2 / 2007

Rundschreiben 2 / 2007 - Nr. 103

Inhalt:
Ein erster Jahresrückblick
Landesverbandstag
Literatur
Neuanschaffungen Literatur
Die Post
Österreich
Aus meiner Kuriositätensammlung
Sammlungslöcher
US-Dollar
Preisniveau
Österrreich
Regen
Überraschung
Silber-Medaille
Nachlässe
Großbritannien (heute) komplett - 2. Anlauf
   Oder: Eine Königin der Briefmarken?

Sommerfest
Frust
Nochmals: Farben
Ausreden
Ein Album
Mitgliederwerbung
Kosovo
Ärgernisse
Sammeln bildet
Vereinsmitgliedschaft
Nachlese Rundschreiben
Fleiß-Arbeit
Tauschtag
Außergewöhnliche Auktion
Besichtigung
Das seltene Stück
Was sonst noch geschah
Jahresabschlussfeier
Wir trauern um ...
Internet
Termine

RS0702a

Wiederum ein kleines Sammlerglück: Zwar nicht sehr schön, aber von Fürstenfeldbruck....
 

Ein erster Jahresrückblick
 

Bisher war es ein elendiges Jahr. Alle drei Vorstandsmitglieder beruflich und / oder gesundheitlich / familiär extrem belastet. Die ganze Riege der Helfer und Unterstützer in Pflege von Angehörigen eingespannt oder selbst gesundheitlich angeschlagen. Der harte Kern hat Probleme an allen Ecken und Enden, Todesfälle im Angehörigen-Kreis, Schwierigkeiten mit den Kindern, Ärger und Stress im Beruf, es kam knüppeldick. Manchmal hatten wir den Eindruck, nur noch das Elend zu verwalten.
 
Ausstellung? Keine Räumlichkeiten zu finden, keine Zeit, sich richtig darum zu kümmern, Frau Weiß sen. verstorben. Jubiläumsfeier? Lokal-Frage, Termin, Rahmen, irgendwie nicht auf Reihe zu bekommen. Literaturschrank / Katalogbestand? Chaos pur. Rundschreiben? Nichts geht voran.
 
Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: a) Der Tiefpunkt ist noch nicht erreicht. „Der Chef sagte, es hätte schlimmer kommen können....“ und es kam schlimmer. Oder b) Wir haben das Tal durchschritten und es geht wieder aufwärts. Hoffen wir auf letzteres.
 

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Landesverbandstag
 

Zwei Tage waren wir auf dem Landesverbandstag in Farchant. Für die Vereine oder gar die Vereinsmitglieder haben wir nichts, rein gar nichts erreichen können. Wir haben der Spesenbeschaffung zu dienen, wer nach der Mittelverwendung fragt, ist ein Gegner der Philatelie, Querulant oder Nestbeschmutzer. Wiederum haben einige Funktionsträger ihre Ämter niedergelegt, wiederum treten Vereine ganz aus dem Landesverband aus.
 
Störenfriede, Querulanten und die üblichen Verdächtigen hatten keine Chance, ihr Süppchen zu kochen, sondern sie wurden vom allgemeinen Bedürfnis nach Ruhe und Konsens angesteckt. Vielleicht hatte es ja geholfen, dass man auf die LV-Tage in Hessen und Süd-West hinwies, bei denen die Veranstaltung ganze zwei Stunden dauert. Konkrete Gründe für das große Harmoniebedürftnis waren eigentlich nicht auszumachen, es hat sich halt so ergeben. Die Buchführung des Kassiers ist klar und nachvollziehbar, er hätte die Gewinn-und Verlustrechnung ruhig vor dem LV-Tag verschicken können, anstatt sie schamhaft zu verstecken. Die Ausstellung war total ausgewogen, von ganz prächtig bis ganz elendig, die Meinungen auf der Öffentlichen Beiratssitzung waren völlig ausgewogen, denn beim Thema Mitgliederwerbung setzten etwa gleichgroße Gruppierungen auf "die da oben" wie BDPh und Post, andere Gruppen auf die Eigenverantwortung der Vereine, auf Schulen und auf Altersheime. Kein Grund, kontrovers zu streiten.
 
Der 1. Vorsitzende hielt einen Rechenschaftsbericht wie immer, mit bösen Worten in bestimmte Richtungen, also bestimmte Personen und Gegenden, aber das haben wir ihm verziehen und fanden es nicht einmal diskussionswürdig. Wie letztendlich bei den Entlastungen erkennbar, hat er in Oberbayern ein wesentlich besseres Ergebnis eingefahren als letztes Jahr ganz oben im Norden, das sollte ihn nachdenklich machen über die Frage, wo seine wirklichen Freunde sitzen. Voller Vernunft und Harmonie wurden die verschiedenen Anträge behandelt, so hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass eine externe Prüfung der LV-Finanzen nicht stattfinden soll, dass der Informationsfluss nicht verbessert zu werden braucht (übrigens mit vielen Stimmen von Regionalbeiräten, die in ihren Rechenschaftsberichten das Fehlen von Informationen bemängelt hatten) und dass das Thema Satzung um ein weiteres Jahr vertagt wird. Germering bekommt den Tag der Briefmarke, und anschließend Cham, also auch hier totale Ausgewogenheit.
 
Irgendwann hörte man auf, mitzuzählen, wer sich nun bei wem entschuldigte, wer mit wem die Friedenspfeife rauchte, wer wem die Hand reichte. Hätte der erste Vorsitzende die Idee gehabt, sich bei Lippoldes für seine falschen Behauptungen vom letzten Jahr zu entschuldigen, es hätte wirklich niemanden gewundert, wenn Lippoldes die Entschuldigung angenommen hätte. Naja, vielleicht kommt sie ja noch.
 
Wen wundert es dann noch, dass einhellig Bennos Vorschlag begrüßt wurde, endlich Schluss zu machen und heimzugehen? Bennos Hund musste erst geweckt werden, bei soviel Harmonie war ihm langweilig geworden und er war schlichtweg eingeschlafen. Kein Wunder nach zwei Tagen Harmonie.
 
Dieser LV-Tag hätte die Chance, in die Geschichte des Landesverbandes einzugehen. Nach sehr unvollständiger Einladung, Dutzenden von vertraulichen und "vertraulichen" Korrespondenzen und anderem pre-Tagungs-Hickhack lösten sich alle Gewitterwolken auf und es herrschte strahlender Sonnenschein, sowohl im direkten wie auch um übertragenen Sinne.
 
PS: Seit dem LV-Tag haben wir vom LV nichts mehr gehört.
 

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Literatur
 

In der zweiten Jahreshälfte wollen wir uns intensiv mit dem Literaturbestand unseres Vereins beschäftigen. Ein Gespräch mit dem TuS FFB als Hausherrn in unserem Vereinslokal hat stattgefunden, es ging um eine Erweiterung unseres Bücherschranks. Jürgen und Ralf wollen unser Literaturverzeichnis weiterführen, denn in den letzten Jahren ist etliches an zusätzlicher Literatur angeschafft oder gespendet worden (besonderen Dank an dieser Stelle Herrn Dr. Athenstaedt, er hat einen ganzen Karton mit Büchern gestiftet).
 
Natürlich muss an dieser Stelle wieder das übliche belehrende Wort zur Literatur kommen: Wissen ist Macht, nutzt die Literatur, irgendjemand hat sich bereits mit eurem Sammelgebiet beschäftigt, warum wollt ihr das Rad neu erfinden usw usw. Da stehen ein paar hundert Bücher, mehrere engagierte Vereinsmitglieder versuchen den Bestand zu verwalten, und (fast) keiner nutzt ihn. Aber welchen Aufschrei würde es geben, wenn wir keine Vereinsbibliothek hätten?
 

