2 / 2008

Rundschreiben 2 / 2008 - Nr. 105

Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Danke!
DDR - Sammelgebiet mit Zukunft ?
Sammlerglück
Aus meiner Kuriositätensammlung
Gerüchte
Anlage
Ersttagsbriefe
Landesverband
Brucker Bauernweisheit
Österreich
Tauschtag Garmisch 22.03.2008
Briefmarkenmesse in München
Unsere Jugend auf der M.O.C.
Tauschtag Germering 24.02.08
Kosovo
Fundstücke bei Internetauktionen
Querbeet
Vereins-Prominente
Auktionskataloge
Mitgliederversammlung
100 Jahre „Fürstenfeldbruck“
Vereinsausflug
Kauft Briefmarken statt Möbel!
Münz-Werbung
Post (1)
Post (2)
Postleitzahl 2008 Wien
Porto
USA
Vereins-Jubiläum
Termine

RS200802a

In dieser Ausgabe:
Unser Vereinsjubiläum
Festabend
Terminänderungen
Vereinsausflug
und vieles mehr.
Und garantiert ohne Photos vom Vorstand

Vorwort

Für das Jahr 2008 hatten wir viele gute Vorsätze, Pläne und Ziele. Zur Jahresmitte können wir sagen, dass wir sehr gut im Zeitplan liegen. Über die Ergebnisse werden wir zum Jahresende berichten, doch auch in diesem Heft sind schon einige Resultate unserer Arbeit zu erkennen: So die reibungslosen Wechsel im Vorstand einschließlich Übergabe aller Unterlagen, Planung Festessen, Planung Ausflug nach Weiden. Wir haben weitere Literatur angeschafft, der neue Schrank steht auch schon (wenngleich er noch nicht benutzt werden kann), ja, im Philatelistenverein tut sich etwas.
 
Nur: Kummervoll müssen wir den Besuch an den Tauschabenden betrachten. Er lässt nach.
 

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Danke!

Als Vereinsvorsitzender erhält man viele Anrufe. Meist will man Auskünfte, man wünscht (oder fordert) etwas, es ist viel Routine dabei. Doch gelegentlich erreichen einen Anrufe, die innerlich bewegen und zeigen, wofür man sich in Wirklichkeit engagiert. So kürzlich geschehen: Unser langjähriges und sehr engagiertes Mitglied Herr Donath rief an. Aus gesundheitlichen Gründen kann er nicht mehr zu den Vereinsabenden kommen, so leid ihm das tut. Aber er wollte eines: Allen Vereinsmitgliedern und dem Vorstand ganz herzlich für die sehr vielen schönen Abende danken, die er im Verein hatte.
 
Herr Donath, im Namen aller Mitglieder darf ich eines sagen: Gerade Sie haben dazu beigetragen, dass wir alle gerne zu den Tauschabenden gekommen sind. Und gerade Sie sind doch ein Musterbeispiel für ein engagiertes und aktives Vereinsmitglied. Nicht nur wegen Schaukasten und Schrank, sondern auch wegen Ihres Humors. Jeder erinnert sich noch an Mitgliederversammlungen, auf denen Sie Freibier statt langer Reden forderten....
 
Wir dürfen also den Dank an Sie zurückgeben.

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DDR - Sammelgebiet mit Zukunft ?

Die Briefmarken der DDR wurden und werden belächelt, kein ernsthafter Sammler hat sich je mit der Sammlerei der Bildchen beschäftigt. Ein paar „ordentliche“ Werte am Anfang, das war es. Massenweise Billigstwerte, angeblich knappe Sperrwerte, Bogenentwertungen, aus irgendwelchen Quellen tauchten massenweise Katalogschlager auf, kurz gesagt, das Gebiet war kaputt.
Wer wollte schon DDR-Briefmarken ? Seit den 60iger Jahren tauchten die Dinger überall auf. Maschinengestempelte Propaganda, Motivsätze. Jede Menge Schnickschnack, und immer fehlte der Sperrwert. Pakethersteller möbelten ihre „Nur 1% vom Katalogwert-Pakete“ mit Bögen der Bautenserie auf, gemachte Ersttagsbriefe und Satzbriefe überschwemmten den Markt.
Doch so ganz langsam hat wohl ein Wandel eingesetzt. Zum ersten Mal richtig aufmerksam auf das ambitionierte Sammelgebiet DDR konnte man werden, als der DDR-Universal-Katalog erschien. Nun sah der Michel-Spezial sehr alt aus. Jetzt ging es nicht mehr um Gefälligkeitsstempel und Mondpreise, sondern um Wasserzeichen- und Papierunterschiede. Nicht mehr um Massen-FDC, sondern um portogerechte Bedarfsbriefe.
 
Bei vielen Händlern werden DDR-Marken inzwischen teurer angeboten als Bund, ein großer Händler in München verkauft Bund zu 50% vom Michel, für DDR verlangt er 60%. Einige Ausgaben, so zum Beispiel die Köpfe von 1952 sind kaum zu finden, die Blocks der Anfangsjahre sind preislich sehr stabil, haben sich also vom Abwärtstrend abgekoppelt.
 
Inzwischen hat sich die DDR zu einem Sammelgebiet entwickelt, das weiten Raum für Forschung und Spezialisierung bietet. Wohlgemerkt, es geht nicht um die profanen Briefmarken. Die sind noch immer als billige Massenware erhältlich, komplette Sammlungen mit allen Blocks werden weit unter 1.000€ gehandelt, was kaum mehr ist, als die Vordruckalben gekostet haben. Nein, gesucht werden Druckvermerke, Heftchenbögen, Papierunterschiede sowie Auflagenvarianten. Zusammendrucke werden gesucht, von einer Arbeitsgemeinschaft ist inzwischen die vierte CD mit Plattenfehlern erschienen. Bei den Marken bis in die 60iger Jahre hinein gibt es Wasserzeichenunterschiede, mit denen sich Spezialisten jetzt beschäftigen.
 
Eine echte Herausforderung sind portogerechte Einzelfrankaturen. Im Gegensatz zu Satzbriefen sind sie extrem selten und hier werden bereits jetzt Preise gezahlt, die aufhorchen lassen. Verglichen mit den Preisen für Bundesrepublik besteht noch Nachholbedarf, doch unter Spezialisten wird der Abstand kleiner, was nicht verwunderlich ist, wenn man die Auflagezahlen vergleicht.
 
