1 / 2013

Rundschreiben 1 / 2013 - Nr. 114

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Scheidung ? Briefmarken !!
Helmut Kohl
Olympiade
Schlegel
Verschätzt
Marktsplitter
Ein (philatelistischer) Lebenslauf
Schade
Frankreich
3.800 Flyer bei Post „verschwunden“
Tipps für Spekulanten
Preisgestaltung auf österreichisch
Großtauschtag in der Marthabräu-Halle
Nachlass
Einsteckbücher
Münzen
Bruck - Marken
Zeitgeschichte
Nachwuchs
Jugendgruppe
Sommerpause / Sommerfest
Internet

RS1301a

Achtung: Tauschabende ab August wieder wie gewohnt,
Sommerfest am 17.8. um 18:00 Uhr

Vorwort

Endlich erscheint das neue Rundschreiben. Ausreden, warum es so lange gedauert hat, da hätte ich ungeheuer viele, aber eigentlich ist nichts dabei, was einer verständlichen Entschuldigung gleich kommen könnte. Geloben wir Besserung!

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Scheidung ? Briefmarken !!

Wenn ein Sammler seiner Leidenschaft alleine frönt, dann hat im Falle der Scheidung der andere Partner keinerlei Anspruch auf Teilung oder entsprechenden finanziellen Ausgleich. So wurde aktuell vom Landgericht München entschieden. Damit sind Briefmarken eine absolut scheidungssichere Kapitalanlage. Man muss nur verhindern, dass der Ehepartner während der Ehe auch anfängt zu sammeln.

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Helmut Kohl

Jahrelanges Drängen der Jungen Union führte zum gewünschten Erfolg, am 11. Oktober 2012 ist die Sondermarke zu Ehren des Altkanzlers Helmut Kohl erscheinen. Der eigentlich für die Genehmigung zuständige Bundesfinanzminister Schäuble hatte wegen Befangenheit die Entscheidung der Kanzlerin überlassen.

Nur wenige Tage vorher war übrigens eine Marke mit dem Konterfei der Bundeskanzlerin erschienen: Eine Personifizierte Marke auf Initiative eines wohl etwas übereifrigen Verehrers im CSU – Kreisverband Kehlheim

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Olympiade

Bei den Olympischen Spielen in London hat es die britische Post geschafft, jeweils über Nacht Sondermarken mit britischen Gold-Medaillen-Gewinnern zu produzieren und an jeweils 500 Postämter auszuliefern. Insgesamt wurden 29 Marken von 6 Druckereien hergestellt.

Ansonsten hat sich die Royal Mail bei der Olympiade sehr zurückgehalten, da nicht sie sondern die amerikanische UPS Hauptsponsor war.

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Schlegel

Am 15.8.12 verstarb Hans-Georg Schlegel im Alter von 90 Jahren. Von 1970 bis 1997 war er der führende Prüfer für viele deutsche Gebiete. Marken mit dem Prüfstempel Hans-Georg Schlegel dürften nunmehr endgültig suspekt sein, schließlich existierten etliche Fälschungen seines Stempels, außerdem ist die 5-jährige Gewährleistungszeit abgelaufen.

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Verschätzt

Im Jahr 2009 brachte die US-Post Briefmarken mit den „Simpsons“ heraus, Figuren aus einer Zeichentrickserie. Die Auflage betrug eine Milliarde Marken. Entgegen allen Schätzungen wurden nur 318 Millionen davon verkauft, der Rest wurde vernichtet. Schaden für die Post: Rund 1,2 Millionen US-$.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die US-Post beim Bedarf für die 18 Monate Verkaufszeit verschätzt, so wurden von 500 Millionen Marken mit Flaggen-Motiv nur 25% verkauft. Allein in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wanderte jede dritte Sondermarke in den Reißwolf, was unter dem Strich immerhin mehr als 700 Mio $ Kosten verursachte.