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Neuanschaffungen Literatur
 

In wilden Bietergefechten gegen den Germeringer Vereinsvorstand ist es mir gelungen, von sechs auf der Vereinsauktion angebotenen Literaturlosen wenigstens zwei zu ergattern:
 
LIPSIA- Katalog Europa 1951 - ein Gemeinschaftswerk der Redaktionen des Michel- und des Senf-Kataloges
 
Erschienen ist der Katalog in Leipzig im Auftrag des "Kulturbundes zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, Sektion Philatelie". Allein das Vorwort ist ein Zeitdokument.
 
Besonders ein Satz hat es mir angetan, den man heutigen Katalog-Machern ins Stammbuch schreiben sollte: "Es entstand ein einwandfreies kulturelles Werk, das den spekulativen Gedanken von vornherein unterdrückt und nur der Sache dient!"
 
Zum Inhalt:
 
Sehr ausführlich wird auf 15 Seiten auf philatelistische Begriffe eingegangen, von Druckverfahren über Papierarten bis hin zu Wasserzeichen ist alles zu finden und mit vielen Stichworten ausführlich erläutert.
 
Im Markenteil ist ganz Europa enthalten, die Jahre 1933 bis 1945 vom Reich allerdings ohne Abbildungen der Marken. Die Beschreibungen zu den Marken sind sehr ausführlich, es wird bei praktisch jeder Ausgabe sehr viel Information gegeben, die zum Teil weit über das hinausgeht, was heute in Spezialkatalogen steht. Völlig egal, an welcher Stelle man den Katalog aufschlägt, die Fülle der Informationen ist beeindruckend. Plattenfehler, Abarten, Verwendungsformen, es ist alles zu finden, egal, ob bei Dänemark, Italien, Schweiz oder Deutschland. Entwerfer, Stecher und Druckerei der Marken sind aufgeführt, sogar Angaben zum Wert von Abstempelungen, zum Beispiel bei französischen Nummernstempel sind zu finden.
 
Man kann jedem Sammler nur raten, seine Sammlung einmal anhand dieses Kataloges durchzusehen.
 
Hans-Jürgen Wischnewski: "150 Jahre Deutschland auf Briefmarken - Mein Land, unsere Geschichte"
 
In einem prächtigen, sehr reich bebilderten und großformatigen Buch geht der inzwischen verstorbene Staatsminister auf die deutsche Geschichte ein, alle Phasen illustriert er anhand von Briefmarken, Urkunden, Photos und philatelistischen Belegen. Herausgekommen ist ein Buch, das in sehr beeindruckender Weise zeigt, dass Philatelie, ehrlicher Stolz auf sein Heimatland und politische Ansichten und Erfahrungen zu einer Einheit verschmelzen können. Die Darstellungsweise auf den gut 250 Seiten kann durchaus ein Anreiz für die Gestaltung einer eigenen Sammlung sein.
 

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Die Post
 

Man geht zur Sparkasse und fragt dort, was ein Brief mit 16 Gramm Gewicht nach Peine kostet, der in zwei Tagen beim Empfänger sein soll. Man holt ein zweites Angebot im Postbank-Finanzcenter ein, vergleicht mit den Preisen im Quelle-Shop und gibt den Brief im Penny-Markt auf. Noch sechs Monate, dann könnte das Wirklichkeit sein.
 
Es tut sich viel im Briefe-Bereich. Trotz aller Anstrengungen der Post, eine völlige Freigabe des Brief-Monopols zu verhindern, wird sie zum 1.1.2008 kommen. Selbst die Versuche, den Zeitpunkt bis zum Fall des Monopols in allen Staaten der EU hinauszuschieben, hatten keinen Erfolg. Nun müssen wir uns auf einen völlig neuen Markt einstellen. Konkurrenz belebt das Geschäft, so sollte man meinen. Und so wird es auch kommen. Der bislang wichtigste Wettbewerber der Gelben Post, die PIN AG, gehört seit kurzem mehrheitlich zum Axel-Springer-Verlag, wenngleich die (ehemals staatliche) niederländische Post noch eine sehr erhebliche Beteiligung halten dürfte.
 
Ernsthafte Gespräche gibt es derzeit zwischen den Sparkassen und der PIN AG, denn es gibt bundesweit ein dichtes Netz von Sparkassen, ein Schalter für Post-Dienstleistungen ist da schnell eingerichtet. Man könnte dann seine Briefe bei der Sparkasse abgeben. Abwegiger Gedanke? Nein, nicht wirklich. Man braucht doch nur einmal auf die Eingänge der guten alten Post zu schauen, da steht inzwischen meist „POSTBANK Finanzcenter“ über der Tür.
 
Außer der Post und der PIN AG gibt es noch eine ganze Anzahl Anbieter von Brief-Dienstleistungen, die jedoch meist nur sehr regional tätig sind. Ob die jemals eine größere Rolle spielen werden, muss derzeit bezweifelt werden.
 
Und die Philatelie? Bereits vor einigen Jahren wurde in unserem Rundschreiben die Frage gestellt, inwieweit sich die Gelbe Post und andere private Anbieter philatelistisch unterscheiden. Die Briefmarke als hoheitliches Wertzeichen gibt es schon lange nicht mehr. Das Wort „Deutschland“ auf den Marken ist (noch) geschützt und darf nur von der Gelben Post verwendet werden. Doch auch dieses kann sich sehr schnell ändern: Wenn die Regierung morgen beschließt, dass in Zukunft die Marken eines anderen Anbieters die Bezeichnung „Deutschland“ tragen dürfen (weil dieser Anbieter mehr für die Lizenz bezahlt?), dann wird das so sein. Welche Marken gehören also in die Deutschland-Sammlung? Die von der Gelben Post, die von anderen privaten Anbietern oder die mit Aufschrift Deutschland? Und was passiert mit den Abos bei der Versandstelle?
 
Einfacher hat es da der Heimatsammler. Der Sammlung „Bedarfspost aus Fürstenfeldbruck“ ist es letztendlich egal, ob Belege der Post, Belege irgend eines anderen Dienstleisters oder gar Belege ohne jegliche Briefmarke enthalten sind. Belegt werden soll die Brucker Postgeschichte. Da kann man nicht an der Realität vorbeigehen, und zu der gehören nun einmal auch anderweitig freigemachte Sendungen.
 
Natürlich will man das Geld der Sammler. "Philatelistische" Produkte bringen alle auf den Markt, Numisbriefe, Blocks, limitierte Sonderauflagen, Gedenkblätter, Schmuck-Ersttagsbriefe, es gibt alles, was das Sammlerherz (angeblich) begehrt. Von der Gelben Post und von den anderen Anbietern. Und zur Abrundung der Sammlung kann man Bierkrüge mit dem Konterfei des Papstes, Modellautos oder Briefkästen bestellen.
 
Der eigentliche Wettbewerb wird um den Massen-Kunden einsetzen. Die gelbe Post reduziert an allen Ecken und Enden ihre Kosten, Verteilzentren werden geschlossen, die Pakete sollen wieder vom Briefträger zugestellt werden, die ohnehin geringen Provisionen für die Agenturen wurden weiter gekürzt, "Post-Points" werden eingerichtet. Trotzdem sieht man keinen Spielraum, den Preis für das Porto zu senken. Die neuen Anbieter gehen davon aus, dass immerhin 20% Preissenkung möglich sind. Außerdem wird es wohl in naher Zukunft einen Basis-Preis geben: Billiges Porto (B-Post zu 45 Cent) mit Zustellung innerhalb drei Tagen. Jede Sonderleistung, zum Beispiel Zustellung am nächsten Tag (A-Post zu 55 Cent) muss extra bezahlt werden. Vorsorglich hat sich die Gelbe Post ihre Preise für die nächsten vier Jahre genehmigen lassen, sie hat wohl nicht die Absicht, Preissenkungen vorzunehmen.
 
