1 / 2012

Rundschreiben 1 / 2012 - Nr. 112

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Einkauf - Ergänzung
Jahresrückblick auf 2011
Nachruf
Porto
Weihnachtsblock
Der Euro
Auktionator
INFLA-Beleg
Eine Auktionsfirma
Vereinsauktion 10.04.2012
Neue Markenländer
Durchgezähnte Bogenränder
Ausstellung
Tauschtag
Baumwuchs
Service-Wüste
Marktlage
Michel-Katalog
Mehrwertsteuer
Tauschtage / Veranstaltungen
Arme Marga!
Sommerfest
Brucker Post
Prüfzeichen
DNK-Katalog
Briefzustellung
Spezial – Sammlungen
Einsteckbücher
Fälschungen
Termine
Internet

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Vorwort

Nun ist es Mai geworden, eigentlich sollte dieses Rundschreiben schon längst erschienen sein. Längere Zeit wegen Krankenhaus und Reha aus dem Verkehr gezogen, mussten viele Dinge liegenbleiben, nicht nur dieses Rundschreiben, sondern auch meine Sammlung. Ein gewisser Entzug war schon zu merken. Schriftlich bedanken konnte ich mich leider nicht bei unserem Sammlerfreund aus Berlin für seine sehr ausführlichen Grüße zum Jahreswechsel, er möge mir verzeihen.

Nach bisherigen Planungen steht ein sehr aktives Jahr vor uns, Details sind in einigen der nachfolgenden Beiträge zu finden.

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Einkauf - Ergänzung

Im letzten Rundschreiben fehlte im Artikel über Einkaufsmöglichkeiten der Abschnitt „Sonstige“. Tragen wir ihn nach:

Sonstige Einkaufsmöglichkeiten

Manchmal findet man Briefmarken und Belege auf Flohmärkten. Aus uralter Erfahrung als Flohmarktgänger muss man jegliche Euphorie dämpfen, auf Flohmärkten gute Funde zu machen. Am ehesten sind sie noch dort möglich, wo tatsächlich die Bevölkerung überflüssiges Gut an­bietet, in unserer Region also Olching (durchaus einen Besuch wert), Maisach, Gernlinden, Theresienwiese und Brucker Flohmarkt auf dem Volksfestplatz. Vernachlässigen kann man die angeblichen Flohmärkte, auf denen fast ausschließlich Profis ihre Ware zu oftmals horrenden Preisen anbieten. Diese Märkte finden regelmäßig auf Flächen vor Einkaufszentren oder Baumärkten statt, es gibt dutzende in der Region.

Dass man bei diesen Gelegenheiten keine teuren Stücke zum vermeintlichen Schnäppchenpreis kaufen sollte, versteht sich von selbst. Eine Fälschung beim Flohmarkt-Tandler zu reklamieren, dürfte schwierig sein.

Grob in die gleiche Richtung führen „Haushaltsauflösungen von Privat“. Fährt man tatsächlich einmal hin, dann stellt man schnell fest, dass alles verwertbare Material bereits weg ist, nun geht es nur noch um den Ramsch.

Besser kann es laufen, wenn Räumungsgut beim Gerichtsvollzieher unter den Hammer kommt. Der Handelswert wird in der Regel durch Fachleute festgestellt, der Ausruf beträgt die Hälfte davon. Sind wenige Interessenten da, dann kann man günstig einkaufen. Weiterer Vorteil: Man kann besichtigen.

Um das Thema nicht zu weit auszubauen nur noch ein Aspekt für sonstige Einkaufsquellen: Freunde / Vereinskollegen. Das ist ein sehr schwieriges Thema. Man will natürlich nicht übervorteilen, andererseits auch keinen „Kumpelzuschlag“ gewähren. Man weiß, was der andere ausgegeben hat und ist nicht bereit, ähnliche Summen zu bezahlen. In anderen Fällen der Sammlungsbewertung kann man sehr neutral an die Sache herangehen. Doch bei alten Kumpels (oder deren Erben)?

