Nicht Katalogwert) der Prüfsendung. Die Kosen und das Versandrisiko für die Rücksendung liegen beim Einlieferer.

Haftung

Eine Haftung der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST oder einzelne Prüfer im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST erfolgt nicht.

Die Prüfung und Bestimmung erfolgt nach besten Wissen, anhand von Vergleichsmaterial, den Originalunterlagen und damaligen Bestimmungen.

Im Falle einer nicht korrekten Prüfung oder Bestimmung werden dem Einlieferer die Vergütung und die Portokosten für die Hin- und Rücksendung ersetzt.

Bei Unstimmigkeiten entscheidet der Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST.

In Streitfällen entscheidet eine Schiedskommission. Die Schiedskommission beseht aus drei Mitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST. Die Mitglieder der Schiedskommission werden durch den Vorstand benannt und durch die Mitgliederversammlung bestätigt.

Vergütung

Die Vergütung orientiert sich nicht an den aktuellen Katalogpreisen, sondern wird nach Pauschalbeträgen abgerechnet. Die Vergütungssätze für Prüfungen ergeben sich aus der Anlage 1.

Anlage 1: Vergütungssätze für Prüfungen innerhalb
der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST

Die Vergütung orientiert sich nicht an den aktuellen Katalogpreisen, sondern wird nach Pauschalbeträgen abgerechnet.

Im Einzelnen ergeben sich folgende Vergütungssätze für die Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST:

Prüfung mit Bestimmung von AM-Post Marken MiNr. 1-35

 

mit Kärtchen

0,40 €

 

mit Befund

3,00 €

Prüfung mit Bestimmung von AM-Post Schalterbögen MiNr. 1-35

 

mit Kärtchen

0,40 €

 

mit Befund

3,00 €

Prüfung von Briefsendungen etc.

5,00 €

Prüfung von Zensurstempeln

5,00 €

Prüfung von Ganzsachen

5,00 €


Sollten durch den Einlieferer besondere Überprüfungen, die über das übliche Maß hinausgehen, gewünscht werden, so können zusätzliche Kosten entstehen, die dem Einlieferer jedoch vorab mitgeteilt werden müssen. Diese Kosten obliegen, sofern ausdrücklich besondere Überprüfungen gewünscht werden, dem Einlieferer.

Durch den Prüfer sind von den Vergütungssätzen folgende Beiträge an die Bundesarbeitsgemeinschaft AM POST abzuführen:

Prüfung und Bestimmung von AM-Post Marken und Stempeln mit Kärtchen

0,15 €

Prüfung und Bestimmung von AM-Post Schalterbögen

1,50 €

Prüfung und Bestimmung von AM-Post Marken und Stempeln mit Befund

1,00 €

Prüfung und Bestimmung von Briefsendungen, Ganz­sachen und Stempeln

1,50 €

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Markenheftchen

Aus einigen Markenheftchen vom Bund tritt an den Seiten Klebstoff aus, die Heftchen kleben zusammen. Vorsicht ist geboten. Abhilfe gibt es nicht.

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Tauschtage

Wir haben wiederum einige Tauschtage besucht, Ergebnisse und Eindrücke waren sehr unterschiedlich. Rückblickend auf die Tauschtag-Saison 2010 bleibt nur noch der Schluss, dass es abwärts geht, mal schleichend, mal schneller. Richtige Tauschtage mit weit überregionaler Beteiligung gibt es noch in Germering, in Landshut und in Freilassing. Gerade letzterer mit seinen rund 500 Besuchern zeigt, was machbar ist.

Wasserburg: Es war sehr mutig, nur eine Woche nach der Briefmarkenmesse einen Tauschtag auszurichten. Nach ungemütlicher Anfahrt (Schneeregen) überraschte die große und helle Halle. Nachdem sich das Wetter gebessert hatte, nahm der Besucherstrom erheblich zu. Anbieter aus ganz Oberbayern und sogar aus Schwaben waren vertreten, sie machten einen zufriedenen Eindruck. Auffallend war die sehr große Anzahl von Ansichtskarten, die in Wasserburg zu günstigen Preisen angeboten wurden. Der Service und die Preise waren sehr besucherfreundlich, ein großer (!) Becher Kaffee für einen Euro, serviert von netten Mädels, da gab es nichts zu meckern.