Wie schon bei Handy- und Telefontarifen, Billigfliegern oder Möbelhäusern wird es wohl in der Zukunft unmöglich sein, Angebote miteinander zu vergleichen, das "Kleingedruckte" zu begreifen und sich den Post-Dienstleister auszuwählen, der das wirklich beste Angebot hat.
 
Und wie am 27.08.07 gemeldet wurde, soll der erste Schalter der PIN AG in der Sparkasse Siegen bereits im September eröffnet werden. Außerdem teilte HERMES mit, dass ab 1.1.08 in allen rund 18.000 Annahmestellen auch Briefe angenommen werden.
 

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Österreich
 

Mit einer Auflage von immerhin 15 Millionen (normalerweise sind es rund 1 Million) sind zwei ganz besondere Briefmarken in Österreich erschienen: Kein Nennwert, keine Wertangabe, rein gar nichts. Es handelt sich um eine Glückwunsch- und eine Trauer-Marke, die für jeweils 55 Cent verkauft werden und auch nach einer eventuellen Portoerhöhung ihre Gültigkeit behalten sollen.
 

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Aus meiner Kuriositätensammlung
 

RS0702b

Doppelbrief, er ist wohl 2x verwendet worden. Merkwürdig jedoch, dass die Posthornmarke, soweit erkennbar, später abgestempelt wurde als die Marke der Bautenserie. Mit dem Porto kommt es auch nicht so richtig hin. Irgendwie kurios, auf jeden Fall jedoch wert, sich genauer mit dem Beleg zu beschäftigen.
 
Die „5372“ ist ein Vermerk des Vorbesitzers, er hat alle seine Belege mit blauem Tintenstift fortlaufend nummeriert.
 

RS0702c

Sammlerbrief mit sehr interessanter Adresse. Offensichtlich hat die Post in Merzig den Briefmarkensammler nicht gefunden oder kannte überhaupt keinen.
 

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Sammlungslöcher
 

Jeder, der gestempelte Briefmarken sammelt, kennt sicherlich das Problem: Es gibt billige Marken, die gibt es entweder gar nicht, oder man bekommt sie nur postfrisch. Eine kleine, sicherlich unvollständige, Auswahl:
 
Frankreich: Zuschlagsmarken und Vorausentwertungen, Sondermarken der 50iger und Kleinstwerte der Dauerserien.
 
Finnland: Zuschlagsmarken
 
Schweiz: Vorletzte Marke der Zuschlagssätze
 
Spanien: Marken vor 1945
 
DDR: Märchen-Kleinbögen einschließlich Einzelmarken
 
Reich: Dienstmarken der letzte Satz
 
Sicherlich ließe sich die Liste noch fortsetzen, es sind nur einige Bereiche, die mir in der letzten Zeit beim Sortieren aufgefallen sind.
 

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US-Dollar
 

Zum wiederholten Male unternimmt die amerikanische Regierung den Versuch, 1-Dollar-Münzen einzuführen. In der Vergangenheit sind diese Versuche regelmäßig gescheitert. Der Start der neuen Aktion steht unter keinem guten Stern: Bei mindestens 50.000 Münzen wurde eine Fehlprägung produziert, ausgerechnet die Inschrift "IN GOD WE TRUST" fehlt. Sofort witterten die Ultra-Konservativen Christen um George W. Bush ein Werk des Teufels.
 

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Preisniveau
 

Weiterhin werden in großer Zahl die üblichen Sammlungen angeboten. Bund / Berlin / DDR / Österreich postfrisch und gestempelt. An dem Problem, dass sie niemand haben will, hat sich nichts geändert, es gibt einfach keine Käufer. Also fallen die Preise weiter. Allein im Verein wurden uns in den letzten Wochen etliche derartige Sammlungen angeboten bzw. zur Begutachtung vorgelegt. Es gab viele enttäuschte ex-Sammler und Erben.
 

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Österrreich
 

RS0702d

Sechserblock der Österreich-Marke (siehe letztes Rundschreiben), die Landesbezeichnung ist Österrreich.
 

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Regen
 

Am 3.6. fand in Regen eine Rang 2-Ausstellung statt. Mehr als 50 Mitglieder aus Dachau, Germering und Fürstenfeldbruck machten sich sehr früh morgens mit dem Bus auf den Weg, immerhin gut 200 km, viele andere Mitglieder waren mit PKWs gefahren und haben die Ausstellung mit einem Kurzurlaub verbunden. Wir waren also sehr stark vertreten.
 
Was wurde geboten?
 
Eine Ausstellung mit der gesamten Spannbreite der Philatelie, überraschend viel „moderne“ Exponate, Bizone, Notopfer und ähnliches, was vor einigen Jahren noch gar nicht auf Ausstellungen gezeigt werden durfte, da noch nicht 100 Jahre alt. Hochinteressant, weil bei der üblichen Sammlerei noch nie gesehen: ein Exponat über Zusammendrucke der Heuss-Serie mit Reklamefeldern, Heftchenbögen, Randstreifen usw usw. Herrlich anzuschauen. Tolle Belege.
 
Und sonst? Eigentlich eine totale Pleite. In der Ausstellung und im Händlerbereich extreme Enge. Der angekündigte Groß-Tauschtag (deswegen hatten wir die Fahrt extra von Samstag auf Sonntag verschoben) fand gar nicht statt. Der ganz überwiegende Teil der Händler war ausgerechnet aus unserer Gegend, da können wir auch am Tauschabend stöbern. Händler aus Tschechien? Fehlanzeige. Eine Plus-Karte für stolze 3,40 Euro ist auch nicht gerade das, was man sich als Erinnerungsbeleg mitnehmen möchte. Der größte Teil der Reisenden machte sich mittags auf den Weg nach Zwiesel, dort war Marktsonntag und Flohmarkt, man war begeistert.
 
Der ausrichtende Verein hatte alles gut organisiert, Bewirtschaftung, Tombola, Prospekte, mehr hätte er wohl nicht machen können. Es gab sogar ein „Schwarzer Einser-Bier“, und wer freundlich darum gebeten hat, bekam einige Etiketten. Ordnungsgemäß gestempelt.
 

RS0702e

Weniger Exponate und mehr Platz in den Gängen wäre gut gewesen, aber sonst gab es wirklich keine Beanstandungen.
 
Nur: Eine derartige Veranstaltung, wohl die einzige Rang 2- Ausstellung in Bayern in diesem Jahr, sie hätte es verdient gehabt, wenigstens mit einem Wort seitens des Landesverbandes erwähnt zu werden. Homepage des Landesverbandes: Kein Sterbenswort über das Ereignis. Totgeschwiegen. LV-Aktuell: Nichts, gar nichts. Und dann die Rede des 1. Vorsitzenden des LV vom Samstagabend, Leute, die ihn zum ersten Mal live erlebt haben, waren geschockt über den Herren, „der da irgendetwas rumgenuschelt hat“. Der ausrichtende Verein hätte etwas anderes verdient gehabt.
 

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Überraschung
 

Vereinsauktion. Drei Kartons eingeliefert. Gut verkauft. Zwei Kartons und ein paar Einzellose ersteigert. Günstig bekommen.
 
