1 / 2016

Rundschreiben 1 / 2016 - Nr. 120

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Sommerfest
Fälschungen
5 Euro
Motivsammlungen
Christoph Gärtner
DDR-Briefmarken
Auktionen
Vereinsbeitrag
Kleine Schönheit
Ende der Philatelie
Demonstration
Marktlage
Plattenfehler
Bedarfspost
Dokumentenfund
Mitgliederversammlung
Bericht von der Jahreshauptversammlung am 24.5.2016
 

Vorwort

Es ist beinahe wie in den alten Zeiten: Das Rundschreiben wächst und wächst. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere geneigte Leser ein paar Informationen findet.
Bei den Vorbereitungen des Vereinsjubiläums geht es vorwärts, so hat uns zum Beispiel Frau Knape einen großen Bestand an Rundschreiben zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank dafür.
In einigen Artikel dieses Rundschreibens finden sich Informationen z. B. über Auktionsfirmen oder Händler. Namen dazu gibt es, sofern gewünscht, an den Tauschabenden.

Ob es dieses Jahr wieder eine Sommerpause auf der Lände gibt, wissen wir noch nicht, letztes Jahr überraschte es uns (und den Wirt).

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Sommerfest

Am 16.07.2016 (einem Samstag) treffen wir uns ab 18 Uhr im Biergarten auf der Lände. Es ist dann nicht mehr so heiß und die Fußball-Europa-Meisterschaft ist vorbei (hoffentlich bekommen wir mehr Stimmen als beim Grand Prix ...). Wie immer sind Gäste / Freunde / Familienangehörige willkommen. Wegen eines eventuellen Zuschusses bitten wir um Anmeldung.

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Fälschungen

Man kann in den letzten Jahren den Eindruck gewinnen, dass die Anzahl der angebotenen Fälschungen erheblich zugenommen hat. Gleichzeitig scheint die Qualität der Fälschungen besser geworden zu sein. Grund genug, sich ein paar Gedanken zum Thema zu machen:

Zweifellos sind die Zeiten für Fälscher sehr gut, Dank internationaler Freizügigkeit und besserer technischer Möglichkeiten lassen sich heute gefälschte Produkte (es sind ja nicht nur Briefmarken betroffen ...) leichter herstellen und weltweit verkaufen. Auf der anderen Seite stehen noch immer Käufer, die keine Lupen vor den Augen haben, sondern riesige €-Zeichen. Die Profit-Geier betteln förmlich darum, betrogen zu werden. Für einen gewöhnlichen Brief mit Hitler-Dauerserie gibt es gar nichts. Also versehe ich ihn irgendwo mit einem Hakenkreuz, uns schon bekomme ich von jedem Ami mit Freuden 20 Dollar.

Doch ganz so einfach ist das Problem nicht. Versuchen wir, das an einem Beispiel zu belegen:

Otto Normalsammler hat gespart. Nun will er in seinem Vordruckalbum Berlin die Lücke mit einer gestempelten 1-DM-Schwarzaufdruck schließen. Er ersteigert ein schönes Exemplar, lesbarer Berlin-Stempel vom 22.7.1948, das Prachtstück ist tiefstgeprüft Schlegel BPP (Otto hat vorsichtshalber im Katalog das Kapital über Stellungen von Prüfzeichen gelesen), der Anbieter hat viele Bewertungen, alle positiv. Otto freut sich über den günstigen Preis und über den Blickfang in seinem Album.

Natürlich ist Otto Normalsammler einer Fälschung aufgesessen. Kann man ihm einen Vorwurf machen? Nein, das kann man nicht. Als Normalsammler kann man nicht von ihm erwarten, dass er sich mit Aufdruck-Farben, Aufdruck-Winkeln, und allen anderen Details auskennt. Er musste nicht wissen, dass es niemals eine echte 1-DM-Schwarzaufdruck mit einem Stempel aus dem Juli geben kann (sie kamen am 6.9.48 heraus und waren bis 31.3.49 gültig, dazwi­schen liegt kein Juli). Er musste nicht wissen, dass massenweise Material auf dem Markt ist welches, sehr vorsichtig ausgedrückt, extrem merkwürdig „geschlegelt“ wurde. Otto Normalverbraucher musste auch nicht wissen, dass der Verkäufer in einschlägigen Foren als jemand geführt wird, der fast ausschließlich Fälschungen anbietet. Mit, wie in diesem Falle, gefälschten Prüfzeichen.

Bei Spezial-Sammlern sollte man wesentlich mehr Wissen voraussetzen, nicht nur über die Besonderheiten ihres Sammelgebietes, sondern auch über das Umfeld wie Seriosität von „Prüfern“, Reputation von Auktionatoren, Fälschungsgefährdung, Herkunft und Vorbesitzer der Stücke usw. usw. Das mindert erheblich die Gefahr, Fälschern aufzusitzen. Erforderlich sind also Fachwissen statt oftmals anzutreffendes Imponiergehabe.

