3 / 2006
Nr. 101

Rundschreiben 3 / 2006 - Nr. 101

Inhalt:
Vorwort
LV-Tag Marktredwitz
LV-Tag 2
Tonga und die Blechdosen-Insel
Der angeborene Trieb in der Philatelie
Sammelgebiete (Fortsetzung)
Fußballweltmeisterschaft 02.06.06
Fürstenfeldbruck
Sammelwürdige Mischfrankaturen
(Zwischen-) Bericht FFB-Marke und Belege
(Zwischen-) Bericht Maisach-Marke und Belege
Neuzugänge Literatur
Riesen-Pleite
Sammler-Abzocke
“De Nederlandsche Postzegel-en Muntenveiling”
Nachtrag zum letzten Rundschreiben
Sondermarke Otti Fischer
Vereinsausflug Bad Reichenhall
Rückblick Sommerfest
Kurznachrichten
Brucker Bauernregel
Fußballweltmeisterschaft (II.)
Toni Pöttinger
Flohmarkt
Michel Spezial Deutschland Band 1
Lebensweisheit
Klatsch und Tratsch
Leser-Reaktionen
Marke ‘700 Jahre Markt Fürstenfeldbruck’ - Nächste Verkaufsaktion
Wir trauern um: Herbert Kuhn
Termine 2. Halbjahr:
 

Personalisierte
österreichische
Briefmarken
‘1200 Jahre Maisach’
 

Folder
‘1200 Jahre Maisach’
mit beiden Briefmarken
 
 

Vorwort

Geplant war dieses Rundschreiben für die erste Hälfte Oktober. Fußball-Weltmeisterschaft, Urlaubssaison, Biergarten, Steuererklärung, es wären für ein paar Monate andere Dinge wichtiger als unser Hobby, haben wir gedacht. Da scheinen wir einem Irrtum unterlegen zu sein. Am 13.6. waren so viele Mitglieder beim Tauschabend, wie noch nie in diesem Jahr, der große Raum war voll, trotz idealem Biergartenwetter und drei Fußballspielen im Fernsehen. Ein paar Themen, wie Landesverband oder die Vorgänge um die Aufkäufer der Europa-Marken betreffen uns alle direkt oder indirekt, und sollen nicht unkommentiert bleiben. Ein paar Stichworte über die Triebe der Sammler oder die Organisation der Weltmeisterschaft wurden im Laufe der Ausarbeitung zu tiefschürfenden Gedanken über die Welt. Und Samuel beschäftigt sich, wie schon in den letzten Rundschreiben, mit der Frage, was die Philatelisten da eigentlich für merkwürdige Länder sammeln. Und ehe man sich versieht, hat man genug Stoff für ein (zusätzliches) Rundschreiben. Bei einigen Artikel steht das Datum der Erstellung, vielleicht ist er ja bis zum Erscheinen des Rundschreibens nicht mehr ganz so aktuell, so zum Beispiel über Bruno den Bär.

Beginnend mit dieser Ausgabe wollen wir einem oftmals vorgetragenen Wunsch folgen: Unsere Rundschreiben fortlaufend zu nummerieren. Damit wird die Archivierung erheblich vereinfacht. Da wir überhaupt nicht wissen, das wievielte Rundschreiben dies ist, beginnen wir einfach mit der Nummer 101

Für den Herbst haben wir einen vollen Terminkalender, bitte also die Termine vormerken.

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LV-Tag Marktredwitz

Unter sehr widrigen Verhältnissen (Wetter, Organisation) hat vom 26. bis 28. Mai 2006 der LV-Tag in Marktredwitz stattgefunden.

Wir (Ralf und ich) haben, wie einige andere Vereinsvertreter auch, am Samstag Einblick in die Unterlagen des Kassiers genommen, dazu bestand ausreichend Zeit. Die Einsichtnahme hat sich sehr gelohnt, ich möchte jedoch an dieser Stelle auf die Funde nicht eingehen. Sehr überrascht waren wir jedoch, als immer mehr Leute kamen, es stellt sich heraus, dass wir zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort waren, um an der öffentlichen Beiratssitzung teilnehmen zu können.

Ursprünglich ging es ganz kurz um das Problem, dass es derzeit nicht möglich sei, den einen Satz über die Jugend im Satzungsentwurf zu formulieren, da der vom weiteren Vorgehen des BDPh in der Frage der Jugendlichen abhängig sei. Exakt 56 Minuten Debatte über Jugendliche folgten. Kreisringe, Landesringe, Bundesringe, Jugendliche bis 18, bis 21, bis 27 Jahre, unterschiedliche Behandlung in einzelnen Bundesländern, automatischer Übertritt in den Verein, in diesem Zusammenhang nicht relevante Beurteilung des Reifegrades im Strafrecht. Jeglicher Versuch, das Thema zu beenden, wurde unterbunden. Das lässt nur zwei Schlüsse zu: a) Der Leiter der Sitzung war total überfordert oder b) das Theater war geplant, denn solange über derartiges debattiert wird, kann nicht über Themen wie Betreuung der Vereine durch die Regionalbeiräte, Informationsdefizite und ähnliches gesprochen werden. Hinterher waren sich etliche Leute einig: Niemals dem Landesverband mitteilen, dass man Jugendarbeit macht. Zu einigen anderen Punkten, die interessant gewesen wären, hörten wir nur "Das haben wir bereits gestern in der nicht-öffentlichen Beiratssitzung geregelt".

Übrigens begann nach der Sitzung der Festabend. Davon hatten wir mangels Programm nichts gewusst (oder war der nur für geladene Gäste?). Stattdessen führten wir etliche Gespräche mit anderen Vereinsvorsitzenden über deren Aktivitäten, Ausflüge, Vereinsauktionen, Mitgliederaktivierung und -Werbung, dieser Austausch war sehr interessant für unsere tägliche Arbeit im Verein.

Am Sonntag um 10 Uhr Beginn des LV-Tages. Gleich nach der Begrüßung irgendwo zwischen Ehrengästen und LV-Vorsitzendem las ein designiertes Vorstandsmitglied ein Schreiben vor, in dem es gegen die Herren Adler und Schumacher zu Felde zog. Das gehörte zwar gemäß Tagesordnung überhaupt nicht dahin, sondern eher unter die letzte Position Sonstiges, aber vielleicht sollte dem Plenum nur bekannt gegeben werden, woher der Wind pfeift.

Der Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden wird hoffentlich in der nächsten LV-Aktuell veröffentlicht, er wird unsererseits nachdrücklich der Lektüre empfohlen. Für uns interessant nur wenige Passagen, bei "Querulanten" hätten wir uns beinahe angesprochen gefühlt, aber dann zeigte der 1. Vorsitzende doch, dass er unsere Rundschreiben anschaut, wenngleich er mit dem Lesen und Verstehen empfindliche Schwierigkeiten hat. Unter "Verbreitung üblicher Halbwahrheiten" zitierte er einen Absatz aus unserem letzten Rundschreiben:

"Wir alle kennen den "Tag der Briefmarke". Da geht immer etwas mit Belegverkauf und Einnahmen. Der Landesverband Südwest verbuchte immerhin 13.770 Euro als Einnahmen, ist doch eine nette Summe, oder? Der Landesverband Bayern kam auf stolze 77 € und schämt sich nicht einmal."

In dem Absatz ist von Einnahmen die Rede, wie meines Erachtens unschwer zu lesen ist, das Wort taucht sogar 2x auf. Die Zahlen stammen aus den offiziellen Bilanzen der Verbände. Wenn dieser Absatz von Ludwig Gambert als "übliche Halbwahrheit" bezeichnet wird, dann bleiben wohl nur drei Möglichkeiten:
 

a)
 
 
b)
 
 
 
c)
 
 
 

Er versteht die Bedeutung des Wortes Einnahmen nicht (was will er dann aber mit Zwischenbilanzen des Landesverbandes?)
 
Die Bilanzen sind halbwahr. Er benutzt bewusst das Wort halbwahr, also ist nur eine der Bilanzen wahr, die von Südwest oder die von Bayern?
 
Er wollte durch eine bewusst falsche Aussage vorsorglich schon mal jemanden diskreditieren, der in der anschließenden Debatte eventuell unangenehme Fragen stellen könnte. Das würde seinem bisherigen Stil entsprechen (und er hat diesen Stil in seiner weiteren Rede gepflegt).
 

Der Rest des Rechenschaftsberichtes hätte man auch unter die Überschrift "Mein Vorgänger war eine Flasche" stellen können, es hätte vermutlich treffender gepasst. Der Vorgänger des Herrn Gambert, der Ehrenvorsitzendes des Landesverbandes Schumacher, war krankheitsbedingt nicht anwesend, hatte also keine Möglichkeit zur Erwiderung. Wäre er anwesend gewesen, hätten wir vielleicht einen ganz anderen Rechenschaftsbericht gehört, aber das ist nun wirklich reine Spekulation. Leider war über das letzte Jahr wenig zu erfahren, die wirklichen Probleme des Landesverbandes wie die maroden Finanzen, weglaufendes Personal, Informationsfluss wurden überhaupt nicht angesprochen. Irgendjemand murmelte etwas von "Untätigkeitsbericht".

In der anschließenden Diskussion habe ich den 1. Vorsitzenden gebeten, in Zukunft wenigstens genau zu lesen, bevor er behauptet, ich würde Halbwahrheiten zu verbreiten. Unter Berücksichtigung der Aufwendungen wären beim Tag der Briefmarke in Südwest 8.264,20 Gewinn verblieben, und in Bayern 1.630,57 Verlust, ob ihm diese Zahlen besser gefallen? (Hätte ihn noch fragen sollen, ob er den Unterschied zwischen Gewinn und Verlust kennt). Mir wurde hinterher berichtet, dass an dieser Stelle der anwesende Vorsitzende Südwest geschmunzelt haben soll.