Innsbruck: Pflichttermin, dieses Jahr mit einer 1-Rahmen-Ausstellung. Am späten Vormittag war die Halle voll, in den Gängen kaum ein Durchkommen. Breitgefächertes Angebot. Wiederum aktuelle postfrische Nominale Österreich zu 20% unter Postpreis zu bekommen, offensichtlich verkauft die Post in Österreich mit erheblichen Rabatten. Dagegen sind gestempelte Marken aus der jüngsten Vergangenheit nur sehr schwer zu bekommen, teils werden Preise über Nominale gefordert.

Germering: Kurzfristig vom Frühjahr auf den Herbst verschoben (wegen der baulichen Mängel in der Stadthalle) war der Germeringer Tauschtag wieder Magnet für Oberbayern und darüber hinaus. Autos auf dem Parkplatz kamen von Aalen über Regen bis Innsbruck, mit diesen Eckpunkten lässt sich der Einzugsbereich der Germeringer recht exakt begrenzen. Die Besucherzahl war sogar noch höher als sonst.

Landsberg: Der Tauschtag dieses kleinen Vereines war mit seinen Vorgängern nicht zu vergleichen. Die Besucherzahl hat sich mehr als verzehnfacht, zwischen Schwarzem Einser und Motiv-Marken wurden viele Geschäfte getätigt, Käufer und Verkäufer waren zufrieden. Vielleicht war das Kennenlernen und das Fachsimpeln sogar noch wichtiger als der Umsatz. Den rührigen neuen Vorstand hat der Erfolg gefreut.

München: Der erste Tauschtag 2011 war der von den Eisenbahnern, sonst an der Donnersberger Brücke, wurde nun auf das Hotel zur Post in Pasing ausgewichen. Absolute Enge, die Anbieter aus Platzmangel mit sehr eingeschränktem Angebot, eine Tasse Kaffee für 3,20 €, nein, nicht gerade begeisternd.

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Belege der Geschichte

In einer Briefkiste fanden wir einen Brief, den es so eigentlich nur ganz kurze Zeit gegeben haben kann, man beachte die Anschrift:
 

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Katalogwert

Da fühlten sich wohl einige Leser kräftig auf den Schlips getreten, als sie im letzten Rundschreiben den Artikel über die realitätsfernen Katalogwerte gelesen haben. In der Regel kommt die Kritik an dem Artikel genau aus der Ecke, auf die mein Artikel abzielte, nämlich die Katalog-Fanatiker. Sie haben ihre Sammlung exakt erfasst, immer schön nach dem neuesten Katalog. Sie sind mit ihren, sagen wir einfach mal, 50.000 Euro Katalogwert wahnsinnig reich. Nun kommt so einer, der behauptet, dass davon nicht 80% sondern nicht einmal 10% der echte Marktwert sind. Schon sind die Sammler sehr sauer. Schließlich haben sie allerbeste Qualität (das behauptet jeder ..) und auf der Briefmarkenmesse würden seriöse Händler bis zu 100% vom Michel für diese Ware verlangen.

Man kann den Leuten nur raten, diese Händler einmal nach den Ankaufspreisen zu fragen. Dann sind die Träume vom Reichtum schnell vorbei. Sicherlich hat die Liechtensteiner Postverwaltung einwandfreie Qualität im Abo geliefert. Und der Katalogwert ist sehr hoch.

Einfaches Beispiel: 10.000 Stück Heinemann 50 Pf gestempelt, Katalog­wert rund 2500 Euro. Es ist ja wohl verständlich, dass wirklich niemand diesen Katalogwert zu 100% bezahlen wird. Noch ein Beispiel: Die berühmt-berüchtigten „Super-Katalogwert-Schnäppchenpreis“-An­bie­ter finden noch immer genügend Abnehmer für ihre Ware, bestehend aus irrsinnigen Katalogwerten ohne jeglichen Handelswert. Bogenware DDR-Flugpost oder Bauwerke, Nord-Korea Blockposten, nicht existente Scheichtümer, dazu noch herrliche Block-Sammlungen Liberia. Katalogwert zigtausende Euro, wahrer Wert praktisch null. Die Raffgier siegt, und die „einmalige Gelegenheit“, diesen Posten für schlappe 198 Euro zu kaufen, wird genutzt.