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Jahresrückblick auf 2011

Irgendwie ein elendiges Jahr, das man ganz schnell aus der Chronik streichen sollte. Bis in den Herbst war rein gar nichts los, dazu kam noch in einigen Bereichen eine gehörige Portion Ungewissheit. So war von Jahresbeginn an unklar, ob das Vereinsheim umgebaut wird, selbst die Wirtsleute kannten keine Termine. Damit hing die Frage eines Sommer­festes bis in den November in der Luft und auch die Weihnachtsfeier konnte nur sehr kurzfristig geplant werden.

Themen aus der großen und kleinen Philatelie gab es bis zum Herbst gar nicht, folglich wenig Gesprächsstoff. Wegen eines kleinen Gedichtes von Heinz Erhard in einem Rundschreiben 2003 bekamen wir eine Rechnung über mehr als 700 € Lizenzgebühren. Vielleicht sollten wir auch einmal Gebühren für von uns kopierte Artikel verlangen.
Die Tauschabende waren unterschiedlich besucht, es gibt noch immer einen harten Kern, auch wenn er heute kleiner ist als früher.

Im Herbst kam dann doch einige Aufregung. Zuerst meldete sich die Sammlergilde „Sankt Gabriel“, sie hält vom 13.-14.10.2012 ihr Mitglieder-Treffen in Fürstenfeldbruck ab, für uns mit der Möglichkeit, am 14.10. einen Großtauschtag durchzuführen. Die Stadtverwaltung fragt an, ob wir uns an dem Jubiläum „750 Jahre Kloster“ im Jahr 2013 beteiligen würden, wir hätten doch schon einmal Marken heraus gegeben....

Zu guter Letzt fand doch noch unsere Weihnachtsfeier statt, für eine Auktion hat die Zeit nicht mehr gereicht. Hoffen wir, dass das Jahr 2012 wieder normal läuft.

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Nachruf
 

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Porto

Beim Versuch, das Porto zu erhöhen, ist die Post gescheitert. Nicht ein­mal 2% hat die Regulierungsbehörde zugestanden. Allerdings könnte die Post die Gebühren für Zusatzleistungen verändern, diese müssen nicht genehmigt werden. Österreich hat diese Sorgen nicht, hier hat man in den letzten Jahren das Porto kräftig erhöht (und verkauft gelegentlich weit unter Nominale).

Noch immer laufen etliche Auseinandersetzungen zwischen der ex-Bundespost und anderen Anbietern. Hier geht es insbesondere um die Befreiung von der Mehrwertsteuer unter der Voraussetzung, dass eine flächendeckende Versorgung mit Post-Dienstleistungen erfolgt. Weitere Streitpunkte sind die Rabatte für Großkunden und die Preispolitik von Tochterunternehmen der Post. Das, was wir als Privatmenschen aufgeben, das spielt beim Umsatz eine untergeordnete Rolle, ohnehin schrumpft der Markt sehr stark. Im Fokus stehen eher die Firmen, Behörden und Werbetreibende mit sehr hohem Postaufkommen. Es mag doch wohl niemand glauben, dass ein Konzern tatsächlich das Porto bezahlt, das auf dem Brief steht. Das Versandhaus Quelle hat für ein Paket bestimmt nicht den Betrag bezahlt wie Erna Müller am Postschalter.

Und, wie in modernen Zeiten üblich, sollte man bei den Zusatzleistungen sehr kritisch sein, meist werden nicht nur die Preise empfindlich heraufgesetzt, sondern auch die Bedingungen im Kleingedruckten empfindlich verschlechtert.

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Weihnachtsblock
 

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Wer kennt sich bei Berlin aus? Bei bestem Willen ist obiger Block im Michel-Katalog nicht zu finden. Bevor ich den Block zum Prüfen schicke und eine Menge Geld dafür ausgebe, wäre es mir lieber, ich würde aus Sammlerkreisen Hinweise erhalten. Außerdem: Seit wann blühen zu Weihnachten Dahlien?