Zuhause: Einzellose einsortiert. Karton 1: Prima Mischung, da kann ich viel gebrauchen. Totale Zufriedenheit. Karton 2: Ungläubiges Staunen. Randvoll mit DDR. Ausgerechnet DDR. Da habe ich sowieso unsortierte Riesenbestände. Glatter Fehlkauf. Nächstes Mal werde ich aufpassen und nicht wieder auf die falsche Losnummer bieten.
 
PS: Habe günstig DDR abzugeben. Großabnehmer bevorzugt.
 

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Silber-Medaille
 

Ehrlich, Rudolf Schweitzer war sehr mutig, als er sich dazu entschloss, von der Jugendgruppe gestaltete Blätter als Exponat auf einer Rang 2-Ausstellung zu präsentieren. Eine Teilnehmer-Urkunde wäre wohl das realistische Ziel gewesen.
 
Gerade in Regen aus dem Bus ausgestiegen, stürmte der erste auf mich zu: „Schweitzer hat Silber bekommen“, zwei oder drei Schritte ins Gebäude gemacht: „Hast Du schon gehört...?“. In der Ausstellung stand er dann mit seiner Gefährtin, strahlend wie ein Honigkuchenpferd, die Urkunde fest umschlossen, stolzgeschwellte Brust: „Wir haben Silber bekommen !“
 
Herr Schweitzer, wir sind alle sehr stolz auf Sie und das, was Sie mit den Kindern geleistet haben.
 
Mitte Juli haben wir dann die Kinder belohnt, Schweitzers hatten bei der Brucker Geschäftswelt kleine Geschenke erbettelt. Die beiden Kinder, die aus der Gruppe ausscheiden, erhielten jeweils ein herrliches Album mit vielen Marken und Belegen, mit denen sie sich in den letzten Jahren beschäftigt hatten. Natürlich hatte Herr Schweitzer noch etwas Platz gelassen, um die Sammlung fortzuführen. Fam. Fleischhacker hatte sich auch bei der Jugend engagiert, selbstverständlich sollen sie hier nicht vergessen werden. Der Kreisbote hat in einem sehr großen und guten Artikel über die Aktion berichtet, insofern wurde gleichzeitig Öffentlichkeitsarbeit betrieben.
 
PS: Von der Stadt war leider die falsche Person geschickt worden: Während der Aktion im Hort hat mir eine Politesse ein Ticket ans Auto gepappt ...
 
 

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Nachlässe
 

Wiederum haben wir uns in den letzten Monaten mit einigen Nachlässen beschäftigt. In einem Falle sollte der Bestand eines ehemaligen Vereinsmitgliedes auf die Erben möglichst gleichmäßig und gerecht aufgeteilt werden. Immerhin betrug der Bestand ganze 7 Umzugskartons. Doch der Inhalt war erschreckend: Etliche Alben mit den Ersttagsblättern Bund + Berlin mehrfach, dazu in großer Stückzahl Ersttagsbriefe 70er und 80er Jahre aus ABO. Für die leeren Alben wären auf Vereinsauktionen 8 - 10 € pro Stück zu erzielen, für den Inhalt gibt es quasi nichts. Dazu Österreich, Bund, Berlin und Schweiz postfrisch jeweils von 1980 bis ca. 1999, also auch nur das übliche unverkäufliche Zeug. Schade um das Geld. Aber der Erblasser hatte in den Jahren, als er krankheitsbedingt das Haus nicht mehr verlassen konnte, seine Freude am Hobby.
 

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Großbritannien (heute) komplett – 2. Anlauf
Oder: Eine Königin der Briefmarken?
 

Die Kanalinseln Jersey, Guernsey, Alderney (Sark, Herm, Jethou und Brechou gehören auch dazu!) und die Insel Man werden von vielen Großbritannien-Fans gesammelt. Sie sind aber als Crown Dependencies, also als mit der Krone unmittelbar verbundenen Gebiete, keine Teile des Vereinigten Königreiches und damit auch genauso wenig EU-Mitglieder wie etwa die Schweiz. Wie schon dargestellt, gibt es zahlreiche andere Markenländer, die zwar in den Katalogen als eigenständig dargestellt werden, aber Teile von Großbritannien sind.
 
Die einzige Verbindung zwischen den Crown Dependencies und dem Königreich Großbritannien besteht im British-Irish Council, der 1998 mit dem Belfast Agreement im Nordirischen Friedensprozess entstanden ist und dem die Government of the United Kingdom, Government of Ireland, Northern Ireland Executive, Scottish Executive, Welsh Assembly Government, Bailiwick of Guernsey, Bailiwick of Jersey und Isle of Man angehören. Das British-Irish Council befasst sich in der Hauptsache mit den Themen Drogenmissbrauch, Umwelt, Wirtschaft, Soziale Integration, Telemedizin, Tourismus, Verkehr, Minderheiten und den Sprachen Welsh, Manx, Scottish Gaelic, Irish Gaelic, Dgèrnésiais, Jèrriais und Ulster Scots.
 
Wir wollen es uns aber nicht mit den Jersey-, Guernsey-, Alderney- und Insel Man-Sammlern restlos verderben. Ein Vorschlag zur Güte: Sie haben ein gemeinsames Staatsoberhaupt, Elizabeth Alexandra Mary Windsor, geboren am 21.4.1926 in Mayfair, älteste Tochter von König Georg VI. (Prinz Albert, Herzog von York) und Elizabeth Bowes-Lyon, Herzogin von York, seit 6.2.1952 Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of Her other realms and territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith. Oder ganz vornehm auf Latein: Elizabeth II, Dei Gratia Britanniarum Regnorumque Suorum Ceterorum Regina, Consortionis Populorum Princeps, Fidei Defensor. Bei uns etwas knapper meist Elisabeth II., Königin des Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Nordirland, genannt. In ihren Crown Dependencies tritt sie jedoch nicht als Königin auf: Sie ist Lord of Mann auf der Isle of Man und Duke of Normandy auf den Islands of Guernsey und Jersey.
 
Und damit haben wir diese beliebten Sammelgebiete unter einen gemeinsamen Hut – besser wohl unter eine gemeinsame Krone – gebracht.
 
Leider war das Empire früher eine größere Angelegenheit – und auch die heutigen Reste sind größer als zunächst vermutet. Und somit passt unter diesem Hut – Krone – noch einiges, als da wären:
 
Antigua und Barbuda, gelegen in den Leeward Islands, bei uns aber Inseln über dem Winde genannt, dem nördlichen Teil der Kleinen Antillen, seit der Unabhängigkeit 1981 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Antigua and Barbuda and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir James B. Carlisle.
 
Australien, seit 1942 mit der Ratifizierung des Statuts von Westminster von 1931 durch das australische Parlament ist der Australische Bund eine parlamentarische Monarchie (im Commonwealth) mit eigenen Parlamenten für jeden Bundesstaat.
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Australia and Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Michael Jeffery.
 
Zu Australien gehören die External Territories Christmas Island (Weihnachtsinsel) mit Administrator Neil Lucas als Vertreter der australischen Regierung, Territory of Cocos Islands (Kokos- bzw. Keeling Island) mit Administrator Neil Lucas und Norfolk Island (Norfolkinsel) mit Administrator Grant Tambling. Drei ‚eigenständige’ Markenländer!
 
Australien beansprucht auch das Australian Antarctic Territory (AAT, Australisches Territorium in der Antarktis. Es umfasst den Sektor vom 44°38' bis 136°11' östl. Längengrad (Western AAT) und vom 142°02' bis 160. östl. Längengrad (Eastern AAT) jeweils bis zum 60. Breitengrad, beansprucht 1908. Getrennt wird es vom von Frankreich beanspruchten Adélie-Land.
Diese Ansprüche sind aber nur ‚historisch’ zu sehen, denn sie sind völkerrechtlich nicht anerkannt und zudem durch den 1961 geschlossenen Antarktisvertrag ‚auf Eis gelegt’. Trotzdem: Ein ‚eigenständiges’ Markenland, dessen Marken in ganz Australien gültig sind – oder australische Marken mit merkwürdigem Landesnamen.
 