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Marktsplitter

Geändert hat sich in den letzten Monaten wenig, noch immer werden große Mengen Bund, Berlin und DDR angeboten, fast ausschließlich ab 1960 als große Hortungsposten. Gleiches gilt für Österreich, Liechtenstein und UNO. Besonderheiten sind weiterhin beliebt, heute wird viel mehr als früher auf Qualität geachtet, inzwischen haben wohl etliche Sammler gemerkt, dass zum Beispiel gestempelte Berlin-Marken mit sauber lesbarem zeitgerechten Bedarfsstempel nur sehr schwer zu finden sind und erhebliche Preisaufschläge gegenüber Versandstellen-Stempeln zu zahlen sind.

Preisbeispiel: Bund Mi-Nr. 198 bis 2155 komplett gestempelt. Verkauft für 45,60 €.

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Ein (philatelistischer) Lebenslauf

In Wolfsburg war ich dabei, ganz in der Nähe von Prof. Nordhoff stehend, als der 1-millionste Käfer vom Band lief. Kurze Zeit später begann ich, ein Sammler zu werden. Wiking-Autos, besonders stolz war ich auf den Büssing-LKW mit der langen Schnauze und auf den Unimog. Fußball-Bilder, Fritz Walter musste dabei sein, die Mannschaften von Alemannia Aachen, Wormatia Worms und FC Augsburg, schließlich gab es noch keine Bundesliga, keine Sportschau, sondern nur Radio und Fußball-Bilder.

Und es kamen die ersten Briefmarken. Aus unserer Post löste ich die Briefmarken ab, presste sie und hortete sie in leeren Zigarettenschachteln der Marken Lloyd und HB. Die ersten postfrischen Marken durfte ich mir auf der Post kaufen, und dann gab es natürlich die herrlichen Briefmarken aus der Ostzone. Man war den „Brüdern und Schwestern im sowjetisch besetzen Teil des deutschen Vaterlandes“ wirklich eng verbunden. Regelmäßig schickten wir Pakete mit Kaffee und Schokolade „nach drüben“, wobei die Schokolade die Empfänger nie erreichte. Außerdem gab es vom Finanzamt Geld gegen Paketkartenabschnitte.

Zum Dank erhielten wir anfangs schöne Briefmarken-Sätze, zwar ohne die Sperrwerte, doch ich habe mich gefreut. Im Jahr 1961 versiegte meine Quelle für DDR-Marken, denn nun schickte man keine Marken als Dankeschön, sondern Listen mit Bestell-Nummern aus dem Quellekatalog. Außerdem hatten die Kommunisten die Mauer gebaut, die ganze Solidarität gehörte nun Berlin. Man trug kleine silberne Anstecknadeln mit dem Brandenburger Tor. Die meisten Briefe, die mein Vater versandte, wurde mit der grauen 1-Pfennig-Marke zusätzlich beklebt. Ich begann, mich für Berliner Marken zu interessieren, zumal ich im Tausch einige Marken der Saar bekommen hatte. Beinahe motivgleiche Marken mit drei verschiedenen Inschriften, das fand ich gut. Leider gab es schon damals Marken, die ich mir nicht leisten konnte, den Beethoven-Block zum Beispiel, der kostete gestempelt schon bald nach Erscheinen 20 DM, wahrlich ein Vermögen.

Irgendwann um 1965 war es dann mit der Solidarität mit der Vier-Sektoren Stadt Berlin nicht mehr so wichtig, stattdessen wurden wir Europäer. Schlagbäume auf, wir forderten die Vereinigten Staaten von Europa, Beethovens „Ode an die Freude“ als Nationalhymne. Man hörte Radio Luxemburg mit Camillo Felgen als Sprecher, im Urlaub fuhr man nach Luxemburg (Radio Luxemburg besichtigen), nach Frankreich, durch die Schweiz nach Spanien. Selbstverständlich kaufte ich mir in den Urlaubsorten die Briefmarken des Landes, 100 verschiedene Spanien in der Schaupackung für wenig Geld im Zeitungsladen auf dem Campingplatz. Zuhause wurden die dann schön ordentlich in das Album sortiert, zu Geburtstagen oder zu Weihnachten bekam ich Zubehör geschenkt.