Doch die Kataloggläubigkeit stirbt nicht aus. Noch immer gibt es viele Sammler, die sich reich rechnen und wütend protestieren, wenn sie lesen, dass ihre Vorstellungen und der Markt weit voneinander entfernt sind. Der Katalogwert meiner DDR-Sammlung liegt inzwischen bei rund 8.000 Euro. Natürlich ist es die beste und schönste Sammlung DDR, die ich kenne. Bei einem Verkauf müssen mindestens 3.000 Euro drin sein. Soweit meine Vorstellung. Realität ist, dass ich derzeit froh sein kann, wenn ich überhaupt einen Käufer finden würde, der mir 200 Euro bietet.

Miesmachen des Hobbies, Schwarzmalerei? Nein, ganz und gar nicht. Für den Sammler, der sein Geld vernünftig einsetzt, sind es herrliche Zeiten. Gutes und wertbeständiges Material kann man derzeit sehr günstig einkaufen. Um bei obigem DDR-Beispiel zu bleiben: Sehr günstig kann ich mir jetzt die bedarfsgestempelten Marx-Blöcke kaufen oder den Block 7.

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Marktpreise

Der Preisverfall für das übliche Material geht weiter, noch immer werden große Mengen Briefmarken angeboten, doch die Zahl der Käufer geht immer weiter zurück. Besonders übel sieht es für die klassischen Sammelgebiete Bund, Berlin, UNO, Liechtenstein, DDR und Österreich aus, bis auf ganz wenige Werte ist das Material praktisch unverkäuflich.  Wie Sauerbier werden komplette Jahrgänge DDR zu je fünf Euro angeboten, Liechtenstein bringen weniger als zwei Euro pro Jahr. Spekulanten, die CEPT komplett bis 2000 für bis zu 7.000 Euro angekauft haben liefern nun für 350 Euro Ausruf bei Auktionen ein und müssen schlimmstenfalls mit einem Erlös von 260 Euro Netto zufrieden sein.

Nebengebiete werden noch immer relativ gut bezahlt, so Böhmen & Mähren, Generalgouvernement, Saar (außer OPD).

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Sammlerglück

Jeder soll sammeln, was ihm Spaß macht. Ein Sammler hat den Satz wörtlich genommen. In seinem Nachlass befand sich ein ganzes Steckbuch mit gewöhnlichem Marken Bund, doch waren alle mehr oder weniger verschönt. Über Brücken fahren Eisenbahnen, Schiffe werden beladen, Hildegard Knef raucht oder zeigt ihre Zunge. Ein herrliches Album. Stellvertretend für die vielen Marken hier drei Exemplare:
 

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Eisenbahn-Plusbriefe

Die beiden Plusbriefe "175 Jahre Deutsche Eisenbahn"  der Postphilatelie mit Sonderstempel vom 7.12.10 wurden zurück gezogen, da die Jahreszahl „1860“ statt richtig „1835“ aufgedruckt ist. Die Auflage betrug jeweils 1750 Stück, wieviele davon verkauft wurden, ist derzeit unbekannt.

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Dies und das

Der philatelistische Markt ändert sich, das Gefühl hat jeder. Leider sind von den Versandstellung und den Postverwaltungen keine konkreten Daten zu erhalten, die dieses Gefühl untermauern. Doch es lassen sich indirekte Hinweise finden. Weder die Versandstelle in Liechtenstein noch die der Schweiz haben dementiert, dass sich die Zahl der Abonnenten halbiert hat. Die Jugendmarken der Schweiz wurden von Schulklassen an den Haustüren verkauft. Nun verkaufen die Kinder Lebkuchen, die Zahl der Abnehmer der Pro Juventute-Marken hatte sich halbiert. Die Post in Österreich bietet Sammlern erhebliche Nachlässe auf den Postpreis, so werden 20% gewährt, teilweise wohl auch wesentlich mehr. Zugaben von personifizierten Marken und ähnliches erfolgen bei Einkäufen ab 20 Euro. Abo-Auslieferungen der Österreichischen Post werden wohl bald über Weiden erfolgen.