Besonderheiten werden bereits als Einzellose angeboten, dazu gehören insbesondere echte Plattenfehler, Druck-Vermerke, Zwischenstege, Papier- und Wasserzeichen-Unterschiede. Die Preise sind sehr ordentlich. Bei gezieltem Stöbern in Dublettenbüchern läßt sich da einiges Material finden.
 
Dagegen erscheinen Katalognotierungen und geforderte Preise für Sperrwerte als überzogen. Hier geistern noch immer umfangreiche Posten auf dem Markt, es gibt wohl noch etliche Bestände. Ebenso sollte unbedingt auf echte Bedarfsstempel mit lesbarer zeitgerechter Entwertung geachtet werden. Gerade nach der Wende wurde sehr viel Ware manipuliert. Echte Poststempel aus ex-DDR-Postamtsbeständen gibt es überall zu kaufen.
 
Es sind in der DDR insgesamt 832 waagerechte und 388 senkrechte Zusammendrucke erschienen, dazu 6 Kehrdrucke (ohne Heftchen­marken). Allein das kann eine sehr reizvolle Sammlung ergeben, die mit wenig finanziellen Aufwand beim Stöbern gefunden werden kann. Märchen-Kleinbögen mit beschädigtem Rand sind leicht zu finden ...
 
Der Blick in entsprechende Literatur kann sehr hilfreich sein, gerne bin ich bereit, meinen DDR-Universal-Katalog an unsere Vereinsmitglieder zu verleihen.
 
Man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass in der DDR-Philatelie noch große Potentiale schlummern und wir Überraschungen erleben werden.

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Sammlerglück

Jahrelang wird gesucht, nie gefunden. Und dann findet man plötzlich sogar zwei von den begehrten Stücken, auf jeden Fall den seltensten und wertvollsten Belegen der Brucker Philatelie der letzten 50 Jahre: Briefe mit den Sonder-Einschreib-Zetteln der Olympiade 1972. Ganze 388 Stück soll es gegeben haben, andere Quellen sprechen sogar von nur 178 gelaufenen Briefen.
 
Hier sind die zwei Prachtstücke, die sich nun endlich in der Hand von Brucker Sammlern befinden:

RS200802b

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Das 2. Exemplar hat sogar einen echten Fehler, man braucht nur die Einschreibzettel anschauen: eindeutig heißt es auf dem fehlerhaften „Müncher“ Dieser Fehler tritt auf jedem 5. Einschreibzettel auf.
 
Zum Vergleich Vergrößerungen der R-Zettel obiger Belege:

RS200802c


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Aus meiner Kuriositätensammlung

Die letzten Monate waren sehr ertragreich für meine Sammlung. Einige neue Belege als Muster:

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Die Anschrift der Firma Telefunken war schon sehr merkwürdig:

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Einfacher machte es sich dieser Absender, soll sich doch die Post um die Adresse kümmern.
 
Die korrekte Adresse nützt jedoch gar nichts, wenn der Empfänger umgezogen ist:

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Nicht immer muss ein Brief negativ sein, manchmal erhält man auch sehr positive Mitteilungen:

RS200802g


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Gerüchte

Wiederum gab es in der letzten Zeit einige Nachrichten aus dem Bereich der Philatelie, die (noch) nicht aus weiteren Quellen bestätigt wurden, also vorläufig als Gerüchte gelten müssen:
 
Frankreich: Auf der Suche nach einer neuen „Marianne“ für die Dauerserien hat man ein Auge auf die Gattin des Franz. Präsidenten Sarkoszy, Frau Bruni-Sarkoszy geworfen. Das Nacktphoto von ihr, kürzlich in London versteigert, wird man leider nicht verwenden.
 
Deutschland: Vermutungen, dass der ehemalige Post-Vorstandsvorsitzende Zumwinkel nicht nur Geld, sondern auch Briefmarken in Liechtenstein gebunkert hat, wurden bisher nicht bestätigt.

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Anlage

Herr Donath hat in mühevoller Arbeit eine Liste aller Staaten der Erde erstellt (siehe letztes Rundschreiben). Nachdem wir mehrere Anfragen zu einem Exemplar hatten, fügen wir die Liste als Anlage bei (Wurde mit dem Rundschreiben versandt).

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Ersttagsbriefe

Überall findet man die Wühlkisten mit Ersttagsbriefen. Etliche Stände auf der Briefmarken-Messe, viele Anbieter auf Tauschtagen, beim Vereins-Händler. Die Kartons sind nicht zu übersehen. Pro Beleg 25 Cent oder drei Stück für einen Euro.
 
Ich liebe diese Kisten, denn ich gehöre zu den Exoten, ich sammle noch ganz gewöhnliche Briefmarken. Und die Kartons mit den Schmuck-FDC sind eine spuckebillige Quelle. Cept-Marken von Irland, Zypern, Monaco oder San Marino kosten pro Satz einige Euro. Oder als FDC 25 Cent. Schweizer Ämter ebenso. Die Fehllisten-Erledigung Liechtenstein? Als FDC oder als Maximum-Karten kein Problem. Ablösen, trocknen, pressen und als sauber gestempelte Marken ab ins Album. Satz-Briefe mit DDR-Sperrwerten ? Na klar, die gibt es auch.
 
Doch ganz besondere Schnäppchen sind Faltkarten vom Bund. Zwei gestempelte Marken. Schrott. Und eingeklebt zwei ungestempelte Marken. Habe einen ganzen Stapel von den Blättern aufgekauft, zu je 25 Cent, zusätzlich gab es noch ordentlichen Mengenrabatt (davon habe ich einen Klebestift gekauft). Nun habe ich jede Menge Marken zu 55 Cent und 1,44 Euro zum Frankieren. Irgend jemand hat ein schlechtes Geschäft gemacht: Faltblatt mit 4 x 1,44 = 5,76 plus Papierzuschlag auf der Post gekauft, und anschließend für weniger als 25 Cent verramscht. Selber Schuld, mein Mitleid mit den Abo-Kunden hält sich in Grenzen.