Doch welche Ratschläge kann man dem gewöhnlichen Sammler geben? Eigentlich haben wir schon alles (und das vielfach) gesagt, daher nur ein paar Stichpunkte: Nur bei persönlich bekannten Anbietern mit Rückgaberecht und Nachprüfungsgarantie kaufen. Für gute Stücke bereit sein, einen fairen Preis zu zahlen, eine blaue Mauritius gibt es nicht als echt für 5% vom Michel. Die Katalog-Gläubigkeit endlich aufgeben, das ist eine sehr teure Liste zum Abha­ken mit einigen zusätzlichen Informationen, mehr nicht. Anerkannte Philatelis­ten wie z.B. Herr Jakubek haben sich unseres Wissens nie dazu geäußert, ob sie nach Michel oder Philex sammeln. Und ruhig mal einen fragen, der Ahnung hat. Da konnte in vielen Fällen schon sehr gut im Verein geholfen werden. Und wenn man mehr Geld ausgeben will, dann sollte ab einer bestimmten Größen­ordnung, z.B. 200  € Kaufpreis, ein Fotoattest verlangt werden, ein deutsches selbstverständlich, und keines aus der Schweiz, Rumänien oder Kirgisien.
Und im Markt? Nun, im Internet gibt es ein paar sehr gute Fälschungsbekämpfer, sie haben viel Wissen, Zeit und Geld investiert, um es den schwarzen Schafen etwas schwerer zu machen, so zum Beispiel bei STAMPSX.de mit Nennung von Ross und Reiter. Dagegen hört man vom BDPh praktisch nichts mehr auf dem Sektor. Händlerverband und Verband der Briefmarkenversteige­rer machen ein paar erste Schritte.

Grundlegend den Fälschern beikommen könnte der Bund Philatelistischer Prüfer (BPP). Bei aller berechtigten Kritik an diesem Verein hätte er das probateste Mittel an der Hand, die Fälscher empfindlich finanziell zu treffen und den Markt zu säubern, schließlich ist das „BPP“ ein eingetragenes Zeichen.

Beispiel dazu: Egal wo Fälschungen von Sportschuhen mit den drei Streifen auftauchen, die Firma adidas macht ihre Rechte geltend und die Falsifikate werden sofort aus dem Verkehr gezogen, Geldstrafen, Anwaltskosten usw. werden fällig. Egal, ob Produzent oder Händler, es trifft jeden. Der BPP könnte das genauso handhaben. Alle gefälschten BPP-Prüfzeichen könnten so schnell aus dem Markt gezogen werden, Hersteller und Verkäufer müssten bluten. Warum macht man das nicht? Zweifellos hätte man das Recht dazu, fürchtet man jedoch eine öffentliche Debatte über merkwürdige Dinge unter dem Dach des Verbandes, über Dinge, die schon lange im Gespräch sind und nun zu einer Diskussion in der breiten Öffentlichkeit führen könnten?

Kurz gefasst: Die zunehmende Häufigkeit an Fälschungen fällt auf, was eventuell darin begründet sein mag, dass es derzeit mehr engagierte Fälschungsbekämpfer gibt. Mehr Hirn und weniger Profitgier würde beim Einkauf schadensmindernd wirken. Und die Verbände, die mit starker Hand aufräumen könnten, die haben derzeit wohl andere Sorgen. Es mag ein Trost sein, wenngleich auch nur ein schwacher: Es gibt auf der Welt etliche Millionen Hobby-Sportler, die Spaß an ihren Aktivitäten haben. Über der Masse schwebt eine sehr große Zahl von Leistungssportler. Die wollen mehr erreichen. Darüber gibt es die Spitzensportler, welche systematisch und mit professioneller Hilfe gedopt haben. Den Verbänden war das Problem bekannt, denn man hatte ja eine Anti-Doping-Agentur eingerichtet. Insofern war das Doping kein Thema mehr für die Verbände und man konnte sich weiter um die Vermarktung und die personelle Führung kümmern. Erst als der Verlust von Sponsoren und damit finanzielle Einbußen drohten, wurde man aktiv und drohte sogar großen Nationen mit dem Ausschluss von Olympia. Plötzlich wurde man aktiv.

Überträgt man das Sport-Beispiel auf die Philatelie, dann sieht man viele Parallelen. Nur wird beim Doping bereits aufgeräumt, bei den Fälschungen noch nicht.

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5 Euro

Ab Mitte April waren die Sammler am Spinnen. Alle waren auf der Suche nach dem neuen 5er mit dem blauen Ring. In der Landeszentralbank bekam man wohl nach langem Anstehen einen pro Tag. Die Hausbanken hatten keine (so sagte man). Beim örtlichen Briefmarken- und Münzenhändler ging den ganzen Tag Tür-auf, Tür-zu, Tür-auf, Tür-zu. Der hatte aber auch keine. Am 25. April vormittags hatte allein ein Händler bei Ebay 6320 Stück für je 18,90 € plus 3,90 € Versand verkauft. Immerhin ein Rohertrag von 87.848 €. Wobei sich die Frage stellt, ob der sich demnach schon an mehr als 6320 Tagen angestellt hatte ... Polierte Platte kostet um 89 Euro das Stück.