Der Antrag, gestellt von einem designierten Mitglied des LV-Vorstandes (!!), die Zusammenarbeit mit der Philatelistischen Akademie einzustellen, wurde erwartungsgemäß mit sehr großer Mehrheit abgelehnt. Wir hatten den Verdacht, dass er ohnehin nur den Zweck hatte, Dr. Walter Koch als Kassier und Michael Adler als Leiter der Akademie (und dort Nachfolger von Ludwig Gambert) zu diskreditieren. Ein besonderer Spaß wäre es gewesen, wenn der Antrag angenommen worden wäre, schließlich sitzen im neugewählten LV-Vorstand zwei Personen, die gleichzeitig Funktionen in der Akademie ausüben gemeinsam mit einer Person, die den Antrag auf Ausstieg stellte.

Unserer Bitte, mit sofortiger Wirkung einen anderen Regionalbeirat für Germering und Fürstenfeldbruck zu benennen, wurde entsprochen. Auf eine Begründung der Bitte habe ich verzichtet, da die betroffene Person nicht anwesend war.

Nach langem Hickhack und nochmaliger Einsichtnahme in die Kassenunterlagen durch die Revisoren während der Mittagspause wurde nun doch Entlastung vorgeschlagen. Selbstverständlich haben wir gegen eine Entlastung des 1. Vorsitzenden gestimmt, da er weder seinen Führungsauftrag im letzten Jahr ausgeführt hat noch einen befriedigenden Rechenschaftsbericht vorlegen konnte. Außerdem konnte wirklich niemand sagen, ob das zur Entlastung anstehende Zahlenwerk die tatsächliche finanzielle Lage des Verbandes darstellt oder ob der 1. Vorsitzende, wie in den letzten Jahren, noch irgendwelche nicht abgerechnete Reisekosten im 4-stelligen Bereich in der Schublade hat. Bei der Entlastung des 1. Vorsitzenden gab es 123 Ja-Stimmen und 119 Nein-Stimmen, wir waren offensichtlich nicht allein mit unserer Meinung. Entlastung 2. Vorsitzender mit 129 zu 110, Entlastung Kassier mit 142 zu 105.

Hätte ein weiterer Verein mit mehr als 25 Mitgliedern dem 1. Vorsitzenden die Entlastung verweigert, hätte er satzungsgemäß sofort sein Amt verloren. Einen Grund, sein Amt sofort niederzulegen, sah der 1. Vorsitzende in dem Ergebnis nicht. Merkwürdig, dass bei der Entlastung fast 1/3 der Stimmzettel gar nicht abgegeben wurden.

Bei der Neuwahl des Vorstandes fand sich kein Gegenkandidat für den 1. Vorsitzenden, der Verzicht von Michael Adler wurde, zumindest an unserem Tisch und an den Tischen in unserer unmittelbaren Nähe, zutiefst bedauert. Als Mann mit absoluter persönlicher Integrität und weltweiter Wertschätzung für seine Leistungen konnte er nach den vorangegangenen Schmutzkampagnen nicht anders handeln. Das ehrt ihn, verlängert jedoch die Leidenszeit des Landesverbandes. Für Ludwig Gambert ergab sich als Resultat 208 Ja-Stimmen, 93 Nein-Stimmen, 32 Enthaltungen und 19 ungültige Stimmen.

Zur Wahl des 2. Vorsitzenden kandidierten Willi Castro als Wunschkandidat des 1. Vorsitzenden und Erhard Ansorge als Kandidat aus dem Plenum. Es entfielen auf Castro 156 und auf Ansorge 189 Stimmen, des weiteren gab es 6 Enthaltungen und eine ungültige Stimme, somit gewählt Erhard Ansorge.

Nachdem vier vorgeschlagene Personen eine Kandidatur für das Amt des Kassiers ablehnten, erklärte sich Herr Gleißner zur Kandidatur bereit, er wurde mit 326 Ja-Stimmen bei 13 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen gewählt.

Fazit:
Organisatorisch war der LV-Tag eine Katastrophe, wobei böse Leute nicht an Zufall glauben wollten. Orte und Zeitpunkte von Veranstaltungen waren nicht bekannt, so suchten am Samstag um 19 Uhr Delegierte noch immer den Ort, an dem die öffentliche Beiratssitzung stattfinden sollte. Da fanden um 17 Uhr Interessierte endlich den Ort der Ausstellung und mussten erfahren, dass um 16 Uhr geschlossen wurde (man hätte sich ja im Veranstaltungskalender hinten in der LV-Aktuell informieren können). Übrigens wurde den Delegierten eine hervorragende komplette Info-Mappe für den LV-Tag 2007 in Garmisch bereits jetzt verteilt, alle Veranstaltungs-Zeiten und -Orte sind aufgeführt, Speisekarte für Festabend, Damenprogramm, Unterkunftsmöglichkeiten, Ansprechpartner für eventuelle Fragen, alles perfekt vorbereitet. Es geht also auch anders. Vielleicht gab es so etwas ja auch für Marktredwitz, aber nur für einen ausgewählten Personenkreis. Der Verdacht steht zumindest im Raume.

Nun hat der Landesverband einen Vorstand, bei dem die Wähler direkt nach der Wahl Wetten abschließen, wer von denen der nächste Sündenbock sein wird und wie lange es gut geht, wobei die gewetteten Zeiträume zwischen 6 Monaten und einem Jahr liegen. Wir haben einen Landesverband, in dem im letzten Jahr nicht ein einziges Thema auch nur ansatzweise angegangen wurde. Wir haben einen BDPh, der öffentlich Beitragsstabilität bis 2010 und eventuell sogar darüber hinaus verkündet ohne zu berücksichtigen, dass die Mittel des LV Bayern wahrscheinlich gar nicht so lange reichen, wir haben die Zahl resignierender Ehrenvorsitzender, Ehrenmitglieder, Funktionäre und Vereinsverantwortlicher erheblich verlängert.

Kurz gesagt, es war wie immer.

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LV-Tag 2

Eine Woche nach dem LV-Tag warnt die Polizei über Antenne Bayern vor falschen 2-Euro-Stücken, speziell in Marktredwitz wären welche aufgetaucht.

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Tonga und die Blechdosen-Insel

Welch ein Ausblick von der Anhöhe auf Tongatapu: Vor einem erstreckt sich ein Tal, 1600 km lang und 10947 Meter tief. Übertroffen wird dies nur durch den Blick vom 406 m hohem Mount Lamlam auf Guam mit einem Tiefblick von 11440 Metern, wenn – ja wenn es kein Meer gäbe.

Dadurch beträgt die höchste Erhebung auf Tongatapu, der mit 260 km2 größten Insel des Königreichs Tonga, nur 65 m über Meeresspiegel. Der davor liegende Tongagraben mit 10882 m Tiefe (Witjastief 2) bleibt uns fast unerreichbare fremde Welt, entstanden durch die Plattentektonik, welche die Pazifische Platte mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 24 cm pro Jahr westwärts unter die Australische Platte schiebt und dort den Kermedac-Tonga-Rücken mit nur 500 m durchschnittlicher Wassertiefe und den Vulkanen und flachen Korallenkalkinseln der Tonga-Inseln bildet. Übertroffen wird der Tongagraben nur noch vom Marianengraben direkt östlich der Inselkette der Marianen mit 11034 m Tiefe.

Tonga, das sind über hundert Inseln und Atolle im Pazifik östlich von Fidschi, südlich von Samoa und nördlich von Neuseeland. Die etwa 114.700 Einwohner sind zu 98 % Polynesier. Sie sind bekannt dafür gerne, viel und fett zu essen. Je dicker, desto schöner und gesünder, das ist die verbreitete Ansicht der Tongaer. Allerdings gibt es seit den 90er Jahren einen Trend zur Gewichtsreduzierung durch mehr Sport. Selbst dem 1918 geborenen König Taufa’ahau Tupou IV. gelang es in den frühen 90ern, sein Gewicht um 70 kg auf schlanke 210 kg zu reduzieren.

Probleme bereiten häuslicher Missbrauch, Vergewaltigungen und Prostitution. Transsexuelle Fakaleiti und homosexuelle Männer werden akzeptiert und bei der Miss-Galaxy-Wahl gefeiert, deren Schirmherrin Lupepau’u’u, Enkelin des Königs und Honorarkonsulin von China, ist.

Es gibt zwar eine demokratische Bewegung auf Tonga, aber die Abschaffung der Erbmonarchie ist kein Thema. Australien und Neuseeland kritisieren aber zunehmend einige Regierungshandlungen. In letzter Zeit erfährt der König zunehmend Kritik durch einige seiner fragwürdigen Entscheidungen (Erdölexploration, Einschränkung der Pressefreiheit).

Vertreten ist Tonga in Deutschland durch einen Honorarkonsul, der König Taufa’ahau Tupou IV. schon öfter nach Deutschland eingeladen hat und ihn gerne über mehrere Stühle verteilt präsentiert. Nächste tongolanische Vertretung ist die Botschaft in London.

Tonga gliedert sich in die Inseln der Tongatapu-Gruppe mit der Verwaltungseinheit (Division) Tongatapu und Nuku’alofa, der Hauptstadt Tongas und mit Eua und Verwaltungshauptstadt Ohonua, der Ha’apai-Gruppe mit Ha'apai, Hauptstadt Pangai, der Vava’u-Gruppe mit Vava'u, Hauptstadt Neiafu, und den weit nördlich gelegenen Inseln Niuafo’ou, Tafahi und Niuatoputapu, die zur Verwaltungseinheit Niuas gehören und von der Hauptstadt Hihifo auf Niuatoputapu aus verwaltet werden.