Bahamas, gelegen südöstlich von Florida, nördlich von Kuba im Atlantik,
seit der Unabhängigkeit 1973 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of the Commonwealth of The Bahamas and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Arthur Dion Hanna.
 
Barbados, gelegen in den Winward Islands, dem südöstlichen Teil der Kleinen Antillen, bei uns Inseln über dem Winde genannt, seit der Unabhängigkeit 1966 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Barbados and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Clifford Husbands
 
Belize, gelegen in Mittelamerika, östlich von Guatemala, südlich von Mexiko, seit der Unabhängigkeit 1981 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth The Second, by the Grace of God, Queen of Belize and of Her Other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Colville Norbert Young
 
Grenada, gelegen in den Winward Islands, dem südöstlichen Teil der Kleinen Antillen, bei uns Inseln über dem Winde genannt, seit der Unabhängigkeit 1974 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland and of Grenada and Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Daniel Williams.
 
Jamaika, gelegen südlich von Kuba, westlich von Haiti, drittgrößte Insel der Großen Antillen, seit der Unabhängigkeit 1962 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Jamaica and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Kenneth Octavius Hall.
 
Kanada, das zweitgrößte Land der Welt und fast so groß wie Europa,
seit dem Statut von Westminster 1931 Förderale parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, of the United Kingdom, Canada and Her other Realms and Territories Queen, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith, bzw. Elizabeth Deux, par la grâce de Dieu Reine du Royaume-Uni, du Canada et de ses autres royaumes et territoires, Chef du Commonwealth, Défenseur de la Foi vertreten durch Generalgouverneurin Michaëlle Jean.
 
Neuseeland, gelegen östlich von Australien, seit 1947 mit der Ratifizierung des Statuts von Westminster von 1931 durch das australische Parlament.
Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of New Zealand and Her Other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, Defender of the Faith, vertreten durch Generalgouverneur Anand Satyanand.
 
Zu Neuseeland gehören die assoziierten Territorien Cook Islands (Cook-Inseln) seit 1965 und Niue Island seit 1974, nach deren Verfassung Königin Elisabeth II. Staatsoberhaupt als Königin von Neuseeland ist, vertreten durch Fred Goodwin (Cook Islands) und als Vertreter der Regierung Neuseelands High Commissioner Anton Ojala (Niue Island). Die Souveränität von Tokelau liegt nach einem 2006 gescheiterten Referendum über die Unabhängigkeit weiterhin bei Neuseeland. Es besteht ein Islands Council mit Repräsentanten der drei Atolle Nukunonu, Fakaofo und Atafu. Die Regierung Neuseelands vertritt Admistrator Lindsay Watt. Drei ‚eigenständige’ Markenländer!
 
Aitutaki ist bevölkerungsmäßig mit ca. 1800 Bewohnern die zweitgrößte Insel der Cook Islands und liegt 230 km nördlich der Hauptinsel Rarotonga. Noch ein Markenland!
 
Penrhyn Island (auch als Tongareva bekannt) ist ein Atoll 1365 km nordöstlich von Rarotonga mit ca. 200 Bewohnern, das von Neuseeland aus als Teil der Cook Islands verwaltet wird. Und noch ein Markenland!
 
Neuseeland beansprucht auch das Ross Dependency in der Antarktis. Es umfasst den Sektor vom 160° östl. bis 150° westl. Längengrad bis zum 60. Breitengrad, beansprucht 1908. Getrennt wird es vom von Frankreich beanspruchten Adélie- Land. Diese Ansprüche sind aber nur ‚historisch’ zu sehen, denn sie sind völkerrechtlich nicht anerkannt und zudem durch den 1961 geschlossenen Antarktisvertrag ‚auf Eis gelegt’. Trotzdem war es von 1957 – 1987 ein ‚eigenständiges’ Markenland.
 
Papua-Neuguinea, umfasst den östlich gelegenen Teil der Insel Neuguinea und vorgelagerte Inseln, nördlich von Australien, seit der Unabhängigkeit 1975 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, Queen of Papua New Guinea and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Paulias Matane.
 
Die Insel Bougainville verabschiedete 2004 den vierten Entwurf einer Verfassung, der von der Regierung Papua-Neuguineas gebilligt wurde. 2005 wurden in einer ersten demokratischen Wahl Präsident und Regierung gewählt. Die Autonomie der Insel ist Vorstufe zu einer Volksabstimmung in etwa 10 Jahren, die zu einer vollständigen Unabhängigkeit führen könnte (und zu einem neuen Markenland!?).
 
Solomon Islands (Salomonen), gelegen im südwestlichen Teil des Pazifiks, östlich von Neuguinea, nördöstlich von Australien, seit der Unabhängigkeit 1978 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of the Solomon Islands and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Nathaniel Waena.
 
St. Kitts und Nevis, gelegen in den Leeward Islands, bei uns aber Inseln über dem Winde genannt, dem nördlichen Teil der Kleinen Antillen, seit der Unabhängigkeit 1983 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Saint Christopher and Nevis and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Cuthbird Montraville Sebastian.
 
St. Lucia, gelegen in den Winward Islands, dem südöstlichen Teil der Kleinen Antillen, bei uns Inseln über dem Winde genannt, seit der Unabhängigkeit 1979 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Saint Lucia and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneurin Dame Pearlette Louisy.
 
St. Vincent und die Grenadinen, gelegen in den Winward Islands, dem südöstlichen Teil der Kleinen Antillen, bei uns Inseln über dem Winde genannt, seit der Unabhängigkeit 1979 Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Saint Vincent and the Grenadines and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Sir Frederick Ballantyne.
 
Dieses Land beinhaltet gleich zwei Markenländer: St. Vincent und St. Vincent-Grenadines, letzteres noch die Regionalausgaben Bequia, Canouan, Mustique, Palm Island, Tobago Cays und Union Island.
 
Tuvalu, gelegen im südwestlichen Teil des Pazifiks, östlich von Neuguinea und den Salomonen, nördöstlich von Australien, seit der Unabhängigkeit 1978
Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth).
Staatsoberhaupt Elizabeth the Second, by the Grace of God, Queen of Tuvalu and of Her other Realms and Territories, Head of the Commonwealth, vertreten durch Generalgouverneur Filoimea Telito. Als ‚bedeutendes’ Markenland tritt es durch Regionalausgaben für die Inseln Funafuti, Nanumaga, Nanumea, Niutao, Nui, Nukufetau, Nukulaelae and Vaitupu hervor. Nur die Insel Niulakita traut sich noch nicht so an die Herausgabe eigener Marken.
 
All diese Länder gehören zusammen mit Großbritannien dem Commonwealth Realm an, dem Teil des Commonwealth, der Königin Elisabeth II. als Staatsoberhaupt aus alter Tradition anerkennt. Wer also Großbritannien & Co. mit der Ausrichtung britische Roality sammeln will, muss heute wohl noch immer wesentlich mehr sammeln als nur Großbritannien, Jersey, Guernsey, Alderney und die Insel Man.
 
Also sind wir weiterhin auf der Spur, warum im MICHEL-Katalog und anderen Katalogen Jersey, Guernsey, Alderney und die Insel Man unter Großbritannien zu finden sind.
 