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Landesverband

Das Thema hängt wohl inzwischen allen Lesern zum Halse raus, ausführliche Berichte zum Landesverbandstag am 18.05.08 sind auf unserer Internetseite und beim Germeringer Verein zu finden. Lobeshymnen werden wohl irgendwann in der „LV-Aktuell“ veröffentlicht, sofern es überhaupt noch einmal eine gibt, denn einen Redakteur haben die nicht mehr. Hier also nur ein paar Stichworte: Offener Streit auf dem Podium, wegen sattsam bekannter Unfähigkeit konnten Anträge nicht satzungsgemäß behandelt werden, Abstimmung über neue Satzung ein Fiasko, Beschimpfungen, einziger Hoffnungsschimmer: Der 1. Vorsitzende wird 2009 nicht mehr kandidieren. Der Wahlkampf ist eröffnet, es wird ein spaßiges Jahr.

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Brucker Bauernweisheit

Ausgeschaltetes Licht kann man im Dunkeln nicht sehen.

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Österreich

Ja, Phantasie haben sie, unsere Nachbarn. Ob Maut-Pickerl, Touristen-Bußgelder oder Opernball-Tickets, man weiß, wie man Freunden die Geldbörse erleichtert. Warum nicht auch den Philatelisten ? Rubbel-Briefmarken, Marken mit (absichtlichen?) Fehlern, Blocks mit Weltraumstaub und Glaskristallen, die Menschheit braucht es.
 
Die österreichische Post hat zur EM eine Briefmarke herausgebracht. Die nach eigenen Angaben "dickste Briefmarke aller Zeiten" besteht aus dem selben Material wie die EURO-Fußbälle.
Zwei Jahre lang wurde das ungewöhnliche Postwertzeichen geplant. Gefertigt wurde sie aus Polyurethan - dem Kunststoff, aus dem auch die Fußbälle gegossen werden. Die Produktionskosten lagen beim 20-fachen einer Papiermarke.
 
490.000 Stück ließ die Post produzieren. Die Marke mit einen Nennwert von 3,75 Euro dürfte zum beliebten Sammlerstück mutieren, so vermuten die Macher.
 
Nun folgt die Marken auf Original-Fußball-Leder-Imitat als neuester Spaß eine Briefmarke, die einen kompletten Torschuss zeigt, wenn man sie bewegt. Vor 50 Jahren habe ich so etwas als „Wackelbilder“ gesammelt. Der engagierte Philatelist wird in Zukunft also dasitzen und sein Album wackeln. Vielleicht geht ja der Schuss mal daneben ... Das wäre doch etwas: Ein Fehldruck, bei dem es nur einen Pfostenschussß gibt!
 
Bei den Fußball-Marken ist uns noch völlig unklar, wie viele Marken man kaufen muss, um einen kompletten Ball rekonstruieren zu können. Außerdem braucht man dazu ja wohl die Marke mit dem Ventil.
 
Doch Spaß beiseite: Beide Briefmarken verursachen ganz große Probleme: Wegen des Materials und ihrer Dicke saugen die Marken den Gummi regelrecht auf, sie halten nicht auf Briefen, fallen einfach ab. Des weiteren sind sie wegen ihrer Dicke spätestens in der ersten Sortieranlage beschädigt.

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Tauschtag Garmisch 22.03.2008

Ostersamstag, Garmisch macht großen Tauschtag. Um 6:30 Uhr Abfahrt, um 8 Uhr angefangen, Belegkisten durchzusehen. Leider musste man schon um 14 Uhr aufhören, weil die Auktion begann. Zum dritten Mal in Garmisch gewesen, so voll war es noch nie. Und man konnte gutes Material wirklich preisgünstig finden. Der Stapel an gefundenen Schätzen wuchs und wuchs. CEPT-Blocks für je 1 €, wirklich gute Belege zwischen 25 und 50 Cent, man getraute sich kaum, eine Raucherpause zu machen. Nach 30 Jahren Suche habe ich in Garmisch einen Fürstenfeldbrucker Brief mit dem Sonder-Einschreibzettel von der Olympiade 1972 bekommen (siehe gesonderten Artikel). Leider nicht aus einer Grabbel-Kiste, aber trotzdem günstig. Ein sehr guter Tauschtag.
Beispielhaft die Bewirtung in Garmisch: Haferl ordentlicher Kaffee für 80 Cent, 1 Paar Wiener (vom Metzger!) mit Semmel für einen eher symbolischen Obolus, selbstgemachten Kuchen, in anderen Stadthallen hätte man mindestens das 4-fache bezahlt.
 
Leider sind die vielen Besucher nicht rechtzeitig heimgegangen, sondern sind zur Auktion geblieben. Man hatte überhaupt keine Chance, eines der Lose zum Super-Preis zu ersteigern. Vier Lose wollte ich gerne so um jeweils zwei oder drei Euro haben. Aber andere hatten wohl auch besichtigt und steigerten die Lose weit in den 3-stelligen Bereich. Die Einlieferer mag das gefreut haben, ich fand das jedoch wenig gastfreundlich. Wenigstens ein Los hätte man mir doch lassen können ...

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Briefmarkenmesse in München

Subjektive Eindrücke vom 13. und 15.3.2008: Morgens brauchte man in S- und U-Bahn nur den älteren Herren mit Aktentasche folgen, um den Weg in die Veranstaltung zu finden. Kurz nach 10 Uhr gut gefüllte Halle. Massenweise Kartons mit Belegen zum Messesonderpreis. Pro Stück 50 Cent oder einen Euro. Gleiche oder bessere Auswahl wird in unserem Verein oder beim Vereinshändler für maximal die Hälfte angeboten. Viele Ansichtskarten, meist mit Mängeln, ebenfalls für einen Euro. Übliche Steckkartenware, Motivblocks, Heftchenblätter etc. zu Kaufhauspreisen. Einzelmarken teuer wie immer. Jeder Tauschtag ist besser.
 
Trotzdem: Der Besuch der Messe ist schlichtweg ein Muss. Nur hier trifft man so viele Bekannte, kann ausgiebig fachsimpeln. Fachvorträge, speziell der von Herrn Geigle, wirklich prima, doch wegen elendiger Technik akustisch kaum verständlich. Viele Argen boten ihre Dienste an. Eher peinlich die Auftritte der Michel-Produzenten auf dem Podium. Auffällig die Leere am Stand sowohl am Donnerstag als auch am Samstag bei zwei bestimmten Albenherstellern, deren Produkte sich hervorragend zur Lagerung von Lebensmitteln eignen sollen.
 