Außerhalb der Ferien begleiteten mich die Briefmarken. Ich lebte im Internat und bekam jeden Montag meine drei DM Taschengeld. Als einziger Nichtraucher in der ganzen Clique war ich somit recht wohlhabend und hatte ausreichend Geld für den Flipper. Dank der Briefmarken konnte ich meine finanzielle Lage sogar erheblich aufbessern: Uns war es verboten, Wolfenbüttel ohne Genehmigung zu verlassen. Im benachbarten Braunschweig befand sich jedoch ein Briefmarkengeschäft. Also schwang ich mich auf mein Rennrad, fuhr heimlich durch die Feldmark zu dem Händler. Es war nicht die große Firma Borek, sondern ein kleines Ladengeschäft. Dort gab es Tütchen mit verschiedenstem Inhalt für jeweils eine DM. Für mich kaufte ich die Tütchen mit den 40 verschiedenen Europa-Marken, für meine Mitschüler die mit den 100 verschiedenen alle Welt. Die ließen sich im Internat sehr gut verkaufen, schließlich gab es viele Sammler. Bei exotischen Ländern wie Bermudas, Sarawak oder ähnlichem wurde in der Bibliothek erst einmal der Globus zu Rate gezogen um festzustellen, wo das Land überhaupt ist. Meine Einkünfte waren nicht schlecht.

Während der Lehre waren andere Dinge wichtiger als die Briefmarken. Hauptschuld daran hatte wohl eine Frau Mary Quand, sie hatte den Mini-Rock erfunden. Direkt nach der Lehrzeit kamen Bundeswehr, Ehe und Briefmarken. Zuerst in Ramstein / Kaiserslautern. Auch hier gab es einen kleinen Händler, und so manches Stück kaufte ich bei den Inserenten der Briefmarken-Zeitungen. Bei Schwanke in Hamburg wurde ich Kunde für Schachteln und Kartons. Es folgten Jahre auf Kreta, in der kleinen Poststelle auf unserem Flugplatz wurde ich Stammkunde. Den Händler in der Stadt besuchte ich gelegentlich, er hatte ganze Steckbücher voll mit Inselpost der Wehrmacht und erfüllte Sonderwünsche („Viererblock mit kopfstehendem Aufdruck“) sehr schnell und zuverlässig. Er war zwar relativ günstig, doch ich verzichtete auf die Machwerke.

1975 nach Fürstenfeldbruck versetzt besuchte ich einen Großtauschtag des Philatelistenvereines im Jungbräu. Die sehr netten Händler nahmen mir alle postfrischen Griechen ab. Die seien zwar nichts wert, aber ein paar Mark könne man mir geben. Am Eingangsbereich saß der Vorstand, bei dem füllte ich das Aufnahmeformular aus.

Schnell fand sich ein kleiner Kreis von Sammlern, die Spaß haben wollten. So wurde „Briefmarken-Lotto“ gespielt: Bei Katalog-Auktionen, zum Beispiel bei Götz in Oberkirch, wurden geringe Beträge für Kartons geboten, deren Beschreibung sehr knapp war: „Karton mit allerlei Material“, Ausruf 30 DM. Wir boten 32 DM. Gelegentlich hatten wir Glück. Sehr häufig waren wir samstags bei Henker. Absolutes Chaos, bis zu den Ellenbogen wühlte man bei der Besichtigung in Alben. Viel Schrott gab es, doch man konnte auch so manches Schnäppchen machen. Untereinander und im Verein wurde dann getauscht, Stücktausch oder exakt nach Michel. Mehrmals im Jahr bekamen wir riesige Mengen Umschläge vom Deutschen Patentamt, jedes Mal war mein Ford-Taunus total überladen. Viele große Umschläge mit hohen Frankaturen dabei. Also wieder schnippeln und ablösen. Gerne wurden Messen und philatelistische Großveranstaltungen besucht. IBRA Nürnberg, Sindelfingen, Stuttgart, Regensburg, Würzburg, Ingolstadt, Salzburg, man kam herum.