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Der Euro

Machen Sie Urlaub in Griechenland, Ihr Geld ist schon da. Na, ganz so einfach ist die Sache nicht, doch beschränken wir uns auf die Philatelie, gibt es für uns Auswirkungen?

Alle Sparpakete, egal wo in der Euro-Zone, führen dazu, dass Otto Normalverbraucher weniger Geld in der Tasche hat. Also wird am Hobby gespart und viel Material verkauft. In der Regel hat der einfache Sammler keine extrem wertvolle Sammlung, also kommt eher Massenware auf den Markt. Folglich werden die Preise weiter fallen.

Genau im Gegensatz dazu bei den Wohlhabenden. Riesige Vermögen wurden von den Banken abgezogen. Der größte Teil wird in Sachwerten investiert. Beim Beispiel Griechenland: Hier werden Irrsinnspreise für Grundstücke bezahlt, in Berlin kaufen Griechen alles, was sie an Eigentumswohnungen erhalten können. Da es bei den Banken derzeit praktisch keine Zinsen gibt, werden bei der Flucht in Sachwerte Kunst, Edelmetalle, Antiquitäten und wohl auch Philatelie in Erwägung gezogen, natürlich keine Massenware. So manches schöne Stück wird wohl mehr Bieter finden und mancher Rekord geknackt. Der Aspekt der Wertbeständigkeit wird  eine wichtige Rolle spielen.

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Auktionator

Der Fall war in allen Medien, dürfte also bekannt sein: Eine Dame räumt ihre große Wohnung und lässt alles, was sie in ihrer zukünftigen kleinen Wohnung nicht braucht, von einem auf Haushaltsauflösungen speziali­sierten Auktionator versteigern. Drei Teppiche sind dabei, der eine wird auf 900 € geschätzt und für 19.000 € zugeschlagen. Die Dame freut sich.

Einige Monate später wird der Teppich in London erneut versteigert. Schätzwert / Ausruf 300.000 €, der Zuschlag erfolgt bei 7,2 Millionen, einem neuen Weltrekord für Teppiche.

Die Dame ist nicht mehr erfreut, sie fordert vom ursprünglichen Auktionator den Schätzwert von 300.000 mit dem Argument, er hätte den wahren Wert erkennen müssen. Die Sache landet vor Gericht. Der Anwalt des Auktionators argumentiert, dass der Auktionator durchschnittlich 150 € pro Los erzielt und mit einer Expertise im vorliegenden Fall im Rahmen seiner Möglichkeiten geblieben sei. In der ersten Instanz wurde die Forderung der Dame abgelehnt, man hat höhere Instanzen angerufen, bis zu einem endgültigen Urteil kann es also noch dauern.

Für uns Philatelisten könnten sich aus dem Fall sehr weitreichende Folgen ergeben: Wir liefern bei Auktionsfirma ein, Zuschlag erfolgt, später wird für höheren Preis weiterverkauft. Hätten wir einen Anspruch auf einen Mehrerlös? Wie qualifiziert muss ein Auktionator sein? Welche Bedeutung hat der Schätzwert? Muße ich als Einlieferer darunter leiden, dass mein Auktionator nicht die gleichen Käuferschichten hat wie ein anderer Auktionator? Sind drei Teppiche (Briefmarken) bereits ein Lot, bei dem Reklamationen nicht mehr zulässig sind? Viele Fragen, auf deren Klärung man gespannt sein darf.

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INFLA-Beleg

Auf den ersten Blick nur ein schöner und gut erhaltener Bedarfsbeleg:

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Auf den zweiten Blick ist eindeutig das Datum 3. Dez. 23 im Stempel zu erkennen. Bereits am 1.12. war die Infla-Zeit vorbei und die neue Währung eingeführt. Der Kalender sagt, dass der 3. Dezember ein Montag war, somit ist nicht vollständig auszuschließen, dass der Brief am Freitag oder Samstag in den Kasten geworfen wurde und erst am Montag die Abstempelung erfolgte. Somit wäre es die spätestmögliche Verwendung von Infla-Marken. Der Beweis für die Richtigkeit der Annahme dürfte fast unmöglich sein. Trotzdem, ein schöner Beleg.