Die österreichische Weihnachtsmarke 2010 sorgte für erheblichen Ärger bei den Sammlern, sie wurde nur zusammen mit anderen Motiven in einem 10er Pack abgegeben. Ausnahmsweise erfolgte bei einem einzigen Postamt ein Einzelverkauf.

Rund 1500 neue Mitglieder kann jedes Jahr der BDPh begrüßen, doch das gleicht bei weitem nicht die Abgänge aus. „Nur“ 40% des Mitgliederschwundes erfolgt durch Tod, es wäre interessant zu erfahren, warum die anderen 60% der ex-Mitglieder dem Verband den Rücken gekehrt haben.

Verschiedene Medien meldeten, dass Teile der Bundeswehr kein Geld für Porto haben, Briefe daher gar nicht mehr versandt werden können.

Schleichend vollzieht sich im Bereich von Ausstellungen und Tauschtagen ein Niedergang. Viele der „alten“ Organisatoren wollen aufgeben. Die Gründe sind vielfältig. Oftmals ist es ganz allgemeiner Frust über mangelnde Unterstützung durch andere Vereinsmitglieder, Desinteresse von Verband oder anderer Organisationen, überzogene finanzielle Forderung von Kommunen oder Saalvermietern. Wenn Benno Groß eine große Veranstaltung anlässlich rundem Geburtstag des Postamtes aufzieht und die Post überhaupt kein Interesse an einer Beteiligung zeigt, dann ist das typisch.

Schon lange Zeit wurde streng geheim geflüstert, dass es im Herbst eine Briefmarkenmesse unter Führung des Händlerverbandes und des Landesverbandes geben wird. Am Ende kam dann für einige wenige informierte heraus, dass es sich um einen 80qm großen Stand auf einer „Creativ-Messe“ im MOC handelt, auf der alles Mögliche angeboten wird. Auf der Internetseite des Veranstalters findet sich kein Hinweis auf Philatelie. Wenn sich auf den 80qm tatsächlich fünf Händler aus München und der Landesverband präsentieren, dann wird es ganz schön eng.

Eine Auktionsfirma, deren Werbung häufiger in Fachzeitschriften zu finden war, hat im Dezember Konkurs angemeldet.

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Tauschabend 27.7.10

Der Abend begann gleich mit einer sehr guten Nachricht: Die problematische Bedienung gibt es nicht mehr. Wie sehr hatten wir unter dem Kommando-Ton gelitten, nie wurden irgendwelche Abweichungen von der Speise- oder Getränkekarte geduldet. So habe ich mir immer eine Bedienung in einer ex-DDR-HO-Gaststätte vorgestellt, die bereits zum 3. Mal als verdiente Kämpferin des Sozialismus ausgezeichnet wurde. Nächste positive Nachricht war dann, dass das Vereinslokal dieses Jahr keinen Betriebsurlaub macht.

Manni hat einen Karton Belege dabei, zu überraschend günstigen Preisen. Netten Beleg gefunden (Brief an einen „Briefmarken-Transporteur“). Es kursiert ein dickes Album mit Blöcken Bund/Berlin, jeder Block 50 Cent mit Ausnahme Beethoven (1€) und Widerstand (ebenfalls 1€). Selbst der gesuchte Kinderblock mit 21 Michelwert für 50 Cent. Es lief gut.

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Tauschabend 28.12.10

Wegen Betriebsurlaub unseres Wirtes wurde der Tauschabend an anderen Ort verlegt. Ort und Zeit des Treffens war am regulären Tauschabend öffentlich bekannt gegeben worden (also bitte hinterher keine Beschwerden...). Bei mehr als ausreichender ausgezeichneter Verpflegung (Danke, Frau K.!), einer Getränkekarte, die alle Wünsche erfüllen konnte, da ließ sich ordentlich fachsimpeln, tauschen, kungeln.