Besiedelt wurde Tonga, den ältesten Fundstücken der Lapita-Kultur nach, 800 bis 750 Jahr v. Chr., möglicherweise aber schon um 3000 v.Chr. aus Südostasien kommend über Mikronesien. Bereits im 12. Jh. war Tonga und ihr Häuptling Tu’i Tonga im ganzen Pazifik von Niue bis Tikopie bekannt. Im 15. und 17. Jh. brachen immer wieder Stammesfehden aus. Die ersten Europäer, die Holländer Willem Schouten und Jakob Le Maire, erschossen 1616 gleich einen Tongaer vor Niuatoputapu. 1643 kam Abel Tasman und trieb etwas Handel, 1773 , 1774 und 1777 der Entdecker James Cook. Nach den Stammesfehden von 1779 bis 1852 einigte die Tongainseln Siaosi Taufa’ahau Tupou, der spätere getaufte König George Tupou I. und Vorfahr des heutigen Königs, und seine Frau aus der Königslinie der Tu’i Kanakopulu. 1875 wurde Tonga unter Mithilfe des Missionars Shirley Waldemar Baker, der 1822 nach Tonga kam, zu einer konstitutionellen Monarchie. Mit einem Freundschaftsvertrag entstand am 18. Mai 1900 das britische Protektorat Tonga. Es ist eigenständiges Mitglied im Commonwealth, seit 1999 auch der Vereinten Nationen und war nie Kolonie. Die Verfassung räumt den König sehr umfangreiche Rechte ein. Die Königsfamilie, die Adeligen und die nicht-adelige Elite lebt in relativem Reichtum. Die restliche Bevölkerung ist vergleichsweise arm, gemildert durch ein gut ausgestattetes Bildungssystem, freier medizinischer Versorgung und Landbesitz. 1/3 der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, die nach Japan und in die USA exportiert. Geld wird auch mit den Internet-Domains .to verdient. Importiert werden Nahrungsmittel, Brennstoffe, bearbeitete Waren, Maschinen und Transportausrüstungen. Ein besonderer Exportschlager sind die besten Spieler des Volkssports Rugby, nach denen sich Australien und Neuseeland reißen.

Aber auch Briefmarken tragen zum Export bei: Am 4. Mai 2005 erschien die Blockausgabe 49 mit Michel-Nr. 1723 bis 1726. Tonga gibt seit 1886 Briefmarken aus, von den späten 60ern bis in die 80er Jahre sehr unkonventionelle knallige, selbstklebende, folienbeschichtete und in freien Formen geschnittene Marken aus. 1981 begann Tonga, wieder zu traditionelleren Marken zurückzukehren.

Eine Sonderstellung nimmt die 52 km2 große Insel Niuafo’ou-Insel ein, eine Vulkaninsel ohne Korallenriff, ohne Sandstrand und mit dem großen Süßwasser-Kratersee Vai Lahi. Seit 11. Mai 1983 besitzt die Insel eine eigene Posthoheit und gibt Briefmarken aus. Bekannt ist sie auch als Tin Can Island (Blechdosen-Insel), da in den 30er und 40er Jahren Post von den Schiffen in verlöteten Blechdosen von Schwimmern oder mit Kanus an Land gebracht wurde (TIN CAN MAIL). Diese Post war durch besondere Stempel kenntlich gemacht. Es handelte sich aber überwiegend um keine Bedarfspost, verschaffte aber dem Postmeister auf Niuafo’ou eine lohnende Nebeneinkunft. Eingestellt wurde dies 1946 nach einem heftigen Vulkanausbruch, da durch die Evakuierung der 1300 Einwohner der Insel nach Eua diese menschenleer war. Erst 1958 kehrten eine erste Gruppe von 200 wieder zurück. Heute hat die Insel 735 Bewohner. Tin Can Mail gab es aber auch zur Rottnest Island vor Perth und zu den Cocos-Keeling-Inseln. Aber auch heutzutage wird z. B. Post nach Tristan da Cunha in speziellen Postbojen befördert. Mittlerweile ist Niuafo’ou besser erreichbar. Jeden Donnerstag gibt es eine Flugverbindung vom 640 km entfernten Tongatapu aus nach Niuafo’ou Airport (NFO). Per Fähre wird die Insel 6-mal pro Jahr angefahren. Sie kann sich aber nur bis auf 150 m der Küste nähern, dann wird ausgebootet. Am 9. Febr. 2005 erschien die Blockausgabe 40 Chinesisches Neues Jahr – Jahr des Hahnes mit Michel-Nr. 429 bis 432. Zumindest mit Briefmarken sind die Inselbewohner mehr als nur gut versorgt.

Am 3. Mai 2006 dann eine Schreckensnachricht: Im Bereich der Tonga-Inseln ein schweres Erdbeben der Magnitude 7,9. Das Epizentrum lag im Tongagraben. Ein Tsunami wurde befürchtet. Aber nach genauen Messungen der vom Bebengebiet ausgehenden Meereswellen wurde Entwarnung gegeben. Was wäre mit den 66.600 Bewohnern der größten Insel von Tonga und der Hauptstadt Nuku’alofa mit 22.400 Bewohnern? Sie ist zwar 260 km2 groß, aber steigt aus den von Riffen umschlossenen vorgelagerten seichten Lagunen Fanga’uta und Fangakakau von Meeresspiegelhöhe im Norden nur langsam zur 35m hohen Steilküste im Süden an. Die höchste Erhebung beträgt nur 65 m. Was wäre davon noch übrig geblieben? Tongatupa war immer schon die Hauptstadt des Tongaischen Imperiums. Vor etwas 1000 Jahren lag die erste Hauptstadt Toloa im Gebiet des heutigen Flughafens Fua’amotu, von der nur wenig bekannt ist. Auch von der zweiten Hauptstadt Heketa an der Küste im Nordosten der Insel blieb fast nur der steinerne Torbogen Ha’amonga’A Maui übrig. Erst von der dritten Hauptstadt (1220 – 1851) in der heutigen Stadt Mu’a blieben mehr als 20 königliche Grabhügel, von einfachen Erdaufschüttungen bis zu Steinbauten, erhalten. Vielleicht saß am 3. Mai König Taufa’ahau Tupou IV. ganz einfach während des Erdbeben fest auf seinem Thron und hielt mit seiner Leibesfülle die sich aufbäumende Erde nieder und rettete so sich, seine Familie, sein Volk, sein Südseeparadies Tonga, Australien, Neuseeland, die den Pazifik umgebenden Länder von Chile bis Japan vor einem schrecklichen Tsunami. Hoffentlich will er nicht weiter abnehmen!

Samuel Fleischhacker

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Der angeborene Trieb in der Philatelie

Nun, in der theoretischen Wissenschaft gibt es keine Untersuchungen, die das Thema der triebbedingten Veranlagung zur philatelistische Betätigung beleuchten. Dabei sind erblich bedingte Strukturen klar erkennbar, die nur einen Schluss zulassen: Der Mensch sammelt nicht freiwillig Briefmarken, sondern es handelt sich um einen genetisch bedingten Trieb:

Ein Trieb ist eine biologisch bestimmte, dem Instinkt verwandte und vielleicht aus ihm herzuleitende, im Streben und in den Affekthandlungen sich äußernde, primäre Verhaltensgrundlage, über deren Definition keine Eindeutigkeit besteht. Soviel zur Theorie.

Zunächst denkt jeder natürlich an den Sexualtrieb und vergisst, dass Nahrungs- und Selbsterhaltungstrieb auf Dauer gesehen sicher wichtiger sind. Aber es gibt andere Arten von Trieben, die weniger beachtet werden und vielleicht gerade bei Philatelisten besonders ausgeprägt sind.

Die Befriedigung des urzeitlichen Triebes des Jagens, Sammelns und Hortens kann heute einfachst durch die Philatelie erreicht werden. Das Herzeigen und Ausstellen von Sammlungen ist aus wissenschaftlicher Sicht nichts anderes als die Fortsetzung der menschlichen Entwicklung, beginnend beim Imponiergehabe des Gorillas über das Skalpieren bis hin zum Opel-Manta. Der Kampf um die besten Futterplätze fand seine Fortsetzung im Ringen um fruchtbare Äcker bis hin zur besten Bezugsquelle für Belege. Jede Herde folgt dem Leithammel, daraus entstanden Völkerwanderungen und Sammler von Maximumkarten als logische Folge. Das Alpha-Männchen bei Pavianen sitzt auf der Spitze des Felsens, der Fürst saß auf dem Thron und heute sitzt der Landesvorsitzende auf seinem Posten. Unsere Vorfahren bemalten Höhlenwände, Babylonier beschrifteten Steine, Ägypter Papyrus und heute beschriften Philatelisten Albenblätter, die Kontinuität der Entwicklung lässt sich nicht von der Hand weisen. Jede Herde Affen hat ein festes Revier, in dem es auf Nahrungssuche geht, gleiches Verhalten findet sich bei Philatelisten, die in ihrer Gegend zu Tauschtagen gehen. Die Römer forderten Tribut, die Lehnsherren den Zehnt und der BDPh einen Mitgliedsbeitrag, und nie konnte man sich gegen die Abgabe wehren. Die alten Griechen leisten sich teure Mosaike, die Herrscher wertvolle Gemälde und die elitären Philatelisten die Erstausgaben von Hawaii oder Mauritius. Wenn der Löwe satt ist, dann lässt er die restlichen Mitglieder seines Rudels fressen, im Mittelalter gab es die Armenspeisung und heute für Briefmarkensammler Massenware. Pharaonen errichteten sich Pyramiden zum Angedenken, BDPh-Präsidenten richten IBRAs aus. In hellenistischer Zeit gab es olympische Spiele, im alten Rom Gladiatorenkämpfe und heute Landesverbandstage, auch hier eine kontinuierliche Entwicklung über Jahrtausende. Juroren können sich auf eine lange Tradition berufen, beginnend bei den Rechtsgelehrten in Assyrien über König Salomon bis hin zur Inquisition im Mittelalter, wobei König Salomon wegen seiner Weisheit und Gerechtigkeit zugegebenermaßen etwas aus der Reihe schlägt.