Irgendwann übernahm ich im Verein Verantwortung, 1. Vorsitzender, jedoch wusste ich damals nicht, dass die in Fürstenfeldbruck quasi auf Lebenszeit gewählt werden.

Die Bestände wuchsen. Eigentlich spielte das keine Rolle, doch bei gelegentlichen Umzügen merkte man doch, dass die Menge einfach zu groß ist. Früher reichte ein Fach in der Schrankwand, heute sind es viele Meter massive Regale aus einer Ladeneinrichtung für die Alben, dazu etliche Schränke mit Schachteln, Kartons und Kisten. Dank vieler Rentenreformen bin ich noch immer nicht endgültig in Rente, doch hoffe ich, dass es eines Tages soweit sein wird. Und dann werde ich viel Zeit darauf verwenden können, aufzuräumen, zu sortieren.

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Schade

In einem etwas wilden Posten fand sich ein schöner Beleg. So etwas kann man zum Prüfen schicken.

RS1301b

Das Ergebnis war ernüchternd: Marken falsch, Aufdrucke falsch, Adresse falsch, alle Stempel falsch.

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Frankreich

In verschiedensten Variationen ist die „Marianne“ auf französischen Briefmarken erschienen. Doch die neueste Ausgabe sorgt für gewaltige Diskussionen. Eindeutig ist das Bildnis einer Femen-Aktivistin zu erkennen. Das sind die jungen Damen, die barbusig und wild schreiend bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten protestieren. Zwar ist auf der Marke (leider?) nur der Kopf, trotzdem geht es in Frankreich rund.

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3.800 Flyer bei Post „verschwunden“

Im September 2012 wurden bei der Post in Österreich 3.800 Programm-Hefte für eine Veranstaltung aufgegeben. 30 kamen an, der Rest ist verschwunden.

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Tipps für Spekulanten

Offensichtlich wird noch immer von schlauen Sammlern kräftig auf Wertzuwächse spekuliert. Um diesen Leuten Hilfestellung zu geben, haben wir einige Tipps für erfolgversprechende Spekulation zusammen gestellt. Außer vielleicht in der Werbung von großen Händlern werden Sie diese Empfehlungen noch nirgendwo gelesen haben:

1. Horten Sie Länder mit Entwicklungspotential

Zum Beispiel Nord-Korea. Noch sind die schönen Marken sehr sehr billig zu bekommen. Doch was passiert, wenn es dort zu einem politischen Umbruch kommt, wenn die Bevölkerung nicht mehr total verarmt ist? Richtig, sie fängt an, Briefmarken zu sammeln. Etliche Millionen Nordkoreaner suchen plötzlich Material, da muss es einfach zu enormen Preissteigerungen kommen.

2. Achten Sie auf die Bevölkerungsentwicklung

Was soll aus einem Land wie China werden, wenn die mit ihrer 1-Kind Politik weitermachen ? Kein Nachwuchs, keine Philatelisten. Die Jugend von DDR, Griechenland und Spanien wandert aus, mit allen negativen Konsequenzen für das Marktpotential für Briefmarken. Horten Sie also Obervolta, Indien oder Äquatorial-Guinea, hier sind die Geburtenraten sehr hoch, folglich auch die Zahl zukünftiger Briefmarkensammler.

3. Freizeitverhalten beachten

Ein Land mit einer großen Bevölkerung muss nicht unbedingt eine große Anzahl von Briefmarkensammlern haben, das sollte der Spekulant berücksichtigen, wenn er in die Zukunft blickt. Niederländer beschäftigen sich eher mit Wohnwagen als mit Briefmarken, Schweizer mit Geldscheinen, Briten mit Humor und Cricket, Deutsche mit Weltverbesserung und Österreicher mit gar nichts.