Die Ausstellung wiederum in der gesamten Spannbreite von hochspezialisiert bis interessant. Leider am Samstag ohne Hinweis auf die Bewertungen. Sehr lobenswert auch in diesem Jahr das Engagement für die Jugend, am späten Samstag war der Frau Vahlbruch die Erschöpfung nach drei anstrengenden Tagen anzusehen, was wohl nicht allein am Besuch unserer Jugendgruppe lag.

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Unsere Jugend auf der M.O.C.

Herr Rudolf Schweitzer betreut seit Jahren Kinder, die sich im Kinderhort Fürstenfeldbruck-Mitte für das Briefmarkensammeln interessieren. Erfreulich ist, dass es von Jahr zu Jahr mehr Kinder werden. Zur Zeit sind es immerhin 17 kleine Sammler und Sammlerinnen.
 
Unterstützt wird dies von der Erzieherin Frau Claudia Schmidt, die sich freut, ihren Schützlingen damit auch mehr Abwechslung bieten zu können.
 
Nichts lag näher, den Kindern einen einen Ausflug zur Briefmarkenbörse im M.O.C. Zu sponsern, um sie einmal die große Welt der Briefmarken schnuppern zu lassen.
 
Frau Vahlbruch, LV-Beirätin, und Dr. Walter Koch, Philatelistenverein Fürstenfeldbruck, kümmerten sich fürsorglich um die Hortgruppe und unterhielten diese mit Gewinnspielen, während Veranstaltungsleiter Wolfgang Rüder die Rasselbande mit Geschenken bedachte.

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Das war sogar der MICHEL-Rundschau einen Beitrag wert. Für die Kinder ein Tag, an dem sie viele bleibende Eindrücke erhaschten. Schade ist nur, dass bisher die Eltern auch nicht nur eines Kindes das Briefmarkensammeln z. B. durch einen Eintritt in unseren Verein würdigten.

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Tauschtag Germering 24.02.08

Der Germeringer Tauschtag ist Pflichttermin für Sammler. Egal, ob Eisregen oder, wie heuer, 18 Grad, man muss einfach nach Germering. Nicht alle Tische waren (erstaunlicherweise) belegt, doch herrschte reger Betrieb, an manchen Tischen gab es regelrechte Staus. Für jeden war etwas zu finden, angefangen von reichhaltigen Belegen zu 10 Cent und Marken zum Stückpreis von 5 Cent bis hin zu bester Ware.
 
Der Germeringer Tauschtag ist auch immer eine Nachrichtenbörse. Die Werbezettel von manchen Tauschtagen in der Region München waren bereits morgens um 10 vergriffen, ausführlich wurde über die Folien-Problematik und das Verhalten von zwei bestimmten Albenherstellern diskutiert (die beiden Namen darf man nicht öffentlich nennen, will man keine Klage riskieren). Man trifft dutzende Bekannte und einen Großteil der eigenen Vereinsmitglieder. Nur schade, dass die Bewirtung von Jahr zu Jahr das Augenmaß verliert, inzwischen kostet ein Pappbecher Kaffee drei Euro, dafür hätte es 60 schöne Briefmarken gegeben.

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Kosovo

Derzeit werden im Kosovo die Briefmarken von der UN-Übergangsverwaltung Unmik gedruckt, die auch die Post befördert. Die Telefonnummern des Festnetzes haben weiterhin die Vorwahl Serbiens. Mit dem Handy läuft das Gespräch über Monaco, wo der Netzbetreiber seinen Sitz hat. Diese Schönheitsfehler werden so lange erhalten bleiben, bis das Kosovo Mitglied des Weltpostvereins und der Internationalen Fernmeldeunion werden kann.

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Fundstücke bei Internetauktionen

Postkarte der Jahrhundertwende, 1900 frankiert mit 100 Pfennig-Marke, Poststempel 1.1.2000, Ausruf 1 Mio Euro.
 
1 Mio Briefmarken, 200 Jahre alt.
 
10Pf Germania gestempelt, Ausruf 1250.- Euro.

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Querbeet

Einige Meldungen aus dem weiten Bereich der Philatelie, die wir irgendwo gefunden haben:
 
Plus-Brief individuell
 
So richtig scheinen die Kontrollen bei der Post hinsichtlich der Motive bei den selbstgestalteten Plus-Briefen nicht zu funktionieren, denn nach einer Meldung der taz.de am 20.Mai 2008 war es der Neo-Nazi-Szene möglich, Plusbriefe mit ihrem Idol Rudolf Heß herstellen zu lassen.
 
Stempel Plusbrief individuell
 
Laut Team Plusbrief sind Tagesstempel der Deutschen Post Philatelie zulässig.
Laut Serviceteam Philatelie sind Tagesstempel der Deutschen Post Philatelie für Plusbriefe Individuell NICHT zulässig.
 
Selbstgemalte Briefmarken
 
Während der Krieges zwischen Israel und Ägypten lagen ab dem 5. Juni 1967 insgesamt 14 Schiffe für etliche Monate im Grossen Bittersee / Suezkanal fest, darunter die deutsche „Münsterland“. Die Besatzungen malten ihre Briefmarken selbst, die Briefe wurden (nach erfolgter Zensur) anstandslos von der ägyptischen Post befördert.
 
Michel-Studie
 
Im letzten Rundschreiben hatten wir eine Aufstellung der Entwicklung Markenausgaben in GB, Niederlande und Deutschland. Wer sich tiefergehend für das Thema interessiert, dem sei die neue MICHEL-Studie „Die Produktion und Herausgabe von Briefmarken 1995-2006“ empfohlen. Umfang 500 Seiten, Preis 560,-- Euro
 
Betriebsausflug
 
Die Mitglieder der Académie Européenne de Philatelie (AEP) bereisten Samoa und Tokelau
 
Dienstreise 1
 
BDPh-Präsident Hartig besichtigte das Postmuseum in London
 
Dienstreise 2
 
BDPh-Präsident Hartig war Gastredner bei der Tagung des Verbandes der Briefmarkenversteigerer im Berliner Luxushotel „de Rome“. Dort kündigte er an, sich um das Thema Vereinsauktionen kümmern zu wollen, welches den organisierten Versteigerern ein Dorn im Auge ist. (Siehe „philatelie“ August 2008 Seiten 69-71)
 
„philatelie“
 
Das Organ den BDPh wurde einer erheblichen Anzahl von Änderungen unterzogen, so z.B. Papier, Schriftgröße, Spaltensatz. Leider litt, zumindest bisher, der redaktionelle Teil empfindlich. 84 Seiten, abzüglich 23 Seiten Werbung, dazu noch 5 ½ Seiten Neuheitenwerbung der Post, da bleibt bei vergrößerter Schrift nicht mehr viel Platz für lesenswerte Artikel.
 