Welche Triebe sind bei Philatelisten besonders ausgeprägt? In Frage kommen:

das Besitzstreben, die Neugier, das Geselligkeitsstreben und das Hilfesuchen, die möglicherweise den Philatelisten ausmachen und als Horde in Vereinen zusammenhält.

Vielleicht spielt auch der Trieb zur Nahrungssuche eine gewisse Rolle, hier vielleicht eine besonders ausgeprägten Form des Jagens nach besonderen Spezialitäten, auch wenn sie mittlerweile nicht mehr essbar sind - oder ist hierin auch der Grund zu finden, warum die althergebrachten Marken zum Ablecken beliebter sind als selbstklebenden?

Im Verein spielt natürlich auch die Unterordnungsbereitschaft ihre Rolle, während ein gesundes Selbstbehauptungsstreben Vorsitzende hervorbringt, die dann ihren Ärger und Zorn ausleben können, aber das Migrationsbedürfnis der Mitglieder beachten müssen, damit diese nicht davonlaufen.

Bleibt nur noch für den Ehepartner eines leidenschaftlichen Sammlers ein wichtiger Hinweis: Die Befriedigung eines Triebes ist im allgemeinen mit Lust, die Behinderung mit Unlust verbunden. Komplikationen im Triebverhalten können zu Neurosen führen.

Gehen Sie also mit den Trieben Ihres Philatelisten sorgsam um. Triebe sind, da mit den Instinkten nah verwandt, eventuell angeboren und daher kaum beeinflussbar. Möglicherweise treibt ständiges Nörgeln Ihren Sammler durch Triebverlagerung ins Bett der Nachbarin oder durch eine entstehende Neurose in die Praxis eines Psychiaters. Sehen Sie es einfach so, wie es ist: Er kann nichts dafür!

Peter/Sam

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Sammelgebiete (Fortsetzung)

Zweisprachigkeit

Aus geschichtlichen, geographischen oder politischen Gründen sind in der Philatelie zweisprachige Belegstücke zu finden, am bekanntesten wohl die Pärchen von Süd-Afrika und Südwest-Afrika mit Markeninschriften in Englisch und Afrikaans. Doch auch bei der Schweiz gibt es Randzudrucke in verschiedenen Sprachen. Bei den deutschen Stempeln finden sich welche in deutsch und sorbisch. Sicherlich lassen sich noch viel mehr Beispiele finden und zu einer interessanten Sammlung ausbauen.

Marken ohne Inschrift

Jedem sind schon Briefmarken in die Hände gefallen, die keine Inschriften tragen. Manche haben nicht einmal eine Wertangabe, sie sind noch schwieriger einem Land zuzuordnen. Warum nicht eine kleine Sammlung aufbauen? Oder eine große, denn Vertreter dieses Sammelgebietes sind auch die englische Black-Penny sowie mit dem "Merkur" aus Österreich finanziell anspruchsvolle Marken.

Stempel-Formen

Briefmarken werden gestempelt. Es existiert eine Menge Literatur über die Feinheiten bundesdeutscher Stempel. Doch schaut man in ausländischen Veröffentlichungen nach, dann findet man die erstaunlichsten Stempelformen, so zum Beispiel in den frühen USA in allen möglichen Variationen, GB mit Kreuzen, Bayern und Frankreich mit Nummernstempeln, Bahnpoststempel in vielfältigen Formen. Eine Zusammenstellung kann reizvoll sein.

Gesellschaftlicher Wandel

Die politischen und gesellschaftlichen Einstellungen in den einzelnen Staaten haben sich im Laufe der Jahrzehnte geändert. Dieser Wandel lässt sich philatelistisch belegen. Früher waren relativ oft Motive zu finden, die wichtige Ereignisse oder Persönlichkeiten aus der Landesgeschichte darstellten. Heute findet man wesentlich häufiger Bezüge zu aktuellen Themen, Europa statt Nationalstaat, Umwelt statt Industrialisierung. Eine thematische Aufarbeitung wäre bestimmt interessant.

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Fußball-Weltmeisterschaft 02.06.06

Noch ein paar Tage, dann wird die Weltmeisterschaft eröffnet. Zu diesem Ereignis gibt es enormen Bedarf an Fanartikeln, Kartoffelsalat "Querlatte", Klobrillen in den Farben der Teilnehmerländer, Sammelbildchen, Aschenbechern in Form von Fußbällen, die Auslagen der Geschäfte sind voll. Mein Briefkasten auch. "Sportliche Sammelstücke" der Deutschen Post - Philatelie soll ich kaufen: Erinnerungsblätter (7€), Gedenk-Brief (1€), Philatelie-Brief (9,80), die offizielle Belegsammlung (99.--), Fußballset mit 14 Sondermarken und 4 Silber-Gedenkmünzen (89,50) und noch eine ganze Menge wichtiger Erinnerungsstücke mehr, Markenheftchen und Postkartensets nicht zu vergessen.

50 verschiedene Sporthilfe-Markenheftchen hätte ich abzugeben, für 10% des damaligen Kaufpreises werde ich sie nicht los. Komplette Sammlung Fußballweltmeisterschaft 1974 mit allen Sonderblocks, damaliger Abo-Preis rund 3.500 DM, kostet bei Auktionen 100€ Ausruf und geht nicht weg. Die "Sportlichen Sammelstücke" der derzeitigen Fußball-Weltmeisterschaft sind der Schrott von morgen.

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Fürstenfeldbruck

Nachstehenden Artikel fand ich im Katalog der "philabruck" 85, er passt zu den derzeitigen Feierlichkeiten der Stadt:

Ortsbezeichnung Fürstenfeldbruck seit wann?

Wenn man Poststempel von Fürstenfeldbruck betrachtet, so wird man, besonders gegen Ende des letzten Jahrhunderts, eine eigenartige Vielfalt in der Schreibweise feststellen.

In der Zeit vor der ersten Briefmarke gab es die sog. "Rayonstempel" und die "Einzeiler" mit der Bezeichnung Fürstenfeldbruck. Anschließend wurden Halbkreisstempel mit der gleichen Ortsbezeichnung verwendet. Dann ein gleicher Einkreisstempel, der bis 1871 nachgewiesen ist. In den nächsten Jahren beginnt eine heillose Verwirrung. Einmal heißt es FFELD-BRUCK, dann BRUCK b FFELD und schließlich BRUCK-FÜRSTENFELD. Man könnte meinen, die damaligen Zeitgenossen haben nicht gewusst, wie ihr Heimatort heißt.

So ähnlich mag es tatsächlich gewesen sein: Der Magistrat bezeichnete sich nämlich als der von Fürstenfeldbruck in Bruck, einige andere Behörden wie z.B. das Forstamt, hatten den Zusatz "Bruck". Die offizielle Bezeichnung der Unteroffiziersschule war "Fürstenfeldbruck", die des Rentamtes "Fürstenfeld". Die Bahn nannte ihre Station Bruck b. München, die Post ihr Amt Bruck-Fürstenfeld.

War es da ein Wunder, dass sich die Postbenutzer, vor allem auswärtige, auch nicht mehr zurechtfanden und deshalb alle diese Bezeichnungen nach Belieben verwendeten? Die Folge davon war, dass sehr oft Post fehlgeleitet worden war. Bei der Schreibweise Bruck/M. gelangten die Briefe oft nach Bruck in Mittelfranken oder nach Bruck an der Mur (Österreich), besonders, wenn die Präpositionen "i.", "b." oder "a.d." undeutlich geschrieben waren. Einen Ort Fürstenfeld gibt es auch in der Steiermark, sodass derartig adressierte Brief oft auch dorthin geleitet worden sind.

Gab es nun in diesen Orten auch noch gleiche Namen, so war eine Fehlleitung geradezu vorprogrammiert. Wie lange ein derartig herumgereistes Poststück gebraucht hat, um den richtigen Empfänger zu erreichen, kann man sich vorstellen.

Hinzu kommt noch, dass es lt. Postlexikon allein in Bayern noch weitere 27 Orte oder Weiler namens Bruck gab.

Dass diese, vermutlich öfters vorkommenden Fehlleitungen erheblichen Ärger verursachten, ist klar. Um diesem Übel abzuhelfen, stellte das hiesige Postamt am 17. Februar 1908 an die Königl. Oberpostdirektion in Augsburg den Antrag "Vorstellung des K. Postamts Bruck-Fürstenfeld betreffs einheitlicher Benennung des Marktes Bruck".

Gleich zu Beginn schreibt der Postexpeditor II. Klasse: "Es gibt schwerlich einen Ort in Bayern, der so viele verschiedene Benennungen erfährt als Bruck-Fürstenfeld." Dann wird die Ortschronik zitiert, die immer von Fürstenfeldbruck spricht. Auch das "Allerhöchste Edikt" vom 28. Juli 1814, das die Einrichtung einer Municipal-Gemeinde genehmigt, bezeichnet den Ort als Fürstenfeldbruck, so schreibt er.