Da läuft mal wieder eine große Veralberung der Sammler. Der Gebrauchswert der Münze ist nicht die aufgeprägte 5 Euro, sondern praktisch Null! Man braucht nur zu versuchen, bei Aldi oder dem MVV mit dem Ding zu bezahlen. Früher, da langte das 5-Mark-Stück für den Besuch des horizontalen Gewerbes, deswegen war es ja ein „Heiermann“. Versucht das heute einmal mit dem 5-Euro-Stück. Das funktioniert nicht einmal in Billig-Ländern, denn der 5-er ist nur in Deutschland gültig. Er soll ja ungeheuer sicher für Automaten sein. Doch gibt es gar keine Automaten für 5-Euro-Stücke.

Die Auflage beträgt 2 Millionen, selten ist die Münze also nicht gerade. Und schlappe 89 Euro für „Polierte Platte“ ausgeben macht noch weniger Sinn, in ein paar Jahren fragt niemand danach, ob es polierte Platte ist oder nicht. Wer also kein 5-Euro-Stück erhalten hat, der braucht nur abwarten, die kommen schon. Bis dahin kann man sich ja mit der 5-Euro-Münze von Finnland behelfen, sie wird für 6,90 angeboten und keiner will sie.

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Motivsammlungen

Endlich gibt es wieder sportliche Großereignisse wie Olympische Spiele und Fußballeuropameisterschaft. Also sammeln wir: Fußball-Bildchen ab 15 Euro Einkauf. Herrliche Sport-Briefmarken aus aller Welt, mit geringer Auflage, in Vordruckalben, zuverlässig günstig im Abo geliefert. Ruderer aus Spanisch-Sahara, Damenstaffeln aus Saudi-Arabien, Dressur-Reiter von der Elfenbein­küste. Freuen wir uns an der Schönheit dieses philatelistischen Materials. Das muss es uns doch ein paar tausend Euros wert sein. Zu Oma Queens 90. Geburtstag haben wir doch auch die Marken aus der ganzen Welt gekauft (oder waren es die Serien zur Geburt ihres 38. Urenkels?)

Zumindest für bestimmte Motivausgaben hätte ich einen ganz einfachen Vorschlag zu machen. Motivausgaben zur Hochzeit von wichtigen Persönlichkei­ten kann man wieder gegen Kostenerstattung zurückgeben, wenn das Paar sich scheiden lässt. Da hätte ich damals einen riesigen Bestand von der Hochzeit Diana & Charles nach der Trennung zu Geld machen können.

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Christoph Gärtner

Anfang Mai ist das Auktionshaus Schwanke in Hamburg an Christoph Gärtner verkauft worden. Zusätzlich zu seiner eigenen Firma hat er damit Schwanke, Hamburg, Mohrmann, Hamburg, Detlef Hilmer, München, Rauss & Fuchs, Stuttgart sowie Pumpenmeier. Schade um die Firma Schwanke, schon mein Vater war dort treuer Kunde, ich selbst habe dort bereits in den frühen 70igern gekauft. Einfacher Katalog, jedoch mit ehrlichen (oftmals humorvollen) Beschreibungen. Schlichtweg ein ehrbarer Kaufmann.
Über die Hintergründe der Expansion der Fa. Gärtner wird heftig spekuliert, warten wir gelassen ab, was da wirklich passieren wird. Eines sollte man jedoch beachten: Die Firmengruppe ist bis auf auf das neu hinzugekommene Auktionshaus Schwanke nicht Mitglied im „Bundesverband Deutscher Brief­markenversteigerer e.V.“ Siehe dazu gesonderten Artikel in diesem Rund­schreiben.
 

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DDR-Briefmarken

Schon frühzeitig wurden die Bürger der DDR aufgefordert, einfache billige Marken zu sammeln, also Schrott. Hier der Beweis:

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Auktionen

Es ist ein Irrtum wenn man glaubt, es gäbe nur noch Ebay und das war es. Nein, die Auktionsfirmen mit ihren Katalogen existieren noch immer. Viele sind vom Markt verschwunden, wobei man das bei einigen sehr bedauern muss, stellvertretend sei hier an einige erinnert: Kruschel, Berlin, über jeglichen Zweifel erhaben, er hat die Auktion von echten Raritäten regelrecht zelebriert; Kleisz in Stuttgart, Koegel und Schmitt in Berlin, hervorragende Losbeschreibungen von absoluten Fachleuten, deren Kataloge Handbücher ersetzten.

Andere firmierten um, der alte Name ist nur noch Bestandteil der Firmenbezeichnung, hier seien Köhler, Hettinger, Kruschel (= Rauhut & Kruschel) erwähnt. Doch etliche Firmen existieren noch. Natürlich haben sie im Markt zu kämpfen, schließlich brauchen sie gute Einlieferungen, qualifizierte Beschreibungen und einen kaufkräftigen Kundenstamm.