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Eine Auktionsfirma

Hier geht es um einen konkreten und aktuellen Fall:

Ein Mann erbt einen erheblichen Briefmarkenbestand. Dieser wird bei einem Auktionshaus eingeliefert. Das Auktionshaus hat pro Jahr drei große Katalogauktionen durchgeführt, schien also geeignet. Ein Teil der Lose ist bei der Auktion verkauft worden. Zirka sechs Monate nach der Auktion fragt der Einlieferer an, wann er mit Geld rechnen kann. Plötzlich gestaltet sich die Kommunikation schwierig, die Erreichbarkeit ist nur noch eingeschränkt. Der Einlieferer erhält die Auskunft, dass eine Auszahlung erst erfolgen wird, wenn alle Käufer vollständig bezahlt haben. Die nicht verkauften Lose soll der Einlieferer erst zurück erhalten, wenn er kräftig bezahlt, schließlich seien gemäß den Einlieferungsbedingungen auch für nicht verkaufte Lose 20% vom Ausruf als Provision fällig.

Nach mehr als 18 Monaten und Einschaltung eines Anwaltes hat der Einlieferer noch immer weder die restliche Ware noch sein Geld. Er macht seinen Fall öffentlich.

Die daraufhin einsetzende Diskussion in den entsprechenden Foren in Stichpunkten:

  1. Ist die Auktionsfirma Mitglied im Verband der Briefmarkenversteigerer?

    Als wenn das irgendein Qualitätsmerkmal wäre. Hat der Verband einen Garantiefonds für insolvente Mitglieder? Ist der Verband Garant für faire Versteigerungsbedingungen?
     
  2.  In welchem Ort sitzt das Auktionshaus?

    Als der Ort genannt wurde, da gab es plötzlich Mitteilungen, dass es schon lange bekannt war, dass ein dortiges Auktionshaus erhebliche Schwierigkeiten hat.
     
  3. Laut Bundeszentralregister hat die Firma in den letzten Jahren ganz erhebliche Verluste gemacht.

    Schön, doch wer recherchiert im Bundeszentralregister erst einmal aus­führlich über seine Geschäftspartner? Und welcher Normalbürger weiß wirklich, was 500.000 € nachrangige Gesellschafterdarlehen bedeuten?

Nachtrag: In einer Briefmarkenzeitung findet sich ein kleiner Artikel zu der Auktionsfirma. Ein Gerichtsvollzieher hat vergeblich versucht, rund 340 Euro bei ihr einzutreiben.

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Vereinsauktion 10.04.2012

Ursprünglich sollte die Auktion bereits Ende März stattfinden, doch wir mussten sie auf den neuen Termin verschieben. Wiederum war der große Saal belegt und wir mussten etwas beengt in den kleinen Raum umziehen. Trotzdem, mit einer Ausnahme wurden alle Lose verkauft, teilweise wurden sogar sehr gute Ergebnisse erzielt. Somit waren Einlieferer und Käufer recht zufrieden.

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Neue Markenländer

In den Nachrichten wird derzeit ständig von Gegenden auf der Erde berichtet, die sich zu selbständigen Staaten erklären oder sich von den Ursprungsländern abspalten. So zum Beispiel in Mali, im Sudan, in der Sahara. Aus diesen Gebieten Bedarfsbelege zu bekommen, dürfte interessant sein, denn Posthoheit, Postwege und ähnliches sind ungeklärt.

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Durchgezähnte Bogenränder

Dass es bei den Kleinbogen der DDR durchgezähnte und nicht durchgezähnte gibt, die preislich sehr unterschiedlich sein können, das weiß der Sammler spätestens, seit es die Richter-Kataloge gibt. Doch auch beim Bund sollte man die Augen offen halten:

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Links die Michel-Nr. 442 mit verschiedenen Form-Nummern. Noch inter­essanter sind die beiden rechten Marken (MiNr 449). Wieso es hier Unterschiede bei gleicher Formnummer geben kann, ist mir unbekannt. Im Michel-Spezial sind keine Hinweise zu finden.