Abschließend wird noch seine Königliche Hoheit Prinz Ludwig angeführt, der 1907 gesagt haben soll: "Eins kann ich nicht begreifen, dass sich Bruck nicht Fürstenfeldbruck nennt".

Der Antrag schließt mit der Bitte, diesen dem Kgl. Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten zu unterbreiten und dahinzuwirken, dass für den Markt und die hiesigen Behörden die einheitliche Benennung Fürstenfeldbruck zur Anwendung gelangt.

Mit einer kurzen und nüchternen Veröffentlichung wurde die Angelegenheit geregelt. In der Nr. 51 des postdienstlichen Teiles des Verkehrsministerialblattes für das Königreich Bayern vom 12. September 1908 finden sich Änderungen im Stand der Post- und Telegraphenanstalten. Es wird dort mitgeteilt, dass z.B. in Bayrischzell am 16.8. eine Poststelle neueröffnet, die in Schliersee gleichzeitig aufgehoben wird. Bei den Änderungen heißt es schlicht Fürstenfeldbruck, bisher Bruck (Fürstenfeld) ab 6.8. Mit dieser Anordnung der Oberpostdirektion Augsburg wurde das Durcheinander geordnet. Ab diesem Zeitpunkt heißt unsere Stadt, (auch postalisch) offiziell Fürstenfeldbruck. Diese Schreibweise haben dann alle übrigen Behörden und die Bevölkerung übernommen.

Otto Gleixner

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Sammelwürdige Mischfrankaturen

Heutzutage ist das Sammeln von bedarfsgerechten Ganzbelegen sehr modern geworden. Zum einen ist das Erkennen von Falschmaterial leichter als bei Einzelmarken, zum anderen haben viele Sammler die Sonderstellung und Seltenheit mancher Belege erkannt.

Im Regelfall interessieren sich für Mischfrankaturen nur Portostufen- oder Motivsammler. Da sich viele Sammler nur auf reine Einzel- und Mehrfachfrankaturen konzentrieren, möchte ich auf einige sammelwürdige Ausnahmefälle aufmerksam machen.

Hierzu zählen z.B. die Zusendung von gerichtlichen Vorladungen oder Dokumente mittels Zustellurkunden. In den Abbildungen 1 +2 wird aus der Portoperiode 1.9.1949- 1.7.1954 dies dokumentiert. Portozusammensetzung (Achtung Ortsbriefe!) :

    Behandlungsgebühr: 45 Pf
    Porto (Zustellung): 10 Pf
    Porto (Rücksendung): 10 Pf, Gesamt: 65 Pf

Einen entsprechenden Einzelwert gibt es nicht; für Mehrfachfrankatur käme nur die 5 Pfg. Marke in frage, welche aber aufgrund der Platzverhältnisse und des Aufwandes am Schalter unrealistisch wäre. Für Fernbriefe gilt in diesem Falle gleiches, das Porto würden sich um 20 Pf erhöhen, Gesamtfrankatur wäre dann 85 Pf.
 

Abb. 1

Abb. 2
 
Die Abbildung 3 zeigt aus der darauffolgenden Portoperiode ein ähnliches Beispiel:

    Behandlungsgebühr:  50 Pf
    Porto (Zustellung, über 20g): 40 Pf
    Porto (Rücksendung):  20 Pf Gesamt:110 Pf
     

Abb. 3
 
Ein anderer Fall sind die sogenannten „Julibelege“ von 1954. Hintergrund ist die Portoerhöhung der Drucksache von 4 Pf auf 7 Pf am 1.Juli 1954. Eine rationelle Frankierungsmöglichkeit mit einer Einzelmarke konnte erst am 28.Juli 1954 erfolgen (Bund Mi.Nr.181). Davor musste mit mindestens zwei Marken frankiert werden.
 

Abb. 4
 
Nicht vergessen sollte man, das die Portoerhöhung auch für Westberlin galt. Hier erschien die erste 7 Pf Marke erst am 10.August 1954 (Berlin Mi.Nr.121).
 

Abb. 5
 
Wenn man sich auch mit solchen Randgebieten etwas beschäftigt, kann man auch mit solchen kleinen, unscheinbaren Belegen ein wenig „Beachtenswertes“ bzw. das Besondere in die eigene Sammlung bringen.

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(Zwischen-) Bericht FFB-Marke und Belege

Die erste Auflage von 1.200 gelben und 1.300 blauen Marken war schnell vergriffen, wir haben kurz vor der Veranstaltung am 6. Mai weitere 1.000 blaue Marken nachbestellt. Davon haben wir noch 779 Stück (10.6.), allerdings liegen noch etliche Bestellungen vor.

Von den drei alten Ansichtskarten haben wir insgesamt 6.000 Stück drucken lassen, die hohe Stückzahl hat zwei Gründe: a) hätten 3.000 praktisch den gleichen Betrag gekostet und b) sollen sie für die nächsten 10 Jahre reichen.

Die Folder mit den zwei Marken sind sehr gut angekommen und waren schnell ausverkauft, Sam hat ständig nachdrucken müssen, solange noch gelbe Marken vorhanden waren.

Gelaufene Briefe haben wir noch einen kleinen Restbestand, auch mit der gelben Marke.

Blankoumschläge sind noch in geringen Mengen vorhanden.

Belege vom Sonder-Feldpost-Amt haben wir noch ein paar.

Die Presse hat sehr ausführlich berichtet, insgesamt sind fünf Artikel etwa im DIN A4-Format erschienen, dazu etliche kurze Meldungen und Hinweise. Wegen mehreren Nachlässen haben sich Leute gemeldet, einige Interessenten / Käufer waren im Verein.

Wir werden uns noch an einer weiteren Aktion beteiligen, die drei Tage Altstadtfest werden wir mit Stand vertreten sein, um nochmals für den Verein zu werben. Finanziell sind wir bereits jetzt zufrieden.

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(Zwischen-) Bericht Maisach-Marke und Belege

Bestellt wurden je 1.000 blaue und gelbe Marken. Nach Auslieferung der ersten Bestellungen und Konfektionierung der ersten 250 Folder ist mehr als die Hälfte der Auflage bereits verbraucht (10.6.), der offizielle Verkauf beginnt am 19.6. in der Nachbarschaftshilfe Maisach, finaler Verkaufstag soll der Maisacher Marktsonntag Ende Juli sein. Ob eventuell eine Nachauflage erfolgt, wird kurzfristig vor dem Marktsonntag entschieden.

Folder mit der Maisacher Geschichte sowie Umschläge wurden von einer Druckerei produziert, die Qualität ist sehr gut.

Sämtliche Kosten wurden von einem Vereinsmitglied vorfinanziert, sodass die Vereinskasse nicht belastet wurde und wir keinerlei Risiko tragen. Für Vereinsmitglieder wurde uns ein Kontingent zum Freundschaftspreis zur Verfügung gestellt.

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Neuzugänge Literatur

Frank Arnau, Lexikon der Philatelie, Darmstadt 1959
306 Seiten geballte Information über (fast) alle Aspekte der Philatelie, gutes Stichwortverzeichnis mit 1119 Einträgen. Interessantes Zeit-Dokument.

Michel Spezial Deutschland 2006/7 Band 1 und Band 2

DBZ-Spezial Nr.1 Philatelie Deutscher Nachkriegsgebiete, Mai 1997
Umfassende Ausarbeitung zu Zonen, viele Besonderheiten abgebildet. Fundgrube für Spezialisten.

Hans Paikert/Peter Fischer "Nationale und Internationale Briefmarkenausstellungen in Deutschland", Schriftenreihe zur Geschichte der Philatelie in Deutschland, 1. Teil Ausstellungen bis Ende WK II

Erwin Maderholz, Hoch auf dem gelben Wagen, Geschichte und Geschichten um die Postkutsche, Pfaffenhofen 1983
Vom Boten über Postkutschen bis hin zur Kraftpost eine Geschichte der Postbeförderung, angereichert durch etliche Anekdoten und Geschichten, z.B. über Posträuber. Viele Abbildungen. Sehr lesenswert.

Kürzl Verlag München 1946 Briefmarken-Neuheitenlisten 1 bis 4, dazu Sommerpreisliste 1946 der Fa. Marken-Müller, Ansbach
Hochinteressante Zeitdokumente, viele zusätzliche Angaben zu Marken der Zeit, die heute nicht im Katalog stehen, bestenfalls in Spezialliteratur zu finden sind..

Dr. Ernst Schlunegger: Einführung in die Motivphilatelie, Richard Borek Philatkek, vermutlich 1977
Etwa 120 Seiten beschäftigen sich ausführlich mit der Organisation der verschiedenen Motivsammler-Verbände sowie mit Persönlichkeiten der Motivphilatelie. Rund 230 Seiten des Buches bieten dem Motivsammler sehr viele Anregungen und Tipps zum Aufbau, zur Gestaltung und zur Präsentation einer Sammlung.

Lipsia-Katalog Deutsche Ausgaben bis 1932, Ausgabe 1984
Enthält viele Angaben, die weit über Michel-Spezial-Niveau hinausgehen, so zum Beispiel über Markenabstände, Besonderheiten der Ganzsachen, Fälschungen und Falschstempel, Plattenfehler, Stempelformen etc etc.

