Vereinsgeschichte

Gründungsversammlung:

Am 10. Januar 1967 haben sich 18 Briefmarkenfreunde im Kolpingsaal zusammengefunden, um den Verein aus der Taufe zu heben.

1. Vorsitzender war Hr. Josef Wagner,
2. Vorsitzender und Schriftführer Hr. Dr. Klaus Athenstaedt
Kassier und Neuheitenobmann Hr. Hans Hillebrand.

Die Vereinsabende fanden zweimal im Monat im Bayerischen Bräuhaus in der Maisacher Strasse statt.


Und so fing alles an:

Protokoll
der Gründungsversammlung
des Philatelistenvereins Fürstenfeldbruck

Datum:

10. Januar 1967

Ort:

Kolpingsaal, Fürstenfeldbruck, Kolpingsstr.

Beginn:

20:20 Uhr

Anwesend:

Josef Wagner, Hans Hillebrand, Hans Mitterer,
Hans Gamalski, RA Otfried Dyroff, Bernhard Huber jun.,
Herbert Kuhn, Josef Würl, Horst Kaboth, Erich Zeller,
Georg Liegl, Georg Schmid, Hansheinz Schrödl,
Georg Denzel, Wilhelm Probst, Dr. Friedrich Reich,
Stefan Richter und Dr. Klaus Athenstaedt

Verhindert waren:

Elisabeth Knape und Aloys Zimmermann

1.

Herr Josef Wagner begrüßt die erschienenen Interessenten und erläutert die Gründe, die zu einer Einladung von interessierten Briefmarkensammlern zu einer Aussprache über eine eventuelle Vereinsgründung geführt haben.

2.

Es wird der Entwurf einer Satzung Punkt für Punkt vorgelesen, besprochen und neugefaßt. Mit dieser Neufassung, die von Herrn Rechtsanwalt Dyroff noch einmal überarbeitet wird, sind die Anwesenden einverstanden. Die Satzung wird bei der nächsten Zusammenkunft zur endgültigen Annahme vorgelegt.

3.

Die 18 anwesenden Briefmarkensammler beschließen einstimmig, den Philatelistenverein Fürstenfeldbruck hiermit zu gründen.

4.

Es wird die Vorstandschaft gewählt. Die Ämter wurden einstimmig wie folgt besetzt:
1. Vorsitzender: Josef Wagner
2. Vorsitzender und Schriftführer: Dr. Klaus Athenstaedt
Kassier und Neuheitenobmann: Hans Hillebrand
Der Sitz des Vereins ist Fürstenfeldbruck, Polzstr. 24, es ist die Adresse des 1. Vorsitzenden.
Die Zusammenkünfte werden jeden 2. und 4. Dienstag eines Monats im Gasthaus Bayerisches Bräuhaus, Fürstenfeldbruck, Maisacher Str. 16 abgehalten.

5.

Im Anschluß daran wurden noch einige Punkte wie Neuheitenbeschaffung, Kontoeröffnung und Stempelanschaffung besprochen.

6.

Der Verein wird nach endgültiger Annahme der Satzung einen Antrag auf Aufnahme in den Landesverband Bayerischer Philatelistenvereine e. V. stellen.

Ende: 23:30 Uhr

Josef Wagner
1. Vorsitzender

Dr. Klaus Athenstaedt
Schriftführer

          Hans Hillebrand
          Kassier

Hans Mitterer

Hans Gamalski

RA Otfried Dyroff
 

Elisabeth Knape
 

24.1.1967

Ort: Bayerisches Bräuhaus, FFB, Maisacher Str. 16
Anwesend: 18

1.

Die neugefaßte Satzung wird endgültig angenommen
Der 1. Vorsitzende spricht Herrn RA Dyroff den Dank des Vereins für diese Arbeit aus.

2.

Der Verein wird nun einen Antrag auf Aufnahme in den Landesverband Bayerischer Philatelistenvereine e. V. stellen.