4. Investieren Sie in politische Instabilität

Je häufiger in einem Land Revolutionen stattfinden, desto häufiger werden Briefmarkenausgaben ungültig, entsprechend kurz sind die Gültigkeitsdauern. Und damit kann man ganz leicht Geld verdienen. Der Schah von Persien, Mubarak, Gaddafi, Ulbricht, alles abgeschlossene Sammelgebiete mit Potential. Marken mit Abbildungen von Mao kosten inzwischen viel mehr als Marken mit der Queen, der Zar ist teurer als Putin.

5. Risikostreuung

Motivsammler gibt es viele, sehr viele sogar. Bei den Gebieten gibt es Moden und Trends. Luftfahrt, Weltraum, Päpste, Blumen, Pferde, man weiß nie, was als nächstes gesucht wird. Die Chancen für den Spekulanten steigen enorm, wenn er in allen Bereichen gut bestückt ist. Statt 1.000 Blocks mit Lady Diana sollte er nur 500 auf Lager legen, und dazu 500 Blocks mit Lokomotiven. Und vielleicht 500 Blocks mit Kühen und 500 Blocks mit Pilzen. Damit ist egal, was in Mode kommt, der Spekulant hat das Material.

6. Klotzen statt Kleckern

Hat man zwei Marken, die um  10 Cent teurer werden, dann ist man um 20 Cent reicher. Bei 20.000 Marken wären es jedoch 2.000 Euro. Folglich ist es besser, wenn man ganz viele Marken hortet, schließlich soll sich die Spekulation lohnen.

7. Buchführung

Was nützt es, wenn man sehr viele Marken aus der ganzen Welt hat, und man weiß nicht, welchen Wert sie haben ? Es könnte doch durchaus sein, dass der Wert gestiegen ist und man Gefahr läuft, eine Marke zu günstig zu verkaufen. Also ist es für den fortgeschrittenen Spekulanten absolut notwendig, über die neuesten Kataloge zu verfügen und ständig die Bestände auf eventuelle Preissteigerungen zu überprüfen. Zwar kosten die Kataloge einen ordentlichen 4-stelligen Betrag, doch man vermeidet ungewollte Verluste.

Sollte der Spekulant obige Ratschläge befolgen, dann kann eigentlich gar nichts mehr schiefgehen. Natürlich kann keine Garantie übernommen werden, dass diese Tipps zum Erfolg führen. Schließlich hat der Autor eine ganz andere Taktik bei der Spekulation: Er fliegt gerne in den Urlaub und kauft dort auf dem Postamt für ein paar Euro postgültige Marken in der Hoffnung, dass sie eines Tages soviel Profit abwerfen, dass der Urlaub kostenlos war. Er beherzigt somit die Weisheit, dass der wahre Profit im günstigen Einkauf liegt.

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Preisgestaltung auf österreichisch

In Österreich ist eine „Markenedition“ mit Reptilien und Lurchen erschienen. Sie besteht aus 15 Mar­ken zu je 62 Cent sowie 5 Marken zu je 70 Cent. Zusammen also ein Frankaturwert von 12,80 €. Verkauft wird der Kleinbogen für 19,90 €, im Abo kostet er 14,90 €

Das ist kein Einzelfall, schon Egon Schieles Bild „Frau mit schwarzem Haar“ erschien als Marken-Edition. Nominale 62 Cent, Verkaufspreis 2,10 €, im Abo 1,60 €

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Großtauschtag in der Marthabräu-Halle

Die Sammlergilde Sankt Gabriel hatte in Bruck ihr Jahrestreffen mit Aus­stellung, am letzten Tag führten wir einen Tauschtag durch, und einige unserer Mitglieder stellten aus. Wir hatten empfindliche Problemchen, so zum Beispiel fehlende Schlüssel für die Ausstellungsrahmen, doch dank des hervorragenden Engagements einiger Vereinsmitglieder wurde die Probleme letztendlich gelöst. Der Besuch war sehr gut, sowohl in der Ausstellung als auch bei den Anbietern. Alle Tische waren besetzt, gegen 11 Uhr zählten wir gut 100 Personen in der Halle, alle Anbieter waren mit den Umsätzen zufrieden. Unsere Kasse hat positiv abgeschlossen.
Zwei erhebliche Mängel zeigten sich jedoch: Es war in der ansonsten sehr geräumigen Halle sehr kalt, die Beheizung hätte ein Vermögen gekostet. Außerdem war die Beleuchtung längst nicht ausreichend. Zwar gibt es etliche Strahler, doch die lassen sich in der Halle nicht nach unten drehen.