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Ausstellung

Vom 13. bis 14. Oktober trifft sich die Sammlergilde Sankt Gabriel in Fürstenfeldbruck. Praktisch alle Hotelzimmer sind ausgebucht. Leider liegen derzeit noch keine detaillierten Informationen über das Treffen vor, wir wissen also noch nicht, wieviele Besucher kommen werden und was in der Ausstellung gezeigt wird. Bekannt ist ein Ausschnitt aus der Einladung:

Mitgliederversammlung der
Sammlergilde St. Gabriel in Fürstenfeldbruck


Die diesjährige Mitgliederversammlung steht unter dem Motto

"70 Jahre Sammlergilde St. Gabriel e. V."

und findet vom 13. bis 14. Oktober 2012 in Fürstenfeldbruck,
Brauhaus Brucker, Kapellenstrasse 3, statt.

Das vorläufige Programm

Freitag, 12.10.:

Eintreffen der Teilnehmer
Einlegen der Exponate
Abendessen und Begrüßung, anschl. gemütliches Zusammensein, gleichzeitig Vorstandssitzung

Samstag, 13.10.:
Frühstück
Eröffnung der Ausstellung
Mitgliederversammlung
Mittagessen
indiv. Programm
Abendessen, anschl. Gildenabend

Sonntag, 14.10.:
Frühstück
Tauschtag und Erlebnisteam Briefmarken
Mittagessen
Abbau der Ausstellung und Schluss des Treffens

Geplant ist ein Sonderstempel, ganz oben der Entwurf. Weiterhin wird es wohl einen Kleinbogen mit postgültigen Bund-Marken mit Brucker Motiven geben. Leider können wir hier noch keinen Entwurf veröffentlichen.

Wer ist die Sammlergilde Sankt Gabriel? Im Internet findet man eine kurze Selbstdarstellung auf der Homepage des Vereines:

"Aus kleinsten Anfängen durch die Franziskaner Gabriel Schmidt und Clemens Anheuser entstand 1930 diese Gilde in Deutschland, die als ihr Sammlerideal das christliche Motiv auf der Briefmarke erblickt", schreibt Pater Gabriel OFM 1948 im Vorwort zu seinem Katalog "Das christliche Markenbild".

Die Sammlergilde St. Gabriel ist die älteste Gemeinschaft von Philatelisten, die sich der christlichen Thematik verschrieben hat und eine der ersten Vereinigungen von Thematiksammlern. Trotz ihres Alters von mehr als 75 Jahren ist sie eine Gemeinschaft von derzeit 400 Mitgliedern, die jung geblieben ist. Deshalb sind neue Mitglieder mit neuen Ideen jederzeit herzlich willkommen.

Die Sammlergilde St. Gabriel veranstaltet in vielen Orten regelmäßige Gildentreffen zum Kennenlernen, Erfahrungsaustausch und Tausch von Material für die Sammlungen. Die Treffen im nationalen und inter-nationalen Rahmen - vor allem im deutschsprachigen Raum - schaffen Kontakte und Freundschaften mit Gleichgesinnten über die Grenzen hinweg.
Die Gilde trägt den Namen des Erzengels Gabriel, Patron der Post, des Fernmeldewesens und der Philatelie. Mit den Gilden in Europa und Übersee bildet sie seit 1953 den Weltbund St. Gabriel. Sie ist im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) als Arbeitsgemeinschaft "Christliche Motive" anerkannt.

Die Sammlergilde St. Gabriel ist der Zusammenschluss von Sammlern christlicher Motive auf Briefmarken, Poststempeln und Belegen.

    Sie sieht ihren Auftrag in der Verkündigung des Wortes Gottes und das Bekanntmachen und Bewahren des christlichen Kulturgutes mit den Elementen thematischer Philatelie.

    Sie sucht die Freundschaft mit Gleichgesinnten und ist gelebte Ökumene.