Urheberrecht
 
In Österreich gibt es Ärger mit einer Briefmarke mit dem Bildnis von Ernst Happel. Dem Sohn ist eingefallen, dass der Name des Vaters bares Geld wert ist und er fordert von der Post ein Honorar.

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Vereins-Prominente

Auch wenn es die Obrigkeit nicht wahrhaben will, unser Verein besteht aus sehr vielen Prominenten. Wir haben etliche „Ordensträger“, hochdekorierte Aussteller, im Archiv gibt es ganze Stapel mit Zeitungsausschnitten über den Verein und seine Mitglieder, jeder Landkreisbürger kennt die Dame mit den Ansichtskarten, ohne unseren Spezialisten geht in der südlichen Hälfte Bayerns gar nichts im Internet, wir stellten und stellen Amtsträger in der Verbandsphilatelie. Doch eines hatten wir noch nie: Das Bildnis eines Vereinsmitgliedes auf einer Briefmarke bzw. Plusbrief. Doch nun hat sich diese Lücke auch geschlossen:

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Auktionskataloge

Wie schon in der Vergangenheit ein kurzer Blick in Auktionskataloge. Zur Beurteilung der Marktlage kann eine Durchsicht nicht schaden.
 
Philatelie Arbeiter
 
Wer sich für die gesamte Spannbreite der Philatelie interessiert, der sollte sich einmal den Auktionskatalog der Fa. Arbeiter anschauen. Nicht tausende von „Nachlass“-Kartons werden hier angeboten, sondern Lose, die eine Sammlung ergänzen können, mag sie auch noch so exotisch sein. Abgesehen von den deutschen Sammelgebieten finden sich Angebote von Obock, Moheli oder Fezzan, Posten mit Inlandsbriefen Spanien um 1860, Einzellose Ortsstempel Österreich oder Motiv-Sätze Scheichtümer. Bei den gut 7800 Losen (davon 3500 gegen Gebot) finden sich sehr viele im Preis-Bereich für den Normal-Sammler.
 
Kirstein-Larisch
 
In gewohntem Umfang traf der Katalog der Fa. Kirstein zur Frühjahrsauktion ein. 5.000 Lose, davon rund 1.850 Sammlungen, Ausruf meist um 10%, teils weit darunter. Einige Beispiele:
 
Schweiz 17.000 für 600.-- (Los 3444), Italien 22.000 in 42 Einsteckbüchern für 1.000.-- (Los 3229), Reich 1872-1932 komplett oo 23.000 für 3.000.-- (Los 3905), Bund **+oo 1949-2004 mit vielen Besonderheiten 20.000 für 900.-- (Los 4178).
 
Bund ** 49-70 5.800 für 850.-- (Los 4180) bzw. oo 4.300 für 250.-- (Los 4195), ETBs 74-99 komplett in 9 Alben 1.000 für 40.-- (Los 4309)
 
Volle Umzugskartons ab 50 Euro Ausruf.
 
Zwar sagen die Ausrufpreise noch nicht allzuviel über die Zuschläge, doch der Preisverfall für Bund ist unverkennbar.

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Mitgliederversammlung

Im Februar haben wir unsere diesjährige Mitgliederversammlung durchgeführt. Neuwahlen haben ohnehin angestanden. Da unser Kassier Walter Koch aus gesundheitlichen Gründen seinen Rückzug angekündigt hatte, war die Neubesetzung von Posten notwendig. Bei dieser Gelegenheit haben wir die Personalunion von 2. Vorsitzendem und Schriftführer aufgehoben. Das neue Team besteht jetzt aus:
 
1. Vorsitzender: Klaus-Peter Lippoldes
2. Vorsitzender: Jürgen Grohmann
Kassier: Ralf Reiter
Schriftführer: Samuel Fleischhacker
 
Ausdrücklich danken möchten wir Dr. Walter Koch für sein großes Engagement in unserem Verein, das er hoffentlich auch ohne offizielles Amt beibehalten wird.

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100 Jahre „Fürstenfeldbruck“

Am 6.August 2008 feiert Fürstenfeldbruck ein besonderes Jubiläum: Seit exakt 100 Jahren gibt es diesen Ortsnamen, der mit zu den längsten gehört, die es bundesweit gibt. Dabei handelt es sich nicht einmal um einen althergebrachten Namen für eine Siedlung, sondern um ein Kunstwort, das auf Verlangen der Post geschaffen wurde. Herr Gleixner hat zu diesem Thema bereits 1985 im Katalog zur „philabruck 85“ einen Artikel zu diesem Thema veröffentlicht:

Ortsbezeichnung Fürstenfeldbruck seit wann?

Wenn man Poststempel von Fürstenfeldbruck betrachtet, so wird man, besonders gegen Ende des letzten Jahrhunderts, eine eigenartige Vielfalt in der Schreibweise feststellen.
 

In der Zeit vor der ersten Briefmarke gab es die sog. "Rayonstempel" und die "Einzeiler" mit der Bezeichnung Fürstenfeldbruck. Anschließend wurden Halbkreisstempel mit der gleichen Ortsbezeichnung verwendet. Dann ein gleicher Einkreisstempel, der bis 1871 nachgewiesen ist. In den nächsten Jahren beginnt eine heillose Verwirrung. Einmal heißt es FFELD-BRUCK, dann BRUCK b FFELD und schließlich BRUCK-FÜRSTENFELD. Man könnte meinen, die damaligen Zeitgenossen haben nicht gewusst, wie ihr Heimatort heißt.
 
So ähnlich mag es tatsächlich gewesen sein: Der Magistrat bezeichnete sich nämlich als der von Fürstenfeldbruck in Bruck, einige andere Behörden wie z.B. das Forstamt, hatten den Zusatz "Bruck". Die offizielle Bezeichnung der Unteroffiziersschule war "Fürstenfeldbruck", die des Rentamtes "Fürstenfeld". Die Bahn nannte ihre Station Bruck b. München, Die Post ihr Amt Bruck-Fürstenfeld.
 