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Nachlass

Nochmals der Rat, die eigenen Nachlass-Angelegenheiten rechtzeitig zu regeln, es kann sonst leicht zu Streitereien unter den Erben kommen, und das kann unter Umständen lange dauern. So ist ganz aktuell ein Erbschaftsprozess in Malta abgeschlossen worden. Er hat 82 Jahre gedauert.

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Einsteckbücher

Vor einiger Zeit hatten wir im Rundschreiben einen kleinen Artikel über die Veränderungen im Zubehörbereich. Von den vielen Albenherstellern sind eigentlich nur noch zwei übrig geblieben. Wir hatten seinerzeit darauf spekuliert, dass wegen der fehlenden Konkurrenz die Preise steigen werden. Leider haben wir Recht gehabt. So konnte man vor drei Jahren noch für knapp 10 Euro ein Einsteckbuch mit 64 Seiten bekommen. Heute ist der Normal-Verkaufspreis 22,50 €. Die „unverbindliche Preisempfehlung“ beträgt sogar 33,50 €. Unser Tipp: Schauen, ob man im Handel noch Restbestände für ca. 13 € bekommt (bzw. ca. 17 € für geteilte Seiten).

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Münzen

In einem EU-Land ist ein Ermittlungsverfahren wegen Bestechung gegen leitende Mitarbeiter der Nationalbank eingeleitet worden. Sie hatte für andere Länder Münzen hergestellt. Interessant, in welchen Größenordnungen „Provisionen“ gezahlt wurden: In ein Land der ehem. Sowjetunion wurden immerhin 20% des Auftragswertes an Entscheidungsträger gezahlt, im Nahen Osten waren nur 14% fällig. An Münzen lassen sich also offensichtlich recht ordentliche Summen verdienen.

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Bruck - Marken

Unsere Marken waren erschienen. Der Verkauf lief ganz ausgezeichnet, so ganz langsam machten wir uns schon Sorgen, ob wir beim Altstadtfest überhaupt noch ausreichend Marken haben würden. Leute kommen, wollen eigentlich nur je eine Marke. Dann sehen sie den ganzen Bogen und nehmen gleich den. Sammler aus ganz Deutschland mit Polizei-Motiv haben die Marken bei uns bestellt, schließlich ist es ja die Polizei-Schule. Außerdem bestellten viele Sammler, die sich mit Klöstern beschäftigen. Erstaunlich viele Leute kauften Marken / Karten weil sie Belege von Fürstenfeldbruck sammeln.

Zum Beginn des Altstadtfestes am Freitag gegen 18:00 Uhr hatten wir noch 250 Marken. Viele wollten 10 oder mehr Marken kaufen, doch sie bekamen maximal drei oder vier. So gelang es uns, den Vorrat bis Samstag 12:00 Uhr zu strecken, doch dann war endgültig Schluss. Den Rest des Tages und den gesamten Sonntag konnten wir nur noch die Leute zum Sonderpostamt schicken.

Wir haben kurzfristig einen Nachdruck machen lassen, bei Bedarf bitte kurzfristig melden. Der Sonderstempel ist noch bis Mitte August bei der Versandstelle in Weiden erhältlich.