Samuel Fleischhacker
 

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Sommerfest
 

Am 28.07. war unser Sommerfest. Eigentlich, denn es ging schief, was nur schief gehen kann: Zufällig und ganz nebenbei war zu erfahren, dass unser Vereinslokal vom 30.07. bis 22.08. wegen Umbau geschlossen wird. Sofort bricht Panik und Hektik aus, denn ein Sommerfest erst Ende August ist vom Wetter her zu riskant. Außerdem müssen die Mitglieder darüber informiert werden, dass am 14. August der Tauschtag ausfällt. Peter tippt und kopiert, Ralf macht die Umschläge und führt eine Liste, wer mündlich informiert wurde. Bruck-Briefmarken drauf, ab zur Post. Zwei Kontroll-Umschläge haben wir drin. der nach Türkenfeld kommt am Freitag, dem 20.07. an, also gut eine Woche vor dem Fest. In Bruck liegt der Brief mit der Einladung am 27.07. im Kasten, also einen Tag vor dem Sommerfest. Arg spät. Hinzu kam, dass man im Radio seit Dienstag immer wieder Regen für den Samstag angekündigt hatte.
 
Somit kaum verwunderlich, dass die Anzahl der anwesenden Personen recht überschaubar war. Trotzdem, wir ließen uns die Laune nicht verderben. Und der Regen kam erst um 23 Uhr. So lernten wir die Vorteile eines überdachten Biergartens kennen.
 

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Frust
 

Egal, welcher Verein, welche Organisation, alle jammern über rückläufige Mitgliederzahlen. Wir nicht. Denn die ganze Jammerei ändert nichts an den Fakten. Es beginnt doch schon im Innenleben des Vereins. Man fordert Leistungen vom Verein, ist jedoch heute nicht mehr bereit, selbst einen aktiven Beitrag zu leisten. Wir können bei unseren Mitgliedern an einer Hand abzählen, wer sich an irgendwelchen Aktionen beteiligt. Es sind immer die gleichen paar Hanseln. Wozu soll man sich beteiligen, wir haben doch extra dafür den Vorstand gewählt.
 
Es ist leicht, sich hinzustellen und eine Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit zu verlangen. Selbst dafür etwas tun? Nein, dafür hat man keine Zeit, keine Lust, außerdem ist man ohnehin Analphabet. Wir müssen unbedingt anlässlich des Vereinsjubiläums eine Ausstellung machen. So richtig schön und groß. Der aktive Beitrag dazu besteht in der schlichten Aufforderung, die Blätter mit den Exponaten möglichst noch beim Mitglied abzuholen, sie in den Rahmen richtig zu platzieren. Selbstverständlich nicht hinten, sondern gleich am Eingang!
 
Zum normalen Vereinsabend kommt man nicht, doch zur Auktion werden die Lose eingeliefert, die man in Germering oder Dachau nicht losgeworden ist. Möglichst viele Lose, von den 20 werden schon ein paar weggehen. Ich brauche mal den und den Katalog, würden Sie mir den bitte nach Hause bringen? Wenn ich ihn dann nicht mehr brauche, werfe ich ihn in Ihren Briefkasten.
 
Wir müssen endlich mal wieder eine Fahrt machen, wir haben schon seit Urzeiten keine Fahrt mehr gemacht. Selbst dafür irgendeinen Beitrag leisten? Nein, man hat keine Zeit. Ein Festessen anlässlich des Vereins-Geburtstages muss man unbedingt machen. Wo, wie finanzieren, in welchem Rahmen? Keine Ahnung, soll sich doch der 1. Vorsitzende darum kümmern, dazu ist er doch da.
 
Übrigens, was ist mit dem Sommerfest? Ich kann nicht an dem und an dem Wochenende. Und an den anderen weiß ich noch nicht.. Der Vorstand kann doch nicht einfach ein Datum diktatorisch bestimmen, er soll gefälligst unsere Terminplanungen berücksichtigen.
 
Ehrlich, unser Schrank mit den Katalogen müsste mal aufgeräumt werden. Ja, warum tut Ihr das dann nicht, sondern wartet darauf, dass ein anderer das macht? „Wir müssen Werbung für den Verein betreiben. Druckt doch mal Handzettel und verteilt die.“ Na klar, wir haben Handzettel gedruckt. Nun liegen sie herum, weil sie niemand verteilt. Wir brauchen unbedingt mal wieder neue Ansichtskarten von Bruck, früher hat es immer welche gegeben. Wir haben welche drucken lassen. Die am lautesten gerufen haben, haben bisher noch keine abgenommen.
 
Mensch, personalisierte Briefmarken von Bruck, das wäre eine tolle Gelegenheit, Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Das war es, am Stand waren wieder die gleichen drei Leute, die bei jeder Gelegenheit den Kasperl spielen. Früher hat mal jemand einen Fachvortrag gehalten. Früher hat mal jemand Blätter aus seiner Sammlung aufgelegt. Solche Äußerungen stellt man in den Raum, und wartet darauf, dass ein anderer das macht.
 
Leute, ein Verein ist eine Gemeinschaft, in die sich jeder einbringen muss. Derzeit sind wir vergleichbar mit einem Fußball-Verein, in dem nur noch der Torwart spielt.
 
So, jetzt ist mir wohler.
 

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Nochmals: Farben
 

Auf den Artikel im letzten Rundschreiben zum Thema Farben gab es einige Reaktionen, so fehlt z. B. einem Leserbrief-Schreiber aus Germering ein praktikabler Lösungsvorschlag.
 
Genau das ist letztendlich das Problem: es kann, zu angemessenen Kosten, derzeit keine eindeutige Farbbestimmung geben. Und damit auch keine Lösung des Farbproblems.
 
Unterschiedliche Kataloge haben unterschiedliche Farbbezeichnungen für die gleiche Marke. Diese sind oftmals eher verwirrend, sie sind immer subjektiv und niemals, wirklich niemals, mit Farbschablonen, Farbenführern oder Vergleichsmaterial eindeutig bestimmbar.
 
Technisch aufwändig, und damit teuer, kann eine Farbbestimmung auf technischem Wege erfolgen. Pigmentierung, chemische Zusammensetzung, Mischungsverhältnisse usw. usw lassen sich bestimmen. Doch lohnt sich dafür ein finanzieller Aufwand von rund 400 € pro Marke?
 
Deshalb hatte ich zur Diskussion gestellt, die erste Marke, die man hat, einfach als billigste Farbe im Katalog abzustreichen. Bekommt man eine Marke in stark abweichender Farbe, dann ist das halt die zweitbilligste, egal welche Unterbuchstaben im Katalog verzeichnet sind.
 

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Ausreden
 

Man hört immer wieder Begründungen, warum man nicht zum Tauschabend kommen konnte. Eine kleine Auswahl aus den letzten Wochen:
 
Leider konnte ich nicht zum Tauschabend kommen, weil....

  • ich gar nicht wusste, dass Dienstag ist.
     
  • ich nur komme, wenn XY auch kommt.
     
  • ich letztes Mal 1,85 bei Kartenspielen verloren habe, das kann ich mir nicht alle 14 Tage leisten.
     
  • meine Frau Urlaub hat und ich ihr helfen musste.
     
  • meine Frau in den Urlaub gefahren ist und ich der Nachbarin helfen musste.
     
  • ich meine Zähne zur Reparatur gegeben habe.
     
  • ich beim letzten Tauschabend beinahe verdurstet wäre.
     
  • weil ich beleidigt bin, XY hat nämlich behauptet, mein 8.000 € - Schnäppchen zu 500 € wäre eine plumpe Fälschung.
     
  • mein Enkel mein Auto brauchte.
     