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Unsere Vorfahren

Echte, alte Nachlässe sind selten. Viel häufiger findet man uralte Vordruckalben, in denen  nur noch ein paar Knochen eingeklebt sind und Falzspuren darauf hinweisen, dass dieses Album irgendwann in der Vergangenheit wesentlich besser bestückt war. Doch wie haben unsere Altvorderen gesammelt? Wie haben sie ihre Sammlungen behandelt? In einem sehr alten Posten befand sich ein kleines Heftchen „Repariere selbst“ , keine Angaben zu Autor oder Verlag, keinerlei Hinweise auf Erscheinungsjahr (siehe Titelbild). Meine Vermutung: Frühe 30iger Jahre. Zwar geht es in der Schrift hauptsächlich um die Reparatur von Briefmarken, doch sind auch etliche Hinweise zur Einstellung zu den Marken, zu Reparaturen, zur Kennzeichnung und zur Unterbringung zu finden. Vielleicht versteht man eine alte Sammlung besser, wenn man die Sichtweisen der damaligen Sammler kennt. Hier also die Abschrift des Heftchens:

Vorausgeschickt sei, wer die hier mitgeteilten Ratschläge anwendet, darf nicht vergessen, dass unter Briefmarkensammlern Vertrauen gegen Vertrauen zu gelten hat. Es war eine ernste Arbeit, die von Sammlern und Händlern geleistet worden ist und die viel Geduld und beachtliche Mittel gekostet hat, bis die Philatelie von jenen unsauberen Elementen einigermaßen befreit war, die mit Fälschungen, reparierten Marken ohne Kennzeichnung und sonstigen Betrügereien die Sammler schädigten. Dieser hart erkämpfte Erfolg darf unter keinen Umständen erneut gefährdet werden. Das Sammeln von Briefmarken soll eine schöne und gute Beschäftigung bleiben.

Der Inhalt des Heftchens ist nur im Vereins-Rundschreiben zu lesen.

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Mein Enkel

Mit seinen acht Jahren ist der Enkel genau im richtigen Alter um in die philatelistischen Fußstapfen des Opas zu treten. Schließlich hat der Opa auch im Alter von acht Jahren mit der Sammelei angefangen, und irgend jemand soll ja eines Tages das Lebenswerk fortsetzen.

Also wurde der Bengel sehr vorsichtig in die Philatelie eingeführt. Zum ersten Mal durfte er Opas Briefmarkenzimmer betreten. Ihn interessierte alles, nur nicht die Briefmarken. Die Vitrine mit Modell-Autos hat es im angetan, Deko-Stücke ganz allgemein. Ich zeige ihm Tier-Briefmarken, Sport, Schiffe, nichts kann ihn begeistern. Ob ich Spiele auf dem Computer habe, will er wissen.

Zum Händler habe ich den Knaben mitgenommen. Da durfte er gegen Bezahlung (!) Marken in Alben sortieren. Diese hat er dann zum Tauschabend mitgenommen. Jede Marke zu 5 Cent. Er hat prächtige Einnahmen gemacht. Sammeln mag er nicht, aber Briefmarken-Händler werden.

 

Grauhändler

Überall tummeln sich die Freizeit-Händler, auf Tauschtagen ohnehin, doch ebenso im Internet auf Auktions-Plattformen. Den echten Händlern wird ordentlich Konkurrenz gemacht, mit niedrigen Kosten, mit, wenn überhaupt, eingeschränkten Rückgaberechten und letztendlich mit Steuervorteilen. Aber der Fiskus schläft nicht, und so hat das Finanzgericht Baden-Württemberg im September ein klares Urteil gesprochen: Rund 1200 Verkäufe in gut 40 Monaten sind gewerbsmäßig und unterliegen der Steuerpflicht.

 

Queen

Ganz Großbritannien macht sich Sorgen: Nach der bevorstehenden Privatisierung der Post wird es wohl keine Briefmarken mit dem Portrait der Queen mehr geben. Doch es bleibt ein kleiner Trost: Die Machin-Serie mit hunderten von Marken und tausenden von Varianten bleibt weiterhin ein weites Betätigungsfeld für Royalisten. Und, ehrlich gesagt, den potentiellen Nachfolger Charles als optischen Höhepunkt einer Großbritannien-Sammlung mag man sich kaum vorstellen.

Nachtrag: Im Express-Tempo wurden die Gesetze geändert, das Bild der Queen kann bleiben.