Nur scheint es, als wenn die Auktionatoren unterschiedliche Wege zur Umsatzerzielung beschreiten. Die einen (ca. 40) schließen sich zum „Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V.“ zusammen. Sie wollen damit eine Art Qualitäts- und Vertrauenssiegel schaffen und geben sich verpflichtende Regeln:

Verhaltensregeln des Bundesverbandes Deutscher Briefmarkenversteiger e.V.:

Die im Bundesverband Deutscher Briefmarkenversteigerer e.V. (BDB) zusammengeschlossenen Auktionsfirmen verpflichten sich:

  • Im Wettbewerbsverhalten die Grundsätze der Lauterkeit und Fairness einzuhalten und in ihrer Werbung irreführende und anreißerische Aussagen zu vermeiden
  • Als Mittler zwischen Auftraggebern und Erwerbern unter Beachtung der für Versteigerer geltenden Rechtsvorschriften die Interessen beider Seiten ausgewogen wahrzunehmen
  • Insbesondere alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um Absprachen jeder Art zu verhindern, die Einlieferern oder Erwerbern zum Schaden gereichen können
  • Dem Gebot der Transparenz der Auktionsabläufe Rechnung zu tragen (z. B. durch Veröffentlichung von Ergebnislisten)
  • In die Beschreibung der Lose wertmindernde Auffälligkeiten einzubeziehen
  • Unklarheiten bezüglich Prüfergebnissen aufzuklären
  • Über Vorhandensein und Höhe vorliegender Gebote an Dritte keine Auskünfte zu erteilen
  • Schriftliche Gebote nur in dem Umfang auszuschöpfen, der erforderlich ist, um anderweitige Gebote zu überbieten
  • Die Abrechnung mit den Einlieferern für jede Auktion innerhalb angemessener Frist durchzuführen
  • Berechtigte Reklamationen zwischen Erwerbern und Einlieferern zügig abzuwickeln.
  • Die Mitglieder des BDB erkennen diese Verhaltensregeln als verbindlich an. Nachhaltige schwere Verletzungen einzelner Bestimmungen gelten als Verstöße gegen einen Verbandsbeschluss i.S.d. § 7 Ziff. 2 der Satzung und können den Ausschluss aus dem Verband nach sich ziehen.

(Stand 9.5.16 / Internetseite des BDB e.V.)

Ob man aus dieser Selbstverpflichtung einen Rechtsanspruch ableiten könnte, mag dahingestellt bleiben. Für das Bauchgefühl beim Einkauf ist die Selbstverpflichtung sicherlich positiv zu bewerten.

Andere Auktions-Firmen scheinen da wohl mehr an der Maximierung des schnellen Gewinnes interessiert zu sein als an der langfristigen vertrauensvollen Beziehung zu Einlieferern und Bietern. Man hört immer wieder Andeutungen über erstaunliches Geschäftsgebaren. So werden Lose auffällig oft zum Maximalgebot zugeschlagen und nicht, wie eigentlich in den Geschäftsbedingungen zugesichert, nur eine Stufe über dem darunter liegenden Gebot. Aufgefallen ist das Bietern, die Maximalgebote mit sehr krummen Beträgen abgegeben haben. Erstaunlicherweise erhielten sie zu exakt dem Betrag den Zuschlag. Eine Überprüfung ist nicht möglich, schließlich lässt sich der Auktionator nicht in die Karten schauen. Anderes Beispiel: Kunde erhält bei einem Los den Zuschlag, aber nicht das ersteigerte Los. Laut Auktionator war die Preisvorstellung nicht erreicht. Darf der das? Nein, wenn das während der Auktion geschieht, dann kann der Auktionator ein Los zurück ziehen, aber nach Zuschlag wohl eher nicht.

Denkbar wäre allenfalls, dass ein „Zuschlag unter Vorbehalt“ erfolgt, an diesen wäre der Bieter gebunden, der Auktionator nur unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Einlieferers. Üblich ist das allerdings nur bei Untergeboten.

Und letztendlich gibt es Auktionsfirmen, die haben einen Ruf der fürchterlichsten Art. Ich selbst habe vor langer Zeit erst den Auktionserlös erhalten, nachdem ich über Rechtsanwalt und Mahnbescheid Druck gemacht hatte. Die Firma war bald danach am Ende, tauchte aber schnell wieder unter gleichem Namen mit anderer Anschrift auf. Bei einem anderen Auktionshaus scheinen viele Käufer schlechte Erfahrungen mit merkwürdigen Losbeschreibungen und allerlei suspektem Material gemacht zu haben. Ich selbst habe meine Geschäftsbeziehung zu diesem Auktionshaus schon vor langer Zeit eingestellt, denn ich hatte dort eine laut Beschreibung umfangreiche Olympiade-Sammlung ersteigert. Sie bestand aus einer Menge Zeitungsausschnitten und einem Marken-Satz von Paraguay

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Vereinsbeitrag

Soweit noch nicht geschehen bitte die 20 € in bar beim Kassierer einzahlen oder auf unser Konto überweisen

Die Kontonummer entnehmen sie bitte dem Rundschreiben.