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Riesen-Pleite

Die weltgrößten Firmen im Bereich der Philatelie hatten Besuch von Staatsanwaltschaften, Polizei, Steuerfahndung, Börsenaufsicht und allem, was es noch so an neugierigen Besuchern gibt. Sie interessierten sich speziell für ein spanisches Firmengeflecht, das von Kapitalanlegern Geld einsammelte und zur Sicherheit "hochwertige" Briefmarken bot. Diese Firmen, u.a. ESCALA Group (als Aktiengesellschaft in NY börsennotiert), FORUM FILATELIA und AFINSA, wurden zum Teil geschlossen, etliche Verantwortliche wurden verhaftet. Diese Firmen waren u.a. diejenigen, die seit vielen Jahren die Europa-Marken aufgekauft haben. Der Schaden für die Anleger dürfte sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen, geschädigt sind auch die Aktionäre der ESCALA, nachdem der Börsenkurs innerhalb weniger Tage nach Bekannt werden der Aktionen von 32 $ auf gut 4 $ gefallen ist. Natürlich haben amerikanische Anwälte inzwischen Klagen eingereicht.

Direkt oder indirekt betroffen sind in Zusammenhang mit obigen Namen folgende Firmen / Personen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Philagentur Oberursel, Corinfila AG Zürich, Heinrich Köhler Berlin, Heinrich Köhler Wiesbaden, Dieter Michelson, Greg Manning Auctions division, Ivy & Manning Philatelic Auctions, Greg Manning Galleries, Greg Martin Auctions, Teletrade, Nutmeg Stamp Sales, Superior Sports, Bowers and Merena Auctions, North American Certified Trading, H.R. Harmer, Auctentia Subastas (Afinsa Auctions) Madrid, John Bull Stamp Auctions Ltd Hong Kong, Central de Compras Coleccionables Madrid, Spectrum Numismatics International, A-Mark Precious Metals.

Die Köhler-Firmen haben durch eine Pressemitteilung vom 16.5.06 erklärt, dass sie ihre Geschäfte so fortführen werden, als wenn es die Vorgänge in Spanien nicht gegeben hätte.

Lassen wir das erst einmal so stehen. Sicherlich wird hier in der Zukunft noch erheblicher Erklärungsbedarf bestehen, so über das weitere Schicksal dieser beiden Auktionsfirmen sowie die persönliche Rolle des Herrn Dieter Michelson nicht nur in dem von ihm geführten Auktionshaus in Wiesbaden, sondern auch über seine Tätigkeiten im Spanien-Komplex.

Betroffen sind im Bereich der Philatelie in erster Linie wohl CEPT-Sammler. Durch den Ankauf zu immer höheren Preisen wurde das Material künstlich verteuert. Alle zwei bis drei Jahre hat sich der Michelwert verdoppelt, zumindest, was bestimmte Bereiche anging (Monaco, Portugal, Malta). Wer sich am Michel reich rechnete, beging einen ganz entscheidenden Fehler: Das Material wurde gar nicht knapper, denn es wurde nicht vernichtet, sondern gelagert. Gelagert wurde es nicht in Einsteckbüchern von Sammlern, sondern in Briefmarkenpaketen, die Anlegern als "Sicherheit" für Kapital-Investments gegeben wurden, somit wird es keinen langsamen Rückfluss auf den Markt geben. Hier geht es um Milliarden von Euro, das Material wird ganz schnell den Markt überschwemmen. Gut so, wieder einmal ist eine riesige Spekulationsblase geplatzt, das passiert etwa alle 10 Jahre bei den "Philatelisten", sie scheinen dankbare Opfer zu sein.

In einigen Berichten wird offen von Fälschungen gesprochen, die aus der Firmengruppe stammen sollen. Hier bleibt abzuwarten, was die Ermittlungen ergeben. Zumindest wurden Briefmarken, die als "Sicherheit" den Investoren gewaltig überbewertet, CEPT Italien 1962 **, im spanischen Katalog mit 1,75 notiert, sollte als Sicherheit einen Handelswert von 105,94 € darstellen.

In einem Versteck eines der Manager auf seinem 35.000qm Luxus-Anwesen wurden allein 100 Mio. € in bar gefunden, sauber gebündelte 500-Euro-Scheine.

Weitere ausführliche Informationen finden sich in der "PHILATELIE" Juni 2006 ab Seite 53 (stellen wir gerne interessierten Mitgliedern zur Verfügung), im Internet finden sich eine ganze Anzahl Treffer, u.a. lohnt sich ein Blick in das Diskussionsforum des BDPh.

Persönliche Anmerkungen:
Mein ganz persönliches Gefühl: Freude! Irgendwie hat es wieder einmal die richtigen getroffen, die Spekulanten. Solange ich reden und schreiben kann, predige ich immer wieder die gleiche Leier: Sammelt das, was euch Spaß macht! Eignet euch Wissen über euer Sammelgebiet an! Vergesst die Preise in (Michel-)Katalogen! Dieser neue Fall zeigt mir, dass ich nicht falsch gelegen habe.

Die vielen Fälscher und Nachgummierer, die Schwenns, Goldhahns, Vielhubers, Iversens, Strolows und nicht zuletzt die ganzen Raubstaaten konnten und können doch nur existieren, weil die Masse der Sammler doof und blind dem "Super-Schnäppchen" hinterher rennt.

Mein Sammelgebiet Europa-Marken? Habe sehr viele Dubletten zu sehr stolzen Preisen verkauft, vieles brachte mehr als den 10fachen Einkaufspreis. Nun warte ich fröhlich ab, und dann kaufe ich das, was mir noch fehlt. Spuckebillig, weil ich geduldig abwarte, bis der Markt überreagiert, bis in Panik auch das Material verramscht wird, das einen wirklichen inneren und beständigen Wert hat.

Und der "Wert" meiner Sammlung? Über den reden wir erst, wenn die Sammlung irgendwann einmal verkauft werden soll. Bis dahin dient sie einem einzigen Zweck: Ich will meinen Spaß damit.

Klaus-Peter Lippoldes

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Sammler-Abzocke

Wir haben schon oft auf die vereinten Bemühungen von Postverwaltungen und Handel hingewiesen, den Sammlern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Händler Strolow mit seiner Erfindung des Markenstaates "Maluku Selatan" zum Beispiel. Wer glaubt, dass so etwas ein Einzelfall ist, irrt gewaltig. In Panama ist, finanziert von privater Seite, in den 50igern eine Serie von 12 Marken mit Abbildungen von Päpsten erschienen. Es sollten weitere Ausgaben mit allen anderen 250 Päpsten erscheinen, was allerdings durch massive Proteste verhindert werden konnte.

Die Hamilton Bank Note Co. in New York druckte für mittelamerikanische Staaten (Ecuador, Honduras, Nicaragua, El Salvador) die Briefmarken. Kostenlos, dafür durfte die Druckerei die Marken an Händler verkaufen, sie behielt die Rechte an den Marken nach deren Außerkurssetzung und behielt auch die Druckplatten zur weiteren Verwertung. Wen wundert es, wenn große Mengen der damaligen Marken noch immer auf dem Markt zu finden sind.

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"Hobbyphilatelie Höflich KG"

In der Philatelie Juni 2006 Seite 18 findet sich ein Artikel über die Firma "Hobbyphilatelie Höflich KG", Bensheim. Sie bietet in ihren Auktionen Lose aus vorhergehenden Auktionen zu stark ermäßigten alten Schätzpreisen an. In dem Artikel werden etliche Beispiele dafür aufgeführt, dass diese "Schätzpreise" nicht korrekt angegeben werden, sondern erst einmal kräftig erhöht wurden. Wer meint, dass er Lose zum halben alten Ausruf bekommt, irrt gewaltig. Details: siehe obigen Artikel.

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"De Nederlandsche Postzegel-en Muntenveiling"

Gem. einer Anzeige in der Philatelie 349/Juli 2006 Seite 9 hat die Firma Volker Mühleisen folgende Lose bei obigem holländischen Aktionshaus ersteigert:

Los 1102  Zuschlag  150 € 
          - nachgezähnt
Los 1129  Zuschlag 2000 € 
          - Fälschung
Los 1213  Zuschlag  650 € 
          - billige Type II statt I (nur 2,40 Michel statt 3600 €)
Los 1215  Zuschlag  700 € 
          - billigere Farbe a statt b (1100 € Michel statt 5000 €)
Los 1198  Zuschlag 1250 € 
          - Saar Madonna, Stempel-Falsch sowie als "Attest"
            eine Attestkopie einer ähnlichen Marke Michel 5000 €

Bis auf die letzte Marke wurden die Reklamationen (nach 6 Wochen) des Käufers abgelehnt. Er hätte ja unter dem Vorbehalt einer kompetenten Prüfung kaufen können.

Kommentar: Offensichtlich vertreibt "De Nederlandsche Postzegel-en Muntenveiling" als vereidigter Makler und Sachverständiger Fälschungen bzw. Lose mit falschen Angaben im Vertrauen darauf, dass der Käufer nicht an der Seriosität zweifelt und die Marken ins Album steckt. Sollte er sie doch prüfen lassen und reklamieren, dann wird darauf verwiesen, dass die Reklamationsfrist abgelaufen sei.

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Nachtrag zum letzten Rundschreiben

Im letzten Rundschreiben hatten wir vor der Verwendung nationalsozialistischer Zeichen bei Ausstellungen und Tauschtagen gewarnt. Heute müssen wir davor warnen, den Bundesadler zu zeigen. Vom "Bundesverwaltungsamt" in Köln wurden die Albenhersteller mit Androhung einer Geldbusse von bis zu 1.000 € aufgefordert, keine Bundesadler mehr auf die Alben zu drucken. Gemäß einem Erlass des Bundespräsidenten aus dem Jahre 1950 sei die Verwendung staatlichen Stellen vorbehalten, Ausnahmen bedürfen der Genehmigung.