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Helmut

Wer löst die großen politischen Probleme unserer Zeit in Berlin? Die Politiker? Die Parteien? Nein, die Philatelisten. Bereits seit etlichen Monaten sind die Abgeordneten und Parteigliederungen einer bestimmten Partei hinterher, um eine Briefmarke zu Ehren Helmut Kohls zu bekommen. Da jedoch lebende Persönlichkeiten (mit Ausnahme von Staatsoberhäuptern) prinzipiell nicht auf Briefmarken abgebildet werden, waren alle bisherigen Vorstöße erfolglos.

Mein Vorschlag: Man müsste ja nicht unbedingt sein Konterfei abbilden, es würden sich auch andere Motive anbieten, bei denen man sofort an den Ex-Kanzler denkt. Vielleicht eine kleine schwarze Spendenkasse. Oder eine blühende Landschaft mit einem kleinen Soli darin.

Wie inzwischen gemeldet wurde, soll es die Kohl-Marke nun doch geben. Neben Eisbär Knut ist das dann schon der zweite berühmte noch lebende Deutsche auf einer Briefmarke.

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Berühmte Brucker Sammler

Mehrere Sammler aus Bruck haben inzwischen eine Briefmarke mit ihrem Konterfei. Nun ist mir ein Beleg dafür in die Hände gefallen, dass so manch einer sogar einen eigenen Stempel hat:
 

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Vereinsausflug

Im Rahmen unserer Sparmaßnahmen lädt die Vereinsführung zu einem Ausflug nach Passau ein:

Programm
Treffpunkt:
Donnerstag, 8:00 Uhr Parkplatz B471

Abfahrt:
8:30 Uhr per Anhalter in Richtung Passau

Mittagessen:
Erbsensuppe bei der Bahnhofsmission
Kostenbeitrag:

Suppe mit Erbsen € 0,80
Suppe ohne Erbsen € 0,40

Vergnügen:
Eine Stunde Schiffe gucken an Donau und Inn
Begutachtung der Auslagen in der Fussgängerzone

Es folgt ein Folkloreabend in der Asylantenunterkunft mit anschließender Polonaise

Festabend:
Betteln bei der Heilsarmee, gegen 20 Uhr
Einnahme des geschnorrten Essens

Rückfahrt:
Um 21:30 Uhr gemeinsame Schwarzfahrt mit Zug und S-Bahn nach Fürstenfeldbruck

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Die Post in Bruck

Völlig überraschend hat die Postagentur in der Buchenau Ende November geschlossen. Folglich staute sich die Schlange vor der ehemaligen Hauptpost in 3-er Reihe bis auf die Straße, was bei den extremen Minus-Temperaturen in der Vorweihnachtszeit natürlich nicht gerade Begeisterung bei den Kunden auslöste. Leider ist die Anzahl qualifizierten Personals hinter dem Schalter arg begrenzt und zusätzliches Personal nicht vorhanden, so dass schnelle Abfertigung nicht möglich war. Durchgefrorene Omas werden die Zustände bestimmt in Erinnerung behalten, ebenso wie Mütter mit ihren blaugefrorenen Kindern.

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Die Post in Bruck 2

Tip für Insider: Das Postamt Fürstenfeldbruck 5! Ohne Schlangen. Im ehemaligen Bilka.

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Neu: MarkeIndividuell und PortoCard

Die Deutsche Post lernt hinzu:
 

RS1101i

Nachdem im letzten Jahr tatsächlich auch die PlusKarte und der PlusBrief mit Sonderstempeln philatelistisch verziert werden durfte, griff sie zum Jahresende hin tatsächlich mit der MarkeIndividuell – in  für Sammler annehmbaren Kleinauflagen -  die seit Jahren finanziell erfolgreiche Idee der österreichischen Post einer personali­sier­ten Briefmarke auf und bietet diese im 20er-Bogen und als PortoCard an.

Und – man staune – auch diese darf 'philatelistisch' gestempelt werden.

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Termine

20.02.2011   Großtauschtag Germering mit Sonderstempel
22.02.2011   Mitgliederversammlung mit Neuwahlen
26.04.2011  Vereinsinterne Auktion
24.05.2011  Vereinsinterne Auktion zu Gunsten der Jugend

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Internet

Internet (Stand 25.1.2011):
60400 Besucher mit 119600 Seitenaufrufen seit 6.3.2004

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