War es da ein Wunder, daß sich die Postbenutzer, vor allem auswärtige, auch nicht mehr  zurechtfanden und deshalb alle diese Bezeichnungen nach Belieben verwendeten? Die Folge davon war, daß sehr oft Post fehlgeleitet worden war. Bei der Schreibweise Bruck/M. gelangten die Briefe oft nach Bruck in Mittelfranken oder nach Bruck an der Mur (Österreich), besonders,  wenn die Präpositionen "i.", "b." oder "a.d." undeutlich geschrieben waren. Einen Ort Fürstenfeld gibt es auch in der Steiermark, so daß derartig adressierte Brief oft auch dorthin geleitet worden sind.
 
Gab es nun in diesen Orten auch noch gleiche Namen, so war eine Fehlleitung geradezu vorprogrammiert. Wie lange ein derartig herumgereistes Poststück gebraucht hat, um den richtigen Empfänger zu erreichen, kann man sich vorstellen.
 
Hinzu kommt noch, daß es lt. Postlexikon allein in Bayern noch weitere 27 Orte oder Weiler namens Bruck gab.
 
Daß diese, vermutlich öfters vorkommenden Fehlleitungen erheblichen Ärger verursachten, ist klar. Um diesem Übel abzuhelfen, stellte das hiesige Postamt am 17. Februar 1908 an die Königl. Oberpostdirektion in Augsburg den Antrag "Vorstellung des K. Postamts Bruck-Fürstenfeld betreffs einheitlicher Benennung des Marktes Bruck".
 
Gleich zu Beginn schreibt der Postexpeditor II. Klasse: "Es gibt schwerlich einen Ort in Bayern, der so viele verschiedene Benennungen erfährt als Bruck-Fürstenfeld." Dann wird die Ortschronik zitiert, die immer von Fürstenfeldbruck spricht. Auch das "Allerhöchste Edikt" vom 28. Juli 1814, das die Einrichtung einer Municipal-Gemeinde genehmigt, bezeichnet den Ort als Fürstenfeldbruck, so schreibt er.
 
Abschließend wird noch seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig angeführt, der 1907 gesagt haben soll. "Eins kann ich nicht begreifen, daß sich Bruck nicht Fürstenfeldbruck nennt".
 
Der Antrag schließt mit der Bitte, diesen dem Kgl. Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten zu unterbreiten und dahinzuwirken, daß für den Markt und die hiesigen Behörden die einheitliche Benennung Fürstenfeldbruck zur Anwendung gelangt.
 
Mit einer kurzen und nüchternen Veröffentlichung wurde die Angelegen­heit geregelt. In der Nr. 51 des postdienstlichen Teiles des Verkehrsministerialblattes für das Königreich Bayern vom 12. September 1908 finden sich Änderungen im Stand der Post- und Telegraphenanstalten. Es wird dort mitgeteilt, daß z.B. in Bayrischzell am 16.8. eine Poststelle neueröffnet, die in Schliersee gleichzeitig aufgehoben wird. Bei den Änderungen heißt es schlicht Fürstenfeldbruck, bisher Bruck Fürstenfeld) ab 6.8. Mit dieser Anordnung der Oberpostdirektion Augsburg wurde das Durcheinander geordnet. Ab diesem Zeitpunkt heißt unsere Stadt, (auch postalisch) offiziell Fürstenfeldbruck. Diese Schreibweise haben dann alle übrigen Behörden und die Bevölkerung übernommen.

Otto Gleixner

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Vereinsausflug

Wir fahren am Samstag, den 4. Oktober 2008 zum 109. Deutschen Philatelistentag nach Weiden in der Oberpfalz, natürlich wieder zusammen mit den Vereinen von Fürstenfeldbruck und Dachau. Abfahrt ist 7:00 Uhr in Germering, 7:15 Uhr in Fürstenfeldbruck, 7:30 in Dachau, jeweils am Bahnhofsvorplatz .
 
Vom 3. Bis 5.10.2008 findet in Weiden/Oberpfalz der Deutsche Philatelistentag statt. Anbieten würde sich die Fahrt am Samstag, 4.10. wegen des durchaus umfangreichen Programmes, u.a. Besichtigung der Versandstelle, Stadtrundfahrten mit Postkutsche und altem Postbus, Festzug mit Rathausverhüllung durch Briefmarken usw. Außerdem weiß ich aus diversen geschäftlichen Aufenthalten in Weiden, dass es ein sehr schönes Städtchen ist.
 
Diverse Diskussionsveranstaltungen, Sonderpostfilialen, Ausstellungen, Feldpost der Bundeswehr und US-Army, für jeden ist etwas geboten. Da wir wieder gemeinsam mit den Dachauern und Germeringer fahren wollen, ist unbedingt eine baldige verbindliche Anmeldung erforderlich. Eine sicher lohnende Besichtigung des Versandzentrums der Deutschen Post Philatelie ist möglich. Doch müssen wir auch dazu die Teilnehmer vorher anmelden, da wegen des Shuttle-Busses nur beschränkt Plätze vorhanden sind. Das Versandzentrum befindet sich außerhalb von Weiden!
 
Anmeldungen einfach an info@philatelistenverein-fuerstenfeldbruck.de und Anzahl der Personen angeben, Zettel in meinen Briefkasten oder am Tauschabend anmelden. Den Fahrpreis von 10 Euro pro Person bitte bei unserem Kassier Ralf Reiter bezahlen.

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Kauft Briefmarken statt Möbel!

Nehmen wir einfach einmal an, wir hätten Geld. Nun müssen wir uns entscheiden, was wir dafür kaufen. Gehen wir in den Baumarkt. Dort bietet man uns 20% Rabatt auf alles, außer Tiernahrung. Möbelhäuser werben mit bis zu 50% Rabatt, außer Markenmöbel. Ach, dann kaufen wir doch lieber Briefmarken. 65% Nachlass auf den Katalogwert ist normal, 90% Rabatt auf alten Abopreis ist bei Motiv-Sammlungen üblich.

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Münz-Werbung

Ja, ich gehöre zum ausgewählten Kreis, der sich zum Vorzugspreis von nur 19.80 € (statt später 39,90 €) um eine Zuteilung des ersten Medaillenbriefes „Gruppen-Auslosung“ zur Fußball-EM bewerben darf. Ich habe eine Zuteilungsnummer und einen persönlichen Zuteilungsantrag. 500/1000 Silber, deutsche und schweizer Briefmarke, das wird ein unvergleichliches Erinnerungsstück, Sammlergenuss auf höchstem Niveau. Und ich bekomme das bevorzugte Anrecht, weitere Medaillenbriefe zu erhalten. Sogar ein spezielles Sammelalbum gibt es mit 10 € Preisnachlass.
 