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Kleine Schönheit

Manche Dinge muss man einfach aufheben, weil sie schön sind. Kleine „Damenbriefe“ zum Beispiel. Oftmals sehr sauber beschriftet, irgendwie zu schade, sie in einer Wühlkiste zu lassen. Dieses Exemplar mit seinen 5 cm x 5cm ist schon sehr klein, mit einer Sondermarke hätte es sicherlich Schwierigkeiten gegeben.
 

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Ende der Philatelie?

Jeder fabuliert irgendwie über das Ende der Philatelie. Die alten Sammler werden weniger, es gibt keinen Nachwuchs, der Markt besteht nur noch aus Geldmacherei und Betrügereien, niemand will für meine tolle Ware bezahlen ...

Versuchen wir einmal, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, und, sofern möglich, mit ein paar Indizien zu belegen:

1. Messen

Mess- und spürbar ist ein ganz erheblicher Rückgang bei den Besucherzahlen mancher Großveranstaltungen wie Briefmarkenmessen. Wenn man früher zur Münchner Briefmarkenmesse fuhr, dann waren bereits in der S-Bahn etliche ältere Herren mit ihren Aktentaschen, an jeder Station wurden es mehr. Vor der Messe stauten sich die Besucher, die riesigen Hallen waren voll, die Stände dicht umlagert. Heute ist die Zahl der Besucher in der sehr klein gewordenen Halle sehr übersichtlich, nur noch sehr wenige Busse bringen Vereine, es staut sich nirgendwo. Früher fuhr man zusätzlich nach Sindelfingen, heute verzichtet man darauf.

Doch ist das wirklich ein deutlicher Hinweis auf den Niedergang der Philatelie? Könnte es nicht eine ganze Reihe anderer Gründe auf einen Messe-Verzicht geben? Befragt man Sammler, dann hört man viele andere Gründe, warum man nicht mehr auf die Messe geht. Insbesondere werden hier für das Sammelgebiet fehlende Angebote genannt (früher gab es viel mehr Wühlposten mit Belegen), mangelnde Vielfalt des Angebotes, zumindest in den letzten Jahren viele Stände eines einzigen Anbieters, sowie recht hohe Preise für angebotenes Material. 80% vom Michel-Wert als „Messesonderpreis“ akzeptiert nicht jeder. Pro Messe spricht die Kontakt-Möglichkeit zu den Auktionsfirmen, die man sonst nur aus der Ferne kennt. Dass der Besucherrückgang ein messespezifisches Problem sein könnte, dafür spricht, dass die Besucherzahlen an den etablierten Tauschtagen nicht rückläufig sind.

2. Abos

Der Markt wird überschwemmt mit obskurem Material. Briefmarken aus Holz, Stickereien, Porzellan oder als echte Lederhose zu sehr hoher Nominale sind nur die letzten Auswüchse. Gerade erst hat die Post in Österreich eine Marke als Hinterglas-Malerei herausgebracht ... Gleiche Marken in verschiedensten Ausführungen, eine ungeheuere Anzahl von Neuerscheinungen, ständig neu entstehende „Länder“ (da ist die „Republik Berg Athos“ beileibe kein Einzelfall). Verständlicherweise hat irgendwann der letzte Abonnent die Nase voll und den Geldbeutel leer. Typische Sammelgebiete, die es eigentlich nur für Sammler gibt, und die keinen realistischen Bedarf im Hintergrund haben, gab es genug und stellen heute Ramsch dar. So sind zum Beispiel die Auflagezahlen der „UNESCO-Dienstmarken“ (siehe Frankreich-Anhang) von 1,5 Mio bis 1976 auf heute 0,5 Mio gefallen, die Zahlenverhältnisse bei Bund-Zuschlag, UNO oder Schweizer Ämtern dürften ähnlich sein.

Daraus lässt sich jedoch nicht so ohne weiteres der Schluss ziehen, dass die Anzahl der Sammler geringer geworden ist. Viele, wirklich viele, haben nur die Abos gekündigt, weil sie den Blödsinn nicht mehr mitmachen wollen. Beispielhaft sei hier ein Sammler aus unserer Gegend genannt, der sein langjähriges Abo Irland eingestellt hat. Stattdessen beschäftigt er sich viel intensiver mit älteren irischen Dauerserien-Ausgaben, ist Mitglied einer entsprechenden ARGE und fühlt sich wohl.

Nicht zuletzt haben langsam die letzten Sammler gemerkt, dass sie in ihre so wortreich beworbenen Motivsammlungen sehr viel Geld für Mist ausgegeben haben. Tolle Vordruckblätter, darauf massenweise angeblich unverausgabte Blockentwürfe von Berlin, ganze Binder mit Markenheftchen der Sporthilfe, Tag der Briefmarke, Wohlfahrtsverbände, Briefmarkenmessen und ähnliches. Einkaufswert riesig, das Geld ist weg. Nur, hier scheint es eher so zu sein, dass viele Sammler vernünftiger geworden sind, aber nicht das Sammeln aufgehört haben.