Dr. Athenstaedt
 

Mit Wirkung vom 24.Januar 1967 ist der Philatelistenverein Fürstenfeldbruck im  Landesverband Bayerischer Philatelistenvereine e. V. im B.D.Ph. e. V. Mirglied.
Bundesmitgliedsnummer des Vereins 1091
 

Erste Schritte in der Öffentlichkeit:

Am 9. Januar 1968 fand die erste Jahreshauptversammlung statt. Die Mitgliederzahl war auf 47 gestiegen. Am 1. April gab es ein erstes Zusammentreffen von jugendlichen Sammlern unter Leitung von Herrn Wagner und Herrn Wildegger im Jugendheim An der Lände. Am 10. November 1968 zeigten 15 von nunmehr 60 Mitgliedern im Sitzungssaal der Rathauses in der ersten Briefmarkenschau ihre Schätze: 36 Rahmen, 600 Blatt, 6700 Briefmarken. Am 25 Februar 1969 war ein Vereinsabend mit Diaschau und Tonband: “Ich sammle Briefmarken, aber richtig.”, am 14. Oktober 1969: “Motive, Motivsammlung und Albumgestaltung.” Vom 3. - 24.12.1969 wurde in den Schaufenstern der Kreis- und Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck die Ausstellung “Briefmarken künden die Weihnacht” gezeigt. 1970 wurde Hr. Hans Mitterer als Ausstellungsleiter in den erweiterten Vorstand gewählt. Die Vereinsabende fanden nun im Marthabräu in der Hauptstrasse statt. Beim Vereinsabend am 4.12.1970 zeigte Stadtrat Wolfgang Vogelsang seine Motivsammlung “Spiele der XX. Olympiade, München 1972 - Briefmarken werben für München”. Gewarnt wurde vor Schwindlern, die viel Geld für vermeintliche Raritäten kassieren. In der Jahreshauptversammlung vom 12.1.1971 wurde den Mitgliedern Herr Gleixner, der Leiter der größten Philatelistischen Bibliothek der BRD in München, vorgestellt.

Kontinuierliche Arbeit und steter Aufbau:

Die Vereinsarbeit begann sich zu konsolidieren. Herausragende Ereignisse waren die
2. Briefmarkenschau am 22. Oktober 1972 im Sitzungssaal des Rathauses FFB (66 Rahmen, 720 Blatt, ca. 250 Besucher und viele Kinder) und der erste Großtauschtag im Jungbräu am 2. März 1975. Die Mitgliederzahl stieg 1971 auf 67, 1974 auf 70 und 1977 auf 95.

Ab 1977 neuer Vorsitzender und eingetragener Verein:

Hr. Josef Wagner schied aus Altersgründen aus und wurde  1. Ehrenvorsitzender. Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Hr. Otto Gleixner gewählt. Gleichzeitig wurde der bisherige Status des Vereins aufgelöst und die Eintragung in das amtliche Vereinsregister beschlossen, die am 28. Juni 1977 beim Amtsgericht Fürstenfeldbruck unter Nr. 217 erfolgte.
 
Am 16.10.1977 fand zum Jubiläum in den Räumen der Kreis- und Stadtsparkasse Fürstenfeldbruck die Ausstellung “10 Jahre Philatelistenverein Fürstenfeldbruck” mit 18 Objekten auf mehr als 800 Albenblättern statt. Zu sehen waren: Ländersammlungen, Ersttagsbriefe, Sonderstempel, Ballonposten, ein Feldpostbericht vom Boxeraufstand 1900/01 und eine Minisammlung mit den ersten Briefmarken, wie sie ab 1840 erschienen sind. An Motiven wurde gezeigt: Kirchenbann, Pharmazie, Philatelie, Ärzte, Polizei, Hundert Jahre Briefmarken, ägyptische und indische Mythologie - und eine Brucker Heimatsammlung.

1979 stieg die Mitgliederzahl von 99 auf 112. Am 9.1.1979 wurde wieder eine Jugendgruppe im Jugenheim Auf der Lände gegründet.
 

Die “100” wird überschritten - Rang 3 Ausstellung:

Vom 29. September bis zum 14. Oktober 1979 fand in der Sparkasse die Briefmarkenausstellung im Rang 3 “Philabruck ‘79” statt. 34 Ausstellungsobjekte stellten sich dem Wettbewerb. Der Sonderstempel zeigt das Wirtshausschild der ehemaligen Weiß’schen Posthalterei, während die Ganzsache mit einem alten Halbkreisstempel von Fürstenfeldbruck und einer Ansicht der Klosterkirche Fürstenfeld verziert ist.
 

Ausstellung und Tag der Briefmarke 1981:

Am 24.10.1981 gab es zum Tag der Briefmarke einen Sonderstempel der Post. Der Verein veranstaltete eine Briefmarkenaustellung.

Jahresbeitrag - kein Reizthema:
 

Er betrug bei er Gründung 12.- DM, stieg 1971 auf 16.- DM, 1977 auf 20.- DM, 1982 auf
25.- DM und wurde 1988 auf 30,- DM angehoben, da insbesondere auch der Beitrag zum Landesverband entsprechend stieg.
 