Was soll das ? Abgesehen davon, dass Fußball ohnehin nicht so schrecklich mein Thema ist (es sei denn, Nigeria spielt mit), könnte ich zwar mit Münzen etwas anfangen, zum Beispiel bei Lidl Melonen kaufen, aber was soll der Mensch mit Medaillen? Und der ganze andere Schnickschnack? Ich bin zwar für jeden philatelistischen Spaß zu haben, aber wenn ich die angebotenen Blätter ausstellen würde, dann wäre auch noch der letzte Rest meiner Reputation im Eimer.
 
Aber es soll ja nicht der Eindruck der Besserwisserei erweckt werden, wer sich näher informieren will: „Deutsche Ausgabestelle für die Medaillenbriefe zur Fußball-Europameisterschaft 2008 c/o Richard Borek, Theodor-Heuss-Straße 7 D-38090 Braunschweig“

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Post (1)

Wie am 5.6.08 gemeldet wurde, hat der Bundesgerichtshof das Monopol der Deutschen Post AG auf das Wort „Post“ beendet. Andere Anbieter von Post-Dienstleistungen dürfen das Wort benutzen, ohne gegen die guten Sitten zu verstoßen. Einschränkungen lägen nur vor, wenn die Verwechslungsgefahr durch die Farbe Gelb oder Verwendung des Posthornzeichens erhöht würde.

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Post (2)

Bis zum Jahre 2011 wird die Post ihr gesamtes Filialnetz aufgeben. Derzeit bestehen noch etwa 750 ehemalige Postämter mit etwa 2.000 Mitarbeitern. In der Regel soll Ersatz durch weitere Postagenturen geschaffen werden. Schwierigkeiten hat die Post dort, wo es keine Tankstellen oder geeignete Geschäfte gibt, in denen Postagenturen eingerichtet werden können, denn die Post ist per Gesetz verpflichtet, eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Einschließlich der „Post-Service-Shops und der „Postpoints“ mit ihren sehr eingeschränkten Angeboten hat der Kunde derzeit noch 13.500 Anlaufstellen, hinzu kommen 100.000 Briefkästen.

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Postleitzahl 2008 Wien

Nur für TV-Teams bei der Fußball-EM hatte die Österreichische Post ein spezielles Postamt in Wien eingerichtet, normale Kunden hatten keinen Zutritt. Das Postamt, Leiter Herr Siebenhandl, befand sich in der Halle D am Messegelände und hatte täglich, auch sonntags, von 9:00 bis 21:00 Uhr geöffnet.
 
Der Poststempel dieses bis 29.06.08 befristeten Amtes ist völlig normal, er ist nur an der Postleitzahl „2008“ erkennbar. Belege dürften sehr selten sein.

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Porto

Vorgedruckte Formulierungen wie „Antwortkarte“, „Bitte freimachen“ oder „Frankieren, falls Marke zur Hand“ sind nicht verpflichtend, tatsächlich Briefmarken zu verkleben. Diese Sendungen werden auch ohne Freimachung von der Post befördert. Falls man tatsächlich Porto verklebt, spart sich der Empfänger Porto.

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USA

Ein ganz ausgezeichneter Katalog USA-Marken findet sich unter www.theswedishtiger.com/usstamps
 
Bis 1940 sind alle Marken, Essays, Lokalausgaben usw. mit hervorragenden Abbildungen aufgeführt. Eine weitere Besonderheit: angegeben sind nicht die Katalogwerte, sondern die Zuschlagspreise von Auktionen, unterschieden nach ebay und normalen Auktionshäusern. Dieser Katalog läßt meinen USA-Spezial zu einer simplen Bestandsliste werden.
 
Der Katalog erklärt sich selbst, hier die wichtigsten Unterscheidungen:
 
MNH (Mint non hinged) = absolut postfrisch
MH (Mint hinged) = Postfrisch mit Falz oder Falzrest
 
"graded" entspricht unserem "geprüft" - allerdings ohne Prüfzeichen auf der Rückseite, sondern mit Zertifikat über die Erhaltung. Das "Grading" kennzeichnet den Erhaltungsgrad und damit den relativen Wert der Marke in Prozent.
 
Die Autoren planen in Kürze einen entsprechenden GB-Katalog zu veröffentlichen, man darf gespannt sein, Abbildungen sind bereits unter www.theswedishtiger.com/gb vorhanden. Mein Tip: Abbildung in der Übersicht anklicken, dann geht es richtig los.

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Vereins-Jubiläum

Die Geburtsstunde unseres Vereines ist unbekannt. Zwar hat es eine offizielle Gründungsversammlung gegeben, deren Protokoll noch im Archiv vorhanden ist (siehe unten), doch gab es bereits lange vorher Treffen, möglicherweise bereits seit 1954.
 

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Schon frühzeitig betrieb der Verein Öffentlichkeitsarbeit, möglicherweise erkennt sich jemand auf den Bildern aus 1979 wieder:

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Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum:

Ich bin gebeten worden, einige Erinnerungen an die Zeit der Gründung des Brucker Philatelistenvereins vor 40 Jahren zu Papier zu bringen. Das ist lange her, mein Gedächtnis ist nicht mehr das beste - so mußte ich Daten und Tatsachen den damaligen Vereinsmitteilungen entnehmen und kann nur wenige ganz persönliche Erinnerungen einstreuen.
 

Selbst nahm ich bereits einige Zeit - Vielleicht zwei Jahre - vor der Vereinsgründung an den regelmäßigen Zusammenkünften im Bayerischen Brauhaus in der Maisacher Straße 16 teil. Wie man mir be­richtete, sollen solche schon wesentlich länger stattgefunden haben. Dann, so erinnere ich mich, hatten einige Teilnehmer den Wunsch, ihre Sammlungen auf Ausstellungen zu präsentieren; dazu aber brauchte man einen Verein. Ich hatte eine intuitive Ablehnung gegen einen Verein - warum weiß ich nicht mehr - und so habe ich mir die Ehre verscherzt, zu den Gründungsmitgliedern zu gehören! Etwa zwei Jahre später bin ich dann nolens volens doch beigetreten.
 