    Sie dient der Förderung auf den Gebieten der Kultur und der Völkerverständigung.

Gildendienste wie Stempeldienst, Neuheitenbeschaffung, Tauschpartnervermittlung, Motivauskunft und Literaturversand, helfen den Mitgliedern beim Aufbau und der Vervollständigung ihrer Sammlungen. Einen besonderen Service bietet die Sammlergilde St. Gabriel ihren Mitgliedern mit ihrer umfangreichen Literatur.

Der Jahresbeitrag beträgt derzeit pro Jahr 30 €, Jugendliche 10 €, Mit­glieder im Ausland 32 €. Der Beitrag schließt die portofreie, monatliche Lieferung der Gildenzeitschrift GABRIEL ein.

Wollen auch Sie sich an der Philatelie christlicher Thematik erfreuen und von ihr begeistern lassen? Informieren Sie sich oder melden Sie sich gleich als neues Mitglied an.

Kontaktadresse Geschäftsstelle:
Wolfgang Müller, 72336 Balingen, Kreuzbrunnen 8,
Email: wo-mue-ba@web.de

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Tauschtag

Am 14.10.2012 werden wir dann in der Marthabräu-Halle unseren Tauschtag durchführen. Etliche Anbieter haben ihr Kommen angekündigt, es wird obigen Sonderstempel geben, das Erlebnis-Team Briefmarke wird anwesend sein, man kann den Zusammendruck-Kleinbogen Fürstenfeldbruck erwerben und wir werden viel Werbung betreiben.

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Baumwuchs

Österreich bringt einen Block heraus, mit CEPT-Motiv (= Europa-Marken). Den bräuchte ich eigentlich für meine Sammlung. Doch leider sehe ich da einige Probleme: In den Block sind Samen einheimischer Bäume eingearbeitet. Wenn ich, wie gewohnt, den Block im Wasserbad ablöse und presse, dann werden die Samen ja wohl keimen und die Bäume wachsen. Vor meinem geistigen Auge sehe ich schon Eiben und Tannen, Erlen und Marillen aus meinem Cept-Album sprießen, die Wurzeln bohren sich durch die ganze Sammlung, irgendwann werden sich Vögel einnisten (nur der Specht nervt gelegentlich). Ab einem bestimmten Baumumfang wird es kompliziert, denn dann greift die kommunale Baumschutzordnung und man darf sich nicht so ohne weiteres von dem Album trennen.
Spaß beiseite, irgendwie ist die Idee doof. Am besten, man wirft den Block weg. Bleibt nur die Frage, ob ins Altpapier oder ist er kompostierbarer Biomüll?

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Service-Wüste

Der Verfall der Kundenfreundlichkeit in Deutschland lässt sich philatelistisch belegen, er begann im September 1959:

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Jeden 2. und 4. Samstag blieb nunmehr also das Finanzamt zu. Bürgernähe sieht anders aus.

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Marktlage

Weiterhin zu guten Preisen gesucht alle Besonderheiten, dagegen scheint der Preisverfall für normales Material nicht zu stoppen. Große Hortungsposten kommen auf den Markt, insbesondere Markenheftchen und umfangreiche Blockbestände. Offensichtlich haben wesentlich mehr Menschen zu DM-Zeiten mit Briefmarken spekuliert, als bisher angenommen.

Franz. Zone mit Druckdaten, HAN Deutsches Reich, Oberrandstücke erste Bund-/Berlin-Ausgaben, solche Stücke sind keine Ladenhüter. Sehr groß sind die Preisunterschiede bei vielen Gebieten West-Europas für bestimmte Zeiträume, verallgemeinernd kann man sagen, dass Vorkrieg bei guter Qualität eher noch steigt, bis etwa 1960 stabil ist und ab Euro-Einführung in eher geringen Mengen auf den Markt kommt.

Frankaturware ist im Ankauf noch immer teurer als früher zu DM-Zeiten, damals lag das Preisniveau bei 60% des Frankaturwertes, heute werden rund 80% geboten.