Kommentar:
So langsam bekommt man einen Vogel. Jedes Vordruckalbum im Regal darf ich mit einem Symbol bekleben, nur das deutsche nicht, man unterstellt mir gleich einen hoheitlichen Akt. Vielleicht ist ja auch schon das Wort Deutschland geschützt. Heute findet das Fußballspiel Deutschland-Argentinien statt, draußen fahren Hunderte Autos mit deutscher Flagge. Wurde Lizenzgebühr bezahlt oder wenigstens auf richtigem Formular ein Antrag auf Mitführen gestellt? Hat Helmut Kohl seinerzeit GEMA-Gebühren bezahlt, als er das Deutschlandlied sang? Gerade ist Präsident Bush mit einem Versuch gescheitert, das Mitführen des Sternenbanners auf Demonstrationen gegen ihn zu verbieten. Hier bei uns in Germanien ist man bereits weiter, da wird einem bereits ein Ordnungsgeld angedroht, wenn man für Deutschland ist.

Und speziell zum Bundesadler:
Welchen Vogel meinen die überhaupt? Es gibt Hunderte Varianten, man braucht sich nur mal die alte 5 DM-Stücke anschauen, oder was die im Bundestag hängen hatten und haben. Wenn die nach der äußeren Form gehen, dann sind auch gerupfte Hühner und alle Geier geschützt.

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Sondermarke Otti Fischer

Ab 1. Juli soll es in Österreich eine Briefmarke mit Ottfried Fischer geben. Auflage: 500.000 Stück mit Nennwert 55 Cent (die aus dem April mit Franz Beckenbauer hatte 800.000 Auflage). Eindeutiger Beweis, dass man große Dinge auf kleiner Fläche unterbringen kann. Oder will die österreichische Post rechtzeitig zur Urlaubssaison an die Invasion der "Piefkes" erinnern?

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Vereinsausflug Bad Reichenhall

Wir haben seit langer Zeit keinen Vereinsausflug mehr unternommen. Nirgendwo in vernünftigem Umkreis gab es eine lohnenswerte Veranstaltung. Nun besteht die Chance, einen Ausflug zu unternehmen:

Anlässlich des „Deutschen und Österreichischen Philatelistentages", des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine (VÖPh) und des Bundes Deutscher Philatelisten (BDPh), fahren wir mit dem Bus nach Bad Reichenhall ins schöne Berchtesgadener Land.

Termin ist der Samstag, 7. Oktober 2006

Alle Vereinsmitglieder und ihre Angehörigen sind herzlich eingeladen.

Abfahrtzeit und Abfahrtsort in Maisach bzw. Bruck wird noch bekannt gegeben. Bus-Abfahrt ist in Germering um 7.00 Uhr am S-Bahnhof Germering, Ankunft in Bad Reichenhall ca. 10.00 Uhr.

Im alten “Königlichen Kurhaus” werden die Postanstalten, die Österreichische Staatsdruckerei sowie die UNPA Wien mit Verkaufs- und Informationsständen vertreten sein. Die österreichische Post wird zu diesem Anlass eine Sondermarke herausbringen. Motiv: Die „Alte Saline" mit ihren jahrhundertealten Pumpwerken und einem Bild von Bischof Rupert (gest. 718) aus Salzburg. Dazu bietet die österreichische Post eine „personalisierte Briefmarke" mit der Abbildung des Kongresshotels „Axelmannstein" in Bad Reichenhall, in dem die Höhepunkte des Philatelistentages stattfinden. Die Deutsche Post bietet eine Sondermarke, eine Messeganzsache und einen Sonderstempel. Eine Sonderpostfiliale befindet sich im Berghotel auf dem Predigtstuhl (Fahrt dorthin 9 statt 14€). Ausstellungen mit mehr als 400 Rahmen, Sonderschauen, Ballonpostbeförderung, Bahnpost Salzburg-Reichenhall, das sind nur einige der Möglichkeiten für Philatelisten, den Tag zu verbringen.

Bad Reichenhall bietet aber auch für unsere Frauen bzw. Nicht-Philatelisten einiges:

Von 10.30 bis 11.30 Uhr findet ein Kurkonzert mit der Bad Reichenhaller Philharmonie statt. Daran anschließend kann man einen Spaziergang durch den schönen Kurpark machen. Wenn sich jemand dafür interessiert, können wir Eintrittskarten besorgen. Bitte hierfür rechtzeitig anmelden!

Weitere Möglichkeiten sind:

ein Besuch der „Alten Saline" (Dauer ca. 2 Stunden),
ein Spaziergang zur Burg Gruttenstein (Dauer?),
eine Führung im Münster St. Zeno (ca. 1 Stunde),
das Städtisches Heimatmuseum (ca. 1 Stunde)
Verkostung Österreichischer Weine,
oder eine Fahrt auf den Predigtstuhl (ca. 4 Stunden) zu stark ermäßigten Preisen.

Da an diesem Tag „offener Samstag" ist, bietet sich auch ein Einkaufsbummel in Bad Reichenhall an.

Sie sehen, bei schönem oder auch nicht ganz so schönem Wetter kann vieles unternommen werden.

Während der Fahrt informiert Herr Götzinger (Germering) ausführlich zu den einzelnen Veranstaltungen und Ausflugszielen, verteilt Stadtpläne und informiert zu Gaststätten und Cafes.

Bitte rechtzeitig zum Vereinsausflug anmelden und Besichtigungswünsche (ggf. ermäßigte Eintritte!) mitteilen.

Kostenbeitrag: Pro Person je 10,- Euro, Kinder frei.

Für weitere Infos:
http://www.deutscherundoesterreichischerphilatelistentag.com

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Rückblick Sommerfest

Wir hatten extra das Deutschland-Spiel auf Freitag verlegt und für gutes Wetter gesorgt, trotzdem kamen nicht so viele Gäste wie sonst. Trotzdem, wir haben gut gegessen, uns nett unterhalten.
 

 
 
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Kurznachrichten

Zum 80. Geburtstag von Papst Benedikt wird am 16.April 2007 eine Sondermarke erscheinen. Da der Papst Staatsoberhaupt des Vatikans ist, darf sein Konterfei schon zu Lebzeiten abgebildet werden.

Ab 2007 entfällt bei der Versandstelle die Mindestbestellmenge von fünf Stück der selbstklebenden Briefmarken

Block- und Einzelmarken Fußballweltmeisterschaft scheinen sich zumindest teilweise zu unterscheiden (Raster und Schrift)

Am 4.Mai war zur Ausgabe Gerd Bucerius ausnahmsweise eine philatelistische Stempelung von "Büchersendungen groß" zugelassen. Die Dauerserie Feuerlilie durfte auch auf Päckchen philatelistisch entwertet werden.

Die Marke Tagpfauenauge vom 1.12.2005 gibt es mit stehendem und liegendem Raster und wird entsprechend als Michel-Nummern 2504 und 2504I katalogisiert.

Am Valentinstag (14.2.) gab es beim Schuhgeschäft TAKKO Postkarten mit Matrix-Code, dieser diente der Post zum Zählen der verschickten Karten.

Alle Stempel zur Fußball-Weltmeisterschaft werden zentral in Weiden geführt.

SBZ-Köpfe I werden derzeit nicht geprüft, das Thema soll völlig überarbeitet werden, mit abweichenden Katalognummern ist zu rechnen.

Gewaltig ins Gerede gekommen ist die Farbproblematik bei Briefmarken. Wir werden uns im nächsten Rundschreiben mit diesem Thema auseinandersetzen.

Ein Kanadier hat in seiner Wohnung 75.000 Briefe gehortet. Er ist kein Philatelist, sondern fauler Postbote.

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Brucker Bauernregel

Was stört es eine deutsche Eiche, wenn sich eine Sau an ihr scheuert?

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Fußball-Weltmeisterschaft

Irgendwie geht die Fußball-Weltmeisterschaft an mir vorbei. Eine volle Arena hat München jedes Wochenende, ohne dass gleich Dutzende von philatelistischen Produkten, Münzen, Medaillen, Sammelbildern und ähnlichem auf den Markt geworfen werden. Die Fußgängerzone ist täglich voll mit Gästen, egal woher. Nur wenn welche aus Costa Rica erwartet werden, haben Kaufhäuser länger und Apotheken rund um die Uhr geöffnet. Viel Rummel um nichts.

Als Vereinsvorstand interessiert mich eher die Organisation, da kann man vielleicht das eine oder andere für die Vereinsarbeit gebrauchen. Zum Beispiel Lizenz-Gebühren. Wir brauchen uns nur den Namen schützen lassen. Sagt dann einer: "Philatelistenverein Fürstenfeldbruck", zack, schon ist er ein paar Euro los. Briefmarken? Da werden nur noch Länder zum Tausch zugelassen, die mit uns Sponsorenverträge abgeschlossen haben. Tauschabende werden wir mit einem klassischen Konzert eröffnen. Gar nicht schlecht sind die Ideen zur Öffentlichkeitsarbeit, da kann man noch eine Menge lernen. Tägliche Bulletins über die kleinen Wehwehchen, die interessieren offensichtlich. Und Zipperlein haben wir fast alle, da gäbe es genug zu veröffentlichen. Für Illustrierte könnten wir ausführlich über die 10 schönsten Sammlerfrauen berichten, und wer welches Auto fährt, auch das scheint von allgemeinem Interesse zu sein. Der unkontrollierte Zugang zum Tauschabend muss der Vergangenheit angehören. Taschenkontrollen und Leibesvisitationen müssen durchgeführt werden. Die persönlichen Daten der Besucher werden bundesweit abgeglichen, es könnten sich sonst Leute einschleichen, die dem Landesverband als Querulanten aufgefallen sind. Bei Mitgliedern aus den neuen Bundesländern muss natürlich eine Überprüfung erfolgen, es ist schließlich nicht auszuschließen, dass sie früher DDR-Dienstmarken benutzt haben. Richtig, eine CD mit unseren Hits müssen wir aufnehmen: Zacke Zacke, meine Marke hat ne Macke. Wo die Amperfluten rauschen, geh'n die Sammler tauschen. Ehne mehne Miste, Kurti kommt mit Kiste.