  •  

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Ein Album
 

Provokativ muss man die Frage stellen, wie weit das Denkvermögen manchen „Philatelisten“ reicht:
 
Belege werden auf der Vorderseite ordentlich mit Michel-Nummer, Pfeil zum Stempel und Verkaufspreis beschriftet und zusätzlich wird noch die Postleitzahl 4-stellig sowie 5-stellig vermerkt, denn der Beleg muss ja archiviert werden. Der alte DM-Preis wird durchgestrichen und durch den Euro-Preis ersetzt. Und das alles möglichst noch mit Kugelschreiber. Oder, wie in einem ganz konkreten Fall, wurden alle Belege fortlaufend auf der Vorderseite mit dickem blauen Tintenstift nummeriert, siehe „Doppelbrief“ in diesem Heft.
 
Exemplarisch möge ein Album als Muster dienen: Vordruckalbum Frankreich der Fa. Davo, von Beginn bis 1978. Gut bestückt mit Marken. Teilweise Klemmtaschen eingeklebt. Schwarze und klare. Wo die Klemmtaschen nicht reichten, wurde mit Falz eingeklebt. Egal ob postfrisch oder gestempelt. Offensichtlich waren irgendwann die Falze ausgegangen. Dann wurden die postfrischen Marken angeleckt und direkt eingeklebt.
 
Unter praktisch allen Marken wurde der Katalogwert in Gulden notiert, teilweise wurde der Wert mehrfach radiert oder übermalt.
 
Fazit: Das eigentlich schöne Album kann nur noch dem Altpapier zugeführt werden. Viele, sehr viele, ehemals postfrische Marken sind unbrauchbar. Der Preis des Albums nur noch 10% dessen, was bei ordentlicher Pflege angemessen gewesen wäre. Schade drum.
 

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Mitgliederwerbung
 

Wohl jeder kennt sie, die unorganisierten Sammler. Spätestens dann lernt man sie kennen, wenn sie mit ihren Abo-Sammlungen im Verein auftauchen, um ihre „Schätze“ zu verkaufen.
 
Drei Gruppen Sammler haben unterschiedliche Gründe, nicht in den Verein zu gehen:
 
1. Kapitalanleger
 
Es gibt Sammler in Bruck, die legen richtig viel Geld in Briefmarken an. Sachsen-Dreier, Kolonien, Zeppelin, Altdeutschland. 60.000 Euro für eine Marke werden als Schnäppchenpreis bezeichnet. Für diese Sammler hat der Verein nichts zu bieten.
 
2. Abo-Sammler
 
Seit etlichen Jahren haben sie ihr Abo bei Neuheiten-Diensten oder der Versandstelle. Es ist ja so bequem, man braucht sich um nichts kümmern. Außerdem wollte man schon lange aufhören. So haben sich sieben Umzugkartons (!) voller ETBs angesammelt. Handelswert, nur wegen der Alben, um 500 €. Bund und Berlin ** vielfach ab 1975 komplett. Schön und wertlos. Doch diese Sammler sind empfindlich, was Tipps und Ratschläge angeht, es wäre ja ein Eingeständnis, viele Jahre gutes Geld verbrannt zu haben. Und außerdem: Man ist ja komplett. Was soll man also im Verein?
 
3. Gelegenheitssammler
 
Sie haben Marken, weil sie ihnen gefallen. Eine nette Dame erklärt freudestrahlend, dass sie Briefmarken sammelt. Und zwar Katzen. Sie hat schon 8 Marken mit netten Katzen drauf. Der Gatte sammelt Karikaturen. Aber so etwas gibt es ja nicht auf Briefmarken. Solche Sammler trifft man auf Flohmärkten oder auf Tauschtagen.
 
An diese dritte Gruppe müsste man herankommen. Aber wie? Gedanken und Vorschläge werden erbeten.
 

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Kosovo
 

Die Postverwaltung des Kosovo warnt eindringlich vor einer Vielzahl von Marken, die verkauft werden. Diese Machwerke sind weder offiziell autorisiert noch haben sie irgendetwas mit dem Kosovo zu tun. Insbesondere Blocks und Marken mit populären Motiven wie Lady Diana, Pferden, Europa etc. werden in Massen angeboten.
 

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Ärgernisse
 

Bei unserem Hobby soll eigentlich die Freude im Vordergrund stehen. Doch es gibt Dinge, über die man sich aufregen könnte. Eine kleine Auswahl:
 
Kataloge zum Ersten
 
Kleinbögen, Maxi-Karten, FDC-Preise, unterschiedliche Auflagen, Kleinbögen, Zwischenstege, Plattenfehler. Mein CEPT-Katalog ist sehr unvollständig. Bei manchen Ländern sind obige Dinge verzeichnet, bei anderen nicht. Früher waren sie wenigstens teilweise drin. Immerhin findet sich bei der finnischen Europa-Marke von 1963 (MiNr 576) der Hinweis, dass sie bis 31.12.2011 gültig ist.
 
Kataloge zum Zweiten
 
Da sortiert man ungeheure Mengen Briefmarken in den Katalog, er ist dick wie eine Rolle Klopapier. Dann fällt er runter. So etwas ist früher nicht passiert.
 
Zähnungsschlüssel
 
Als freundlicher Mensch verleihe ich meinen Zähnungsschlüssel. Jetzt ist er weg. Für einen neuen will die Firma Leuchtturm rund 17 Euro haben. Da schätze ich lieber.
 
Länder
 
Früher hatte ich für jedes Land in Europa eine Zigarrenkiste zum Vorsortieren. Das ging prima. Heute bräuchte ich mindestens die vierfache Menge an Zigarrenkisten, denn ständig gibt es irgendwelche neuen Staaten. Wir sind weit gekommen mit den Vereinigten Staaten von Europa. Eigentlich wollte ich ja mit dem Rauchen aufhören, doch jetzt bin ich gezwungen, weiter zu rauchen, schließlich brauche ich noch etliche Zigarrenkisten.
 

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Sammeln bildet
 

Briefmarken? Nein, danke ! So ist wohl die Einstellung der Jugend. Meint man. Es geht auch anders: Die Schüler eines Gymnasiums in Leipzig sammeln Briefmarken. Mit großer Begeisterung, unterstützt von vielen Firmen und einer Großbank. Weit über 600.000 haben sie bereits, die Million sehen sie als Mindest-Ziel.
 
Leider sind die Beweggründe sehr unphilatelistisch: Die Schüler wollen einen Rekord aufstellen und die Marken zugunsten ihrer Schulbibliothek verkaufen. Also bildet Briefmarkensammeln doch, wenngleich nur indirekt.
 

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Vereinsmitgliedschaft
 

Über unseren Verein wird bereits seit längerer Zeit bei der Obrigkeit und in anderen Vereinen heftig debattiert. Es geht um unsere unterschiedlichen Beiträge für unterschiedliche Mitglieder. Ganz einfach gesagt: Philatelisten zahlen 25 € im Jahr, sonstige Mitglieder 20 €. Das führt offensichtlich mancherorts zu Irritationen. Halten wir fest:

  1. Bei uns entscheidet jeder selbst und schriftlich, ob er Philatelist ist oder nicht.
     
  2. Für Philatelisten sind wir verpflichtet, 14 € pro Jahr an den Landesverband abzuführen. Dafür haben die Philatelisten Anspruch auf die Leistungen des Landesverbandes (sofern er denn überhaupt welche erbringt, aber das ist ein anderes Thema) und auf die Leistungen des BDPh, u. a. Rechtsschutz und die „Philatelie“.
     
  3. Der Verein muss für die Philatelisten Leistungen erbringen, dazu gehören u. a. Literatur, Kataloge, Prüfgeräte, Ausstellungsrahmen etc. Auch das ist natürlich mit erheblichen Kosten verbunden.
     