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Michel-Katalog

Der neue Michel ist ca. 2 cm höher als die bisherigen Kataloge. Äußerst unpraktisch für das Bücherregal. In der Michel-Rundschau wird vom Verlag das neue Format gelobt, schließlich würde der Katalog dadurch übersichtlicher, es wäre nicht so häufig notwendig, Sätze auseinander zu reißen, da ja nun mehr auf die Seiten passt.

Mein Vorschlag an die Redaktion: Macht doch den Michelkatalog mindestens einen Meter hoch, dann passen noch mehr Sätze auf eine Seite.

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Mehrwertsteuer

Die EU plant, den ermäßigten Steuersatz von 7% für kulturelle Güter zu kippen, dazu gehören auch Sammler-Briefmarken. Wenn die damit durchkommen, dann freut sich der Finanzminister, und die Sammler ärgern sich.

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Tauschtage / Veranstaltungen

Die ersten Tauschtage des Jahres waren gar nicht schlecht besucht, zumindest in Germering, Innsbruck oder Freising schien der Besuch erfreulich gut zu sein. Das Angebot war überaus vielfältig, es ergaben sich viele Möglichkeiten, zu günstigen Preisen schöne Stücke zu finden.

Über die Briefmarkenmesse im MOC braucht man weiter keine Worte verlieren, es war mehr als bescheiden, jeder Tauschtag ist für den gewöhnlichen Sammler wesentlich günstiger und ergiebiger, und die Spezialisten waren vom Angebot enttäuscht. Einzig die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit wichtigen Leuten rechtfertigt noch die Anreise zur Messe.

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Arme Marga!

Eines lernt man schnell im Verein: Bei Belegen immer die Rückseite anschauen! Oftmals ist sie interessanter als die Vorderseite. So auch bei diesem Beleg:

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Nicht sonderlich aufregend. Doch wendet man die Karte, dann offenbaren sich Dramen:

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Armer Lehrling, arme Marga. Sie muss sich bei den Kunden entschuldigen. Nicht der Chef, nicht der Ausbilder übernimmt die Verantwortung, nein, das arme Lehrmädchen muss ein Entschuldigungsschreiben an die Kunden senden. Musste sie vielleicht das Porto von ihrer mageren Ausbildungsvergütung bezahlen? War das ihre letzte Handlung vor der Entlassung? Existieren jetzt tausende unkomplette Sammlungen mit fehlender 30c. Marke? Der Fehler passierte vor genau 50 Jahren, hoffentlich war der Arbeitgeber nicht nachtragend und hat dem Mädel inzwischen verziehen.

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Sommerfest

Am Samstag, 11. August 2012 treffen wir uns gegen 18:00 Uhr im Bier­garten auf der Lände, der Grill wird eingeheizt. Angehörige und Freunde sind herzlich willkommen, für Enkel gibt es einen Spielplatz. Gleichzeitig feiern wir den 45. Geburtstag unseres Vereines.

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Brucker Post

Am 24. April war das Wetter elendig, naßkalt, ungemütlich. Der gute Geist aus unserem Büro muss zur Brucker Post. Sie freut sich, dass sie ausnahmsweise direkt vor dem Gebäude parken kann. Doch die Post ist zu. Quer durch die Stadt zur Postagentur im Penny-Markt. Der Agentur-Inhaber streikt nicht, er hält keine Betriebsversammlungen ab, er hat seinen Laden offen.

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Prüfzeichen

In letzter Zeit wird häufig über Prüfzeichen, deren Stellung und deren Aussagewert debattiert. Vieles ist Halbwissen, die Kataloge bieten Anhaltspunkte, doch scheint eine Beschäftigung mit dem Thema lohnenswert. Derzeit sammle ich Material und hoffe, für das nächste Rundscheiben einen Artikel erstellen zu können.

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DNK-Katalog

Er wird immer beliebter. Doch bereits im April 2012 zu fragen, wann endlich der 2013er Katalog erscheint, das ist arg verfrüht.