3. Vereine und Verbände

Die Mitgliederzahlen in den meisten Vereinen und Verbänden schrumpfen. Es wird bejammert, dass die Sammlerschaft ausstirbt, dass die Jugend kein Interesse hat, es herrscht das große Wehklagen. Vielleicht sollte man das Problem einmal aus einer anderen Perspektive betrachten: Man kann die Verbände, explizit BDPh und Landesverband, als Organisationen sehen, die sich über sehr lange Zeiträume mehr mit sich selbst als mit ihren Mitgliedern beschäftigt haben. Ständige kräftige Beitragserhöhungen ohne jegliche beim Mitglied ankommende oder erkennbare Leistungen führen zu Unzufriedenheit, Frust und Austritt. Vergleichbar mit einem Fitness-Club, der ein paar völlig veraltete Geräte hat, einen Trainer, der nie da ist und Öffnungszeiten, die unbekannt sind. Warum soll man da Mitglied sein und ständig mehr Beitrag zahlen? Übertrieben? Nein, ein Blick ins Mitgliederforum des BDPh reicht, eine drei Jahre alte Fernsehzeitung ist informativer.

Und ganz unten die Vereine? Sie versuchen eine gute Arbeit zu machen, trotzdem verlieren sie kräftig an Mitgliedszahlen. Betrachtet man die Vereine etwas genauer, dann ist ein Mitglieder-Rückgang in sehr weiten Bereichen leicht begründbar: Engagement wird nur noch in Sonntagsreden honoriert, die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Diejenigen Politiker, die sich mit ihrem Gefasel vor die Kameras oder die Presse drängen, würgen in Wirklichkeit jedes Engagement durch Bestimmungen, Gesetze und Verhalten ab. Öffentliche Räumlichkeiten für Vereinstreffen, Ausstellungen und Tauschtage gibt es nicht mehr als Teil der Kulturarbeit kostenlos, nein, die geforderten Mieten sind horrend. Zuschüsse braucht man gar nicht erst beantragen. Vereinsvorstände haften per Gesetz mit ihrem privaten Vermögen. Jugendarbeit unterliegt neuerdings solch gewaltigen Auflagen, dass sie unmöglich ist. Jeder Vereinsvorstand wird vorsorglich schon einmal so behandelt, als wenn er ein potentieller Kinderschänder ist. Die Vereinsmitglieder sind alles Alkoholiker und/oder Rauschgiftsüchtige vor denen die Kinderchen geschützt werden müssen. Gemeinnützigkeit? Selbstverständlich Fehlanzeige. Es könnte ja jemand 10 Euro Spende für Jugendarbeit von der Steuer absetzen wollen. Dass sich in solchem Umfeld immer weniger Personen bereit finden, sich in Vereinen zu engagieren, verwundert folglich nicht. Also sterben die Vereine. Daraus kann man aber nicht schließen, dass die Zahl der Philatelisten abnimmt.

4. Markt und Preise

Der normale Sammler hatte irgendwo seinen Kalender mit den Ausgabeterminen für die neuen Marken. An diesen Tagen stellte er sich in die Schlangen am Postamt (die gab es früher noch), kaufte seine Marken, machte seinen Ersttagsbeleg. Einmal im Jahr besorgte er sich bei seinem Händler die neuen Vordruckblätter und den neuen Michel-Katalog. Was er sonst noch an Sammelgebieten hatte, das bezog er im Abo. Er hatte seine Quellen für Kiloware, er löste ab und tauschte im Verein. Naja, heimlich spekulierte er wohl auch ein wenig mit den „Aktien des kleinen Mannes“.

Heute gibt es kein Postamt sondern einen Postbank-Stromvertrag-Büromaterial-Handy-Riester-Gemischtwarenladen in dem der Briefmarkensammler stört, für den ist schließlich draußen ein Automat. Kiloware gibt es schon lange nicht mehr, an den Neuheiten ist niemand mehr interessiert und ein gewöhnlicher Michelkatalog kostet heute gefühlt mehr als eine Hühnerfarm in Usbekistan. Die Katalognotierungen haben den gleichen Aussagewert wie die Planzahlen der ex-DDR, nämlich Potential, alles schönzufärben, aber keinen Bezug zur Wirklichkeit. Und wie im DDR-Kaufhaus gibt es im Michelkatalog Dinge, die tauchen auf, und dann sind sie spurlos verschwunden (Hitler-Dauerserien, etliche Cept-Marken, Belgien-Eisenbahn). Otto Normalsammler hat folglich keine oder falsche Anhaltspunkte dafür, was er da eigentlich für ein Verhältnis zwischen Einkaufspreis und Wert seiner Sammlung hat. Völlig entschuldbar denkt er noch in DM, dass seine postfrischen Bestände einfach so zu völlig wertlosem Abfall erklärt wurden, hat seine Sammelleidenschaft sicherlich nicht gefördert. Entweder schmollt er nun, bunkert seine Bestände im Keller und sammelt stattdessen gebrauchte Leberkäs-Semmeln, oder er bleibt den Marken treu und pfeift auf den jährlich neuen Katalog.