Die berufliche Zusammensetzung der Mitglieder war von Anfang an weit gestreut. "Natürlich" waren zunächst alle männlichen Geschlechts. Erst Jahre später fand eine Dame zu uns, die aber Jahrzehnte lang die einzige blieb.
 
Gesammelt wurden Briefmarken, zuerst vorwiegend gestempelt, allmählich auch Briefe und Ganzsachen. Nach irgendwelchem Schnick­schnack stand niemand der Sinn. Erstaunt war ich, daß neben Deutschland bei den meisten Mitgliedern auch der Vatikan vertreten war; na ja, dachte ich mir, Bayern ist halt gut katholisch.
 
Bei den kurzen, hektographierten Vereinsmitteilungen (1-2 DIN-A4-Seiten!!) fiel auf, daß immer wieder an die Entrichtung des Mitgliedsbeitrages erinnert werden mußte; dieser betrug damals 16,— DM und wurde quartalsweise bezahlt. Dabei waren durchaus nicht alle Mitglieder knapp bei Kasse: ich erinnere mich an einen pensionierten Volksschulrektor, der zu meinem Erstaunen einmal sagte: "Wenn meine Frau einen Pelzmantel haben möchte, verkaufe ich ein oder zwei Wohlfahrtssätze (BRD - 50er Jahre, war gemeint) und dann bekommt sie ihn." Er muß diese Sätze "regelrecht gehortet haben, was mir z.B. als Lehramtsanwärter mit 300,— DM Monatsgehalt damals unmöglich gewesen wäre.
 
Nun etwas Statistik: 1. Vorsitzender des Vereins waren von 1967 -1977 Josef Wagner, von 1977-95 Otto Gleixner, von 1995-98 Dr. Athenstaedt. Die erste Jugendgruppe wurde im Frühjahr 1968 gegründet, doch im Januar 1971 wieder aufgelöst. Im Januar 1979 fand eine zweite Gründung statt. Die erste Werbeschau des Vereins lief bereits im November 1968, eine zweite im Oktober 1972. Zum 10-jährigen Bestehen des Vereins wurde am 16.Oktober 1977 eine Ausstellung in der Sparkasse arrangiert.
Der erste Großtauschtag fand im März 1975 im Jungbräu statt. 1978 gab es herbe Kritik wegen mangelhaften Besuchs des eigenen Groß­tauschtages. Das Vereinslokal wechselte im November 1969 von der Maisacher Straße in das Marthabräu, Hauptstraße 11 (heute Wiener Wald), 1990 in den Gerblkeller (damals Wiener Wald) und 1991 in den Marthabräukeller in der Augsburger Straße (heute Brauhaus Bruck).
 
Im November 1978 fand erstmals ein gemeinsames Abendessen mit Partnerinnen statt. 1983 wurden die ersten eigenen Ausstellungsrahmen angeschafft - 1986 folgten weitere. Etwa ab 1994 wurden Vereinsauktionen durchgeführt, die sich bald großer Beliebtheit erfreuen sollten.
 
Was für eine ernste Angelegenheit das Markensammeln noch in den Siebziger Jahren war, bekam ich unmißverständlich von einem älteren Herrn vorgeführt, der aus Schlesien stammte: als er von einem Kollegen um die Beurteilung einer Marke gebeten wurde, verlangte er dringlich nach einer Pinzette mit der Bemerkung "Ohne Werkzeug kann ich nicht arbeiten".

Dr.Salzmann

Festessen 40 Jahre Philatelistenverein
 
Unser Verein blickt auf 40 Jahre Geschichte zurück, und wir blicken zuversichtlich in die Zukunft. Um einmal wieder Erinnerungen auszutauschen und  „alte“ Bekannte zu treffen, wollen wir einen würdigen Rahmen schaffen.

Und so treffen wir uns am

Freitag, 19. September 2008 um 19:00 Uhr

im Hotel Post in Fürstenfeldbruck zu einem gemeinsamen netten Abend. Freunde und Familienangehörige sind herzlich willkommen.

Die Menü-Karte:
 
Tagessuppe   € 3,90
 
Kleiner Salat mit Kräutercroutons und Speck   € 6,50
 
****

„PostPfandl" Käsespätzle mit Schweinefilets und Röstzwiebeln   € 13,80
 
Wiener Tafelspitz a la Sacher
mit Schnittlauchsauce, Apfelkren,
Kartoffeln und Rahmspinat   € 13,90
 
Zanderfilet gebraten mit Pernod flambiert dazu Paprikarisotto und Broccoli   € 14,50
 
Safrantagliatelle mit Zuckerschoten und geräucherten Tomaten € 8,90
 
****
 
Tagesdessert   € 6,50

Selbstverständlich besteht alternativ die Möglichkeit, von der normalen Speisekarte auszuwählen. Über die Höhe eines Zuschusses aus der Vereinskasse werden wir kurzfristig entscheiden. Ein kleines Rahmenprogramm ist ausgearbeitet, lassen Sie sich überraschen.
 
Zur Planung: Bitte melden Sie sich mit Personenzahl schriftlich am Vereinsabend oder im Internet an, möglichst gleich mit Menuewunsch.

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Termine

Unsere:
 
Tauschabend 12.08. fällt aus (Betriebsurlaub Lände)

26.08.2008
19.09.2008
04.10.2008
 
28.10.2008
25.11.2008

Tauschabend mit Auktion
Essen Hotel Post 19:00 Uhr
um 7:10 Uhr Abfahrt zum Philatelistentag nach Weiden
S-Bahnhof Fürstenfeldbruck, Bahnhofsvorplatz
Tauschabend mit Auktion
Auktion zugunsten Jahresabschlussfeier

in der Nachbarschaft:

07.09.2008
28.09.2008
 
 
07.11.2008
27.11.2008

Gross-Tauschtag Vaterstetten
Großtauschtag in Landsberg am Lech
Gaststätte Sportzentrum,
Hungerbachweg 1, 86899 Landsberg am Lech
Tauschabend mit Auktion (Germering)
Tauschabend mit Auktion (Dachau)

Und zum Schluss, ganz am Rande:
 
Am 5.8.2008 wurde unsere Internetseite vom 35.000 Besucher angesehen und hat dabei vielleicht sogar die 73.800 Seite angesurft.
 

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