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Briefzustellung

Es gibt Briefe, die sind sehr wichtig und unter Umständen an eine Frist gebunden. Nehmen wir zur Vereinfachung einen Widerspruch zu einem Vorgang, bei dem eine Frist von 10 Tagen einzuhalten ist.

  1. Einwurf-Einschreiben
    Das ist die übliche Form. Der Postbote hält fest, wann er den Brief eingeworfen hat.
    ABER: Keine Beweiskraft vor Gericht. Empfänger kann Inhalt bestreiten („War weißes Blatt drin“).
     
  2. Übergabe-Einschreiben gegen Rückschein
    Hier bestätigt der Empfänger den Erhalt eines Schreibens. Verweigert er die Annahme, geht der Brief sofort an den Absender zurück. Wird der Empfänger nicht angetroffen, erhält er eine Benachrichtigung und kann den Brief innerhalb von sieben Tagen am Postamt abholen. Geschieht dies nicht, geht der Brief zurück an den Absender.
    ABER: Wiederum kann der Empfänger den Inhalt bestreiten. Holt er den Brief nicht ab, dann kann die Einspruchsfrist abgelaufen sein.
     
  3. Persönliche Übergabe
    Natürlich nur sinnvoll, wenn der Empfänger in akzeptabler Entfernung wohnt.
    ABER: Unbedingt neutralen Zeugen (= kein Familienmitglied) beim Befüllen des Umschlages sowie bei der Übergabe dabei haben.
     
  4. Gerichtsvollzieher im Empfängerort
    Rechtlich sicherste Methode, Gerichtsvollzieher beurkundet Inhalt und Zustellung. Die Kosten belaufen sich auf etwa 20 €.

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Spezial – Sammlungen

Manche Sammlungen, die man so sieht, sind beeindruckend. Zwei Beispiele: Deutsche Markenheftchen in etlichen Bänden. Alle Besonderheiten mit Versuchsheftchen, alle Reklamen, soweit theoretisch möglich alles mit Zählbalken. Oder Schweiz, absolute Spezialsammlung der Rollenmarken, teils mit Attest, eine aberwitzige Fülle an Material.

Doch was damit anstellen? Zum Auflösen eigentlich zu schade, obwohl für die Spitzenstücke gewiss ordentliche Beträge erzielbar wären. Oder geschlossener Verkauf zum Schnäppchenpreis? Doch wer kauft schon ein beinahe komplettes Sammelgebiet?

Hier offenbart sich das Dilemma einer jeden Sammlungsauflösung: Ent­nimmt man die Spitzen, dann will niemand den Rest. Und komplett will die Sammlung auch niemand, zumindest nicht diejenigen, die schon einen gewissen Grundstock haben.

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Einsteckbücher

Qualitativ hochwertige Einsteckbücher gab es vor zwei Jahren für 9,80 €. Heute kosten sie 14,95 €. Einige Hersteller sind vom Markt verschwun­den, jetzt gibt es einen Quasi-Monopolisten, der die Preise bestimmt.

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Fälschungen

Ein Händler in Norddeutschland verkauft in großem Ausmaß Fälschungen (Namen am Vereinsabend). Falsch ist alles, was irgendwie beliebt ist, derzeit zum Beispiel bessere China, aber auch deutsche Nebengebiete. Werden die Marken geprüft und als falsch gekennzeichnet, dann verweigert der Händler die Rücknahme, schließlich hat er in seinen Geschäftsbedingungen stehen, dass das Anbringen von Prüfzeichen eine Veränderung der Marke darstellt. Und veränderte Marken sind von der Rückgabe ausgeschlossen. Beliebt bei diesem Händler sind Lots klassischer Marken oder von Marken deutscher Nebengebiete. Wiederum das gleiche Spielchen: Ein paar billige Marken sind echt, alles andere Fälschungen. Man ahnt es: Reklamationen von Lots sind ausgeschlossen.

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Termine

11.08.2010  18:00 Sommerfest im Biergarten auf der Lände
14.10.2010  Großtauschtag Marthabräu-Halle

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Internet

Internet (Stand 08.05.2011):
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