Der Markt ist böse auf den ungetreuen Sammler. Postverwaltungen, Albenhersteller, Katalogverlage, Abo-Lieferanten und Auktionsfirmen fühlen sich völlig überrascht und suchen auf verschiedenste Art nach Mehrumsatz oder nach Wegen, den Untergang aufzuhalten. Albenproduzenten tauchen unter anderem Namen als Vertrieb für Büromaterial auf, Briefmarkenauktionen haben plötzlich Münzen und andere Sammelgegenstände in ihren Katalogen, eine Briefmarkenfirma handelt unter anderem auch mit Kunst und Oldtimer-Fahrzeugen. Die Post verkauft Vordruckalben. Doch bringt das etwas, erst den Markt mit Schrott und toller Werbung zuzumüllen um dann der gleichen Klientel andere Produkte schmackhaft zu machen? Wohl eher nicht. Ein ganz großer der Branche, Händler, Auktionator, Katalog-Hersteller ist eine Aktiengesellschaft, wird also vom Kapitalmarkt bewertet. Der Aktienkurs der Firma hat mit Stand vom 12.5.2016 in einem Jahr 95% verloren. Es haben wohl nicht 95% der Sammler mit ihrem Hobby aufgehört, eher hat der Konzern den Kontakt zum Normalsammler verloren. Die Orientierung hin zum asiatischen Markt, der Verkauf von „Briefmarken-Invest-Paketen mit Rückkaufgarantie“ ab 10.000 Brit. Pfund an Scheichs, das kommt einem bekannt vor, es hat früher schon nicht geklappt. Für Otto Normalsammler ist das wohl eher nichts, die Firma verliert ihr Brot- und Butter-Geschäft.
Windige Anbieter aus Deutschland haben jahrzehntelang den Sammlern Wertpakete, Schnäppchenposten, seltenste Raritäten (teils mit eigener Echtheitsgarantie) angedreht. Diese Firmen gibt es noch, sie verkaufen praktisch nur noch ins Ausland. Doch warum? Gibt es keine Sammler mehr? Oder hat Otto Normalsammler inzwischen begriffen, dass „100.000 Euro Katalogwert für seltenste Blockausgaben für nur 249 Euro“ absoluter Ramsch aus Nordkorea, Liberia und Verwandten ist? Es ist kein Schnäppchen, sondern Geldvernichtung. Ja, Otto Normalsammler hat wohl begriffen.

5. Fazit

Es gibt noch viel mehr Sammler als man denkt. Der Sammler ist kritischer geworden, er macht nicht mehr jede Mode mit. Er lehnt häufig jegliche Form von Organisation ab, egal ob Parteien, Verbänden oder Vereinen, er fühlt sich von denen nicht mehr ernst genommen.

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Demonstration

Letztens waren in den Nachrichten große Berichte über die Milchbauern. Sie demonstrieren, blockieren, sie bekommen viel zu wenig Geld für ihre Milch. Die Bauern haben einen Bauernverband, dieser hat die Landwirte zu Protesten aufgerufen. Diese Demonstrationen sind das gute Recht der Bürger einer Demokratie.

Wir Sammler bekommen viel zu wenig Geld für unsere Briefmarken, andererseits steigen unsere Einkaufspreise für Neuheiten und die Aufwendungen für Kataloge, die Gebühren der Auktionatoren steigen genauso schnell wie die Nominale der Neuerscheinungen.

Wann wachen wir endlich auf und demonstrieren? Der Bund Deutscher Philatelisten und die Landesverbände müssen endlich zum öffentlichen Protest aufrufen. Lasst uns Demos vor Postämtern, Versandstellen, Auktionshäusern und Händlern machen. Schütten wir einen Berg ungewaschene Kiloware vor das Postministerium. Fordern wir von unseren Vertretern in Brüssel Subventionen zur Erhaltung der regionalen Kulturgüter. Wir brauchen eine Lobby. Lehnt euch gegen die Übermacht der internationalen Phila-Konzerne auf, Wirtschaftssanktionen z. B. gegen Nord-Korea müssen nicht nur beschlossen, sondern auch durchgesetzt werden. Gegen die Enteignung der älteren Briefmarkensammler, für gerechte Preise.

Es bringt nichts, wenn drei Brucker vor dem Postamt demonstrieren, der Protest muss bundesweit sein. Auf zum Brandenburger Tor oder zur Feldherrnhalle. BDPh, jetzt zeigt einmal, wie ernst ihr die Probleme der Philatelisten nehmt.

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Marktlage

Oberränder, Hausauftragsnummern, Formnummern weiterhin sehr beliebt, im neuesten Katalog wohl mit teils erheblichen Preissteigerungen. Derzeit gesucht sind die geschnittenen Ausgaben von Ungarn, ob es sich um eine kurzfristige Mode handelt oder tatsächlich Bedarf besteht, das ist unklar.