  4. Die Nicht-Philatelisten sind längst nicht so kostenintensiv, hier fallen hauptsächlich die Kosten für Rundschreiben und Portokosten an. Unter dem Strich subventionieren die sonstigen Mitglieder die Philatelisten.
     
  5. Wir sind zwar ein Philatelistenverein, können und wollen jedoch nicht auf die relativ vielen Mitglieder verzichten, die uns aus anderen Gründen die Treue halten und positiv zum Vereinsleben beitragen. Ob die Nicht-Philatelisten überhaupt etwas sammeln, ist dabei völlig irrelevant. Da gibt es Modell-Eisenbahner, ex-Philatelisten, Ansichtskartensammler oder einfach Leute, die erst später zum Kartenspielen kommen.
     
  6. Wir haben mehrere Mitglieder, die früher in Bruck gewohnt haben und jetzt irgendwo in Deutschland leben. Was die mit dem Landesverband Bayrischer Philatelistenvereine am Hut haben sollen, das konnte bisher keiner erklären.
     
  7. Ein Sportverein hat sehr unterschiedliche Abteilungen. Müssen die Eisstockschützen einen Zwangsbeitrag an den DFB zahlen und die Fußballer an den Deutschen Schützenbund?
     
  8. Wir haben eine für alle Beteiligten faire Lösung, klar und nachvollziehbar. Andere Vereine haben von ihren Mitgliedern nur ein paar gemeldet, andere kennen „Gastmitgliedschaften“ oder kassieren jeden Tauschabend von den Anwesenden 2 Euro. Viele Vereine sind gleich komplett aus dem LV ausgetreten.

Wir als Vorstand des Vereins sind in erster Linie dem Wohl des Vereins verpflichtet und nicht Ausführungsorgan irgendeines Verbandes.
 

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Nachlese Rundschreiben
 

Unsere Rundschreiben werden beachtet. Recht häufig kommen Anfragen, ob man den einen oder anderen Artikel nachdrucken darf. Nicht zuletzt die Veröffentlichung der Rundschreiben im Internet führt zu unseren hohen Besucherzahlen.
 
Übrigens: Am häufigsten zitiert wurde der Artikel über das Sexualleben der Philatelisten im Rundschreiben 1/2005. Nicht nur, dass er ausführlich im Diskussionsforum des BDPh debattiert wurde, sogar das Diskussionsforum der Deutschen Münzsammler hat sich mit dem Artikel beschäftigt: Sie haben ihn in voller Länge übernommen und festgestellt, dass er sich problemlos auf Münzsammler übertragen lässt.
 

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Fleiß-Arbeit
 

Herr Donath hat eine Liste aller Staaten der Erde erstellt, einschließlich Hauptstädte. Die Liste ist sehr umfangreich und kann daher diesem Rundschreiben nicht beigefügt werden. Wer ein Exemplar haben mag (kostenlos natürlich), kann sich bei uns melden.
 

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Tauschtag
 

Wir werden dieses Jahr unseren „Großtauschtag“ ausfallen lassen. Stattdessen wollen wir geschlossen bei den Dachauern erscheinen, und zwar am Sonntag, 21.10. im Bürgerzentrum Karlsfeld. Mitfahrgemeinschaften wird es geben, denn S-Bahn ist nicht zu empfehlen (langer Fußweg in Karlsfeld). Bei Bedarf bitte melden, wer Mitfahrmöglichkeit sucht.
 

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Außergewöhnliche Auktion
 

Ab 11. September kann man seine Briefmarken- und Belegbestände etwas auffüllen: Bei der Firma Gärtner kommen einige recht interessante Lose unter den Hammer. So unter anderem 16 Tonnen Olympiade-Marken als ein Einzellos. Schlichtweg ein Muss für den engagierten Motivsammler. Oder ein alter Sammlungsposten aus USA mit 12 Tonnen Gewicht. Insgesamt werden 700.000.000 Briefmarken versteigert. Gesamtgewicht rund 133 Tonnen.
 

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Besichtigung
 

Am Samstag, 13.10. 2007 besteht die (seltene) Gelegenheit, das Gelände der Bereitschaftspolizei in Dachau zu besichtigen, die Führung erfolgt durch Herrn Papenfuß. Treffen ist um 10 Uhr am Eingang der Anlage am John-F.-Kennedy-Platz. Gäste / Freunde willkommen. Anmeldung bitte bei unserem Vorstand oder Herrn Winkelmann, Tel. 08131 / 15140
 
Mitfahrgelegenheiten bestehen.
 

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Das seltene Stück
 

Massenware gibt es genug auf dem Markt. Unterhält man sich mit einem ex-Postler, der neben seinem normalen Dienst jahrelang auf Messen die Stände betreut hat, dann bekommt man einige Hinweise auf sammelwürdiges Material:
 
Adress-Prüfungen gab es wirklich sehr sehr selten, er hat alle paar Monate mal eine im Dienstbetrieb gesehen.
 
Zusammendrucke sind seltener, als der Katalog in Relation zu den Einzelmarken bewertet.
 
Zwischenstege aus Heftchenbögen sind echte Raritäten und wurden am Schalter nur an gute Freunde abgegeben.
 
Krumme Portostufen: Im Postbetrieb viel seltener, als man allgemein glaubt.
 
Und das ihm persönlich liebste Stück?: Ein gerahmter Bogen der 5 Pf Mona Lisa. Die findet er noch immer als die schönste deutsche Briefmarke, und damit als die wertvollste.
 

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Was sonst noch geschah
 

Ralfs und Manfreds Töchter haben geheiratet. Nein, nicht gegenseitig, sondern jede ihren eigenen Verlobten. Herzlichen Glückwunsch.
 
Am 16.8. ist das Gästebuch des LV entfernt worden. Nun gibt es bei denen nicht einmal mehr eine Humorseite.
 
Ludwig Gambert ist seit 10.07. kein BPP-Prüfer mehr.
 
Ende Juli war Sonderverkauf beim Lidl in der Hasenheide. Es gab prächtige Ringbinder, Stück 2 €. Vielleicht gibt’s die nochmals?
 
Die Menschheit regt sich über die Briefmarken-Automaten auf, speziell über die Tatsache, dass die kein Wechselgeld herausgeben, sondern Briefmarken mit Nennwerten, die eigentlich kein Mensch braucht.
 

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Jahresabschlussfeier
 

Zwar lacht draußen die Sommer-Sonne, doch müssen wir schon einen Termin für unser Essen zum Jahresende festlegen: Samstag, 24.11.07 ab 18:30 auf der Lände unten in der Gaststube. Angehörige und Freunde sind willkommen. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung wegen der Damengabe.
 
Zur Zuschuss-Finanzierung werden wir am 13.11. die berühmte Auktion durchführen, die ja von etlichen Vereinsmitgliedern als heimlicher Höhepunkt des ganzen Jahres bezeichnet wird. Die ersten Spenden haben wir bereits erhalten. Es wird wieder sehr gut, soviel kann jetzt schon gesagt werden. So kommt ein Original Rollenmarkengeber aus Postamtsbestand unter den Hammer. So etwas schon mal in Privatbesitz gesehen?
 

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Wir trauern um ...
 

TrauerPeschel

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Internet
 

25109 Besucher mit 52320 Seitenaufrufen bis 12.08.2007
 

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Termine
 

Tauschabend mit Aktion: 25.09.07
 
Besichtigung Bereitschaftspolizei Dachau: 13.10.07, 10:00 Uhr
 
Tauschtag Bürgerzentrum Karlsfeld: 21.10.07, 9:00 -15:00 Uhr
 
Auktion zugunsten Jahresabschlussfeier: 13.11.07
 
Jahres-Abschluss-Essen: 24.11.07, 18:30 Uhr
 

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