Na ja, alles wird sich nicht sofort verwirklichen lassen. Beginnen wir erst einmal mit dem Bau einer VIP-Lounge für den Vorstand.

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Toni Pöttinger

Toni ist Vereinsvorsitzender vom Philatelistenverein "Philatelia". Die haben viele Mitglieder. Doch tauschen mag ich den Job derzeit (7.6.06) nicht mit Toni. Denn es handelt sich um den Garmischer Verein, und da ist zur Zeit der Bär los. Zu jedem Tatzenabdruck wollen die Sammler einen passenden Stempel, möglichst saubär abgeschlagen. Die Bären-Briefmarken der SBZ sind völlig ausverkauft, nun wollen sie eine personifizierte Briefmarke in Österreich drucken lassen, da bekommt das Wort "Bärenmarke" eine völlig neue Bedeutung. Nur bei der Abbildung ist man sich noch nicht ganz einig, die einen wollen einen Braunbär, die anderen einen Stoibär. Statt Enzian trinken die Garmischer jetzt an ihren Tauschabenden Bärwurz und Bärenfang. Aber es ist nur ein wildes Gerücht, dass die vom Bär geschlagenen Schafböcke zu "Hammelburgern" verarbeitet wurden. Toni ist froh, wenn das ganze Bärentheater vorbei ist. Er hofft, dass Bruno der Bär endlich gefangen wird und wieder Ruhe in den Verein einkehrt. Sollte Bruno erschossen werden, dann wird er sicherlich ausgestopft und als Touristenattraktion in Garmisch ausgestellt, das fördert die Konjunktur. Man kann sich einen Bären aufbinden lassen, dazu gibt es eine Flasche "Trockenbärenauslese".

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Flohmarkt

Ein Verkäufer auf dem Flohmarkt hat eine wilde Schüttung Photos, Briefe, Belege etc. Mir gefällt ein Post-Hilfsstellen-Stempel "Schmölz Taxe Garmisch" auf einem Feldpostbrief 1914. Also beginne ich tiefer zu wühlen. Ich stoße auf etliche Briefe an den "Präsidenten des Bundesverfassungsgerichtes, Herrn Prof. Dr. Josef Wintrich, Karlsruhe - persönlich - eigenhändig". Mit Inhalt. Da kündigt ein Richter am Verfassungsgericht, Staatsminister a.D. Wilhelm Ellinghaus, seinen bevorstehenden Rücktritt an, die Bundesregierung lädt zum Tag der Deutschen Einheit ein usw. usw. 10€ habe ich für die Kiste geboten, der Verkäufer wollte viel mehr. Für, nach längerem Feilschen, 6 € habe ich eine Handvoll Belege gekauft.

Ein mulmiges Gefühl bleibt: Wie kann derartige Korrespondenz auf einem Flohmarkt landen?

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Michel Spezial Deutschland Band 1

Im neuen Spezial sind erhebliche Preisänderungen zu verzeichnen, die Addition für Deutsches Reich ergibt 268.296,20 € statt 236.136,60 €, also ein Plus von 13,62 %.

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich schnell, wo der "Wertzuwachs" herkommt: Hauptsächlich von Unternummern. So stiegen die Nr. 63c von 9.000 € auf 15.000 €, die 80Bb von 5.000 € auf 30.000 €, Michel-Nr. 538y von 600 € auf 4.500 € und die 602y von 2.000 € auf 15.000 € Katalogwert.

Bei den normalen Marken hat sich wenig geändert, außer, dass ausgerechnet billige Massenware wertvoller geworden sein soll, Hitler-Dauerserien von 0,30 € auf 0,40 €, das sind immerhin 33 %, ähnliches Bild auch bei den billigen Germania.

Das Ablösen kann sich für Katalogwert-Fetischisten sogar lohnen: Mi-Nr. 454 auf Brief: 0,80 € und als gestempelte Einzelmarke 1,20 €:

Ähnlich ist die Lage bei den Dienstmarken (19.637,40 € auf 27.087,60 €), wobei allein der Anstieg der 83b von 9.000 € auf 15.000 € einen Großteil ausmacht. Markant jedoch der "Wertzuwachs" der Dienstmarken ab 1934, hier haben sich die Katalogwerte teils verdoppelt oder verdreifacht.

Fazit:
Es lohnt sich auf gar keinen Fall, die 58.- € für den Band 1 auszugeben, doch könnte es sich rentieren, bei Unternummern in Auktionskatalogen nachzuschlagen. Das gilt insbesondere für Wasserzeichen und einige Farben.

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Lebensweisheit

Es gibt im Leben wichtigere Dinge als eine Briefmarke. Zwei zum Beispiel.

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Klatsch und Tratsch

Mitglied vx wurde am Knie operiert. Ihm ging es schlecht. Nach drei Tagen konnte er bis zum Briefmarkenzimmer humpeln. Da ging es ihm wieder gut. Im ärztlichen Ratgeber für die Familie steht: ‘Scheitlknieen’ ist gefährlich - für die Knie.

Vereinsmitglied xx hat sich ein Haus gekauft. Seit letztem Jahr Oktober zieht er seine Briefmarken um. Der Rest, so z.B. seine Familie, soll im Herbst dieses Jahres folgen. Vielleicht.

Herr Dr. xy ist seit vielen Jahren als Ringarzt bei Boxkämpfen tätig. Unserer Bitte, uns zum LV-Tag zu begleiten, ist er nicht gefolgt. Er meint, Psychiater wären besser geeignet.

Mitglied Frau xz war zu einer Privataudienz beim Papst. Nächstes Mal will sie ein Aufnahmeformular unseres Vereines mitnehmen.

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Leser-Reaktionen

Ich lese Deine Rundschreiben immer ganz genau, aber die Artikel über Briefmarken nur oberflächlich. Klasse Schreibstil.

Ehefrau eines Mitgliedes

Übliche Verbreitung von Halbwahrheiten

Ludwig Gambert
1. Vorsitzender LV Bayern

....Zuerst herzliche Gratulation zu dieser Super-, Super-Internetseite und natürlich zu den Rundbriefen. Ich lese diese begeistert von der ersten bis zur letzten Seite, vor allem die humorvollen Beiträge, die ich ab und an sogar meiner Frau empfehle.

Franz-Josef P.

Tolle Einrichtung so eine Homepage! Wollte nur schnell nachschauen, ob heute Auktion ist. Fand es dann doch noch unter Rundschreiben. Und das tolle, ich war der 14 444. Besucher. Bis bald mal wieder und viele Grüße.

Helmar S.

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Marke ‚700 Jahre Markt Fürstenfeldbruck:
Nächste Verkaufs-Aktion:

Wir werben nochmals für unseren Verein:

Brucker Altstadtfest, wieder mit Bude vor altem Rathaus.

21.7. 18:30 bis 24:00 Uhr
22.7. 11:00 bis 24:00 Uhr
23.7. 11:30 bis 22:00 Uhr

Ende ist jeweils theoretisch.

Natürlich brauchen wir wieder Helfer zum Verkauf unserer Belege und Bruck-Marken, zum Brotzeitholen und Lächeln, zum Kassieren und Vertreten.

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Wir trauern um:
 

Wir verlieren mit Herbert Kuhn ein Gründungsmitglied unseres Vereines. In den knapp 40 Jahren seiner Mitgliedschaft fehlte er an den Tauschabenden nur, wenn wirklich zwingende Gründe vorlagen. Seine Belege und Alben waren legendär, in praktisch allen Sammlungen der Vereinsmitglieder finden sich Belege, die Herr Kuhn uns besorgt hat. Sein großes Wissen hat er gerne weitergegeben, ohne belehrend zu sein. Wir werden Herbert Kuhn vermissen.
 

 
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Termine 2. Halbjahr:

11.07. Verteilung Rundschreiben 3/06

21.07.-23.07.2006
Verkaufs-Aktion Briefmarke ‚700 Jahre Markt Fürstenfeldbruck’ beim
Brucker Altstadtfest, wieder mit Bude vor altem Rathaus.
21.7.2006 18:30 bis 24:00 Uhr
22.7.2006 11:00 bis 24:00 Uhr
23.7.2006 11:30 bis 22:00 Uhr
Ende ist jeweils theoretisch

23.07.2006 Maisach:
Verkauf der Maisach-Marke am Marktsonntag durch Nachbarschaftshilfe.

08.08.2006 evtl. Vortrag über Philatelistische Akademie

12.09.2006 Vereins-Auktion

07.10.2006 Reichenhall
Bus-Fahrt zum Bundestag nach Reichenhall

17.10.2006 Verteilung Rundschreiben 4/06

22.10. oder 29.10.2006 Tauschtag
Abhängig von Verfügbarkeit Raum. Marktsonntag? Wird kurzfristig geklärt.

14.11.2006 Auktion zugunsten Weihnachtsfeier

25.11.2006 Weihnachtsfeier

noch ohne Daten:

Jugendgruppe
eventuell Aktion durchführen um hinterher Preisverteilung vornehmen zu können.

Vorbereitung Jubiläum Jan. 2007
Festabend? Festschrift? Ehrungen?

Internet:
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