Die von Michel angekündigten Katalogwert-Steigerungen u. a. bei UNO Genf/Wien, bei Liechtenstein und Schweiz ab 2000 ergeben keinen tieferen Sinn, denn das Material ist noch frankaturgültig und es wird wohl niemand unter Postpreis verkaufen.

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Plattenfehler

Ein nervtötendes Thema, bei dem man jedoch viel über die Realitäten auf dem Sammlermarkt lernen kann. Natürlich kann man Plattenfehler sammeln, es gibt eine Vielzahl von Katalogen zu dem Thema, die teilweise sogar verschenkt wurden. Die Plattenfehler notieren mit aberwitzigen Beträgen, schnell kommt eine Sammlung mit immensem Katalogwert zusammen. Und es gibt Platten­fehler von praktisch allen Sammelgebieten.

Doch was passiert im Markt? Bisher habe ich noch keinen Sammler gesehen, der für Plattenfehler vom Reich oder Bund bereit gewesen wäre, auch nur andeutungsweise die üblichen 30% vom Plattenfehler-Katalogwert für die Marke zu bezahlen. Plattenfehler sucht man, in dem man Massenposten durchstöbert. Und den Preis der Massenware bezahlt.

Dazu ein Beispiel:

DDR-Kleinbogen von 1979:

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Er hat drei Plattenfehler:

 

2474I (Rahmen über der 20 gebrochen)
2474II (schwarzer Punkt unter dem Arm)
2477I (3.P von Puppe gebrochen)

Der Katalogwert beträgt 265 €

Üblich wäre folglich ein Preis von knapp 90€ gewesen. Doch, wie gesagt, Plattenfehler sucht man in Massenware. In diesem Fall auf einem Tauschtag in einem dicken Album „Jeder Block 50 Cent“. Genau die habe ich bezahlt. Bleibt die Frage, welchen Wert Plattenfehler haben. Den Katalogwert von 265 €, den Handelswert von 90 € oder die tatsächlich gezahlten 50 Cent?

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Bedarfspost

Schon in frühester Zeit haben wir gelernt, dass nur echt gelaufene Bedarfspost sammelwürdig ist. Und, wie Otto Gleixner immer sagte, der Wellenstempel ist der Nachweis der postalischen Beförderung. Nach langer Suche ist mir endlich ein, in diesem Sinne, perfekter Beleg in Alberts Wühlkiste aufgefallen:

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Dokumentenfund

Bei Bauarbeiten in London wurden 400 Schriftstücke aus Holz gefunden. Sie stammen aus der Zeit der Gründung der Stadt. Das älteste bisher entzifferte stammt (nach heutigem Kalender) vom 8.1.57 nach Christi.

Es ist jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit nur ein Gerücht, dass a) die Schriftstücke mit Marken der Queen frankiert sind und b) dass es sich bei dem Fund um Restbestände eines damaligen Poststreiks handelt.

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Mitgliederversammlung

„Als Neuaufnahmen sind zu verzeichnen: 1. Herr Julius Hanauer und 2. Ww. Feider. Mit einem kräftigen Schluck wurden sie herzlich willkommen geheis­sen. Herr Irle stiftet einen Miniaturwürfelbecher zur möglichst fleissigen Benut­zung. Seitens des Vorstandes ist beabsichtigt, dass das Sommerfest dieses Mal, und bei Gelingen auch in Folge, mit Damen abgehalten werden soll. Der Vorsitzende setzt die Anwesenden davon in Kenntnis, dass unser liebes Mit­glied Herr Biegala sich in das „süße Ehejoch“ gestürzt hat. Dem jungen Ehe­paar werden herzliche Glückwünsche dargebracht und ein kräftiger Schluck wird auf sein Wohl genommen.

Schluß der animiert verlaufenen Sitzung 11 3/4 Uhr, worauf noch viele der Anwesenden in der vergnügtesten Stimmung beisammen verblieben.“

(Auszüge aus Protokoll Briefmarkensammler-Verein „Union“,
Straßburg i.B. in Der Vereinsbote Nr. 252 von 1910)

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Bericht von der Jahreshauptversammlung am 24.5.2016

Wichtigstes Ergebnis ist wie immer, dass die Kasse ordnungsgemäß geführt wurde und ein solides Finanzpolster vorhanden ist.

Völlig unspektakulär – wie immer – die Wahlen: Der bisherige Vorstand
Hr. Lippoldes, 1. Vorsitzender
Hr. Grohmann, 2. Vorsitzender
Hr. Reiter, Kassier
Hr. Fleischhacker, Schriftführer
wurde einstimmig – meist mit eigener Enthaltung – ohne weitere Kandidatenvorschläge wiedergewählt. Zu Kassenprüfern für 2016 wurden Hr. Bächler und Hr. Bree gewählt.

Der Beitrag für 2017 bleibt unverändert 20,- €.

Zukünftig werden wieder vereinsinterne Auktionen durchgeführt.

Ein Sommerfest und eine Jahresabschlussfeier werden durchgeführt.

Für 2017 ist eine Festschrift „50 Jahre Philatelistenverein Fürstenfeldbruck“ geplant.

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