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Zeitgeschichte

Briefmarken sind oftmals ein Zeichen der Zeitgeschichte. Sie dienten der politischen Propaganda. Politische Verhältnisse wurden oft genug auf Briefmarken dargestellt, nicht nur im Dritten Reich, sondern weltweit lassen sich genügend Beispiele finden. In sehr vielen Ländern lassen sich die aktuellen politischen Verhältnisse und Einstellungen anhand von Briefmarken belegen. In keinem Land der Erde werden so viele nationale Symbole abgebildet wie in den USA, man braucht sich nur einmal anschauen, wieviele Flaggen-Ausgaben es dort gibt.

Die meisten dieser politisch beeinflussten Briefmarken haben allerdings nur eine relativ kurze Lebensdauer. Die Völkerfreundschaft der DDR mit ihren sozialistischen Bruderstaaten galt zum Teil nicht allzu lange und wurde von der Wirklichkeit überholt. Die Markenausgabe zur Deutsch-Chinesischen Freundschaft ist solch eine Ausgabe, die Freundschaft war schnell vorbei.

Herrscher lieben die Selbstdarstellung, auch wenn sie nur kurze Zeit Kaiser von Zentralafrika sind, Putschist in einem Kleinstaat, Diktator irgendwo, das Konterfei gehört auf eine Briefmarke, schließlich soll das Volk den geliebten Herrscher täglich vor Augen haben.

Ein Beispiel fiel mir vor einiger Zeit in die Hände,

RS1301c

hier findet sich alles vereint: die protzige Selbstdarstellung, und auch die (geschichtliche) Kurzlebigkeit.

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Nachwuchs

Ein 11-jähriger Bub erscheint auf Vermittlung von Herrn Schweitzer. Der Knabe wohnt in Eichenau. Montag bis Freitag Mittag lebt er in einem Internat am Starnberger See. Berufsziel: Pyrotechniker.

Aber nicht von Freitag Mittag bis Sonntag Abend und in den Ferien. Da dreht sich alles um Briefmarken. Er hat sich auf Automatenmarken spezialisiert. Die verschiedenen Gerätetypen, Erscheinungsformen, Erstverwendungen und und und, er kennt sich aus. Er legt im Laden aus den unsortierten Beständen Lagerbücher an, durchsucht auf Besonderheiten. Bittet man ihn, je einen Satz von Bund und Berlin (möglichst mit rückseitiger Nummer) zusammen zu stellen, dann ist man an den falschen geraten, denn er möchte ganz exakt wissen, ob (und dann folgen eine Menge mir unbekannter Abkürzungen ähnlich wie „S2TII“) oder doch der andere gewünscht wird.

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Jugendgruppe

10 Jahre hat sich Herr Schweitzer bei den Briefmarken-Kindern im Kinderhort engagiert. Unzähligen Kindern hat er in den Jahren Briefmarken und Stempel näher gebracht. Besondere Ereignisse und Themen wurden philatelistisch bearbeitet. Nun ist seit Ferienbeginn Schluss damit, aus gesundheitlichen Gründen kann Herr Schweitzer die Arbeit nicht mehr machen, und ein Nachfolger wurde nicht gefunden.

Zum Abschluss erhielten die Kinder, die sich mit Eltern oder Großeltern weiter mit den Marken beschäftigen wollen, ein großes Einsteckbuch mit Marken, ebenso wurden die anderen Kinder beschenkt. Als Dank für Herrn Schweitzer hatten die Kinder einen Folder zusammen gestellt, beklebt mit Briefausschnitten zu allen Themen, die in den 10 Jahren behandelt worden waren, Wuppertaler Schwebebahn, Zoos in Deutschland, Leuchttürme usw. usw.

Wir können nur nochmals Herrn Schweitzer herzlichen Dank sagen für sein langjähriges Engagement.

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Sommerpause / Sommerfest

Völlig überraschend und so ganz nebenbei haben wir erfahren, dass unser Vereinslokal im Juli wegen Umbau geschlossen wurde. Unser Sommerfest findet am 17. August ab 18:00 Uhr im Biergarten statt. Bitte kommt zu einem gemütlichen Abend.

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Internet

Internet (Stand 07.08.2013):
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