Amperhalle Emmering
 
Zur Einweihung der Amperhalle gab es vom 13. bis 15.4.1984 auch eine Briefmarkenausstellung und einen Sonderstempel.

Rang 3 Ausstellung Philabruck ‘85:

Im Rahmen der 50-Jahr-Feier der Stadterhebung veranstaltete der Verein vom 21. September bis 6. Oktober 1985 die Rang 3 Ausstellung “philabruck ‘85” mit 25 Exponaten. Auch zu dieser Ausstellung gab es einen Sonderstempel u. a. mit dem Wappen der Stadt Fürstenfeldbruck.
 

Tag der Briefmarke 1986:

Eine Briefmarkenausstellung zum Tag der Briefmarke gab es am 11. und 12.10.1986 zusammen mit einem Sonderstempel mit einem Motiv aus der Klosterkirche Fürstenfeld. Eine Postkarte mit einem anderen Putto und ein Umschlag mit einer Zeichnung von Ludwig dem Bayern, der Statue aus dem Kloster, diente als Stempelbeleg. Zum 250. Todestag des Malers und Baumeisters Cosmas Damian Asam (1686 - 1739) entwarf Horst Kaboth einen Stempel für die Post Fürstenfeldbruck.
 

500 Jahre Post - Familie Weiß:

Einen weiteren Sonderstempel gab es anlässlich einer Durchfahrt einer historischen Postkutsche zum Juliläum “500 Jahre Post” am 23. August 1990. In Bruck war der Weingärtner Paul Weiß beauftragt, eine Wechselstation für Reiter und Pferd zu betreiben. Der Beginn einer Poststation in Fürstenfeldbruck.
 

Jubiläumsausstellung:

Vom 14. - 16.8.1992, zum 25jährigen Bestehen des Vereins, fand eine Briefmarken- ausstellung im Heimatmuseum in Fürstenfeld statt. Zehn Mitglieder und ein Gast zeigten Exponate aus 14 Sammlungen, darunter zwei Heimatsammlungen Fürstenfeldbruck, eine von Dachau, eine von Puchheim mit Exponaten zum einstigen Flugfeld und zum Kriegsgefangenenlager, Spezialsammlungen Französische Zone, Berlin, Burgen und Schlösser, ‘Aus dem Papierkorb (Was andere wegwerfen)’, Absenderfreistempel aus Spanien, Motivsammlungen ‘100 Jahre Briefmarken’, Europa-Marken, Polizei und ‘Alte Postkarten aus Fürstenfeldbruck.
 

Neuer Vorstand:
 
In der Jahreshauptversammlung am 24.1.1995 wurde eine neue Vorstandsschaft gewählt:
1. Vorsitzender: Dr. Klaus Athenstaedt
2. Vorsitzender und Schriftführer: Klaus-Peter Lippoldes
Kassier: Hans Hillebrand
Der langjährige Vorsitzende Otto Gleixner wurde verabschiedet und zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

47. Landesverbandstag Bayerischer Philatelistenvereine
 
Vom 7. bis 9.4.1995 fand in Fürstenfeldbruck der 47. LV-Tag statt.  Mit einer Ausstellung von 11 Sammlungen (Briefe, Ansichtskarten, Sammlungen Deutsche Einheit, Heimatsammlung Puchheim, ‘Die Bundeswehr im Spiegel des Poststempels’) und einen Sonderstempel mit dem Schiffshut des Postmeisters Philipp Weiß (1764 - 1824) präsentierte sich der Fürstenfeldbrucker Philatelistenverein den Delegierten.

 

Neuer Vorstand:
 
In der Jahreshauptversammlung vom 27.1.1998 wurde eine neue Vorstandsschaft gewählt:
1. Vorsitzender: Klaus-Peter Lippoldes
2. Vorsitzender und Schriftführer: Jürgen Grohmann
Kassier: Dr. Walter Koch

In der Jahreshauptversammlung vom 10.2.2004 legte Jürgen Grohmann sein Amt nieder.
2. Vorsitzender und Schriftführer wurde Ralf Reiter.
 

700 Jahre Markt Fürstenfeldbruck:

Im April 2006 gab der Philatelistenverein Fürstenfeldbruck zwei personalisierte österreichischen Briefmarken ‘700 Jahre Markt Fürstenfeldbruck’ heraus, was große Beachtung in der Presse fand.

1200 Jahre Maisach:
 
Im Mai 2006 erschienen dann zwei personalisierte österreichische Briefmarken ‘1200 Jahre Maisach’, wieder mit beachtlicher Resonanz in der örtlichen Presse.

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